Stress und Multiple Sklerose

Stress bei MS so gut wie möglich meiden

Dauerhafter Stress macht langfristig krank. Das gilt im besonderen Maße für Menschen mit Multiple Sklerose. Denn akuter Stress kann das Schubrisiko erhöhen.

Daher sollten MS-Betroffene die gefährlichen Stressauslöser meiden und sehr sensibel auf Anzeichen von Stress in ihrem Körper achten.

Stress ist das Gefühl, sich einer Situation ausgeliefert zu sehen, die man glaubt, nicht beeinflussen zu können. Die Wahrnehmung von Stress kann individuell sehr unterschiedlich sein. Das heißt, ob eine Situation bei jemanden Stress auslöst, hängt davon ab, wie derjenige diese beurteilt.
 

Positiver und negativer Stress

Wissenschaftler unterscheiden positiven (Eustress) und negativen Stress (Distress). Negativen Stress verursachen zum Beispiel Versagensängste oder die Panik, etwas Wichtiges nicht rechtzeitig zu schaffen. Von positivem Stress spricht man, wenn man zwar sehr viel zu tun hat, dabei aber trotzdem Gefühle von Erfolg und Anerkennung empfindet. Diese positive Seite des Stresses hilft zudem, ungewöhnliche Situationen oder Anforderungen zu bewältigen, zu lernen und sich neuen Situationen anzupassen. Die positive Anspannung hat durchaus einen wohltuenden Einfluss, sollte jedoch nicht übertrieben werden. Gerade MS-Betroffene müssen stets daran denken, ihre Ruhepausen einzuhalten.

Stress und dessen Einfluss auf die Multiple Sklerose

Nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es nicht ausgeschlossen, dass Stress einen Schub auslösen kann. Viele Menschen mit Multiple Sklerose beschreiben eine Zunahme der MS-spezifischen Symptome, während sie unter Stress stehen. Diesen Umstand führt der Experte auf den vermehrten Verbrauch an Energie zurück, der in solch einer Situation entsteht.

Stressauslöser bei MS

Chronische Zustände wie die Multiple Sklerose erhöhen den Stresslevel bei vielen MS Betroffenen deutlich. So gelten folgende Situationen als potenzielle Stressauslöser, zu denen es durch die MS kommen kann:

  • Die für Außenstehende nicht sichtbaren Symptome. Manche MS-Symptome sind nicht fassbar und offensichtlich, wie z. B. Empfindungsstörungen. Der Betroffene zweifelt, stellt sich ständig selbst in Frage.
  • Die Sichtbarkeit der Symptome. Schwankender Gang und Zittern sind nur zwei der offensichtlichen Symptome. So muss der MS-Betroffene oftmals schräge Blicke der Mitmenschen über sich ergehen lassen.
  • Die Unberechenbarkeit von Multiple Sklerose an sich.
  • Existenzielle Sorgen, die Erkrankungen wie Multiple Sklerose mit sich bringen.
  • Die mögliche Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen.
  • Der plötzliche Verlust der Kontrolle.


Anzeichen von Stress können z. B. sein:

  • Gereiztheit
  • Niedergeschlagenheit
  • Gefühl von Langeweile
  • Nervosität und Beklemmung
  • überschwängliche Gefühle
  • Albträume
  • Zerstreutheit
  • Pessimismus
  • Unentschlossenheit
  • feuchte Hände
  • Schwitzen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • trockener Mund
  • Kopfschmerzen
  • Herzklopfen
  • Muskelkrämpfe und Verspannungen
  • Magenprobleme, wie Magenkrämpfe oder Übelkeit
  • Schwindel
  • vermehrtes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Zähneknirschen


MS-Betroffene sollten auf diese Anzeichen von Stress achten und dem Stress aktiv entgegenwirken.

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