Als ich vor über zwei Jahren meine jetzige Partnerin kennen lernte war MS noch kein Thema für mich. Habe zwar ein Jahr zuvor schon mal einige Wochen in einer Neuro- Klinik zugebracht. Damals wurde aber noch nicht zweifelsfrei MS festgestellt. Man sprach nur von einer Nervenschädigung. Rückblickend mit dem Wissen das ich jetzt habe muss ich sagen: das war damals schon der erste Schub. Als ich dann meine jetzige Partnerin kennen lernte -wir waren gerade mal 3 Monate zusammen- passierte es, ein ganz heftiger Schub. Mein Hausarzt hat es richtig erkannt, überwies mich gleich in die Uni-Klinik-Neurologie. Nach etlichen Tagen intensivster Untersuchung wurde mir zweifelsfrei die Diagnose MS mitgeteilt. Als mich dann meine Freundin besuchte, musste ich ihr das natürlich sagen und habe sie darüber aufgeklärt was das alles bedeuten kann und was in Zukunft noch passieren könnte. Nachdem die Beziehung noch ganz neu war und ich ihr das alles nicht zumuten wollte, stellte ich ihr frei die Beziehung zu beenden. Sie sagte gar nichts und nahm mich ganz einfach ganz fest in die Arme. Ich als gestandenes Mannsbild hab da geweint wie noch nie zuvor. Jetzt nach über zwei Jahren muss ich sagen in meiner Situation kann ich mir keine bessere Partnerin vorstellen. Ihre Liebe gibt mir soviel Kraft, wir haben so viel Spaß mit einander, lachen sehr viel und was wir alles in der relativ kurzen Zeit schon unternommen haben, ich muss sagen das waren -trotz meiner Krankheit- die schönsten Jahre und wir sind uns einig, dass noch viele weitere folgen werden. Durch sie bin ich im Umgang mit meiner Krankheit so richtig zum Kämpfer geworden und lasse mich durch die MS nicht unterkriegen. Ich sage immer "die Krankheit muss mit mir leben, nicht ich mit ihr". Oder ein anderer Spruch von mir: "Ich habe MS....na und....."!!
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