Forumregeln

Search the Community

Showing results for tags 'familie'.



More search options

  • Search By Tags

    Type tags separated by commas.
  • Search By Author

Content Type


Forums

  • AKTIV MIT MS
    • Neuigkeiten
    • Wünsche & Anregungen
  • THEMEN IN UNSEREM FORUM
    • Neue Mitglieder
    • MS Therapie
    • MS Symptome
    • Begleitmedikation
    • Ärzte, Kliniken & Reha
    • Barrierefrei
    • Jugendliche & MS
    • Angehörige
    • Reisen & MS
    • Ernährung
    • Recht & Soziales
    • Aufmunterung
    • Sport & MS
    • Partnerschaft & MS
    • Beruf & MS
    • Treffpunkt
    • Sonstiges

Found 9 results

  1. Hallo zusammen, die Überschrift klingt doof, aber ich erkläre kurz was ich meine. Also, ich bin 38 Jahre alt, habe seit 10 Jahren MS. Mir geht es eigentlich sehr gut. Ich bin verheiratet und wir haben zwei Kinder (8 und 13 Jahre alt). Ich arbeite zu 55% in einer Krippe (das ist auch mein erlernter Beruf), dort arbeite ich wirklich sehr gern. Nun ist es so, dass ja überall Erzieherinnen fehlen, so auch bei uns und ich hätte die Möglichkeit mehr zu arbeiten, auch die Kinder wären inzwischen so groß, dass sie mich nicht mehr die ganze Zeit brauchen, bzw. dass sie selbst länger aus dem Haus sind. Meine Mutter ist seit Pfingsten in Rente und meine Schwiegereltern seit letztem Jahr und sie sind bereit einzuspringen. Auch die Betreuungsmöglichkeit vor Ort (verlässliche Grundschule und Ferienbetrenung) sind vorhanden. Und nicht zuletzt kann mein Mann im Notfall Home-Office machen oder ich darf die Kinder mitnehmen. Also alles perfekt. Eigentlich! Denn, und nun kommt mein Problem: Ich bin in letzter Zeit öfter mal eingesprungen und sobald ich mehr als 55% (das sind 22 Stunden, verteilt auf 4 Vormittage und 3 Stunden Verfügungszeit, die ich frei einteilen kann) bin ich dermaßen müde, dass ich im Haushalt gar nichts mehr machen kann. Auch die Kinder (Diktat üben, zum Reiten fahren,..) kommen nicht mehr zu ihrem Recht, auch das Wochenende reicht mir nicht wirklich zum Erholen. Und ich bin nicht nur müde, auch meine Hand wird taub und mein Bein spielt nicht mehr richtig mit. Aber erstens kommt es mir selbst komisch vor, dass bei 22 Stunden alles wie immer ist, aber bei z.B. 30 stunden mein Körper streikt. Und zweitens macht es mich extrem wütend, dass ich finde alles dafür spricht, dass ich mehr arbeiten könnte, aber ich bekomms nicht hin. Ich bekomme von meinem Umfeld Antworten wie: ...sei froh, dass das Geld reicht. ... du kannst dir doch ein Hobby suchen, das ist nicht so anstrengend. ... dann machst du halt was Ehrenamtlich Kennt ihr das und wie geht ihr damit um? Oder ist mein Wunsch wieder mehr zu Arbeiten echt so bescheuert? Gruß, Conny
  2. Hallo Ihr Lieben, War schon länger nicht mehr hier... Erst mal zu mir, ich bin 42 Jahre alt, habe zwei Kinder, die fünf und zehn Jahre alt sind. Bin verheiratet. Und arbeite als Arzthelferin 27 Jahren beim gleichen Arzt. Leider hört er auf, und ein neuer Chef ist im Haus. Nachdem wir unsere Kündigung vom alten bekommen haben, erfuhren wir jetzt, dass uns der neue Arzt alle langfristig übernimmt. Das macht mir natürlich auch große Sorgen. Er will vieles erneuern umstrukturieren und so weiter. Fühle mich für dieses einfach nicht mehr stark und belastbar genug. Habe Angst etwas nicht zu können, zu vergessen, falsch zu machen einfach nicht so funktionieren wie es soll. Ich arbeite einen ganzen Tag und einen Vormittag. Das reicht mir auch. Eigentlich gehe ich nur in die Arbeit damit ich auch krankenversichert bin, da Mein Mann privat versichert ist, und mich ja keine Privatversicherung aufnehmen. Hallo Ihr Lieben, Mir geht es genauso wie euch. ihr macht das alles sehr toll. Aber erst mal zu mir, ich bin 42 Jahre alt, habe zwei Kinder die fünf und zehn Jahre alt sind. Bin verheiratet. Und arbeite als Arzthelferin 25 Jahren beim gleichen Arzt. Ich arbeite einen ganzen Tag und einen Vormittag. Das reicht mir auch. Eigentlich gehe ich nur in die Arbeit damit ich auch krankenversichert bin, da Mein Mann privat versichert ist, Und mich ja keine Privat Versicherung aufnehmen. Im Moment geht es mir nicht gut, Habe Schmerzen an den Füßen die bekannten Restless legs Syndrom. Müdigkeit, konzentrieren kann ich mich kaum. Habe vom Versorgungsamt 40 %. Aufgrund der MS und eines Hals Wirbelsäulenbandscheibenvorfall. Bei mir ist das so... Ich merke, dass alles was ich lese einfach nicht in meinem Kopf bleiben will, ich mir nichts mehr merken kann, einfach alles zu viel wird. Habe einen akut progredienten Verlauf. Mit mehreren Schüben. Der letzte war circa vor 4 Monaten. Nehme Aubagio... Werde schnell Müde, habe keinen Antrieb, alles bleibt liegen. So kenne ich mich eigentlich gar nicht, da ich ein sehr lustiger und fröhlicher Mensch bin. Mein Mann steht auch nicht zu 100 % auf meine Seite, ich glaube er ist damit auch überfordert. Es ist halt doof, wenn man keinen 100-prozentigen Rückhalt hat. Man sieht mir halt nix an, mache gute Miene zum „bösen“ spiel... Innerlich bin ich kaputt und nach außen zeige ich den Clown. Wenn ich jetzt eine Rente beantrage, heißt es wohl möglich du bist du zu faul zu arbeiten, gefühlt doch nichts. Bin auch am überlegen ob ich auf Reha gehe, dann eine Teil-Rente beantrage. Wie geht man da eigentlich vor, ist so etwas schwer? Aber mit 42? Fühle mich nicht so „alt“ Ganz ganz liebe Grüße und haltet alle die Ohren steif Ben
  3. Abschaffen oder Beibehalten - seit Jahren erregt die Zeitumstellung zwischen Sommer und Winter die Gemüter. Deshalb befragt die EU nun die Bürger. Alle 510 Millionen Bewohner können im Internet abstimmen. Ihr habt bestimmt schon Mitbekommen, daß über die Sommerzeit abgestimmt wird und das EU weit. Ich denke, das gerade für uns dies etwas zum Mitentscheiden ist. Unser Körper muss schon genug mitmachen, brauchen wir dann noch die Sommer oder Winterzeit? Jährlich muss unser Körper sich immer wieder umstellen. Muß das sein? Ich denke dauernd Sommerzeit wäre nicht verkehrt! Unter dem Link: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/2018-summertime-arrangements Rundum die besten Wünsche
  4. Teilhabe am Leben

    Hallo Zusammen, Es gibt eine gesetzliche Grundlage, die die Teilhabe von chronisch Kranken am Leben nachhaltig fördern. - Frühverrentung vorbeugen - Pflegebedürftigkeit vermeiden - Arbeits- und Leistungsfähigkeit erhalten Prinzip der gesellschaftlichen Akzeptanz von Behinderten - Ämtern und Behörden (Schwerbehindertenbeauftragten der Landkreise und Städte) - Teilhabe am sozialen Leben (barrierefreie Lokale, Aufzüge an Bahnhöfen usw.) - Wohngemeinschaften mit und ohne Menschen mit Behinderung. Diese Bedarf können nur im kleinen stattfinden. Das Bundesteilhabegesetz ist ein erster Schritt in diese Richtung. Diskutiert mit. Gruß Silke
  5. Hallo Zusammen, Nach der Diagnose MS beschäftige ich mich damit, was kann ich für meinen Körper gutes tun. Heute war ich bei DM hab mir von Denkmit Vollwaschmittel Ultra Sensitive, Pulver zugelegt. Es wird ganz auf Parfüm-, Farbstoff- und Konservierungszusatz verzichtet. Werbelink gelöscht 21.11.2017 Was benutzt Ihr so zum Waschen? Gruß Silke
  6. Unsere Geschichte

    Hallo, mein Name ist Nadja und mittlerweile bin ich 21. Jahre alt. Ich möchte mich ein bisschen mitteilen, das soll mir bei der Verarbeitung helfen. Ich erzähle eine Geschichte über meinen Vater, meine Mutter und Mich. Vielleicht haben einige unter euch sowas ähnliches erlebt und Tipps und Tricks oder Anregungen, wie man damit umgehen kann oder wie sie in manchen Situation reagiert haben oder auch, was sie dadurch gelernt haben. Und ich hoffe, das passt hier rein. Das Thema MS hat mich seit meiner Geburt begleitet, da mein Vater seine Diagnose MS in seinen 20ern bekam. Wie er damals damit umgegangen ist und was er mitmachen musste mit seinen Geschwistern, Freunden und Eltern habe ich nie erfragt. Es fehlte mir einfach an Interesse, denn ich sah nie eine Einschränkung für meinen Vater in seinem Alltag. Für mich war das eben selbstverständlich, dass mein Vater MS und meine Mutter Rheuma, Skoliose und leicht brechende Knochen hat. Irgendwann in der Schulzeit stellte ich dann eben fest, dass ich doch nicht so ein ganz normales Familienleben führe, dass vieles fehlt, das andere Kinder aber nicht ich haben. Große Probleme hatte ich damit trotzdem nie. Ich bin Einzelkind und meine Eltern haben mit mir dennoch immer sehr viele Ausflüge gemacht, sehr oft hatte ich meine damalige beste Freundin dabei, die mit mir dann eben die Sachen gemacht hat, bei denen eigentlich Eltern hätten mitmachen sollen. Bewusst war ich mir dessen eigentlich nie. Irgendwann im Laufe meiner Schulzeit, ich glaube erst nach dem Wechsel auf das Gymnasium, fingen bei meinem Vater die ersten für mich sichtbaren Schübe an. An Neujahr klagte er über einen Nebel vor den Augen, an manchen Tagen schlief er sehr viel, an anderen gar nicht und hin und wieder stolperte er. Das war in seinen 30ern und 40ern. In der Oberstufe des Gymnasiums kam es zur Facharbeit, bei der ich mir, naheliegend, das Thema "Multiple Sklerose" und als Nebenthema Behandlungsmöglichkeiten aussuchte. Viel komplexer als ich es mir vorgestellt hatte, aber auch interessanter als ich dachte. Erst da fing ich an, die Krankheit ein bisschen zu verstehen und mehr Rücksicht auf meinen Vater zu nehmen und mir Sorgen über die Zukunft zu machen. Zu ungefähr der gleichen Zeit, ich war etwa 15/16 brach ich den Kontakt zu meiner damaligen besten Freundin ab, da sie durch den Wechsel auf eine andere Schule kein Interesse mehr an mir hatte, mich schlecht behandelte und wir uns einfach nicht mehr so gut verstanden, fand zu einer neuen sehr guten Freundin und lernte durch sie auch meinen festen Freund kennen. Wie sich herausstellte, war das eine der besten Entscheidungen in meinem Leben, denn die beiden haben mir bis heute immer zur Seite gestanden und waren in den schlimmsten Zeiten für mich da, was man von den Freunden meines Vaters nicht behaupten konnte, dazu mehr gleich. Mit 17/18 begann bei meinem Vater eine Veränderung. Er wurde häufig sehr aggressiv meiner Mutter und mir gegenüber. Aber bis dato nur verbal. Irgendwann brachte er Dinge durcheinander und meine Mutter und ich machten uns langsam Sorgen. Das Ganze begann in meiner Abi-Zeit, ziemlich ziemlich schlechter Zeitpunkt für so Etwas. Es wurde immer schlimmer, mein Vater fiel sehr häufig, war ein paar Stunden sehr gut gelaunt, dann wieder aggressiv und immer länger depressiv. Er zitterte immer mehr. Und die Erinnerungen an all das tun noch sehr weh... Eines Abends schickte mich meine Mutter zu meinen Großeltern, ich solle da übernachten, weil sie mich schützen wollte vor meinem Vater. Ich war so irritiert, dass ich gar nicht darüber nachdachte. Während ich mit meiner Oma im Bett saß, bekam ich den Anruf meiner Mutter, der das Unglück, das wir in nächster Zeit erleben sollten, startete. Für mich jedenfalls. Sie teilte mir mit, dass mein Vater zusammengebrochen wäre, durch seine Depression und sie einen Krankenwagen rief, der ihn nach Düsseldorf in eine Psychiatrie brachte. Er müsste dort ein paar Tage bleiben und könne dann wieder raus. Am nächsten Tag in der Schule haben viele meiner Mitschüler gemerkt, dass etwas nicht stimmte, aber keiner traute sich zu fragen, bis ich mich einer Freundin anvertraute. Sie wusste nicht viel dazu zu sagen, aber sie erklärte mir, dass ihr Onkel ebenfalls an MS erkrankte und darunter sehr leidet - psychisch. Irgendwann kam mein Vater wieder heim, das war einer unserer schlimmsten Tage. Durch sein starkes Zittern konnte er dort bei der Essensausgabe kein Tablett mit Essen halten und laut seiner Aussage hat ihm niemand geholfen. Er war sehr verzweifelt und hatte auch bei uns am Essenstisch starke Probleme damit und dort sah ich ihn zum ersten Mal weinen. Die darauffolgenden Abende mit Abendessen wurden zu einer Herausforderung für uns alle. Ich wünschte, ich hätte ihm nicht nur blöd beim Abendessen zugeschaut und schwer geschluckt und gehofft, dass ihm sein Essen nicht wieder herunterfällt, sondern ihm geholfen. Aber er war schon immer ein Sturkopf und lies sich nicht helfen. Die Depressionen wurden schlimmer, abends fiel er oft hin und ich musste ihm aufhelfen, da meine Mutter zu schwach war. Eines Abends habe ich mich zu ihm auf den Boden gelegt und gebettelt, er soll aufhören zu weinen, gesagt, dass wir das schon hinbekommen würden, aber dazu müsse er aufstehen. Das hat ein paar Male auch gefruchtet. Wir begannen einen Ärztemarathon, ich war mehr im Krankenhaus als irgendwo anders, in der Schule mieden es meine Mitschüler, mich zu fragen, ob es mir gut ginge. Daran gewöhnte ich mich schnell. Meine Mutter as immer weniger, bis sie nur noch 40kg o.ä. wog - sie war schon immer sehr leicht, max. 55kg, sie ist auch sehr klein - und lächelnde Gesichter gab es zuhause nur noch selten. Unsere Freunde kamen nicht mehr so häufig bis gar nicht mehr zu Besuch und wir waren irgendwann auf uns allein gestellt. Die Leute hatten Angst, anzurufen, mein Vater könnte ja schließlich abnehmen. Die Ärzte waren zunehmens überfordert mit der rapide schlechter werdenden MS und den extremen Symptomen. Irgendwann nahm mein Vater seine Medikamente nicht mehr, das geschah an den Tagen, an denen es ihm zu gut ging und er der Meinung war, er bräuchte sie nicht mehr. Er kam wieder am Tiefpunkt seiner Fähigkeiten an und fiel erneut in eine Depression. Zu oft musste er dann in die Psychiatrie in Neuss. Es fiel uns immer sehr schwer, ihn dort zu besuchen, wir sahen ihn schließlich nicht als geisteskrank an. Aber das war er. Er erfand öfter Geschichten, in denen er wirre Tatsachten aufstellte. Er büchste aus und nach einer 3-stündigen Suche fand ich ihn im Kaufhaus auf der Jagd nach einer neuen Hose. Ich muss dazu sagen, dass das in einer Phase war, in der er oft weinte und mein erstes Anfahrtsziel war der Rhein - der bei uns nur max. 10 Minuten zu Fuß entfernt ist - in der Panik, ihn dort treiben zu sehen. Umso wütender und entsetzter war ich, als ich ihn dann beim Shopping fand. Er wusste nicht, warum ich ihn gesucht habe, er war auch nicht ganz bei sich. Und diese Ausflüge wurden häufiger, diesmal sagte er uns aber Bescheid. Doch er gab Unmengen an Geld aus, das wir für Miete und andere Ausgaben brauchten. Hier 300€, da 600€. Neue Technik, neue Kleidung. Wir konnten ihn nicht mehr allein zuhause lassen. Immer, wenn ich bei meinem Freund oder in der Schule war, hatte ich Angst, nach Hause zu kommen und ihn tot auf dem Boden liegen zu sehen, weil er gestürzt war und sich den Kopf angeschlagen hatte oder andere grausige Dinge. Meine Mutter nahm weiter ab und ich fühlte mich mehr und mehr dazu verpflichtet, meine sozialen Kontakte hinter mir zu lassen und meine Eltern beschützen zu müssen. Aber eigentlich wollte ich das nicht und ich weinte sehr oft, fragte mich, warum das ausgerechnet uns passieren muss. Mit immer weniger Geld, weniger Support durch Freunde und weniger Freude im Leben wanden wir uns durch ein Labyrinth, aus dem wir nicht herausfanden. Irgendwann gaben ihn sogar seine Geschwister auf. Meine beiden Tanten, die ich sehr gern hatte damals, versuchten uns nur zu sagen, wir sollen ihn in ein Heim geben. Sie besuchten ihn nicht mehr, sie trafen uns nur ungern in der Stadt. Seit dieser Zeit hasse ich sie. Sie hätten uns wenigstens zur Seite stehen können, als es noch nicht zu spät war. Als er noch nicht gemerkt hatte, dass ihn alle allein ließen mit seiner Krankheit und er nur noch uns hatte! Er wurde zunehmens aggressiv und irgendwann kam der Abend, der alles verändern sollte. Mein Mutter und Ich saßen zusammen im Wohnzimmer, der TV ganz leise, wir flüsterten, um meinen Vater im anliegenden Schlafzimmer nicht zu wecken. Er wachte trotzdem auf und brüllte, wir sollen endlich leise sein. Dazu kurz: Er sah meine Mutter weniger als seine Frau an, eher als jemand, der ihn quält. Er erfand Geschichten, sie würde ihn vergiften mit Spüli und ähnliches und rief die Polizei. Er verbat ihr, zu reden oder in einem Raum mit ihm zu sein. Sie tat mir so leid, aber ich konnte ihm nicht gut zureden, auch, wenn er mich gut behandelte. So, also schlug er die Wohnzimmertür zu und legte sich wieder ins Bett. Meine Mutter hatte Angst, das sah ich in ihrem Gesicht und ich saß bis 2 Uhr nachts noch im Wohnzimmer mit ihr, durchgeschlafen hatten wir seit Monaten nicht mehr, da mein Vater oft stürzte. Auch an diesem Abend stürzte er 3-mal. Ich half ihm auf und half ihm zurück ins Bett. Doch irgendwann, wir saßen wieder im Wohnzimmer, stürmte er zur Tür herein auf meine Mutter los. Ich wusste, was passierte und stellte mich zwischen die beiden. Wir haben ein Ecksofa, in der Mitte steht ein Schiefertisch, das heißt, mein Vater musste an mir vorbei oder zur anderen Seite am Tisch vorbei. Ich stellte mich vor ihn und bat ihn, wieder runterzukommen und sich hinzulegen. Doch er hatte was Ernstes und Endgültiges im Gesicht, abseits dieser Welt. Es war furchteinflößend. Er packte mich fest an meinen Handgelenken und schob mich in mein Zimmer, schubste mich auf mein Bett ( das war der Moment, wo ich wusste, er würde mir nichts tun, denn hätte er mich woanders hingeschubst wäre ich mit meinem Kopf an einem meiner Möbel aufgeschlagen). Er hielt die Tür zu, meine Mutter war uns dummerweise gefolgt. Ich hörte, wie er brüllte und sie schrie und wie er sagte, er bringt sie um. Ich riss so stark an meiner Tür, 4 Anläufe habe ich gebraucht, bis ich ihn samt Tür zur Seite drängen konnte. Für mich ging es um Leben oder Tod! Ich stellte mich weinend vor ihn, bettelte, er solle überlegen, was er da tut, dass er seiner Frau, der Mutter seiner Tochter weh tun will und mir damit auch weh tut. Aber es drang nicht zu ihm durch. Ich rief meiner Mutter zu, sie solle ins Wohnzimmer und die Polizei rufen. Als sie die Nummer wählte und er erneut ausholen wollte, brach ich im Türrahmen vor Verzweiflung zusammen. Ich schrie mir die Seele aus dem Leib, in der Hoffnung, dass endlich einer unserer 5 Nachbarsfamilien im Mietshaus an der Tür klopfen käme oder mein Vater aufhörte, meine Mutter töten zu wollen. Meine Mutter versuchte mich nach dem Telefonat zu beruhigen, sie beachtete Papa nicht mehr. Und er erwischte sie mit den Fingerknochen an der Kopfseite und trat mit seinem Fuß in ihren Rücken, während sie mich auf dem Boden umarmte. Ein paar Minuten später tauchte die Polizei auf, auch der Krankenwagen, wir wurden in die Zimmer seperiert und abgehört. Die Sanitäter beruhigten mich. Ich erzählte ihnen das, was passiert ist, mein Vater stieg einige Momente noch über meine Mutter und mich durch den Türrahmen hinweg und machte sich einen Kaffee, als wäre nichts passiert. Er saß seelenruhig im Wohnzimmer und trank aus seiner Tasse. Nach meinem Verhör hörte ich nur ein Gebrülle der Polizei aus dem Wohnzimmer und einen stumpfen Fall. Die Sanitäter wollten mir nicht sagen, was geschehen war, weil ich noch zu aufgeregt und aufgewühlt war. Später sah ich meinen Vater mit einer Platzwunde am Kopf und Kabelbindern an der Hand zur Tür hinausgehen. Das war das letzte Mal, dass er unsere Wohnung verließ, denn er sollte sie nie wieder betreten. Wir nahmen das Angebot der Sanitäter an, noch Seelsorger kommen zu lassen, die mit uns entschieden, meinen Vater erstmal in eine psychiatrische Einrichtung und danach in ein betreutes Wohnheim zu geben. Ein paar Tage später fanden meine Mutter und ich uns im Polizeipräsidium wieder, wollten aber keine Anzeige erstatten, aber ich sagte meiner Mutter, wir würden das nicht mehr schaffen. Ich würde es nicht mehr schaffen. Ich könne nicht mehr. Und seit dem 3. Februar 2015 befindet sich mein Vater nicht mehr zuhause, wir organisierten einen staatlichen Betreuer und bis August hatte mein Vater das Verbot, sich uns zu nähern. Wir suchten ein betreutes Wohnheim gemeinsam mit dem Betreuer und dort ist seit Ende 2015 glaube ich. Erst im August 2016 konnte ich Mut fassen und ihn gemeinsam mit meiner Mutter besuchen. Im September 2015 schon suchte ich nach professioneller Hilfe, aber konnte nichts finden und ging bis Mitte 2016 zu einer Erziehungstherapeutin der Caritas, die mir kostenlos half, meinen Mut, mein Selbstvertrauen zu finden und mich herausfinden lies, was ich durch all das gelernt habe. Aber ich habe immernoch Tage, an denen ich sehr viel weine und lange traurig bin, am Schlimmsten ist es kurz vor Feiertagen, die man zusammenverbringt oder kurz vor seinem Geburtstag. Ich fahre 2 bis 3 Mal im Jahr mit zu meinem Vater, aber wenn ich da bin, bekomme ich kein Wort heraus. Ich schaue ihn einfach nur an, sehne mich nach meinem alten Vater und trauere den alten Zeiten hinterher. Ich verfluche all die schlechten Tage und versuche mich krampfhaft an die schönen Momente zu erinnern. Ich traue mich nicht, ihn etwas zu fragen, ich habe Angst, dass er fragt, wann er wieder nach Hause kommt oder fragt, warum er dort ist. Ich habe ein schlechtes Gewissen, ihm nicht helfen zu können und mache mir Sorgen um die Zukunft. Er wird dieses Jahr glaube ich 50... Er hat noch sein halbes Leben vor sich und soll das in diesem Wohnheim verbringen? Es tut immernoch so weh und ich komme nach 2 Jahren immernoch nicht drüber hinweg und hoffe, dass mir jemand helfen kann.
  7. Neu

    Hallo, Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: Ich bin 38 Jahre alt, glücklich verheiratet und wir haben fünf Kinder (5,7,9,12,14). Mein Mann hat MS (seit 2002 wissen wir es) - das macht den Alltag manchmal etwas komplizierter, aber wir wursteln uns so durch.😊 Am meisten zu Schaffen macht uns der sich langsam aber sicher ausbreitende Fatigue in unserem Alltag. Ich bin hier in diesem Forum, da ich an einem Punkt angekommen bin, wo ich als Angehörige mal einen Austausch brauche - mein Mann ist nicht so der große Redner über die Krankheit. Er versucht sie nach außen hin so weit es geht auszuklammern.... Also dann....ich schau mich jetzt hier mal um. Liebe Grüße ZweiplusFünf
  8. Fragen zur Diagnose

    Hi ihr Lieben, mein Name ist Caro und ich bin ein Neuling hier. Zu meiner Person: Ich bin 18 Jahre alt und mach nächstes Jahr mein Abitur. So bin ich auch auf dieses interessante Forum gestoßen. Ich schreibe schon seit 4 Monaten an einer BLL (besondere Lernleistung). Das ist so etwas wie eine 20 Seiten lange Hausarbeit. Meine Problemfrage hierzu ist folgende: Welche der bestehenden Therapieformen verringert die Schubrate der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose am effektivsten, unter Abwägung von Kurz- und Langzeitnebenwirkungen. Als zweiten Schwerpunkt neben meinem Leistungskurs Biologie habe ich Psychologie gewählt. Ich würde hierzu gerne ein paar persönliche Eindrücke einfließen lassen. Ich würde mich sehr über persönliche Empfindungen vor allem in Bezug auf die Diagnose und den Therapieverlauf/ Therapieentscheidung freuen. Wenn der Chat dafür zu öffentlich ist, würde ich mich auch über einen privaten Emailkontakt freuen. Ich bedanke mich jetzt schon Mit ganz ganz lieben Grüßen Caro
  9. Besinnliche Weihnachtszeit

    Hallo Ihr Lieben, Bin im Forum in den letzten Tagen kaum mehr <zu Wort > gekommen, lag aber grösstenteils nur an den Weihnachtsvorbereitungen. Mein Mann mags gerne üppig, perfekt und stilvoll ... na dann. Entspannt Aber ... Alles easy, dieses Jahr, ehrlich. Habs endlich geschafft, immer wieder mal zu sagen: <so, für heute ist Schluss>. Den Stress in den letzten Jahren brauche ich wirklich nicht mehr. Habe durchgesetzt, dass wir einfacher dinnieren und tafeln, denn auch das, also nicht nur die Speisen, sondern auch das Aufräumen, lag mir sprichwörtlich jedes Jahr schwer im Magen. Yes! :-)) Teilen - Gutes tun Dem Harmonikaspieler im Städtchen habe ich meine einzigen 10 Euro (habe selten Bargeld dabei) in die Hand gedrückt und mir gedacht ... Hmm, wie und wo er wohl Weihnachten verbringen wird? Komme zu Hause an und schimpfe innerlich mit mir: <warum hast ihn nicht gefragt?> . In der französischen Schweiz ist Brauch, dass ein Gedeck am Tisch frei bleibt, für jemand in Not oder einfach weil er einsam ist. Das nächste Mal frage ich danach, ob er denn irgendwo mit Jemanden Weihnachten verbringen darf ... Kleinigkeiten Geschenke an meine Schwiegerfamilie sind dieses Jahr sehr übersichtlich ausgefallen, werde wohl einigen Erwartungen nicht mehr entsprechen. Gut so. Zwischen meinen Eltern, Schwester und mir, schenken wir uns schon lange Nichts mehr ... Wir sind doch erwachsene Menschen und haben Alles was das Herz begehrt. Habe bereits für nächstes Jahr angekündigt, dass diejenigen die es nicht lassen können, in meinem Namen, einem armen Menschen auf der Welt oder ums Eck im Altersheim, Hospiz oder sonst wo, eine Spende zulassen kommen. Nicht einsam - nicht alleine Für Jene, die diese Feierlichkeiten nicht mögen, weil sie alleine sind, verbittert, oder von den Mitmenschen immer wieder enttäuscht worden sind usw ... Alleine seid ihr nicht, geht raus, lässt Euch raus fahren, in die Hospize und Heime, dort gibt es so viele verzweifelte und einsame Menschen, die so Vieles mitzuteilen hätten. So, meine Gedanken um das kommende Weihnachtsfest ... In diesem Sinne wünsche ich auch Euch Allen ruhige, entspannende und dennoch bezaubernde Weihnachtstage! Joyeux Noël! Silvie