Saisontipps

Gesund backen - Weihnachtsplätzchen & Co

Gesund backen

Weihnachtsplätzchen & Co

13.12.2011

Adventszeit ist Backzeit. Die Aromen von Zimt, Vanille und Nelken stimmen uns auf das bevorstehende Fest ein. Neben anderen kulinarischen Köstlichkeiten gehören Vanillekipferl, Spekulatius und Lebkuchen zur Weihnachtszeit dazu. Leider hat das Weihnachtsgebäck meist einen hohen Anteil an Fett und Zucker. MS-Betroffene sollten jedoch besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten, um zusätzliche Gesundheitsprobleme zu vermeiden.

Erhöhte Blutfettwerte, Kreislaufprobleme und Übergewicht können die Folge einer einseitigen Ernährung sein. Viele verlassen sich auf radikale Diäten, als gute Vorsätze für das neue Jahr. Das ist jedoch keine gute Lösung und für MS-Betroffene eher ein gesundheitliches Risiko. Doch wer möchte in der Weihnachtszeit auf Leckereien verzichten? Das Backen an Weihnachten hat eine lange Tradition mit Rezepten, die häufig von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Warum backen wir zu Weihnachten?

Der Ursprung der heutigen Backtradition in der Weihnachtszeit liegt im Mittelalter. In den zumeist reichen Klöstern wurde zum Gedenken an die Geburt Christi mit ausgesuchten, edlen Zutaten feines und aufwendig erstelltes Backwerk bereitet. Neben den Klöstern kamen sonst nur die feinen Herrschaften in den Genuss der süßen Naschereien. Zucker und Gewürze waren damals sehr teuer. Mit der Entdeckung des hohen Zuckergehaltes in der Zuckerrübe Anfang des 19. Jahrhunderts verlor der Zucker seinen Anspruch als Luxusgut. Heute sind süße Weihnachtsplätzchen für alle erschwinglich, doch kommt der Gesundheitsaspekt in Anbetracht der hochkalorischen Zutaten hinzu. Es kann jedoch auch gesund genascht werden, ohne großen Verzicht zu üben.

Gesund und vollwertig backen

Mit ein paar Veränderungen Ihrer üblichen Backrezepte können Sie Ihre Weihnachtsplätzchen ohne schlechtes Gewissen genießen:

  • Verwenden Sie Vollkornmehl. Wem dies zu intensiv schmeckt, der kann das Mehl mit Feinmehl mischen. Damit der Vollkornteig nicht zu trocken wird, achten Sie darauf, pro 100 Gramm zwei Esslöffel mehr Flüssigkeit zuzugeben.
  • Sparen Sie Zucker ein. Eine gesunde Alternative ist Agavendicksaft. Er besteht aus Fruchtzucker, hat eine sehr viel höhere Süßkraft als herkömmlicher Zucker und kann sparsamer verwendet werden.
  • Mit Rosinen und anderen Trockenfrüchten geben Sie neben natürlicher Süße, Mineralien und Ballaststoffe hinzu.
  • Honig eignet sich für Füllungen und Cremes, aber nicht Backen. Durchs Erhitzen werden die wertvollen Enzyme und Vitamine zerstört.
  • Butter ist gut zu ersetzen durch neutrales Pflanzenöl oder hochwertige Margarine. So senken Sie den Anteil der schädlichen gesättigten Fettsäuren im Gebäck. Zusätzlich können ein paar Gramm der angegebenen Menge Fett durch Buttermilch ersetzt werden. Bei Füllungen können statt Sahne Joghurt, Quark oder Soja-Sahne eingesetzt werden. Festigkeit erreichen Sie mit Gelatine.
  • Eier können ganz oder zum Teil mit Quark ausgetauscht werden (ein guter Esslöffel pro Ei).
  • Verzichten Sie auf Einfetten und legen Sie Kuchenformen oder Backbleche mit Backpapier aus.
  • Verwenden Sie Nüsse: Sie sind zwar kleine Kalorienbomben, aber gesund. Neben einem hohen Anteil an ungesättigten Fetten enthalten sie B-Vitamine, wichtige Mineralien und Spurenelemente. Wer Nüsse mag, kann sogar einen Teil des Mehls durch fein gemahlene Nüsse ersetzen.
  • Überlisten Sie sich und backen Sie kleine Plätzchen. Plätzchen werden meist in einer großen Vielfalt gebacken, die alle probiert werden wollen.
  • Nicht zu vergessen sind die für das Weihnachtsgebäck typischen Gewürze. Schon in der Antike wusste man von der heilenden Wirkung von Koriander, Zimt, Kardamom, Gewürznelken, Anis und Co.


Weihnachtsplätzchen-Rezepte lassen sich leicht mit gesunden Zutaten abwandeln. MS-Betroffene können auf diese Weise Weihnachtsgebäck ohne schlechtes Gewissen, ihre Gesundheit zu belasten, genießen.


Quellen:



 

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