Wissen zum Thema MS
Symptomtherapie
Eine wichtige Säule bei der Behandlung MS-Betroffener ist die Therapie der Krankheitszeichen, die so genannte symptomatische Therapie. Diese Rubrik erklärt die wichtigsten Maßnahmen gegen typische Symptome und gibt Hilfestellungen.
Sexuelle Funktionsstörungen bei MS
Offene Gespräche und Vertrauen
Erektionsstörungen bei Männern und sonstige Probleme der sexuellen Sphäre sind bei Menschen mit MS häufig. Meist besteht zumindest eine Beteiligung psychischer Faktoren, wie z. B. eine auf die Multiple Sklerose zurückgehende Scham oder ein stark beeinträchtigtes Selbstwertgefühl. Hier können schon offene Gespräche mit dem Partner helfen.
Das Aufeinanderzugehen, das Suchen von Alternativen, die den Möglichkeiten des Betroffenen angepasst sind, oder auch das Ausprobieren neuer Praktiken können die Situation für Menschen mit MS schlagartig verbessern. Bei schwerer oder hartnäckiger psychischer Problematik kann z. B. auch eine psychotherapeutische Begleitung helfen. Gleiches gilt für MS-Betroffene, die unter einer Verminderung der sexuellen Lust ("Libido") und/oder Orgasmusschwierigkeiten leiden.
Medikamentöse Hilfe
Wird ein überwiegend psychischer Ursprung oder Hintergrund ausgeschlossen, kann nicht selten eine Behandlung mit erektionsfördernden Medikamenten wie Phosphodiesterase-Hemmern das Symptom beseitigen oder bessern. Auch die Verwendung von Vakuumerektionshilfen ist hilfreich. Bei Frauen, die unter einer trockenen Scheide leiden, ist z. B. ein Lubrikationsgel sinnvoll.
Haben Erektionsstörungen und mangelnde Libido psychische Ursachen, kann schon ein offenes Gespräch mit dem Partner hilfreich sein. Liegen die Beschwerden im organischen Bereich, reden Sie mit Ihrem Arzt über eine medikamentöse Behandlung.
Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "MS und die Lust am L(i)eben".



