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  1. #1
    Benutzer
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    Therapie = KEINE Therapie

    Hallo Alle,

    ja, ihr habt richtig gelesen, ich kenne Leute mit MS die nur im Fall von auftretenden Schüben Cortison nehmen, sonst garnichts.

    Was haltet ihr davon ?

    bin da momentan auch am überlegen. Jemand von euch da die/der das auch macht ?

    LG
    Alexo

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von W E R ?
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    Hallo Alexo,

    du fragst, was davon zu halten ist.

    Durch die Medikamente, die bei der Langzeittherapie eingesetzt werden, lassen sich die Beschwerden lindern und nicht weiter verschlechtern. Auch wird das Fortschreiten der Erkrankung hinausgezögert und weitere Schübe verhindert.

    Es lässt sich natürlich nicht vorhersagen, wie sich die Beschwerden ohne Therapie entwickeln werden. Studien aus den letzten Jahren zeigen aber, dass die Krankheit bei MS-Patienten, die mit Medikamenten behandelt wurden, günstiger verlaufen kann als bei Patienten ohne Therapie.

    Ich kann mir nicht vorstellen gar nichts zu machen, denn die Möglichkeit, die Krankheit zu verzögern oder abzumildern besteht ja doch. Ich für mich fände es unverantwortlich, einfach gar nichts zu machen. Mir gegenüber und auch gegenüber meiner Familie. Wenn´s nichts bringt kann ich wenigstens nicht sagen, ich habe nicht alles getan und hätte ich doch gespritzt.
    Geändert von W E R ? (20.01.2012 um 13:36 Uhr)
    viele Grüße W E R ?

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Das ist auch meine Rede @ W E R

    Ich habe anfangs auch lange gezögert, weil ich das Spritzen einfach nicht wollte. Nach den Motto: jeden Tag, Spritze - wieso keine Tablette?!

    Mittlerweile würde ich jeden dazu raten. Bei so einer Krankheit weiß man eh nicht wie es ablaufen kann. Aber dann greife ich doch nach jeden - noch zu kleinen - "Strohhalm" um den Verlauf zu begünstigen

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ped
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    Genau so wie Wer sehe ich das auch.
    LG Ped

  5. #5
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    Hallo Alexo,

    ich gehöre zu diesen Exoten.

    Mit der Mitsprache meines Neurologen und der MS-Ambulanz bin ich immer noch Basistherapiefrei. Es ist aber nicht so, das ich diese Basistherapie grundsätzlich ablehne. Ich hatte bzw. habe in meiner MS-Zeit bis jetzt, man kann es vielleicht Glück nennen, gehabt.
    Ich habe auch wegen der MS noch nie Kortison bekommen. Da ich es auch nicht bzw. nur mit extremen Risiko vertragen würde, bin ich halt der Aussitzetyp. Vor zwei Jahren ging es mir wegen der MS mal richtig schlecht, da hatte ich mir schon ein Ultimatum gestellt, ob ich jetzt das Spritzen anfange oder nicht. Hatte aber wieder mal Glück.

    Aber das ist etwas, was jeder für sich sehr genau abwägen muss.

    Ich bekomme in der MS-Ambulanz bzw. bei Neurologen immer wieder zu hören, das es mir für meine Befunde und Werte viel zu gut geht. Wie gesagt, ich scheine Glück zu haben.

    LG Schnecke

  6. #6
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    Einen Garantieschein gibt es nicht. Man weiß ja nie wie die Krankheit bei dem einzelnen verläuft, aber allein für meine Psyche ist es besser zu wissen das ich was gegen die Krankheit tue durch das Spritzen. Obs was hilft oder nicht wird sich zeigen, aber wie W E R schon sagt, später kann ich wenigstens sagen, ich habs versucht! Kurz: ich stimme W E R auch zu.

  7. #7
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    Hallo Alexo!

    Ich glaube, ich kann durch das Copaxone noch sehr aktiv am Leben teilnehmen. Manche milde Schübe waren schon so, daß ich dachte, wenn das jetzt noch schlimmer wird-bin ich aber am A...!
    Also von daher bin ich froh, daß es Cop gibt.
    Und damals bei der Diagnosebewältigung habe ich irgendwann gedacht "Du hast ein Mittelchen dagegen!"
    Mir hats geholfen.
    Also, ich wünsche Dir viel Glück bei deiner Entscheidung!
    Mares

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von kirchenmaus
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    Hallo, also ich hab nach dem ersten Schube auch gesagt....erst mal abwarten. Beim zweiten Schub hab ich mit Betaferon angefangen aber dann kam kurz danach der 3. und 4. Schub. Mir ging es da so richtig sch.....
    Dann wurde auf Copaxone umgestellt und damit bin ich seit fast 4 Jahren schubfrei.
    Ich kenn aber eine junge Frau, die will auch nur Kortison bei einem Schub ansonsten nichts. Derweil spart sie für eine Reise nach Australien. Dort gibt es wohl eine "Wunderheilerin", die durch eine andere Ernährung die MS heilen kann/will. Allerdings sitzt diese junge Frau mittlerweile im Rollstuhl.
    Mir könnte es zwar auch besser gehen, aber ich kann mich noch auf meinen eigenen Füßen fortbewegen. Dafür nehme ich das tägliche spritzen gern in Kauf.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Turtle
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    Meine Schwägerin verzichtet sogar auf Kortison. Letztendlich muss das jede/r für sich entscheiden. Mein Neurologe rät in jedem Fall zu einer Basistherapie, auch dann, wenn die MS einen gutartigen Verlauf hat.
    Auch mit Steinen, die dir im Weg liegen, kann man was schönes bauen!
    - J. W. von Goethe -

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
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    826

    Hi,
    es gibt teils sogar Selbsthilfegruppen genau für diese MSler.
    Wenn Dich das Thema interessiert- recherchier mal unter Wolfgang Weihe, ich finde, er hat sehr interessant dazu geschrieben (diverse Bücher).

    Gebe zu: Wollte auch erst keine BT.. aber dieses dauernde "dann bist du selbst schuld" fand ich irgendwann viel stressiger als die BT (die ich auch ziemlich gut vertrage).
    Ist eben immer eigene Entscheidung, eigene Einstellung.. ich find Weihes Gedanken und Ansätze nach wie vor interessant, auch zum Thema "ie gestalte ich mein Leben mit dieser Krankheit" etc.

    Naja.. that´s it.

    LG!

    PS: Ein Forum hat er übrigens auch!

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