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Avonex oder Rebif???


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5 Antworten in diesem Thema

#1 Sarah:)

Sarah:)

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Geschrieben 28. März 2012 - 16:33

Hallo ihr Lieben!!

Eure Erfahrungen sind mal wieder gefragt!! Wer Zeit hat, kann sich die Geschichte ja mal durchlesen! Ich habe Mitte Dezember mit dem Copaxone begonnen (wie die Zeit vergeht!!!!) und es bis Mitte März fleißig gespritzt. Die angfänglichen Beschwerden, wie Jucken, riesige Schwellungen usw sind erst zurückgegangen, dann sind sie wieder gekommen. Irgendwann hatte ich aber immer öfter so ganz starke Schmerzen nach der Injektion, anscheinend habe ich da immer wieder Nerven getroffen. Und auch die Schwellungen sind teilweise wieder riesig geworden, richtig schlimm sah´s nach dem Injizieren mit dem Injektor aus.
Meine Cop-Beraterin meinte dann, ich würde das Medikament wohl einfach nicht vertragen und es mache keinen Sinn. Sie empfiehlt mir jetzt das Rebif, weil bei diesem die grippeartigen Beschwerden und auch Depressionen unwahrscheinlicher sind. Frau Dr. Sellter MRI meinte daraufhin, sie würde mir wegen diesen Depressionen aber generell lieber keine Interferone geben.
Mein anderer Neurologe meint, jetzt auch noch die grippeartigen Beschwerden wären beim Rebif genauso wahrscheinlich.
Der zweite Witz an der Sache... ich glaube gar nicht dass ich Depressionen habe. Aber ich war vorgestern in einer Vermittlungsstelle für Psychotherapie und diese Psychologin meinte da am Ende des Gesprächs: "Und Sie sind sich sicher, dass Sie keine Depressionen haben??" Nur allzu günstig, dass einem dann so ein toller Therapieplatz in 3-5 Monaten vermittelt werden kann.

Erste große Frage: Meine Cop-Beraterin meint, dieser Neuro wäre sehr erfahren. Sie selbst scheint es aber auch zu sein. Und dennoch haben sie unterschiedliche Meinungen.

Und dann das zweite Problem: Ich schreibe Ende April meine Abschlussprüfungen und im Juli hab ich meine mündlichen. Ich muss jetzt einfach fit sein, da kann ich so einen Umstieg mit den Medikamenten einfach gar nicht brauchen. Auch wenn die Ärzte meinen, dass wir nicht zu lange warten sollten. Ich nehme jetzt schon 2 Wochen lang keine Medikamente mehr, außer Vitamin D und B. Aber andererseits, wenn die eh 6 Monate brauchen bis sie wirken, kommt es auf ein paar Wochen vielleicht eh nicht mehr an oder? Zumindest bis nach den schriftlichen Prüfungen warten??

Soooorry für den megalangen Text. Aber seid ihr der Meinung, dass Rebif besser verträglich ist als Avonex?
Liebe Grüße!!

#2 Shari

Shari

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Geschrieben 28. März 2012 - 16:44

Huhu:)

Ich habe jetzt irgendwie nich so richtig verstanden warum du mit COP aufhören sollst. Wegen den Beschwerden an der Einstichstelle? Die hat doch jeder von uns, mehr oder weniger. Oder sind die so heftig bei dir das man es nicht aushält? Weil Avonex und Rebif werden auch gespritz, d.h. auch eine Reaktion an der Einstichstelle (auch wenns nur kurz ne Rötung is).
Ausserdem wird Avonex doch intramuskulär appliziert oder? Das stelle ich mir wesentlich schmerzhafter vor.

Und so wie ich es verstanden habe, meinen 2 Neuros bei dir das ein Wechsel eher unnötig wäre? Und nur die COP-Schwester sagt das du zu Interferonen wechseln sollst? würde da doch eher auf die Neurologen hören.

Bitte verzeih wenn ich einfach was falsch verstanden habe in deinem Text:)

LG,
Shari

Weil gesund sein zu mainstream ist.........


#3 Donald

Donald

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  • 207 Beiträge

Geschrieben 28. März 2012 - 17:25

@Sarah:)

Die Frage die sich stellt, ist ob Du auch der Meinung bist das es mit Cop nicht mehr weitergehen kann. So lange Du noch Stellen findest wo du hinspritzen kannst und die Nebenwirkungen nicht unerträglich sind, würde ich noch abwarten.

Also ich habe mit Extavia angefangen, bin danach wegen Unverträglichkeit auf Copaxone umgestiegen und nehme jetzt Avonex weil Cop überhaupt nicht ging. Bei mir gab es überhaupt keine Wahlmöglichkeit bezüglich Wechsel denn zum Schluß hatte ich ein super heftiges Ganzkörperjuckreiz.

Bei mir hieß es damals das Rebif nicht in Frage kommt weil es wie die beiden anderen Sachen ins Fettgewebe (Schwarte) gespritz wird und das hat ja vorher schon nicht geklappt. Das Avonex wird ja in den Muskel gespritzt und somit reduziert sich die Hautreaktion erheblich. Was ich auch vorteilhaft finde, ist die Tatsache das man Avonex nur einmal pro Woche spritzen muß.

@Shari:

Also das in den Muskel stechen tut nicht mehr weh wie der Stich in die Schwarte. Selbst wenn es mehr weh tun würde, wäre es eine Überlegung wert denn schließlich muß man das nur 1x pro Woche spritzen und nicht täglich (Cop), jeden 2.Tag (Extavia) oder jeden 3.Tag (Rebif).

#4 Myelin

Myelin

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  • 1.111 Beiträge

Geschrieben 28. März 2012 - 19:34

Ich hab auch über ein Jahr Copaxone gespritzt, hatte aber keine grippesymptome. schmerzhaft waren die einstichstellen und leider hat das zeugs bei mir ned gewirkt.
ich bin dann auf rebif 22, später auf rebif 44 umgestiegen. unter rebif habe ich aber schon so 1x die woche stärkere grippesymptome mit frieren und kopfschmerzen (da helfen 2 bettflaschen ein wenig). die einstichstellen dagegen schmerzen gar nicht, bei mir werden die stellen nur rot drum herum. das ist aber alles.
ich würde mich für rebif entscheiden, weil man da auch bei schlechter wirkung noch höher gehen kann in der dosierung. avonex hat meines erachtens eh eine zu niedrige dosierung im vergleich zu den anderen interferonen.
"Betaferon® (Schering) ist Betainterferon-1b und wird jeden zweiten Tag subkutan (unter die Haut) gespritzt, das entspricht 250 µg pro Woche. Avonex® (Biogen) ist Betainterferon-1a und wird einmal pro Woche intramuskulär gespritzt, das sind 30 µg (!) pro Woche. Bei Rebif® 22 bzw. 44 (Serono) handelt es sich ebenfalls um Betainterferon-1a, das dreimal pro Woche subkutan gespritzt wird, entsprechend 66 bzw. 132 µg pro Woche."
(Link: http://www.ms-forum-...s11.html#ms11.7)

#5 Sarah:)

Sarah:)

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  • 73 Beiträge

Geschrieben 29. März 2012 - 11:59

Also, es ist so, dass die Reaktionen tatsächlich extrem waren. Ich habe schon ziemlich bald aufgehört, in die Arme zu spritzen, da ich dort nach dem Spritzen, schon ein paar Mal richtig heftige Schmerzen hatte. Das ging an mit Zucken und dann hat der ganze Arm weh getan und das ganze bestimmt ne halbe Stunde lang. Mit Voltaren ging es wieder besser. Ich war mir aber ziemlich sicher, dass ich keinen Muskel getroffen habe. Die Beraterin und die Ärzte meinten, ich würde da wohl manchmal einen Nerv treffen, da die Arme bei mir so dünn sind.
Später ist das aber immer wieder auch an anderen Körperstellen passiert, mal mehr mal weniger stark.
Und was die Schwellungen betrifft, die sind teilweise auch wieder so groß geworden, dass es nicht mehr normal aussahr und teilweise hat sich das Jucken dann auch sehr stark ausgebreitet, also bis zum Knie, wenn ich in den Oberschenkel gespritzt hab. Daher war es meine eigene Entscheidung Copaxone abzusetzen.
Wo sich die Beraterin und die Ärzte einig sind, ist dass die Hautreaktionen bei Interferonen geringer sind. Nur zu den Grippesymptomen, meinte die Cop-Beraterin, die wären beim Rebif nicht ganz so häufig, da sich das Zeug über die Woche besser verteilen kann, da man es ja 3 Mal in der Woche spritzt. Und einer der Neurologen meinte, die Grippesymptome können die gleichen sein.
Aber vielen Dank erstmal für eure Tips!

#6 Laurii

Laurii

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Geschrieben 05. April 2012 - 22:25

Hallo Sarah.

Ich habe jetzt nicht alle Antworten durchgelesen aber ich hab Rebif gespritzt. War damit sehr zufrieden und hab mich von Anfang an gegen Avonex entschieden. Aber auch nur weil es in den Muskel gespritzt wird. Nebenwirkungen hatte ich eigentlich kaum. Nur als ich das erste mal 44 mcg gespritzt hab, hatte ich auch NW's aber dann auch nicht schlimm. Aber ich denke, da reagiert jeder anders drauf und man muss es einfach ausprobieren. ;)

Rebif musste ich jedoch absetzen bevor es wirklich anfangen konnte zu wirken (hab es 8 Wochen gespritzt) weil meine Leberwerte viel zu hoch waren. Also Leberwerte immer brav kontrollieren lassen aber das bei beiden. Also egal ob du dich jetzt für Rebif oder Avonex entscheidest. :)

Alles Gute.
LG, Laura




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