Leben mit MS

Psyche

Die Diagnose Multiple Sklerose löst bei den meisten Betroffenen fast immer ein Durcheinander an Gefühlen aus: Angst und Panik, Schock und Traurigkeit. Aber auch bei einer Depression gibt es Mittel und Wege, die Erleichterung verschaffen, so dass die Zukunft bald wieder rosiger aussieht.


 

Eine Katze und ein Hund liegen nebeneinander.

Tiere und MS

Haustiere und Therapeuten

Ein Haustier kann eine große Bereicherung sein. Dies gilt auch für Menschen mit MS. Wenn Sie einige Dinge beachten, können Haustiere zu einem aktiven und erfüllten Leben beitragen. Darüber hinaus können Tiere auch therapeutische Funktionen, wie z. B. in der Hippotherapie, erfüllen. Bei Menschen, die ihren Alltag mit Multipler Sklerose meistern müssen, kann ein Haustier zu einem aktiven Leben beitragen und darüber hinaus viel Lebensfreude vermitteln.

Allein das Streicheln eines Tieres kann beruhigend wirken. Die Anwesenheit eines Tieres im Raum wirkt bei vielen Menschen blutdrucksenkend und verringert die Stressempfindlichkeit. Auch konnten schon positive Impulse auf Blutfettwerte, Verdauung und das Herz-Kreislauf-System beobachtet werden. Haustiere können zudem die soziale Isolation verhindern, wobei Hunde nahezu ein Garant für Sozialkontakte sind. Nichts ist leichter, als beim Spaziergang mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Hilfe im Alltag

Hunde können sehr verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen: Als Blindenhunde helfen sie zum Beispiel blinden und sehbehinderten Menschen bei der sozialen und beruflichen Eingliederung. Auch für Menschen mit MS, die z. B. durch Lähmungen in ihrer Mobilität und Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, können speziell trainierte, sogenannte Servicehunde eine große Hilfe im Alltag sein: Sie führen auf Kommando Verrichtungen aus, wie z. B. den Transport von Gegenständen.

Das Tier als Therapeut

Tiere werden auch unterstützend in der Psychotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie und Heilpädagogik eingesetzt. Insbesondere die Therapie mit Pferden, auch Hippotherapie genannt, wird erfolgreich zur Besserung von MS-Symptomen, wie Spastik oder Lähmungen, eingesetzt. Im Mittelpunkt steht hierbei der Kontakt mit dem Tier, da er positive Gefühle und Reaktionen auslöst.

Tipps zur Anschaffung

Ein Haustier kann für einen MS-Betroffenen ohne Zweifel eine Bereicherung sein. Vor der Anschaffung eines Tieres sollten Sie jedoch einige Aspekte sorgfältig bedenken, um unnötige Belastungen zu vermeiden. Überlegen Sie, welches Tier am besten zu Ihrem Alltag passt. Versorgung und Beschäftigung mit dem Tier müssen gewährleistet sein, auch in Zeiten, in denen Sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen ausfallen.

Außerdem sollten Sie nicht vergessen, dass Sie sich mit einem Haustier auf eine lange Bindung einlassen. Kaninchen oder Meerschweinchen können bis zu acht, ein Hund bis zu 15 und Schildkröten sogar bis zu 80 Jahre alt werden.

Ein Hund ist für Menschen mit MS besonders gut geeignet. Er ist nicht nur ein treuer Freund, er kann mittels eines speziellen Trainings sogar zum Helfer im Alltag werden. Zudem fordert und fördert ein Hund die Mobilität und eine gesunde Lebensweise durch die notwendigen täglichen Spaziergängeund kann helfen, Stress und Anspannung abzubauen. Allerdings sollten die Angehörigen mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden sein, um ggf. die Versorgung übernehmen zu können.

Für MS-Betroffene, die Vollzeit arbeiten, ist eher eine Katze zu empfehlen. Eine Katze ist unabhängiger als ein Hund und lässt ihrem Besitzer mehr Freiheiten. Bei Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um Fluchttiere handelt, die eher scheu sind. Aber auch sie können nach einer Eingewöhnungszeit anschmiegsame Begleiter sein.

Auch viele Menschen mit MS profitieren von einem Leben mit Haustieren. Allerdings sollten Sie sich der Verantwortung bewusst sein und vor der Anschaffung alle Aspekte des Alltags bedenken.


Quelle:
www.hsus.org





 

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