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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung im Zeichen der UN-Behindertenrechtskonvention

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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

16.01.2012

BERLIN (Biermann) – Am 3. Dezember 2011 machte der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung auch auf die Situation von MS-Betroffenen mit Handicap aufmerksam. In diesem Jahr stand der Tag ganz im Zeichen der UN-Behindertenrechtskonvention. Bislang haben 153 Staaten die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet, 106 haben sie ratifiziert. "Dies schaffe Chancen, weltweit Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen", so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe anlässlich des von den Vereinten Nationen initiierten Tags.

Deutschland ist mit dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung einen ersten Schritt in die richtige Richtung gegangen. "Es bestehe aber weiterhin Handlungsbedarf in allen Lebensbereichen, vom Wohnen, Lernen und Arbeiten bis zum Freizeitbereich", betonte der Behindertenbeauftragte.

International anerkannt werde der Weg Deutschlands, eine Staatliche Anlaufstelle, eine unabhängige Koordinierungsstelle und die unabhängige Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtkonvention geschaffen zu haben. Diese Kombination suche man in vielen Staaten vergeblich, so Hüppe weiter. Insbesondere werde positiv bewertet, dass es mit dem Inklusionsbeirat als Kernstück der Koordinierungsstelle ein Gremium gibt, das fast ausschließlich aus Menschen mit Behinderung besteht.

Der Inklusionsbeirat reagiert auf aktuelle Entwicklungen, die Menschen mit Behinderungen betreffen und weist die verantwortlichen Stellen auf die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention hin.

"Die UN-Behindertenrechtskonvention kann aber nicht allein durch die geschaffenen Institutionen mit Leben erfüllt werden. Vielmehr kommt es darauf an, dass jeder mitmacht, Bund, Länder und Gemeinden, soziale Dienstleister, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Kindergärten, Schulen, Kirchen und Vereine", betonte der Behindertenbeauftragte.


Quelle: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, 1. Dezember 2011



 

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