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  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Hab ich wirklich was falsch gemacht?

    Hallo mein Name ist bernd und ich bin der Ehemann von Steffi! Ich begleite ihre Krankheit jetzt seit April mit! Sie hatte im Juli den 2 schub in 3 Monaten und so wie es im Moment aussieht steht der nächste schon wieder vor der Tür!
    Jetzt zu meinem Problem ich bin Taxi und Busfahrer. da mein Chef im Moment net soviel Aufträge hat fahre ich ausgeliehn in einer anderen FIrma mit Bus!
    Letzte woche ging es steffi schon nicht gut Lähmungserscheinungen, schlechte Laune es war furchbar! Wir haben 3 Kinder und als der Anruf kam ob ich 4 Tage mit nach Neapel fahren kann hab ich natürlich ja gesagt! Jeder Pfennig extra bringt ja was!
    Ich bin gestern abend nach Hause gekommen! Meine frau ignoriert mich, sie redet nicht sie schaut mich nicht mal an! Ich kann doch aber nicht mein Leben mit meinen Job nur nach der Krankheit meiner Frau richten ODER?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von niknak
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    hey bernd!
    erstmal herzlich willkommen hier im forum!
    du bist wirklich in einer ziemlich blöden situation!!!
    ICH denke du wirst fahren müssen, da du ja selber sagst "jeder pfennig extra bringt was".
    und ausserdem sind es "nur" 4 tage...
    das deine frau dich ignoriert ist echt nicht fair... ich meine 3 kinder wollen auch verpflegt werden... und als busfahrer wirst du auch kein millionär sein...
    ich kann deine frau aber AUCH verstehn. sie hat diese krankheit... vielleicht fühlt sie sich von dir "zurückgesetzt"?
    sprich mit ihr!!!! sag ihr das du in 4 tagen wieder da bist! mit ein paar pfennigen mehr im portemonaie....
    bring ihr davon ein sträusschen blümchen mit (darüber würd ICH mich freuen!)
    vor allem aber: schick deine frau zum arzt, besser noch: begleite sie dahin bevor du fährst... falls es noch in deinen zeitplan passt!
    ich wünsche dir und deiner frau alles gute!!!!
    glg niknak

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bambus
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    Hallo Bernd,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.
    Ich kann mich Niknaki nur anschließen.
    Sag Deiner Frau, dass Du immer für sie da bist. Dein Job aber nun mal soetwas mit sich bringt. Wer kann Geld nicht gebrauchen?
    Deine Frau sollte wirklich zum Arzt. Bei Lähmungserscheinungen ist es sehr wichtig, natürlich auch bei anderen Beschwerden, die unsere Freundin MS so mit sich bringt, schnell zu reagieren und Korti zu bekommen.
    Geh am besten wirklich mit ihr zusammen dorthin, wenn Du es arbeitsmäßig einrichten kannst.

    LG Bambus

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von W E R ?
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    Zuerst möchte ich Deine Frau und Dich hier herzlich begrüßen!

    Die Diagnose MS ist für die meisten Betroffenen ein Schock. Die Bestätigung der Diagnose geht bei den meisten häufig mit einem Gefühl von Hilflosigkeit, Wut und Verwirrung einher. Diese Gefühle sind absolut normal, auch wenn es einige Zeit dauern kann, bis man die Erkrankung akzeptiert und sich an ein Leben mit MS gewöhnt hat.

    Natürlich hat es verschiedene Auswirkungen auch und besonders auf das familiäre Umfeld, wenn bei einem Lebenspartner eine MS diagnostiziert wird. Es ist wichtig, sich auf die neue familiäre Situation und auf alle wahrscheinlich anstehenden Veränderungen, die es auch bei Euch geben wird, einzustellen. Deine Frau und Du als Angehöriger müsst lernen, mit der MS und ihrer Behandlung sowie mit allen damit verbundenen zukünftigen Problemen umzugehen.

    Es bedeutet, mit Ungewissheiten zu leben. Gemeinsame Perspektiven und Pläne muss man möglicherweise verändern, Wünsche oft zurückstellen. Dies bedeutet jedoch nicht das Ende aller positiven Aspekte einer Beziehung. Es kommt darauf an, die Bedürfnisse des jeweiligen Partners zu verstehen und sich darauf zu konzentrieren.

    Manchmal können auch Rollenwechsel erforderlich werden. Es kann beispielsweise die Entscheidung notwendig werden, dass der Alltag und der Lebensstil auf die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt werden müssen.

    Deine Frau fühlt sich von Dir im Stich gelassen, da sie mit dieser Erkrankung besonders deiner Hilfe benötigt und mit Haushalt und 3 Kindern alleine absolut überfordert ist.

    Die Diagnose einer Multiplen Sklerose bedeutet nun mal große Veränderungen – nicht nur im Leben derjenigen, die direkt von der MS betroffen sind. Sie betrifft im selben Maß auch die Angehörigen. Die finden sich plötzlich in der Rolle eines Betreuers – eine Rolle, auf die sie ja nicht vorbereitet sind und vor der sie vielleicht Angst haben und sie sind zweifellos ähnlichen Gefühlen ausgesetzt wie die Betroffenen selbst, Ärger, Kränkung, Traurigkeit, Schuld und Angst vor der Zukunft.

    Hilft Dir das ein bisschen weiter?

    Ich wünsche Euch viel Glück
    Geändert von W E R ? (14.09.2011 um 20:11 Uhr)
    viele Grüße W E R ?

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bambus
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    WER,

    das hast Du aber schön geschrieben.

    LG Bambus

  6. #6
    Neuer Benutzer
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    Ich bin gestern aus Neapel wiedergekommen... War ständig Im Kopf zuhause! Hab Blumen und ein Parfum mitgebracht aber nix von ihr sie hat mich angeschaut die Blumen auf den Tisch gelegt mir den ehering entgegengeworfen und hat nur gesagt DU KANNST MICH MAL! Seitdem bin ich Luft es macht mich alle! Gut ich hab auch übereagiert letzte Woche, ich hab zu ihr gesagt dass sie immer nur Krank wir wenn sie weiß das ich wegwill Ja es Tut mir leid! weiß das sie alles versucht um allen gerecht zu werden!
    Heute war ein Brief von ihrer Anwältin im Kasten sie hat den Brief rausgenommen gegrinst und das wars!
    Ich werd irre hier.. Stemm seit gestern abend alles allein, sie Kümmert sich nicht um die Kinder sagt zu unserer mittleren hier geh zu Papa der tut ja immer alles fürs Familienwohl!
    LG Bernd

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von W E R ?
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    Bambus, danke, stimmt doch alles so, oder?
    viele Grüße W E R ?

  8. #8
    Neuer Benutzer
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    Ja das isrt sehr schön geschrieben Villeicht erwarte ich zuviel

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von W E R ?
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    Hallo Bernd,

    diese Situation ist natürlich alles andere als schön.

    Die Aussage von Dir >> ich hab zu ihr gesagt dass sie immer nur Krank wir wenn sie weiß das ich wegwill<<
    hat sie vermutlich sehr, sehr verletzt und war mehr als - entschuldige - geschmacklos.
    Schließlich sucht sich niemand diese Krankheit aus.
    Es ist nicht einfach nur ein Schnupfen, der wieder vorübergeht. An diese Krankheit ist man ein leben lang gefesselt. Und es gibt viele Tage, an denen es einem beschissen geht, auch wenn man nichts sagt.
    viele Grüße W E R ?

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bambus
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    @WER

    Ja, klar. Genau so ist das. Irgendwie leider.


    @Bernd

    Rede dringend mit Deiner Frau. Du liebst sie doch. Versuche ihr, Deine Situation zu schildern. Wie WER schon schrieb, nicht nur Deine Frau muß sich mit der MS arrangieren, Du, Eure Kinder, eben alle auch. Nicht ganz einfach, ich weiß.

    Wünsche Euch viel Glück.

    LG Bambus

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