Epilepsie bei MS

Zuckungen und Bewusstlosigkeit

Depremiertes Paar umarmt sich

Epilepsie kommt bei Menschen mit Multiple Sklerose doppelt so häufig vor wie bei Nicht-Betroffenen. Die epileptischen Anfälle können unterschiedliche Ausprägungen haben. Vorbeugende Maßnahmen und eine medikamentöse Therapie können MS-Betroffenen helfen. Jede Art von Gehirnerkrankung kann epileptische Krampfanfälle hervorrufen, so auch die Multiple Sklerose. Epileptische Anfälle können Ausdruck eines akuten Schubes oder des zurückbleibenden Vernarbungszustandes des Hirngewebes sein, manchmal sind sie auch einziges Symptom einer MS. Epileptische Anfälle entstehen, wenn sich rhythmisch und gleichzeitig eine größere Gruppe von Nervenzellen im Gehirn entlädt. Dies zeigt sich äußerlich durch die entsprechenden Krampfzeichen (z. B. Zucken der Arme und Beine).

Epileptische Anfälle bei MS

Epileptische Anfälle können auf verschiedene Art und Weise ablaufen. Am bekanntesten ist sicher der typische "Große Anfall" mit Bewusstlosigkeit und rhythmischem Zucken der Arme und Beine. Manchmal sind auch nur eine Körperhälfte oder bestimmte Gliedmaßen von den Zuckungen betroffen, ohne dass der Betroffene dabei das Bewusstsein verliert. Eine weitere Art von Anfällen, die noch häufiger vorkommt, äußert sich in einer scheinbaren "Abwesenheit" des Betroffenen.

Vorbeugende Maßnahmen bei Epilepsie

Menschen mit MS, die epileptische Anfälle haben, sollten darauf achten, ausreichend zu schlafen. Hierbei ist es wichtig, zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett zu gehen und zu einer bestimmten Uhrzeit wieder aufzustehen. Außerdem sollten Betroffene Flackerlicht – wie z.B. in Diskotheken, schnelles Atmen, beispielsweise nach sportlichen Betätigungen, und Alkohol vermeiden.

Therapie der Epilepsie bei MS

MS-Betroffene mit epileptischen Anfällen können so genannte Antiepileptika (Antikonvulsiva) einnehmen. Eine konsequente und vom Neurologen kontrollierte Einnahme der Medikamente ist wichtig, um die Epilepsie bei Multiple Sklerose zu kontrollieren.


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