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Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
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    Einfach mal raus mit den Sorgen

    Hallo ihr lieben,
    heute habe ich das gefühl das ich nur noch heulen könnte und ich weiss mit meinen Gedanken einfach nicht mehr wo hin, also seit ihr jetzt die Leidtragenden. Tut mir wirklich sehr leid.
    Ich habe seit September 2010 die feste diagnose Ms. Die Symptome waren bei mir nie schlimm. Das erste war eine Fußheberparese die das laufen leicht anstrengend gemacht hat (ging aber auch von alleine weg) und das zweite Symptom war eine Gefühlsstörung im Bauchbereich, welche dann unter einer Cortisontherapie weg gingen. Das erste Medikament welches ich genommen habe, war Avonex. Hab ich aber nicht vertragen, also musste Copaxone her, welches ich auch fleissig jeden Tag spritze. Langsam geht es mir aber wirklich auf die Nerven und wenn ich an die Zukunft denke wird mir ganz schlecht. Jeden Tag spritzen und da ich erst 25 bin, habe ich hoffentlich noch ein langes leben vor mir. Und dann jeden Tag spritzen? Wer soll das denn aushalten? Naja jeden fals hatte ich jetzt andert halb Jahre nichts mehr und jetzt seit 4 Wochen, wie Stromstösse in der Wirbelsäule und meinen Beinen wenn ich den Kopf neige. Erst dachte ich ok, Ischiasnerv eingeklemmt. Ist bei meinem Beruf (Krankenschwester in einer Notaufnahme9 ja nichts ungewöhnliches, aber heute hab ich den weg zu unserem Neurologischen Stationsarzt gewagt und er sagte mir, klar, ist ein häufiges Zeichen bei MS. Lhermitte-Zeichen. PANIK, ANGST und jetzt? Also hab ich einen Termin am Mittwoch bei meinem Neurologen (der mich irgendwie, meiner Meinung nach eh nicht für ernst nimmt). Da ich aber in einer Internistisch/ Neurologischen Notaufnahme arbeite, sehe ich viele MS Erkrankte, denen es wesentlich schlechter geht. Jetzt habe ich echt meinen Mut verloren. Gerade wenn es um Arme und Beine geht, die brauchen wir in jeder Situation. Unser Stationsarzt sah das nicht so eng und hat meine Angst überhaupt nicht verstanden. Er hat echt gesagt, ich soll mir da nichts draus machen, schliesslich hätte ich das ja schon 4 Wochen, was soll man dazu denn noch sagen? Krankenschwestern sind eben doch die besseren Ärzte, da können wenigstens einige auf die Patienten eingehen und da hat man öfter das gefühl das sie einen verstehen, auch wenn sie es eigentlich gar nicht verstehen können!
    So jetzt ist mal alles von der Seele.
    Sorry, aber das musste da auch runter.
    Was ich aber hierbei noch fragen kann, gibt es hier jemanden der ebenfals im Schichtsystem arbeitet?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Hallo Delphin!

    Sei doch nicht traurig wegen der Spritzerei! Wir können doch froh sein, daß es ein Mittel gibt, was uns hilft.
    Ich bin auch Krankenschwester und da muß ich Dir ja nicht erklären, wie besch... einige drann sind mit ihren ganzen Diagnosen. Vor allem Du bekommst in einer Neurologischen Notaufnahme einige Sachen zu sehen auf die wir alle nicht scharf sind.
    Aber Du hast doch auch einen guten "Vorteil". Du weißt welchen Arzt Du fragen kannst, wenn Probleme sind.
    Nächstes Jahr kommt die Fumarsäure auf den Markt und wenn Du dich dann nicht mehr spritzen willst versuche doch die Kapseln.
    Bei den Lhermitte-Zeichen mußt Du entscheiden wegen Cortison. Bei mir sind sie damals so wieder verschwunden.
    Ich arbeite nicht mehr im Schichtdienst, habe nur noch zum Glück Tagschichten, 20h die Woche.
    Wenn Du willst frag noch, wenn Du Sorgen hast.
    LG Mares

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ped
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    Hallo,
    ich sehe es wie Mares,bin auch Krankenschwester zwar berentet aber mit dem Spritzen da mache ich mir kein Kopf.Habe mir gedacht,wenn ich Diabetes hätte müsste ich vielleicht öfter am Tag spritzen.Und wie gesagt vielleicht ist ja die Fumarsäure was für dich.
    Wir sind gerne die Leittragenden wenn es dir hilft.
    LG Ped

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bambus
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    Hallo,

    das Lhermitte hatte ich auch. ging nach ca. einem Vierteljahr wieder von allein weg. Bis jetzt hat es sich auch nicht mehr gemeldet.

    Du brauchst deswegen wirkliche keine Angst oder Panik schieben.

    Ob der Schichtdienst wirklich so gut ist bei MS, ich weiß es nicht. Aber in einer Notaufnahme ist ja immer Wuhling. Du mußt selbst entscheiden, ob Du es noch schaffst. Wie Mares schon schrieb, frag bei Euch nach, ob es denn auch ne andere Möglichkeit gibt.

    LG Bambus

  5. #5
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    Moin Moin-
    also ich arbeite in einem ganz anderen Bereich, werde wohl auch demnächst wieder neu suchen durfen (juhuuu.. bahh). Sehe aber für mich zu, keine Nachtschichten zu machen, aus 2 Gründen:
    Ich hab sehr lebhaft den Blick meines Neurologen vor Augen, als ich ihm mal erzählte, warum nicht Nachtschichten..
    Und mein Freund, in der Industrie, den hat´s völlig zerlegt wegen Wechselschichten. Er hat mittlerweile ein Attest und arbeitet nur noch Früh- und Spätschichten. Wie mehrere aus seiner Firma bzw. Abteilung- es wären sogar noch mehr, junge wie alte, alle aus MS-Sicht gesund, aber viele haben Angst vor Repressalien und trauen sich nicht, das durchzuziehen- sind aber immer mal wieder wegen Erschöpfungszustanden krank.

    Es ist vielleicht auch eine sehr individuelle Sache, wie gut man Schicht wegsteckt- ich für mich habe jedenfalls entschieden, mich auf keinen Job mit Nachtschicht zu bewerben (dadurch, dass ich eh noch suche, ist das natürlich auch einfacher- schränkt umgekehrt aber auch die Auswahl ein :-S )

    Dein Doc, das ist ja ne Marke.. manchmal sind die echt bissl neben der Rolle, hat er´s nicht kapiert? Oder wollte er Dir nur die Angst nehmen (und hats schräg ausgedrückt?)

    Erinnert mich an ne Freundin, Epilepsie-Patientin, die mir total lieb sagte: "Och Schätzeken- sei mal froh, dassde meins nicht hast. Aber tauschen wollt ich ja echt nicht mit Dir"
    Ich hab dann erstmal geschluckt.. sie fragt: Ja nicht? Hallo? Was ist los?
    Und ich hab gesagt: Das Rollkommando ist schon unterwegs, die schmeißen dich vom Balkon für so nen Spruch..
    In Anbetracht der Tatsache, dass sie im EG wohnt, mußten wir dann ziemlich doof lachen.
    Immerhin war das eine Freundin.. böse war ich echt auf einen Gynäkologen, der mir gegenübersitzend alle ihm bekannten Symptome abhakte und dann im Rausgehen zu mir sagt: Und Gehprobleme haben Sie auch noch nicht- naja, kommt noch.
    Den hätt ich am liebsten gehauen, echt tiefenpsychologisch versiert, der Mann

    Muss ich immer an meinen Grundschullehrer (ich werd bald 40) denken: Erst denken, dann reden.
    Würde manchen Leuten echt nicht schaden.

    Dürfen wir uns halt nicht von kirre machen lassen- ich denk mir mittlerweile in solchen Situationen ein passendes "Idiot" und manchmal sag ichs auch auch einfach: "Keine Ahnung aber davon ganz viel?!"

    Nebenbei: Ich hab, als ich in der Klinik war, Diagnose kriegte, tatsächlich von einer netten Schwester mehr hilfreiche Info gekriegt (ihre Ma hatte MS) als von allen Ärzten dort und den Damen, die für ihre jeweiligen Medis geschult waren... der Frau dank ich heute noch innerlich, nicht wissend wer sie ist/war :-)

    Lass Dich nicht irre machen- dass Du Sorgen und Ängste hast, ist ganz normal (haben wir wohl alle)- benutz uns als "Seelenmüllkippe", drüber reden hilft!

    LG!!
    Geändert von SchnickSchnack (06.02.2012 um 19:02 Uhr)

  6. #6
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    Lieben dank für eure aufbauenden Worte. Bitte nicht falsch verstehn! Ich bin froh das es Medikamente für all diese Sachen gibt und das was mir angeboten wird, nehm ich auch. Es gibt ja mittlerweile auch schon Tabletten. Gilenya! Bekommt aber eben nicht jeder. Mein Neurologe meinte das die Tabletten erst dann gegeben werden, wenn beide Formen der Spritzen nicht vertragen werden oder eben nicht anschlagen. So wird es denke ich dann auch mit den anderen Tabletten laufen, oder?
    Was meine Dienste angeht. Ich bin mit meinem Job in der Notaufnahme echt zufrieden, auch wenn ich schon heulend nachhause gegangen bin, weil es zuviel war. Aber das ging meinen Kollegen auch so. Warum ich wegen dem Schichtdienst fragte war der Grund, das ich im Fernsehen und mehrfach im Internet eine Reportage gesehen habe, das Schichtdienste das Risiko an MS zuerkranken zu 50% erhöhen. Also hab ich mir gedacht das es wohl auch Schubfördernt ist, wenn man bereits an MS erkrankt ist. Ich werde das aber am Mittwoch ebenfals mal mit meinem Neurologen klären, wobei ich auf den Termin gar keine Lust habe. Fals er mir davon abrät weiter Nachtdienste zumachen, stehe ich vor der nächsten Herausforderung. Dann muss ich es meiner Stationsleitung erzählen, das ich nicht ganz Gesund bin und da kommt wieder die angst hoch. Was ist wenn die dann sagen, das sie mich auf der Station dann nicht mehr gebrauchen können? Dürften die mich denn auch aus dem Grund zwangsversetzen?
    @ SchnichSchnack: Ich habe meinem Neurologen mal erzählt das mein Vater an Restless Leg syndrom leidet, weil ich einfach einen Rat haben wollte, wie mein Vater damit besser umgehen kann. Da hat er auch zu mir gesagt:" Und du hast das noch nicht?" Finde ich auch sehr aufbauend!
    Aber wie sollen menschen einen Verstehen die sich eben keine Gedanken über die Zukunft machen müssen (zumindes nicht im Moment), deswegen bin ich froh das ich hier sein darf!

  7. #7
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    Also,ich bin Diabetikerin,genau seit 34 Jahren, 30 Jahre mit Spritze,dann endlich Insulin pumpe,ich dachte ich hätte es geschafft,muß mir nur zweimal die Woche neuen Katheter legen.nun wieder spritzen.ich hänge an der Nadel seit meinem 3. Lebensjahr,ich habe jetzt auch genug,glaub mir.Ich wurde von meinen Eltern sogar verprüglt wegen dem Diabetes,oder damals sagten die Mitschüler anfangs noch du Drogenabhängige,glaub mir,das Spritzen an all dem ist das wenigste,sag beim stechen einfach, du doofe Mücke,dann kann man darüber lachen,ich sende Dir ganz liebe stärkende Mücken,so, ein ganzes Paket voll,das reicht erst mal,

    Grüßle

  8. #8
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    Hallo ihr lieben, in letzter Zeit fiel mir das spritzen wirklich leichter (nur wegen euch ), aber für mich hat das bald ein Ende, obwohl es ja doch nur ein kleines Tief war. Da ich mit der Copaxone Therapie in dem Letzten halben jahr 5 neue Entzündungsherde, teils mit Schrankenstörung in Kopf habe und 2 neue in der Rückenmark der Halswirbelsäule, ist mein Neurologe über den Erfolg nicht begeistert und die Medikation muss umgestellt werden. Jetzt ist die wahl Thysabri oder Gilenya? Die Empfehlung geht richtung Gilenya. Naja und wie kann es auch anders sein, jetzt bin ich auch noch krank geschrieben und darf wieder an die Nadel, für 3 Tage mit Cortison. Und da bot sich die Gelegenheit meinem Chef alles unter Tränen zugestehen und er nahm mich einfach in den arm und meinte, jetzt wissen wir doch besser mit einigen Situationen umzugehen. Warum hatte ich denn da angst?

  9. #9
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    Oh Mann.. der Chef ist goldwert!
    Schön, dass es so menschliche Vorgesetzte auch noch gibt :-)

    Wünsche Dir mit Deiner Medi-Umstellung und auch sonst alles gute!!

    (und ich hätte bitte auch gern solche Vorgesetzten, ja? Nur so´n bisschen.. gar nicht viel..hmm??)

    :-) LG!

  10. #10
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    @ SchnickSchnack: Warten wir mal ab wie das hinter meinem Rücken aussieht, mit den tollen Chefs!
    Bin jetzt erstmal gespannt wieviele von meinem Kollegen mich dann nach meiner Krankmeldung darauf ansprechen! Wobei das nicht unbedingt nur durch die Chefs sein muss und davon hab ich 3!

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