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Erfahrener Benutzer
SCHENKEN
Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so daß die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
daß dein Geschenk
du selber bist.
(Joachim Ringelnatz)
Einen entspannten 4. Advent für Euch alle!
Monika
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Die Weihnachtsgans
Tiefgefroren in der Truhe
liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe
sie in ihrem weißen Sarg.
Ohne Kopf, Hals und Gekröse
liegt sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse
ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es nur zu kalt ihr,
man sieht`s an der Gänsehaut.
Na, sie wird bestimmt nicht alt hier,
morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch Duft zieht
aus dem Herde,
durch die ganze Wohnung dann.
Mach, dass gut der Braten werde-
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
(Heinz Erhardt)
In diesem Sinne guten Appetit mit Gänse-, Enten-, Hasen- was auch immer -Braten
schönes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und ein glückliches neues Jahr euch allen.
LG Lucie
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Erfahrener Benutzer
Zum Neuen Jahr!
"Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum Du Dich bemühst,
möge Dir gelingen."
Den Wünschen von Wilhelm Busch kann ich mich nur anschließen.
Euch allen hier ein gutes, glückliches Neues Jahr mit vielen Lichtblicken und freundlichen Begegnungen mit lieben Menschen.
Monika
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Erfahrener Benutzer
Schön wär's
Der Mensch ist gern ein Träumender,
bei Nacht und auch am Tag;
im Traum besitzt er immer das,
was er am liebsten mag.
Bei Regen will er Sonnenschein,
trotz Reichtum dringend Geld,
im Traum soll es beschaffen sein,
wie's Leben ihm gefällt.
Die Arbeit und der Schulbetrieb,
sie laden dazu ein,
ein jeder gibt sich Träumen hin
und fällt auf sie herein.
Ich träum' von Kuchen und Gebäck,
von Käse und von Wein,
und wenn es grad' am besten schmeckt,
holt mich der Alltag ein.
Du träumst vom Lotteriegewinn,
von Freiheit und von Glück,
doch leider holt das Leben dich
bald unverhofft zurück.
So schafft ein Traum zwar nicht herbei,
was man so sehr vermisst,
doch nur wer täglich träumen kann
ist echter Realist!
(Johannes Denzel aus Vörstetten, Erasmus Gymnasium Denzlingen, Jahrgangsstufe 13, Muttersprache Deutsch)
Gefunden bei: Deutschlandfunk - Lyrix
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Erfahrener Benutzer
Freundschaft
Ich habe deine Hand gefasst
Und werde suchen sie zu halten;
Mein junger Freund, ich hoffe fest,
Du wirst noch einer von den alten.
Theodor Storm (1817-1888)
Pete
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Erfahrener Benutzer
Die Ameisen
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Rest der Reise.
So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.
( Ringelnatz)
Pete
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Eigentlich wollte ich
über die Poesie im Netz schreiben
doch die Worte liefen mir weg
Sprache Werkzeug
der Gedanken und Gefühle
freigebig verschenkt
Fliegt über alle Grenzen
oder kennt keine
Schnell wie Schall und jetzt das Licht
Monde, Staub
Sombreros
Wörterschauer
das ganze Jahr
jeden Tag
Überall
springen Texte
rennen, spielen
schneiden Grimassen
und spazieren
mit mir
in den Virgo
Galaxienhaufen
(von Hartmut Sörgel)
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Erfahrener Benutzer
Ich lebe mein Leben ...
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
(R.M. Rilke)
Pete
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Erfahrener Benutzer
Weil doch morgen meteorologischer Frühlingsanfang ist:
FRÜHLING
Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
"Er kam, er kam ja immer noch",
die Bäume nicken sich's zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuß auf Schuß;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muß.
Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: "Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai."
O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag's auch du.
(Theodor Fontane)
Liebe Frühlingsgrüße!
Monika
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Erfahrener Benutzer
An alle Liebenden
Etwas aus bayrischen Landen.
hart aber herzlich.
Hoffe es mundet auch in diesem Kreis.
Frühlingsahnen
Wohlig merken unsre Sinne
Nun den Frühling allgemach,
Denn es trauft aus jeder Rinne,
Und es tropft von jedem Dach.
Leise regt sich im Theater
Dieser Welt ein Liebeston;
Nächtens schreien viele Kater,
Und der Hase rammelt schon.
So auch uns ergreift die Glieder
Wundersame Lebenskraft;
Selbst solide Seifensieder
Fühlen ihren Knospensaft.
Treibet das Geschäft der Paarung!
Lasset der Natur den Lauf!
Denn ihr wisset aus Erfahrung,
Einmal hört es leider auf.
Ludwig Thoma (1867-1921)
Gruß aus dem Süden
Pete
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