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Kaliumreiche Ernährung sinnvoll?
Ich habe das Medikament Fampyra ausprobiert. Leider konnte ich zwar besser laufen nur mir war permanent schwindelig, weil meine Augen nicht so schnell auf die Umstellung Fern/Nahsehen reagiert haben. Ich hab es abgesetzt. Nun soll dieses Fampyra die Kaliumausschüttung in den Nerven erschweren. Nun bin ich auf die Idee gekommen, ich versuche mal ne Kaliumreichere Ernährung. Hat da irgendwer schon damit Erfahrungen gesammelt? Hab bei meiner Neuro leider erst Ende April einen Termin, sonst würde ich die ja Fragen.
LG
Sylvia
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"Der selektive Kaliumblocker Fampyra (4-Aminopyridin oder 4-AP) erhöht die Leitfähigkeit demyelinisierter Axone. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip blockiert es spannungsabhängige neuronale Kaliumkanäle, so dass das Kalium aus den freiliegenden Kanälen nicht entweichen kann. Mit Fampyra kommt es trotz Demyelinisierung wieder zur Verbesserung der Weiterleitung von Aktionspotentialen. [3] Bisher gab es keine zugelassene Therapie speziell zur Verbesserung der Gehfunktion, lediglich Therapien für einzelne Symptome, die zu Mobilitätseinschränkungen führen [4] oder Rehabilitationsprogramme [5]. Mit Fampyra steht nun erstmals ein Medikament gezielt zur Verbesserung der eingeschränkten Gehfähigkeit von MS-Patienten zur Verfügung. Auch der MSWS-12-Wert wurde deutlich gesteigert, was bedeutet, dass Fampridin neben dem klinisch messbaren Nutzen auch aus Sicht der betroffenen Patienten deutlich die Gehfähigkeit verbessert. "
die frage ist eher, wieso wurde dir von dem medikament schwindlig? wenn du dich kaliumreich ernährst, machst du ja wahrscheinlich das gleiche, nur in abgeschwächter form.
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Hallo Myelin,
Schwindel ist eine bekannte und leider auch häufige Nebenwirkung des Fampyra. Und nein, ich ernähre mich seit ca. 6 Jahren nicht kaliumreich sondern ehr kaliumarm. Weil leider die Lebensmittel, die viel Kalium enthalten von meinem Speiseplan gestrichen sind, da ich zu der damaligen Zeit noch 42 kg mehr auf die Waage gebracht habe, und die Lebensmittel wie z. B. fetter Käse oder Nüsse zwar kaliumreich sind aber leider auch viele Kalorien haben. Also vielleicht verstehst Du meine Frage jetzt. Ich bekam die Nebenwirkungen leider auch nicht sofort, sondern ich konnte nach der 2. Tablette Fampyra besser laufen aber der Schwindel begann erst nach der 10. Tablette. Um gleich mal blöden Gedanken zuvor zu kommen, ich hätte mit ein bisschen Schwindel ja leben können, das mache ich bereits seit 2 Jahren. Wenn er nicht so schlimm gewesen wäre, dass ich mich wie besoffen gefühlt hätte, auch beim sitzen und liegen, wäre ich nicht auf die Idee des Absetzens zu kommen. Aber vielleicht kánn ja jemand mich verstehen, wenn ich mal kurz schreibe, ich hätte hier noch nicht mal mehr die Beiträge lesen können ohne dabei vom Stuhl zu kippen! Also hatte ich die Wahl, absetzen und mit Rollator weiter laufen, oder den Rollator bei Wegen bis zu 100m stehen lassen zu können, dafür aber 20 mal auf die Nase zu fallen. Wie hättest Du Dich entschieden? Ich bin bereit alles zu versuchen um wieder besser laufen zu können, wenn mir meine Ärztin sagen würde, friß Gras, dann kannst Du besser gehen, wäre ich sofort auf der Suche nach ner Wiese. Also werde ich die kaliumreichere Variante meiner Ernährung ausprobieren.
Wär nur schön gewesen, von jemandem zu lesen, der schon Erfahrung damit hat.
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nene sorry das sollte jetzt nicht böse gemeint sein, habs halt nur nicht richtig verstanden. ich hab mich halt auch schonmal mit dem thema beschäftigt, obwohl ich noch nicht wirklich davon betroffen bin.
weiss man denn, woher genau der schwindel bei dem medikamentenwirkstoff kommt? ist das dann eventuell eine zu gute leitfähigkeit der nerven für manche bereiche (im kopf)? oder kann man fampyra auch niedriger dosiert nehmen?
gibt es nur kaliumblocker zur verbesserung der leitfähigkeit oder kann man noch woanders ansetzen?
mit erfahrung kann ich dir leider nicht dienen
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Das Fampyra die Leitfähigkeit bessert ist nur duch Zufall herausgekommen, so hab ich es im Internet gelesen. Fampyra verringert den Kalumionenaustritt aus den Nervenfasern die eben leider eine geschädigte Myelinschicht haben. Wie das genau funktioniert weiss leider keiner. Es wirkt eben, das ist doch die Hauptsache. Bei mir nur leider mit Nebenwirkungen und wo die nun herkommen? Keine Ahnung. Ärgert mich halt nur, weil wenn Du mal wieder besser laufen konntest, dann möchtest du das nicht mehr missen! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Es ist halt nur deprimierent, wenn Du noch nicht mal mehr auf kurzen Strecken von 2 oder 3 Metern mit deiner kleinen Tochter (2 Jahre) mithalten kannst. Also ich hab schon Panik mit ihr und meinem Rollator an der Straße spazieren zu gehen. Was denn, wenn sie sich losreißt und auf die Straße läuft? Ich könnte sie ja noch nicht mal einholen und von der Straße ziehen. Nun ist meine Lütte, die wächst ja damit auch auf, ein artiges Kind, aber die Angst bleibt und wir wohnen leider auch an einer viel befahrenen Straße, also unterbleiben Spaziergänge, da ich ja immer erst ins Auto müsste um irgendwo hin zu fahren, wo es nicht so gefährlich ist für meine Lütte. Das hat natürlich zur Folge, dass ich mich zu wenig bewege und Angst habe, irgendwann gar nicht mehr gehen zu können. Teufelskreilauf halt. Leider hilft mir auch Krankengymnatik nicht dabei zu üben, wie ich mein Knie beim gehen wieder anwinkeln kann, da denkt jemand, der laufen kann nicht drüber nach. Ich versuche meinem Bein zu sagen, knick mal ein damit der Fuß sich vom Boden hebt, aber leider macht es das nur kurzzeitig, dann kommen die Impulse nicht mehr an und ich zeihe meinen Fuß am Boden schleifend nach. Mit Fampyra war das eben anders. Da dauerte das wesentlich länger, bis mein Bein nicht mehr machte was es sollte.
Ich ernähre mich schon ausgewogen, ok ich esse zuviel Fleisch und Wurst, aber auch dort steckt Kalium drin, also nen Mangel werde ich nicht haben. Ich denke ist alles auf normalem Level. War nur ne Idee von mir, dem Kaliumverlust entgegen zu steuern. Ausser unserer lieben Freundin bin ich nämlich kerngesund. Das eine Kaliumreichere Ernährung allein nicht reichen wird ist selbst mir klar, mir würde es schon reichen ein wenig weiter gehen zu können. Vielleicht finden die Wissenschaftler ja mal was anderes, was auch mir hilft.
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Kann das natürlich voll und ganz verstehn, dass du da etwas verbessern möchtest. Auch bei mir ist es ständig ein Herausfinden und Herumprobieren, aber meist hat es mich nach einiger zeit doch weitergebracht. kostet natürlich viel energie immer alles nachzulesen und sich zu informieren, aber mit den ärzten selbst hab ich meist keine so gute erfahrung gemacht. aber manche haben halt nen guten arzt und manche einen schlechten.
aber noch einmal zum thema:
hab da jetzt noch ein wenig herumgesucht....wie sieht es denn mit dem medikament sativex aus? könnte man den bei dir auch versuchen, oder hat das von vornherein keinen sinn? sonst kannst ja einfach mal deinen neuro fragen, der weiss das bestimmt. sativex hilft halt eher gegen spastik, aber soll auch die gehfähigkeit verbessern können.
hier noch ein cooler link, was es noch alles geben könnte:
http://www.ms-gateway.de/ms-behandel...eutika-260.htm
"Auf die Demyelinisierung/den Axonverlust wirkende Substanzen
Riluzole
AMPA-Antagonisten
Kaliumkanal-Blocker (Fampridine)
Natriumkanal-Blocker
Neuroprotektiva"
Du hast ja sozusagen ein Kaliumkanal-Blocker getestet, eventuell kannst du dich bei den anderen aufgelisteten Punkten informieren und findest etwas. Drücke dir auf jeden Fall die Daumen und hoffe, dass dir noch ein paar Leute mit praktischer Erfahrung helfen werden/können
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