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Schnecke

Reha

16 posts in this topic

Hallo,

ich mach jetzt mal ein neues Thema hierzu auf. Ich lese hier immer wieder eure Beiträge zur Reha. Was mich erstaunt, wie oft hier manche auf Reha gehen dürfen. Vorhin habe ich gelesen, das jemand heuer im Frühjahr zur Reha war und nächstes Jahr wieder gehen will.

Nicht dass das jetzt falsch rüber kommt, ich finde das toll.

Aber ich frage mich, wo hier die Unterschiede liegen.

Ich war vor zwei Jahren zur Reha, aber nicht wegen der MS, dieser Antrag wurde damals mit der Begründung abgelehnt: Eine Reha dient der Wiederherstellung der Gesundheit, und die MS ist nicht heilbar, also keine Reha. Kein Witz.

Ich war dann auf Reha wegen eines Burne Outs, aber ich einer Klinik auch mit MS-Patienten.

Na ja, und dann bekam ich von der Rentenversicherung die Aussage, eine Reha frühestens wieder nach 4 Jahren.

Gibt es eine Regelung über die Häufigkeit von Reha? Weiß das jemand?

LG

Schnecke

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Hallo Schnecke,

normalerweise gilt folgende Regelung. Auszug von der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums:

Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen dauern in der Regel drei Wochen, ambulante Rehabilitationsleistungen längstens 20 Behandlungstage. Die Regeldauer von stationären Vorsorgemaßnahmen für Kinder unter 14 Jahren beträgt vier bis sechs Wochen. Bei begründeter medizinischer Notwendigkeit kann eine Verlängerung der Vorsorge- oder der Rehabilitationsleistung in Betracht kommen und beantragt werden. Sprechen Sie darüber mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt sowie mit Ihrer Krankenkasse.

Eine erneute ambulante oder stationäre Rehabilitationsleistung kann grundsätzlich erst nach Ablauf von vier Jahren seit der letzten durchgeführten Maßnahme erneut durchgeführt werden. Eine frühere Wiederholung ist nur dann möglich, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich ist (§ 40 Absatz 3 Satz 4 SGB V).

Die Krankenkassen haben durch den MDK bei einer beantragten Verlängerung die medizinische Notwendigkeit regelmäßig prüfen zu lassen.

Diese Regelung gilt auch für uns MSler. Es sei denn gesundheitliche Gründe (Beispiel Schub) erfordern eine vorzeitige Rehabilitation. 

Ich war 2013 und 2014 über die DRV zur Reha. Da ich einen Schub hatte, bin ich aktuell wieder in der Reha. Dieses Mal über die Krankenkasse. 

LG

carwo

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Von der Rentenversicherung

darfst du dich erst mal nicht abschrecken lassen!

Die wollen am Liebsten alles ablehnen, und wenn man sich das dann gefallen lässt, haben sie ihr Ziel erreicht und Geld (an falscher Stelle) gespart.

Also auf jeden Fall widersprechen.

Soweit ich weiß, ist es so, dass man mit einer anderen Diagnose auch öffters zur Reha kann.

Und du warst ja das letzte Mal wegen Burn out!

Oder du mußt über verschiedene Kostenträger zur Reha (wie CARWO)

Viel Erfolg

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Eine Reha dient auch zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit und daran ist der Rentenkasse sehr gelegen.

Offiziell ist es tatsächlich so, dass erst nach Ablauf von vier Jahren erneut eine Reha genehmigt werden muss. Bei Verschlechterung und medizinischer Notwendigkeit kann diese aber auch vor Ablauf der vier Jahre genehmigt werden.

Beim ersten Mal war ich im Mai/Juni in der Reha. Vier Wochen nach Beendigung der Rehamaßnahme bekam ich einen schweren Schub. Vom Krankenhaus wurde eine AHB beantragt und genehmigt - kein Problem.

Medizinische Notwendigkeit kann durchaus auch eine Fatiguesymptomatik, allgemeine Erschöpfung durch die MS etc. sein.

Mein Neuro sagt, es wäre kein Problem bei uns MSlern eine Reha durchzubekommen.

Jetzt war ich nach drei Jahren wieder zur Reha. Nicht der Arzt sah die Notwendigkeit oder hat mich darauf angesprochen, ich habe ihn auf das Thema angesprochen und er hat es sofort unterstützt.

In der Reha habe ich viele MSler kennengelernt, die alle 2 Jahre einen Antrag stellen und genehmigt bekommen - ohne Schubereignis.

Keine Ahnung was der Neuro alles in den Antrag geschrieben hat, aber er wurde ohne Widerspruch einlegen zu müssen genehmigt. Die Reha hat gut getan, alle Beschwerden wurden mal wieder auf den aktuellen Stand gebracht und dokumentiert, ich hatte Therapien, ich konnte mich erholen.

Zum jet´ztigen Zeitpunkt denke ich auch, dass ich - egal was ist - spätestens in 2 Jahren wieder einen Antrag stellen werden. Mehr als abgelehnt kann er nicht werden und ich habe viele chronisch kranke Freunde, egal ob Rheuma, psychisch erkrankt, oder andere Autoimmunerkrankung die es auch so handhaben.

Versuch es einfach wenn du möchtest, Widerspruch gehört heute bei vielen Dingen dazu (denn die Kassen hoffen darauf, dass du nicht genug Energie hast und die Absage schluckst) und es lohnt sich auch mal einen Widerspruch einzulegen.

Dir alles Gute

Anne

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Hallo,

danke für die Antworten. Mich hat das ganze mal grundsätzlich interessiert.

Ich könnte jetzt sowieso nicht gehen.

Ich finde es schon interessant, wie unterschiedlich sowas immer behandelt wird.

LG

Schnecke

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Hallo Schnecke,

es ist wie bei allem, wer laut genug schreit, wird gehört. Leider schreien viele MSler sehr laut und daher wird auch immer mehr geprüft und hinterfragt.

In 15 Jahren MS war ich deswegen noch nicht ein Mal in Reha. Wenns mir schlecht ging wollte ich nur zu Hause sein und in gutenZeiten nicht allein unter Kranken.

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Hallo Schnecke,

Ich bekam im Juni diesen Jahres nach einem Schub eine AHB und war 7 Wochen in der Reha. Aus medizinischen gründen musste die verlängert werden. Dort wurde ich auch auf aubagio eingestellt. Ich kannte es bis dato auch so wie von Anne136 beschrieben. Nach 4 Jahre neuer Anspruch.

Im AbschlussBericht der Rehe steht bei mir zum Schluss, dass aus med.Sicht Reha nach 2 Jahren erfolgen sollte. So werde ich dann such versuchen.

Zur Zeit bin ich wieder im KH nach schub und bekomme kortison.

LG von mir

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Hallo Schnecke,

Auch ich hatte im März,nach einem Horrorjahr mit extrem vielen Schüben,einen Antrag auf stationäre Reha bei der Rentenkasse gestellt.Dieser wurde abgelehnt, sollte erst einmal alle ambulanten Möglichkeiten ausschöpfen.

Ich habe direkt Widerspruch eingelegt und die Begründung vom VDK nachreichen lassen. Alles zog sich arg in die Länge, doch im November durfte ich in die Mediclin Klinik Soltau fahren!

Das ist jetzt zwei Jahre her und drei Patienten mit MS,welche man kennengelernt hatte,waren schon wieder zur Reha.

Ich habe drei Kinder,wovon die älteste Körperbeh.ist. Ich gehe nur auf 450Euro arbeiten. Ich habe das Gefühl,wer Vollzeit arbeitet und auch noch gut verdient, der ist dabei klar im Vorteil!!

Ich habe übrigens sei 2000 MS und seit 2011 die gesicherte Diagnose.

LG Saja

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hallo schnecke,

 

ich kenne mich im gesundheitsbereich und auch als ms- betroffene sehr gut aus.  du hast viele möglichkeiten um in reha zu kommen:

 

A)  D du stellst einen ganz normalen rehaantrag (notfalls, wenn sie dir mit ablehnung kommen  kämpfe. die warten immer nur drauf, dass die kranken aufgeben)

       das ist die möglichkeit über den rentenversicherungsträgers

 

B) wenn du spätestens nach zwei jahren wieder gehen möchtest/ willst oder weil deine ms das einfordert, geh für ein paar tage ins krankenhaus und lass dich direkt von dort in die ANSCHLUSSHEILBEHANDLUNG (AHB)  schicken.

C) habe ich gelesen, die kostenträger müssen laut gerichtsurteilen notfalls sogar bis zu drei rehas bei ms im jahr übernehmen, da bei jedem schub bzw jeder krankheitsaktivität ein völlig anderer bereich im zns betroffen sein kann. da die ms ja bekanntlich 1000 gesichter hat.

 

und die jeweils unabhängig von einander betroffenen areale und defizite in der ambulanten behandlung NIE so aufgefangen werden können wie in einer reha.

 

desweiteren noch ein tip von mir, lass dir auf jeden fall, wenns dir gut getan hat in der reha in den entlassungsbericht reinschreiben:  

"AUFGRUND DER ERZIELTEN ERFOLGE IST ANGEDACHT,  DIE REHAMASSNAHME JÄHRLICH ZU WIEDERHOLEN"

 

denk immer daran papier ist geduldig, ob du dann wirklich jährlich gehst ist ja dir überlassen. wichtig ist, dass dieser satz zumindest dokumentiert ist.

und lass ihn dir bei jeder massnahme  in den entlassungsbericht reinschreiben. bestehe darauf. du hast ein recht. wir müssen sowieso für jeden pups kämpfen.

 

alles liebe und schöne weihnachten

 

kerstin

 

 

p.s. kannst mich jederzeit kontaktieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

)

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Hallo Kerstin,

vielen Dank für die Antwort.

Es war  eine grundsätzliche Frage von mir zu diesem Thema.

Ich habe momentan, bzw. eigentlich seit Jahren keine Problem wegen der MS. Na ja, es zwickt mal hier, mal da. Aber das wäre ohne die MS bestimmt auch. Momentan wäre mir viel mehr nach einer einsamen Insel wie nach einer Reha :rolleyes:.

LG

Schnecke

 

 

 

 

 

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Hallo Kerstin,

jetzt habe ich mal wieder dazu gelernt.

Hatte im November einen Schub und bin dann zur amulanten Korti-Infusion 4x mit dem Taxi in die Praxis gefahren. Dazu hatte ich vom Arzt

diesen Antrag auf Fahrkostenerstattung (mit Begründung!)

Anschliessend hat mein Arzt eine Reha eingereicht (und zwar mit Begründung!)

Die Barmer GEK hat alles abgelehnt:

Fahrkosten: da muß ich halt selber gucken wie ich hinkomme. Wird nur für Krebs-Patienten (Chemo) bezahlt. Toll!

Reha:  das kann man alles vor Ort erledigen. Physio-, Krankengymnastik etc. kann man überall machen. 

Genau so toll, man bekommt ja keine Termine (Wartezeit mind. 4 Monate).

Ich gehe diese Woche zum Arzt und werde einfach mal Widerspruch einlegen.

LG Hanne

 

 

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Hallo Zusammen,

 

super das das Thema schon auf ist, wollte nämlich auch mal Fragen.

Meine erste und bis jetzt einzige Reha war 2015 (Diagnose 2013), es war eine Ambulante Reha und die Genehmigung ging eigentlich problemlos.

Ich meine es hieß man kann alle zwei Jahre eine Beantragen,  bin am überlegen ob ich dieses Jahr eine Beantrage?

Es geht ja bei einer Reha auch um den erhalt der Arbeitsfähigkeit und ich muss sagen es tut gut mal 3 - 5 Wochen nur etwas für sich zu tun.

Körperliche Fitness und zwar auch bis in die Finger also Physioteraphie und Ergo,  genauso wie Entspannungsübungen, Gleichgewicht, Kraft, .....

Da hat man halt alles wozu man im Alltag überhaupt keine Zeit hat :sad:. Bin noch Voll berufstätig. Dabei ist es so wichtig für uns sich körperlich Fit zu halten.

Geistig wäre es auch schön aber da muß ich ehrlich zugeben fand ich die Reha nicht sehr hilfreich (kann aber auch an der Einrichtung gelegen haben). 

Die Genehmigung hängt bestimmt auch damit Zusammen, ob man noch Berufstätig ist oder nicht.

Ich kann eine Reha nur empfehlen, mit hat es gut getan.

 

Alles Gute und viel Erfolg beim Kampf ums Recht.

LG

Sprengo

 

 

 

 

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Hallo,

hab morgen einen Termin bei meinem Neuro und bin gespannt, was der zu dieser Sache meint.

Es ist ja gesetzlich festgelegt, dass man mit MS chronisch krank ist und insofern alle 2 Jahre in Reha gehen kann.

Man geht ja nicht aus Langeweile hin, sondern mal tatsächlich etwas für sich zu tun. Und das täglich,  regelmäßig und

vor allem unter Anleitung.

Man kann zwar daheim auch ne Menge tun, aber ob man es richtig macht, ist die nächste Frage.

Hier in der Gegend bekommt man grundsätzlich Termine in 4 - 6 Monaten. Sind doch tolle Voraussetzungen.

Mal sehen, was sich morgen tut.

LG Hanne

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Moin.

Tja Hanne wenn Du meinst, das es eine gesetzliche Regelung gibt, die besagt das chronisch kranke Menschen alle zwei Jahre eine Reha in Anspruch nehmen dürfen..... dann wüsste ich nur zu gerne, wo ich die nachlesen und dann für mich ausdrucken kann !!

Die lange Wartezeit bis zur ersten Kranken-, Physio-, usw. Therapie wird auch Dein Arzt kaum verkürzen können. Da wird Dir nichts anderes übrig bleiben als Termine im Therapiezentrum zu machen und dann..... abwarten bis Du dran bist. Du wirst ja nicht erwarten können das andere betroffene Menschen für Dich auf ihre, für sie sicherlich auch wichtigen Anwendungen, verzichten ?!

 

Bin sehr gespannt, was Dein Arzt Dir rät.

Liebe Grüße

Ute

 

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Also von der Regelung chronisch krank und alle zwei Jahre habe ich auch noch nichts gehört, bzw.meine ich gerade letztens noch gelesen zu haben, alle 4 Jahre, ausserdem habe ich im Bekanntenkreis mehrere schwer chronisch erkrankte Personen die auch dauerhaft in der Physio sind und auch die gehen regelmäßig aber halt alle 4 Jahre in Reha.

zur Terminproblemtaik Physio: mit MS gilt man als chronisch krank und der Neuro kann daher nach 3 Rezepte "ausserhalb des Regelfalls"ausstellen und das auch dauerhaft....und diese Personen  sind bei uns in der Gegend in den KG Praxen Dauerpatienten und haben immer feste Termine zur gleichen Zeit, man muss sich also nicht immer um neue Termine kümmern oder auf neue Termine warten....klar hat man ganz zu Beginn auch die Wartezeit ( je nach Praxis bis zu 4 Monaten ), aber wenn man dann einmal drin ist, ist man drin.

Bei mir läuft das seit 1,5 Jahren so und nebenbei besuche ich noch regelmäßig Rehasport, Pilates und Aquajogging und das ist zumindest für mich eine perfekte und auch ausreichende Mischung. Ich bin einmal in meinem Leben wg.einer anderen Geschichte zur Reha gewesen und kann nur sagen, nie mehr wieder, es hat mir nichts gebracht,  ich hatte null Therapien da ich einfach trotz mehrfachen Widerspruch im Vorfeld in einer Klinik mit einer ganz anderen Indikation  gelandet bin, das brauche ich nicht noch einmal, denn es war einfach nutzlos aufgewendete Zeit, da wäre ich zu Hause mit meiner Physio und Sport weiter gekommen. ...

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Hallo zusammen,

ich hatte mich 2016 und damit in meinem 10. MS-Jahr auch erstmals in eine Reha begeben.  Nicht, weil ich da so scharf drauf war, sondern weil mein Umfeld seit Jahren deswegen gemault hat: "Mach das doch auch mal...das tut Dir bestimmt gut...Du hast doch Anspruch drauf" usw., usw. Die Bewilligung durch die Rentenversicherung war auch problemlos, bis auf den Umstand, dass ich eine Klinik zugewiesen bekam, von der ich nicht so wirklich überzeugt war. Ich bin trotzdem und wie ich meine unvoreingenommen hin und habe dann so ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Sarah1280. Vier Wochen gepflegte Langeweile, gute Therapeuten aber bescheuerter Therapieplan, nicht  wirklich kompetente und teilweise recht desinteressierte Ärzte. Na ja, das (Einzel)Zimmer war ok und dass man da nicht wegen des Essens hingeht, war mir vorher klar. Alles in allem hat es mir außer einem gewissen Erholungseffekt nicht wirklich viel gebracht. Auch wenn ich nicht weiß, was das gekostet hat, glaube ich, dass man da mit weniger Geld wesentlich mehr erreichen könnte. Wie wäre es z.B., wenn sich mehrere MSler zusammentun und sich zusammen mit 2 Therapeuten irgendwo in einer schönen Pension einquartieren? Den Therapieplan erarbeitet man dann zusammen und abends geht man nett essen und sitzt noch gemütlich zusammen. Wahrscheinlich wäre das sogar billiger, aber ganz bestimmt entspricht es nicht den Richtlinien der Krankenkassen. Schade, oder?

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