Wissen zum Thema MS

MS bei Kindern

Gerade im Kinder- und Jugendalter spielt die Familie eine wichtige Rolle. Was tun, wenn das eigene Kind von MS betroffen ist? Ziel ist es, sich gegenseitig Unterstützung im Umgang mit der Diagnose zu geben.


 

MS bei Kindern - Die Eltern-Kind-Beziehung

MS bei Kindern

Die Eltern-Kind-Beziehung

Die MS eines Kindes oder Jugendlichen betrifft die ganze Familie. Nicht nur der Betroffene selbst, auch das Umfeld muss lernen, mit der MS umzugehen.
Symptome wie extreme Müdigkeit, Schwäche, Blasenfunktionsstörungen
und kognitive Veränderungen können Kinder und Jugendliche in ihren gewohnten Aktivitäten einschränken.

Konflikte mit den Eltern

Häufig führt die MS bei den jungen Betroffenen zu Konflikten mit den Eltern. Nach der Diagnose MS machen sich Eltern große Sorgen um ihr Kind. Viele haben das Bedürfnis, es mehr zu beschützen als zuvor. Jedes Symptom und Verhalten wird genauestens beobachtet. Dadurch kann die natürliche Entwicklung eines Kindes behindert werden.

Es gibt Fälle, in denen Jugendliche auf die Diagnose MS mit Passivität reagieren. Sie verdrängen die MS, lassen sich bemuttern und werden so immer unselbstständiger. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich die Abhängigkeit von den Eltern verstärkt, je weiter die MS fortschreitet. Bei anderen Jugendlichen löst das überbeschützende Verhalten der Eltern Trotz und Ablehnung aus.
Alle Ratschläge, sowohl von den Eltern als auch vom Arzt, werden zurückgewiesen. Es kann vorkommen, dass die Jugendlichen absichtlich ein ungesundes Leben führen, Beschwerden verheimlichen und sich nicht an ihre empfohlene Therapie halten. Eltern sollten in diesem Fall nicht mit Vorschriften und Ermahnungen reagieren. Zeigen Sie Verständnis Ihrem Kind gegenüber und versuchen Sie, sein Selbstvertrauen zu stärken.

Unterstützung für mehr Selbstständigkeit

Eltern können ihre Kinder unterstützen, indem sie ihnen helfen, ein eigenständiges Leben mit der MS zu führen. Achten Sie darauf, ob ihr Kind, eigene Ängste und Schwächen verschweigt, aus Angst, seine Eltern zu belasten. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu holen.
Der behandelnde Neurologe ist immer der richtige Ansprechpartner, aber auch eine Psychotherapie kann in Einzelfällen helfen. Viele Jugendlichen profitieren zudem von der Unterstützung einer Selbsthilfegruppe. Fragen Sie bei der DMSG nach einer Gruppe speziell für junge Menschen mit MS in Ihrer Nähe.

Gerade in der Pubertät ist der Umgang mit der MS für betroffene Jugendliche nicht einfach. Daher ist die Unterstützung durch die Familie besonders wichtig. Dabei sollte Hilfe angeboten, aber auch die Selbstständigkeit gefördert werden.




 

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