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  1. #1
    Neuer Benutzer
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    12

    Ich bin seit 2 Jahren Single und habe die Diagnose seit Anfang des Jahres. Nun bin ich doch sehr verunsichert, wie ich mit dem Thema umgehen soll, wenn ich einen neuen Mann kennenlerne. Zügig von meiner Krankheit erzählen (z.zT. merkt man mir nichts an..) oder erst später? Ich hatte einen Mann kennengelernt, der von der Krankheit wußte, da er die Phase der Diagnose Anfang des Jahres miterlebt hatte. Es wurde nichts aus uns beiden, weil ich mich nicht in ihn verliebt habe. Er meinte, er würde 'trotz' der MS eine Partnerschaft mit mir eingehen wollen, obwohl alle seine Freunde ihm dringend abgeraten hätten. Sie hätten gesagt, er soll bloß die Finger von mir lassen. Das hat mich total verletzt. Aber es ist vielleicht nicht auch so?...nun habe ich ein echtes Manko, wer sich mit mir einläßt, lebt mit einer tickenden Zeitbombe....Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist es aussichtslos, unbeschwert noch jemanden kennenzulernen? Wie geht Ihr damit um?
    Lillifee

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Delligsen
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    169

    Hallo Lillifee,

    ih bin der Meinung, eine Beziehung auf einer Lüge aufzubauen ist der falsche Weg. Und wer sagt, du bist ne tickende Zeitbombe? Der Verlauf ist nicht vorhersehbar! Ich würde es nicht beim ersten Date sagen aber ziemlich früh, sobald ich mir meiner Gefühle bewusst bin. Was hättest Du davon, wenn die Beziehung später wegen Deiner Lüge (Verschweigung) in die Brüche geht? Ich finde, man/frau sollte immer ehrlich sein. Das ist die Basis einer guten und dauerhaften Beziehung. MS kann jeden treffen, das allein ist kein Grund sich dafür zu schämen, schämen sollte sich nur, er davon wusste und es nicht gesagt hat, Dein Partner hat ein Anrecht darauf, es zu wissen!

    Ausserdem ist doch das Gefühl sehr schön, so geliebt zu werden, wie man ist und nicht, so wie man sich gibt.

    Und nun viel Glück bei Deiner Suche, das wünscht Dir die Frau, die die Liebe ihres Lebens erst mit 38 Jahren gefunden hat.

    Liebe Grüße
    sissitt

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Locke
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    Hallo Lillifee,
    ich hatte beschlossen, mit meiner MS alleine zu leben das war 1992 und ich war schon vor der Diagnose Single. Ich habe es geschafft bis 2001 - es war auch ne tolle Zeit allein zu sein und auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen, aber ich hatte auch niemanden zum Anlehnen. Ich dachte auch immer wieder ich darf mich keinem Mann zumuten (wer weiß wo ich lande - Rollstuhl?). Dann kam Klaus, den hat das überhaupt nicht interessiert, den habe nur ich interessiert und er ist mir regelrecht hinterher gelaufen - nach 3 Schüben in 2007/2008 hat er mir dann sogar einen Heiratsantrag gemacht und seit Juli 2009 bin ich glücklich verheiratet.
    Ich denke wir sollten die MS zwar in unserem Leben mitberücksichtigen, aber nur wenn sie da ist und ansonsten leben wie jeder andere. Aber zu einer Beziehung gehört auch die Ehrlichkeit und je offener wir damit umgehen umsoweniger Angst hat unser Partner davor.

    Gruß
    Moni

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    Danke euch beiden für Eure netten Beiträge!
    Ihr macht Mut :-)
    Mein Hauptproblem ist sicherlich auch, daß ich noch relativ frisch diagnostiziert bin und daher noch sehr mißtrauisch meinem eigenen Körper gegenüber bin. Gedanklich kann ich nur schwer abschalten und bei allen Entscheidungen (z.B. Reisen) kreisen die Gedanken in meinem Kopf. Einfach normal leben, wenn ich mich gut fühle...ich glaube, das ist wichtig zu lernen. Unter den jetzigen Voraussetzungen ist es sicherlich für einen Partner schwierig, damit umzugehen.

    LG Lillifee

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maoli
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    Hallo Lillifee,

    ich kann nur von mir sprechen, aber ich habe durch die Diagnose meinen Ehemann verloren,aber ein Freund wurde mein Partner. Sehr verwirrend ich weiß,aber er hat mich auch mit MS genommen,weiß genau, was auf ihn zukommen KANN und es ist kein Problem oder Thema. Er hilft mir auch beim Arm spritzen. Ich hatte Glück, ich weiß. Aber was ich damit sagen will ist, daß wenn Dich jemand wirklich mag, ist es ihm auch egal, welche Handicaps Du hast/haben wirst. Denn schließlich weiß derjenige auch ohne Diagnose nicht, was auf ihn selber zukommen kann... Wir wissen zwar, daß wir MS haben, aber keiner weiß und kennt den Verlauf!!!
    Und zu den Freunden dieses Freundes kann ich nur sagen, daß sind meistens Menschen die überhaupt keine Ahnung haben und sich vorher erstmal erkundigen sollten, bevor sie "abraten"! Gott, sowas macht mich echt aggro..., aber auf der anderen Seite sind es solche Leute nicht wert, überhaupt ein Wort über sie zu verlieren, sie ernst zu nehmen oder gar ihnen Aufmerksamkeit zu schenken...!

    In dem Sinne, Kopf hoch und alles Gute,
    Anja

  6. #6
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    hallo lillfee!
    es ist sehr schwer einen parntner zu finden!aber ich würde sagen mann trift sich erst mal und unterhält sich!und bevor es um eine beziehung geht würde ich das mit meiner krankheit ehrzählen!! ich denke es ist auch ein schöner abend wenn man sich auch nur gut unterhalten hat!!!außerdem wenn man sich nur gut unterhalten hat kann auch ein schöner abend sein!

  7. #7
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    Hallo lilifee!

    Ich bin selber auch Single und habe die Diagnose seit April diesen Jahres. Ich habe auch viel darüber nachgedacht, wie ich damit umgehe. Aber ich denke wenn sich für mich eine Beziehung ergibt, will ich von Anfang an ehrlich mit meiner zukünftigen Partnerin umgehen und Ihr sagen das ich MS habe.

    Viele Grüße
    Jan-Sören

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bambus
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    Hallo Lillifee,
    ich bin seid 12 Jahren Single. Hatte mal zwei kurze "Freunde", dass war´s. Die erste Zeit nach der Scheidung hatte ich sowieso kein Interesse an Männern. Dann habe ich mir gesagt, wenn´s passiert, dann passiert es halt. Bin nicht wirklich auf der Suche, aber würde mich schon freuen, nicht alleine alt zu werden. Sage immer (mehr als Spaß zu verstehen), ich suche nicht, ich laß mich finden. Ich würde aber auch ehrlich sein und meine Krankheit, die ich durch den Pinguingang eh nicht verbergen kann, nicht verheimlichen. Bringt im Endeffekt auch nichts. Wenn man sich richtig schön verliebt hat und dann erfährt der andere, vielleicht sogar noch von anderen, was man hat, ist die Endtäuschung auf beiden Seiten groß.
    Wünsche Dir viel Glück bei der Suche und wenn es geklappt hat, einen lieben, netten Mann an Deiner Seite, der Dich auch viel verwöhnt.
    LG Bambus

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von nykohle
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    Hallo Zusammen,
    ich bin der Meinung dass man mit der Diagnose offen umgehen sollte. Wenn der Partner einen dann nicht mehr haben will, dann war er/sie auch nicht die Richtige. Sei selbstbewußt auch mit MS ist man es wert geliebt zu werden! Das Leben ist durch die Diagnose doch nicht zu Ende! Ich empfinde die Diagnose sogar als Zeichen noch intensiver zu leben und Beziehungen gehören dazu.
    Ich wünsche Dir, dass Du einen lieben Partner findest, der Dich nimmt wie Du bist!

    Liebe Grüße von Nykohle

  10. #10
    Neuer Benutzer
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    Hallo Lillifee, als Mann und Single habe ich auch die gleichen Probleme wie du! Viele Leute haben sofort Horrorszenarien, wenn Sie an MS denken! Ich finde die Einstellung von Nykohle sehr gesund

    Natürlich plant man/frau mit dem Partner die Zukunft. Diese Unsicherheit kann schon sehr belastend sein. Mein Hausarzt riet mir, eine Partnerin zu suchen, die auch nicht 100% gesund ist (dann kann man sich gegenseitig unterstützen)
    Interessant ist auch die Statistik auf der Seite der DMSG, wonach mehr Männer ihre Partnerin verlassen, sollte Sie an MS erkranken als umgekehrt. Da stellt sich mir die Frage, ob Frauen die "besseren" Menschen sind ?

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