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Vitamin D bei MS: Hohe Dosierung vielleicht gar nicht notwendig

Studie

Vitamin D bei MS: Hohe Dosierung vielleicht gar nicht notwendig

29.12.2011

PARKVILLE (Biermann) – Multiple Sklerose ist häufig mit einem Vitamin-D-Mangel verbunden. Die Einnahme des Vitamins kann sich deshalb positiv auf den Verlauf der MS auswirken – auch wenn die Betroffenen nur relativ niedrige Dosen einnehmen, wie eine neue Studie zeigt.

"Die Einnahme von hochdosiertem Vitamin D hatte gegenüber einer regelmäßigen Zufuhr von niedrigen Dosen keine Vorteile", sagte Dr. Mark S. Stein, einer der verantwortlichen Wissenschaftler vom Royal Melbourne Hospital, Australien. Stein betonte allerdings, dass diese neue Erkenntnis in weiteren Studien bestätigt werden müsse.

An der sechsmonatigen Untersuchung der australischen Forscher nahmen 23 Menschen mit MS teil. Sie alle erhielten niedrig dosiertes Vitamin D (1000 Internationale Einheiten (IU)/Tag), um einem Mangel des Vitamins vorzubeugen. Die eine Hälfte der Studienteilnehmer erhielt zusätzlich noch weiteres Vitamin D, um ihre Blutspiegel auf ein hohes Level anzuheben; Ziel war ein Spiegel von 130 bis 175 nM. Die andere Hälfte erhielt kein weiteres Vitamin D.

Zu Beginn der Studie sowie nach vier, fünf und sechs Monaten wurde das Gehirn der Teilnehmer im Magnetresonanz-Tomographen untersucht. So fanden die Forscher heraus, dass es hinsichtlich neuer MS-Herde keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen gab. Auch das Gesamtvolumen an Anomalien im Gehirn war in den beiden Probandengruppen ähnlich.

Die Anzahl an Schüben im Studienzeitraum war in der Gruppe, die hohe Vitamin-D-Dosen einnahm, sogar höher.

Stein merkte an, dass an der Studie nur MS-Betroffene teilgenommen haben, die seit durchschnittlich sechs Jahren erkrankt waren. "Möglicherweise würden Untersuchungen mit hochdosiertem Vitamin D in früheren Stadien der MS zu anderen Resultaten kommen."


Quelle: Neurology, 25. Oktober 2011 (online erschienen)



 

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