Wissen zum Thema MS
MS bei Kindern
Gerade im Kinder- und Jugendalter spielt die Familie eine wichtige Rolle. Was tun, wenn das eigene Kind von MS betroffen ist? Ziel ist es, sich gegenseitig Unterstützung im Umgang mit der Diagnose zu geben.
Multiple Sklerose im Jugendalter
Diagnose und Therapie
Bis zum heutigen Zeitpunkt sind die medizinischen Erfahrungen in Bezug auf MS bei Kindern und Jugendlichen sehr gering. Es liegen noch keine langzeitprognostischen Studien vor, auf die man sich berufen kann. Bei vielen Menschen mit MS wird jedoch vermutet, dass sie schon in ihrer Kinder- und Jugendzeit betroffen waren, die MS jedoch erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wurde.
Erste Symptome
Die ersten MS-spezifischen Symptome bei Kindern und Jugendlichen sind meist monosymptomatisch. Häufige Erstsymptome sind Sehstörungen und Sensibilitätsstörungen. Die typische Verlaufsform der MS ist ein schubförmiger Verlauf.
Deuten vermehrte Schübe auf eine hohe entzündliche Aktivität hin, kann es in diesem frühen Verlauf zu irreversiblen axonalen Läsionen kommen. So haben Forschungen in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die schubförmige Verlaufsform der Multiplen Sklerose eine "duale" Erkrankung darstellt: Bereits im frühen Stadium der MS kommt es nicht nur zu entzündlichen Prozessen in bestimmten Regionen des Zentralen Nervensystems (ZNS), die zum Auftreten von Schüben führen. Auch Schädigungen oder sogar Verluste der Axone (= Nervenfasern) schreiten über Jahre schleichend fort – und dies auch während schubfreier Zeiten.
Therapie bei Kindern und Jugendlichen
Die MS-Therapie von Kindern und Jugendlichen orientiert sich an den Behandlungsrichtlinien aus der Erwachsenenmedizin, da es noch keine aussagekräftigen Studien für die junge Altersgruppe gibt.
Um ein aktives Leben führen und die eigene Zukunft planen zu können, ist gerade für junge Menschen der frühe Beginn einer immunmodulierenden Langzeittherapie empfehlenswert. Die Prozesse sollten so rasch wie möglich therapeutisch angegangen werden, denn man weiß heute, dass frühe Therapieversäumnisse im weiteren Verlauf nicht mehr auszugleichen sind.
Dies sollte gerade bei Jugendlichen, die ja einen Großteil ihres Lebens noch vor sich haben, beherzigt werden. Als begleitende Therapie sollte zudem von Anfang an eine Physiotherapie durchgeführt werden.
MS kann bereits im Kinder- und Jugendalter auftreten. Die MS im Jugendalter wird in spezifischen Zentren behandelt und erforscht. Heute weiß man, dass ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn wichtig ist.
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