Saisontipps

Gewürze sind wohltuend und gesund für Menschen mit MS

Kochen mit Gewürzen

Wohltuend und gesund: Ingwer, Curry und Co.

07.02.2012

Zum neuen Jahr haben viele Menschen den Vorsatz, sich gesünder zu ernähren. Gerade MS-Betroffenen wird eine ausgewogene, fettarme Ernährung empfohlen. Wenig beachtet wird dabei jedoch häufig die Bedeutung von Gewürzen. Doch viele Gewürze wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Sie kurbeln den Stoffwechsel an, senken die Blutfettwerte, helfen bei Verdauungsbeschwerden oder heben die Stimmung.

Gesundheitliche Wirkung von Gewürzen

Seit jeher werden Speisen gewürzt, um sie nicht nur bekömmlicher, sondern auch haltbarer zu machen. Neben Chili eignen sich Zimt, Nelken, Oregano und Thymian dazu, Lebensmittel bakterien- und keimfrei zu halten. 
Vielen Gewürzen werden positive Effekte nachgesagt: Sternanis, Meerrettich, Knoblauch und Muskat sollen beispielsweise antibakteriell wirken. Gewürze wie Ingwer, Gewürznelken, Galant und Gelbwurz können Entzündungen lindern. Paprika, Kurkuma, Oregano, Rosmarin oder schwarzer Pfeffer können die Blutfettwerte senken und Kümmel, Anis und Fenchel helfen bei Verdauungsbeschwerden.

Mit Gewürzen abnehmen

Wer abnehmen möchte, sollte auf den Geschmacksträger Fett weitestgehend verzichten. Exotische Gewürze sind ein guter, kalorienarmer Ersatz. Besonders scharfe Gewürze würzen nicht nur, sondern helfen auch, die Pfunde schwinden zu lassen. Capsaicin heißt der Stoff, der für die Schärfe verantwortlich ist. Er ist in Chilischoten enthalten und sorgt dafür, dass die Körpertemperatur ansteigt, der Stoffwechsel angekurbelt und Energie verbraucht wird. Scharfe Speisen erzielen zudem schneller ein Sättigungsgefühl.
Das in Pfeffer enthaltene Piperin erzielt einen ähnlichen Effekt und soll appetitzügelnd wirken. Weitere Fettverbrenner sind Ingwer, Meerrettich, Kümmel, Senf, Zwiebeln und Knoblauch.
Zimt senkt den Blutzuckerspiegel, wodurch die Fettverbrennung ebenfalls steigt. Ein Gramm Zimt täglich reicht aus, um diese Wirkung zu erreichen. Ein guter Appetitzügler ist Vanille: Schon der Geruch allein kann Hungergefühle dämpfen.

Schärfe gegen den Winterblues

Spätestens im Februar sehnen sich viele Menschen nach dem Frühling. Das trübe Wetter und die Dunkelheit schlagen auf das Gemüt und können für depressive Stimmung sorgen. Gewürze wie Chili, Senfkörner, Pfeffer, Ingwer und Paprika wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Ihre Schärfe löst Reize im Nervensystem aus,  über die Endorphine und Adrenalin im Körper ausgeschüttet werden. Überdies wird uns beim Genuss von Scharfem wohlig warm und die Durchblutung sowie die Magen-Darm-Funktion werden angeregt.

Tipps zum richtigen Umgang:

  • Sauerstoff und Licht sind die Feinde von Gewürzen. Lagern Sie Gewürze stets dunkel und trocken. Es mag dekorativ sein, doch über dem Herd sollten Gewürze nicht stehen.
  • Nie zu viel, zu heiß oder zu lang. Eine Überdosis verdirbt jedes Gericht und durch zu langes Kochen verlieren Gewürze ihre wertvollen ätherischen Öle. Bei zu starker Hitze werden einige Gewürze wie Knoblauch, Rosmarin oder Paprika zudem bitter.
  • Frische Kräuter haben besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe. Basilikum, Dill und Petersilie sollten Sie immer frisch verwenden und erst kurz vor Gebrauch waschen und zerkleinern. Die Stiele können auch verarbeitet werden, zumal sie einen meist intensiveren Geschmack haben als die Blätter.
  • Verwenden Sie getrocknete Gewürze schon beim Kochen. So kann sich die Würze entfalten. Einen intensiveren Geschmack erhalten Sie, wenn das Gewürz in der Pfanne angeröstet wird.
  • Vorgemahlene Gewürze verlieren nach einigen Wochen einen großen Teil ihres Geschmacks. Zerkleinern Sie kurz vor der Verwendung das Gewürz mit Mörser, Reibe, Wiegemesser oder Mühle.
  • Mit pulverigen Gewürzen wie Paprikapulver oder gemahlenen Pfeffer erst zum Ende des Kochvorgangs würzen, da sich das Pulver schnell verflüchtigt.
  • Die  Mühle nicht über den Kochdampf halten. So verklebt die Öffnung.
  • Nelken, Lorbeer, Pfefferkörner, Piment und Wacholder werden vor dem Servieren meist entfernt. Dies geht leichter, wenn die Gewürze in einen kleinen Beutel verpackt werden. Es gibt spezielle Beutel fertig zu kaufen, aber auch ein Kaffee- oder Teefilter kann leicht umfunktioniert werden.
  • Zu viel Schärfe im Gericht kann durch Zitronensaft wieder entschärft werden.
  • Bei scharfem Essen nie Wasser zur Linderung trinken. Capsaisin (Der Stoff, der für die Schärfe verantwortlich ist.) ist nur fettlöslich. Kommt Wasser hinzu, bilden sich Tröpfchen, die sich schnell noch weiter im Mund verteilen. Milch oder ein Stück Brot mit Butter helfen hier.


Gewürze sind mehr als Geschmacksträger. Gezielt eingesetzt, können sie beim Abnehmen helfen, Unpässlichkeiten lindern und als Stimmungsaufheller fungieren. Für eine gesunde Ernährung können Chili, Zimt und Co einen wertvollen Beitrag leisten.



Quellen:





 

Neuester Kommentar zu diesem Artikel


Zu diesem Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet.
Nur angemeldete Nutzer können Artikel bewerten.

 
Haben Sie weitere Fragen?

COPAKTIV Service-Team

Das COPAKTIV Service-Team
ist für Sie da: Mo-Fr 8:00 - 20:00

0800 1 970 970
(gebührenfrei)

Rückrufwunsch >
Kontakt per E-Mail >

Noch mehr Service?
Sie sind MS-Betroffener und wünschen sich mehr Unterstützung bei der Therapie? Nutzen Sie die Möglichkeit, sich in unser COPAKTIV-Betreuungsprogramm einzuschreiben und profitieren Sie von vielen Vorteilen. 

 

Jetzt einschreiben >


 
MS verstehen

Videotour: Multiple Sklerose verstehen
Was läuft bei MS im Körper ab? Animationen erklären Symptome, Diagnostik, Verlauf und Therapie.

mehr >


 
Häufig gestellte Fragen

Sind Impfungen trotz MS möglich?

Die meisten gängigen Impfungen (z.B. Grippe, Tetanus, Hepatitis-B etc.), die bei Reisen in bestimmte Länder generell allen Reisenden empfohlen werden,...

mehr >


 

Unterstützt von

TEVA Deutschland GmbH