Saisontipps

Verkehrssicherheit im Winter - Sicher unterwegs bei Eis und Schnee

Verkehrssicherheit im Winter

Sicher unterwegs bei Eis und Schnee

11.01.2011

Bei Eis und Schnee kann schon der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen zur Rutschpartie werden. Bei überfrierender Nässe haben viele Menschen Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Wenn bei Menschen mit MS Gangunsicherheiten oder Koordinationsschwierigkeiten hinzukommen, kann es zu schweren Stürzen kommen. Aber auch die Autofahrer sollten einige Verhaltensregeln beachten, um auch bei klirrender Kälte sicher anzukommen.

Fußgänger aufgepasst


Achten Sie auf die richtige Ausrüstung: ausreichend warme Kleidung und feste Schuhe mit Profilgummisohle sind ein Muss, nicht nur für MS-Betroffene. Ein Gleitschutz, der am Schuh befestigt wird, kann für zusätzliche Trittsicherheit bei Gangunsicherheiten sorgen. Sie erhalten diese in Sanitätshäusern oder im Orthopädiehandel. Einige Modelle lassen sich ganz einfach mit Klettband am Schuh befestigen. Vorsicht jedoch bei glatten Oberflächen wie Parkett oder Fliesen, hier wird der Gleitschutz zur Rutschfalle.

Reflektoren schützen vor Unfällen


In der Dunkelheit und bei trübem Wetter werden Fußgänger und Radfahrer von Autofahrern leicht übersehen. Reflektoren lassen sie in der Dunkelheit aufleuchten und können häufig gefährliche Situationen verhindern. Im Handel gibt es unterschiedliche Modelle, die sich problemlos an der Kleidung befestigen lassen. Auch eine regelmäßige Überprüfung der Sehfähigkeit ist sinnvoll, um Unsicherheiten im Straßenverkehr zu vermeiden, gerade wenn Sie unter verminderter Sehkraft oder Sehstörungen leiden. Passen Sie außerdem ihr Verhalten im Straßenverkehr dem Wetter an: Lassen Sie sich Zeit beim Überqueren einer Straße und warten Sie lieber eine Ampelphase ab, als ins Rutschen zu kommen.

Für das Fahrrad gibt es ebenfalls Winterreifen, die das Wegrutschen bei Glätte verhindern. Wenn Sie auf einen Gehstock angewiesen sind, können Sie ihn mit Eisspikes winterfest machen. Auch Rollstuhlfahrer können etwas für ihre Sicherheit tun: Schneeketten oder Stollenbereifung sind auch für elektrische Rollstühle zu haben.

Mit dem Auto unterwegs


Im Winter ist ein regelmäßiger Sicherheitscheck besonders wichtig. Fahren Sie außerdem bei Minustemperaturen nur mit Winterreifen, um unfreiwillige Rutschpartien zu verhindern. Seit November 2010 gibt es in Deutschland eine Winterreifenpflicht bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld. Um unliebsame Überraschungen zu verhindern, sollten Sie die Autoschlösser mit Kriechöl vor dem Einfrieren schützen und Kühlwasser und Scheibenwischwasser auf Frostsicherheit prüfen. Ein Sicherheitsfahrtraining bspw. beim ADAC, kann zudem helfen, mit schwierigen Verkehrssituationen umzugehen.

Vorsichtige Fahrweise


Passen Sie außerdem Ihre Fahrweise dem Wetter an. Vergrößern Sie den Sicherheitsabstand, geben Sie behutsam Gas und bremsen Sie vorsichtig. Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ins Schleudern geraten sollten, möglichst nicht bremsen, sondern gegenlenken. Planen Sie mehr Fahrzeit ein, um nicht unnötig unter Stress zu geraten.

Wenn die Sicht bei unter 50 Metern liegt, sollte die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden. Passen Sie die Geschwindigkeit der Sicht an und vermeiden Sie Überholmanöver. Kontrollieren und reinigen Sie bei Schneematsch Scheinwerfer und Rücklichter regelmäßig. Fahren Sie auch tagsüber mit eingeschaltetem Licht.

Bei aller Schneeromantik sind vielen Menschen mit MS die winterlichen Verkehrsverhältnisse oft ein Graus. Mit Schnee und Eis steigt das Risiko für Stürze und Unfälle. Sie können jedoch selbst einiges dazu tun sicher durch den Winter zu kommen.

www.adac.de/infotestrat/reifen/winterreifen
www.deutsche-verkehrswacht.de
www.zeit.de/wissen/2010-02/tit-gehen-glatt-eis

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