Attraktivität

Attraktivität – Psychologie der Schönheit

Jeder Mensch – auch Menschen mit Multipler Sklerose – möchte schön sein. Ob wir auf unser Gegenüber anziehend wirken, hängt auch von sogenannten Pheromonen ab.


Neben diesen individuellen Duftstoffen ist das äußere Erscheinungsbild wichtig für die Beurteilung eines Menschen. Dieses wird auch durch eine positive innere Ausstrahlung beeinflusst.

Die Bedeutung von gutem Aussehen wird uns meist durch Hochglanzformate und über das Fernsehen vermittelt: Glatte Haut, kein Gramm Fett zu viel und perfekte Proportionen formen ein Bild von Schönheit und Attraktivität, das kaum erreichbar ist. Insbesondere Frauen sind von diesem Vorbild beeinflusst.

Die MS kann auch Einfluss auf das Äußere haben, was das Streben nach diesem Schönheitsideal noch mühseliger erscheinen lassen kann. Aber glücklicherweise gibt es ein paar Dinge, die uns ohne großes Aufheben attraktiv und schön erscheinen lassen.

"Ich kann dich gut riechen" – Pheromone, Lockstoffe der Liebe

Im Tierreich spielen die Pheromone beim Sexualverhalten eine wichtige Rolle: Sie dienen als Erkennungsmerkmal und sind ein Hilfsmittel zur Markierung von Nahrungsquellen und Versammlungsplätzen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch das menschliche Sexualverhalten von Pheromonen beeinflusst wird. Sie wirken anziehend und verführerisch auf potenzielle Geschlechtspartner oder warnend und abschreckend auf unerwünschte Nebenbuhler.

Die Wirkung der meisten Pheromone findet im Unterbewusstsein statt. In der Regel sind sie unsichtbar und geruchlos. Der aphrodisierende Duft lässt uns entspannen und erhöht die natürliche Ausstrahlung des Partners. Bisher konnte man beim Menschen zwei Lockstoffe eindeutig bestimmen, die dem anderen Geschlecht den Kopf verdrehen: das Androstenon bei Männern und das Kopulin bei Frauen.

Attraktivität – Psychologie der Schönheit

Neben den individuellen Duftstoffen, die bei uns Menschen mehr oder weniger wirksam sind, ist es auch das äußere Erscheinungsbild, das einen Menschen attraktiv erscheinen lässt. Attraktivität ist das, was man unmittelbar an einer Person wahrnehmen kann, ohne dass es zu einer konkreteren Annährung kommt.

Begegnen wir einem Menschen zum allerersten Mal, gehen wir automatisch eine natürliche Checkliste durch: Wir schätzen das Alter, die Größe und die Proportionen ab. Wir beurteilen Schönheit und Eleganz. Wir nehmen spezifische Reize wahr, die individuell sehr unterschiedlich sein können. Dazu gehören z. B. die Stimme oder die Haarfarbe des potenziellen Partners. Diese Wahrnehmungen lösen bewusste oder unbewusste Reaktionen in uns aus. Sie sind maßgeblicher Bestandteil unserer abschließenden Beurteilung. Auch der gesellschaftliche Status entgeht unseren kritischen Blicken nicht. In der Regel ziehen wir zu dieser Beurteilung die Kleidung einer Person heran.

Gewährt uns der mögliche Partner einen tieferen Einblick, machen wir uns auch über Dinge wie Bewegungsqualität (Eleganz, Geschmeidigkeit) und Verhaltensmuster her. Schließlich fällen wir unser Urteil über die entscheidende Frage: Passt er oder sie zu mir?

Schönheit ist individuell

Haben wir nur wenig Zeit für dieses Urteil, werden nur die unveränderlichen äußeren Faktoren bewertet – das physiologische Erscheinungsbild. Das Gesicht steht im Mittelpunkt dieser Bewertung und bildet den Hauptfaktor für unsere Entscheidung. All diese Faktoren und deren individuelle Bewertung haben einen Einfluss darauf, ob wir einen Menschen attraktiv finden oder nicht. Dabei hat jeder Mensch unterschiedliche Vorlieben. Nicht nur für einen MS-Betroffenen ist dies eine positive Nachricht. Sie bedeutet nämlich, dass Schönheit und Attraktivität letztendlich "im Auge des Betrachters" liegen. Und denken Sie daran: Wahre Schönheit kommt von innen! Wer sich selbst mag und annimmt, strahlt Positives aus. Da bedarf es keiner großen äußeren Korrekturmaßnahmen mehr.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir beurteilen innerhalb weniger Sekunden, ob ein Mensch zu uns passt und ob wir ihn attraktiv finden. Attraktivität bewertet jeder Mensch individuell – die Multiple Sklerose spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle.


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