Wissen zum Thema MS

Symptome

Krankheitszeichen können bei jedem Betroffenen sehr unterschiedlich auftreten, von Sehstörungen über Gangunsicherheiten bis hin zu Gefühlsmissempfindungen. Wir erklären die häufigsten Symptome.


 

Frau denkt nach

Kognition und MS

Beeinträchtigung der grauen Zellen

Etwa die Hälfte der MS-Betroffenen leidet unter Beeinträchtigungen der kognitiven Funktionen, wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Gedächtnis.
Mit regelmäßigem Training lassen sich diese kognitiven Leistungen verbessern. Kognitive Störungen bei Multipler Sklerose können das logische Denken, das Erinnern, die Konzentration, die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung sowie das Planen betreffen.

Das Gedächtnis – Datenspeicher des Lebens

Etwa die Hälfte der Menschen mit MS muss sich mit Beeinträchtigungen der kognitiven Funktionen auseinandersetzen. Grundsätzlich unterscheidet die Wissenschaft zwischen Ultrakurzzeitgedächtnis, Kurzzeit- oder Arbeitsgedächtnis sowie Langzeitgedächtnis:

  • Im Kurzzeitgedächtnis werden Informationen maximal eine Minute gespeichert. Wenn bereits die Aufmerksamkeit beeinträchtigt ist, so dass eine Information gar nicht erst "hängen" bleibt, bekommt schon das Kurzzeitgedächtnis keine Chance. Im Arbeitsgedächtnis werden Informationen kurzfristig gespeichert. So hilft es beispielsweise dabei, einen Satz zu verstehen, indem sich der Zuhörer am Ende des Satzes noch an dessen Anfang erinnert.
  • In Verbindung mit MS kommt es am häufigsten zu Störungen des Langzeitgedächtnisses. Hier lagert quasi das gesamte Leben, mit all dem gelernten Wissen, den gesammelten Erfahrungen und Erlebnissen.

Ein Netz aus Milliarden Nerverzellen

Für das Gedächtnis hat die Natur im menschlichen Gehirn keinen speziellen Platz vorgesehen, wie zum Beispiel für ein Organ. Es verteilt sich über mehrere Bereiche im Großhirn, funktioniert über ein neuronales Netz, bestehend aus circa 100 Milliarden Nervenzellen, die wiederum miteinander durch 100 Billionen Synapsen verbunden sind. Genug Angriffspunkte also, um über die eine oder andere Störung, das System aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Gehirntraining

Menschen mit MS sollten kognitiven Störungen vorbeugen und mit (dem) Köpfchen arbeiten. Regelmäßiges Trainieren fördert das Zusammenspiel von Kurz- und Langzeitgedächtnis. Hierzu eignen sich Lesen, Schreiben und verschiedene Gedächtnisspiele wie z. B. Sudoku, Kartenmerkspiele oder Gehirn-Leistungstraining.

Tipps für den Alltag

Einige Tipps helfen, die Kognition im Alltag zu fördern:

  • Listen mit Dingen schreiben, die zu erledigen sind, wie Einkaufslisten usw.
  • Stress und Ermüdung vermeiden, da dies Konzentrations- und Gedächtnisschwäche fördert
  • Termine im Kalender notieren
  • Gespräche sollten an ruhigen Orten stattfinden, um Ablenkungen zu vermeiden. Auch bei der Arbeit ist eine ruhige Atmosphäre sinnvoll.
  • Informationen wiederholen und wichtige Punkte aufschreiben.


Menschen mit Multipler Sklerose können ihre kognitive Leistungsfähigkeit gezielt trainieren.




 

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