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bittersweet

Mamas MS macht mich mit krank

29 posts in this topic

Hallo!

Wusste nicht genau, wo das Thema reinpasst...

Ich bin 19 Jahre alt und lebe mit meiner Mutter und meiner 16-jährigen Schwester zusammen.

Meine Mutter hat schon viele Jahre MS.

Hmm wie fang ich denn an... Ihre Krankheit macht mich einfach fertig. Ich selbst bin psychisch sehr instabil, depressiv. Daher belastet mich das noch mehr.

Meine Mutter geht nur noch raus, wenn sie einkaufen muss oder Arzttermine hat. Freunde hat sie kaum und wenn telefoniert sie fast nur mit ihnen. Sie mag nicht mehr gerne rausgehen, weil sie sehr schlecht laufen kann und das Sehen wird auch immer schlechter. Naja ihr kennt ja die Symptome...

Und so sitzt sie den ganzen Tag zu Hause und guckt eine Fernsehsendung nach der anderen. Ich selbst bin auch viel zu Haus, wegen meiner schon genannten depressiven Stimmung. Ich muss jeden tag mit ansehen, wie sie allein und einsam am Esstisch sitzt und tv schaut. Sie klagt jeden Tag darüber, wie schlecht sie gehen und sehen kann. ich sehe jeden Tag, wie sie sich durch die Wohnung schleppt. Und oftmals nervt es einfach, wenn sie mal wieder damit anfängt "ihr wisst ja garnicht, wie es mir geht! Habt mehr Verständnis" etc... Und auf der anderen Seite tut sie mir so unendlich doll leid! Früher, als sie noch mit meinem Vater zusammen war, sind wir oft mit dem Wohnmobil ans Meer gefahren. Sie liebt das Meer. Aber das wird sie nie wieder erleben können!

Zur Zeit befinde ich mich wieder einmal in einem seelischen Tief und sitze fast täglich heulend auf meinem Bett. Wenn ich dann nur kurz meine Mutter ansehe oder an sie denke, wie sie vorm Fernseher sitzt, da kann ich einfach nicht mehr. Das macht mich total kaputt.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt alles geschrieben habe, was ich schreiben wollte. Vielleicht versteht ja irgendwer meine Not.

Beste Grüße, Svenja

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liebe svenja, das was du schreibst ist schon bitter. das ist mir auch bekannt.ich habe zwar selber ms mit geh-und seh problemen aber in jungen jahren habe ich mit ansehen müssen, wie mein vater durch eine andere krankheit regelrecht vor meinen augen von mir ging.das ist jetzt 25 jahre her und ich habe eine menge dazugelernt, vor allem durch meine eigenen krankheiten von denen ms nur 1 ist. was ihr da habt und macht ist eine spirale oder man kann auch sagen eine katze, die sich in den schwanz beißt. es geht immer abwärts. wie sieht es denn mit der ärztlichen betreuung der ms deiner mutter und eurer beiden depressionen aus ? Wie geht es deiner schwester bei allem ? warum sitzt ihr nicht alle am tisch und unterhaltet euch über den tag oder den vergangenen oder nächsten tag.? was habt ihr für wünsche und träume ? es gibt gehhilfen- rollatoren und so aber das weiß ein ms-arzt alles viel besser als ich. es gibt krankengymnastik auch im hausbesuch um die möglichkeiten des körpers auszunutzen, dies kann ich aus eigener erfahrung einfach nur empfehlen. auch dazu muss man gut ärztlich betreut werden.

dass diese situation völlig runter zieht ist verständlich- ihr müsst sie ändern und hilfe annehmen- ärztliche- nachbarschaftliche oder familiäre, was auch immer geht, nur so kommt ihr aus diesem tief raus. ich möchte hier jetzt nicht den oberlehrer rauskehren, bitte versteh das nicht falsch. es sind alles eigene erfahrungen. gerne würde ich dir helfen. wo kommt ihr her, wie ist eure umgebung usw. bitte melde dich wieder.

ganz liebe grüße von evolie

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hallo svenja,

evolie hat dir schon alles sehr schön geschrieben,ich möchte dir nur ans herz legen etwas mehr auf DICH zu achten und deine depressionen mit hilfe von einem facharzt in den griff zu bekommen....

du bist noch so jung und hast das leben,ein schönes leben vor dir,

du mußt dich emotional von der krankheit deiner mutter distanzieren,mitgefühl darfst du haben aber MITLEID heißt mitleiden,und das ist nicht gut für dich(und hilft deiner mutter auch nicht)

die ms gehört zu deiner mutter-nicht zu dir....

deine mutter muß mit ihr leben und du kannst ihr anregungen und denkanstöße geben,aber sie selbst muß was für sich tun,mit prof. hilfe

ich wünsche dir viel kraft....

angelika

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Wow, der letzte Eintrag von herzblut beinhaltet die selben Worte, die ich heute morgen von meiner Psychologin gehört habe. Hat mich persönlich gerade auch nochmal aufgebaut, danke :)

Hallo bittersweet, ich bin auch erst 20 und kenne meine Mutter nur mit MS. Ich bin in der Schule immer weiter abgesackt, habe bis zu meinem 17 Lebensjahr mit meiner Mutter in einem 7qm großen Raum geschlafen und wir wohnten bis dahin zu dritt in einer 2-Zimmerwohnung, die wir zu mithilfe von diesen abgeteilten 7qm zu einer 3-Zimmerwohnung umbauten. Auch sie saß/sitzt den ganzen Tag (inzwischen im Rollstuhl)vor dem Fernseher. Als sie sich noch mit einem Rollator durch die Wohnung "schleppte" - die Muskulatur war eigentlich zu schwach den Körper zu halten (laut Fachärztin), aber mit einem Rollstuhl kam sie nicht durch die Türen - wurde es mit meinen Depressionen und auch Ängsten immer schlimmer. Und sie hat ihre Depressionen und Ängste noch zusätlich auf mich übertragen. Ich war am Ende. Lag auch wie du oft auf dem Bett und heulte. Tue ich bis heute auch noch manchmal, doch durch meine Therapie kann ich es besser einordnen. Ich habe mich, was ich größtenteils heute auch noch tue, von allen und allem ablenken lassen, bin immer geflohen vor der Realität. Bis ich letztes Jahr 3 Wochen nach meinem 19ten Geburtstag in eine eigene kleine Wohnung gezogen bin. Das war auch für sie der "Startschuss" etwas zu unternehmen.

Ich habe mir anfangs Vorwürfe gemacht, dass ich sie alleine lasse, sie vernachlässige, aber ich bin dabei zu lernen und zu verstehen, dass sie für ihr Leben und ich für meines Verantwortung tragen muss. Ich stehe ihr weiterhin immer als Hilfe zur Verfügung, aber dann auch wieder nach Hause zu fahren tut gut. Vielleicht wäre ein Auszug für dich auch gut. Falls es bei dir finanziell nicht reichen sollte, frag alle Ämter. Du hast das Recht auf Unterstützung! Besonders auf seelische! Suche dir einen Psychologen auf. Das kann nicht schaden! ;)

Vielleicht hilft es dir was - ich hoffe es sehr!

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Vielen lieben Dank an euch!

an evolie:

Hm meine Mutter ist zwar in ärztlicher Betreuung, aber soweit ich weiß, erhält sie dort nur Medis. Von Krankengymnastik für Ms'ler hab ich noch nie gehört, erscheint mir aber einleuchtend. Danke für diesen Tip! Das werde ich mal bei ihr ansprechen. Einen Rollator hat sie, allerdings steht der nur im Keller. Wenn sie ihre Besorgungen macht, nimmt sie immer ihr Fahrrad - ohne würde sie wohl garnicht mehr rausgehen. Mein Vater hatte ihr vor einigen Monaten ein ganz neues Rad geschenkt. Komplett gefedert, leicht, mit tiefem Einstieg, bequemer Sattel etc. Sie war so glücklich darüber und mich machte es glücklich, zu sehen, dass ihr das Radfahren nun leichter viel. Aber dieses Fahrrad wurde geklaut, vor unserer Haustür! Nun muss sie wieder ihr altes, nicht gefedertes, schrottiges Rad nehmen. Auch hier habe ich wieder oft weinen müssen, weils mir so leid tat.

Wegen meinen psychischen Problemen war ich ein paar Mal beim Psychologen und ner Psychiaterin. Ich hatte AD's bekommen, die ich dann aber "missbraucht" habe, um gegen mich selbst anzugehen. Meine Mutter ist in keiner psychologischen Betreuung, obwohl dies vielleicht manchmal besser wäre...

Und zu dem mit einander reden... Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber hier wird kaum geredet. Klar, oberflächlichen Kram beredet man mal. Aber wirkliche Probleme werden hier in sich hinein gefressen. Und mir ist es so eigentlich auch lieber, da ich es nicht anders kenne. Ich kann sehr schlecht über mich selbst und meine Sorgen reden, erst recht mit meiner Familie.

Wie es meiner Schwester bei der ganzen Sache geht, weiß ich garnicht. Sie streitet oft mit meiner Mutter, oft hat die MS was damit zu tun. Diese Streits belasten dann wiederrum mich. Aber ob meine Schwester so leidet wie ich, kann ich echt nicht sagen.

zu angelika:

Danke für deine Worte.

Das ist sehr schwer, mit meiner Mutter nicht mitzuleiden, wenn ich sie jeden tag sehe. Oder wenn ich mal weggehe, wo anders übernachte... Sie bleibt allein zurück (zur Zeit ist meine Schwester verreist, daher). Und doch weiß ich, dass ich mir darüber nicht so viele Gedanken machen darf. Freitag beginnt meine Ausbildung und ich hoffe, dass das Geld ausreichen wird, um mir eine eigene Wohnung zu nehmen. Es würde so vieles verbessern.

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Hallo Kleine,

da ähneln sich unsere Situationen ja wirklich sehr! Wie schon geschrieben, möchte ich auch so schnell wie möglich in eine eigene Wohnung ziehen.

Vielleicht wären Gespräche mit einem Psychologen für mich auch hilfreich, aber oft bin ich der Meinung, ich schaffe das auch so. Früher war ich ein paar Mal beim Psychologen. Damals hab ich oft kurz vorher abgesagt, weil es mir dann gerade mal gut ging und ich dann der Meinung war, ich brauche das nicht und der wird mich eh nur auslachen und sagen "Ihnen gehts doch gut, was soll ich denn machen?"

Redest du denn mit deiner Mutter? Sprecht ihr über ihre Krankheit? Meine Mutter würde das vielleicht manchmal gerne, aber irgendwie kann ich das nicht.

Liebe Grüße, Svenja

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Oh ja, das kenne ich. An einem wunderschönen, eigentlich sorgenfreien Tag steht der Termin beim Psychologen an. Ich rede dann einfach über allemöglichen Ereignisse. Auch gerne mal über Positives. Meist kommt man doch irgendwie wieder auf das "Hauptproblem" Mutter. Aber selbst Psychologen können loben ;) und wenn man erzählt, wie man was erreicht hat und dafür gelobt wird, hift das auch schon viel. So gewinnt man mehr Selbstvertrauen und geht auch mit den Schwierigkeiten mit der Mutter einfacher um.

Da du was von Ausbildungsbeginn schreibst: ich habe meine erste Lehre wegen Überforderung im Privatleben abgebrochen - es war als Hotelfachfrau. Die unregelmäßigen Arbeitszeiten haben mich erst richtig fertig gemacht. Besonders, weil ich für meine Mutter nicht so dasein konnte. Meine Gedanken waren nie ganz bei der Arbeit. Ich will damit nur sagen, sich so früh wie möglich Hilfe holen. Das ersparrt ein doofes Bild im Lebenslauf, was nämlich wiederum auch belastend wirken kann. Also es hängt alles miteinander zusammen. Und als Lehrling ist Lob sehr rar nach meinen Erfahrungen. Verständnis findet man im Berufsleben auch nur sehr selten.

Meine Mutter sehe ich oft als Freundin an. Das war schon immer so. Wir können über alles reden. Doch erst richtig offen und sinnvoll wurden die Gespräche über ihre Krankheit erst, als ich auszog, den Abstand gewann und mit meiner Therapie begann.

Allerdings ist einiges immer noch sehr schwierig: zum Beispiel weiß ich immer noch nicht, wie ich mit ihr umgehen soll, wenn ich sie mal in die Natur, die sie eigentlich sehr liebt, mitnehmen mag oder sie zum Essen einladen möchte, egal was es auch ist, sie jedesmal nein sagt. Einfach schnappen und mitnehmen halte ich nicht für das Richtige.

Aber du bist auch nicht dafür Zuständig ihre Sorgen abzunehmen. Gerade jetzt mit einem neuen Lebensabschnitt, einer Ausbildung, hat man auch erstmal klar zu kommen. Es ist nicht egoistisch von dir, wenn du dich in erster Linie um dich selbst kümmerst. Trotz Krankheit ist sie alt genug helfende Mittel in die Wege zu leiten. Man sollte die Probleme anderer nicht das eigene Leben beherrschen lassen, auch wenn es die eigene Mutter ist. Es kann Jahre dauern damit umgehen zu können, aber ohne Anfang kein Ende ;)

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... allerdings sage ich auch meiner Mutter oft, dass die gesamte Situation mich überfordert und belastet. Sie soll schließlich merken, dass es nicht nur ihr mit der Krankheit schlecht geht, sondern sie andere mit reinzieht.

Vielleicht könnte es dir auch helfen sich mit ihr zusammen zu setzen, eine Zeitschrift über MS gemeinsam durchzublättern und so darüber reden. Besonders sollte sie sich auch mit anderen Menschen, ob gesund oder nicht, unterhalten. Das ist allerdings bei meiner Mutter auch sehr schwer. Sie distanziert sich ebenfalls von anderen.

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Also Kleine, das find ich ja echt lustig^^ Ich hab auch meine Lehre zur Hotelfachfrau abgebrochen, nach einem Monat schon. Einfach totale Überforderung, ich bin da untergegangen. Auch meine Schule hab ich wegen meiner Probleme damals vorzeitig in der 11. Klasse abgebrochen. Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres fehlte ich auch fast 2 Monate deshalb. Damals machten mir aber andere Dinge große Sorgen (und heute kommt halt noch meine Mutter dazu).

Nochmal wegen eigener Wohnung: Was kann man denn da an Zuschüssen beantragen?

Ohje, ich bin so froh, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin. Hätt ich von selbst nie nach gesucht. Das hab ich einer Freundin zu verdanken :o)

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Meine Mutter hat einige Kontakte, die ebenfalls MS haben. Das hilft ihr schon ganz gut glaub ich.

Das es nicht nur ihr damit schlecht geht, hab ihr schon manchmal gesagt... Naja eher ins Gesicht gschrien... Wenn wir mal wieder alle gestritten haben "du bist nicht die einzige, die Sorgen hat!"

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Meine Mutter hat einige Kontakte, die ebenfalls MS haben. Das hilft ihr schon ganz gut glaub ich.

Das es nicht nur ihr damit schlecht geht, hab ihr schon manchmal gesagt... Naja eher ins Gesicht gschrien... Wenn wir mal wieder alle gestritten haben "du bist nicht die einzige, die Sorgen hat!"

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svenja,

ich glaube "dieKleine" kann dir viele tolle tipps geben weil sie gleiches oder ähnliches schon durch hat....finde ich toll

ich habe mal eine aussage gelesen die mich sehr beeindruckt hat:

MS nimmt dir dein leben--aber sie bringt dich nicht um....!!!

angelika

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Ok, wenn du das schon lustig findest bittersweet, dann darfst du jetzt nochmal lachen: ich mache momentan ein FSJ und war inzwischen auch schon für einige Wochen krankgeschrieben. Meine Mitarbeiter haben mich zwischendurch schonmal in ein Krankenhaus Bereich Depressionen (Anstalt) gebracht (bin ich aber gegen den Rat des Arztes am 4ten Tag weg) und demnächst werde ich für ca. 4 Wochen im Schwarzwald in eine Kur (Reha) gehen. Und von "anderen Sorgen" hab ich auch noch genug. Hab ja schließlich noch einen Vater ... aber das ist ein anderes Thema.

Was die Zuschüsse angehen, weiß ich auch nicht wirklich bescheid. Da ich momentan ja ein FSJ mache, sprich "freiwillig" arbeite, gibt es da für mich nur etwas Wohngeld zur Unterstützung. Aber immerhin. Doch als Azubi hat man soweit ich weiß noch die meisten Möglichkeiten: schließlich hast du bis zur abgeschlossenen Lehre Anspruch auf Unterhalt. Kindergeld steht zwar meines Wissens eigentlich eher den Eltern zu, aber wenn du lieb darum bittest bekommst du das bestimmt auch ;) Dann eben Bafög, wie ich Wohngeld und ansonsten einfach mal beim Arbeitsamt oder ähnlichen Agenturen erkundigen. Viel viel reden! Sind alles kleinere Beträge, aber die Summe machts. Mir stehen auch nur Kindergeld, Unterhalt, mein sehr kleines Gehalt und seit wenigen Monaten 66 Euro Wohngeld zur Verfügung. Aber ich schaffe es seltsamerweise mit den ca. 900 Euro monatlich eine eigene Wohnung, Nahrung und mein klappriges Auto zu finanzieren. Und in meiner Freizeit fühle ich mich ebenfalls nicht eingeschränkt - als Mädchen hat mans eh leichter ;)

Vielleicht hast du ja sogar das Glück, eine liebe Oma zu haben, die immer darauf aus ist, dass es den Enkeln an nichts fehlt!?

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Aber du machst das FSJ bestimmt nicht auch noch in nem Altenheim oder? ;o)

Wegen den Zuschüssen... Also Kindergeld bekomme ich dann wohl garnicht mehr, weil ich schon im ersten Lehrjahr recht viel verdiene. Wüüürde meine Mutter mir aber sonst alles geben. Und was Freizeit angeht, da hab ich ja nen ganz lieben Freund hihihi^^

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Achso, und wenn ich dann sparen würde, dann an Nahrung!^^ Meine Essstörung ist nämlich auch ein weiteres meiner Probleme*g* Nee im ernst, da könnt ich echt auf einiges verzichten.

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Nein, ich glaube ich habe den gemütlichsten FSJ-Bereich überhaupt. Im pflegerischen Bereich würde ich kaputt gehen. Ich geh nur dann und wann mit älteren Personen spazieren oder einkaufen und ähnliches. Zur Zeit mache ich hauptsächlich Büroarbeit und hab ein bisschen Verantwortung.

Und dann noch einen Freund! Der soll dir gefälligst mal unter die Arme greifen! ;) Macht er bestimmt ;)

Hol einfach alles raus, was du an Geld bekommen kannst!

Jaja, Essstörungen ... da hab ich auch schon was durch, nur abgenommen hab ich nicht wirklich. Aber seit dem ich eine eigene Wohnung habe, komme ich mit dem Einkaufen öfters nicht hinterher und dann kann man eben nichts essen.

Naa, ich glaube behaupten zu können, deine Stimmung hat sich etwas gebessert!? Zumindest wirkt dein Schreiben nicht mehr so voller Zweifel.

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Ja, heute gehts mir besser^^ Ich besuche bald eine Freundin in Berlin, d.h. ein Wochenende hier raus. Und ich denke nur noch an eine eigene Wohnung*g*

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liebe svenja,

ich finde es sehr sehr klasse, geil, super usw, dass du anfängst an dich zu denken, DEIN leben anzugehen. da fällt mir ganz spontan ein liedtext ein " steh auf wenn du am boden liegst". in meinem leben steht und fällt vieles mit musik, da ich in meiner kindheit nicht viel mehr als diese hatte. als ich meine ms-diagnose bekam, kam gerade das lied " don`t let it get you down " heraus, das war damals vor 2 jahren meine hymne, nicht weil ich keinen zum reden habe, sondern weil ich mich mit und durch musik sehr gut ausdrücken gelernt habe. ich habe sehr spät angefangen ein eigenes leben zu führen. ich wollte nie jemandem weh tun, es allen recht machen und hab mich dabei aufgegeben und verlernt mich um mich zu kümmern. diesen fehler kann ich nicht wieder gut machen, daher ist es für mich schön zu sehen, wenn es andere anders machen. bleib auf diesem weg und hole dir hilfe wenn du zweifelst oder wieder ins berühmte tiefe loch fällst. ganz viel spass in berlin und ganz viel glück bei der wohnungssuche.

lg vom evolie

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Hallo bittersweet,

jaaaa, ich kenne das nur zu gut. Meine Mutter bekam die Diagnose MS als ich 16 Jahre alt war (ich bekam sie dann mit 20 Jahren). Und ich kann nur sagen: ohne Therapie hätte ich das nicht auf die Reihe gekriegt. Zum einen tat und tut mir meine Mutter natürlich auch leid, doch viel mehr noch hat sie mich damals total aggressiv gemacht mit ihrer blöden Passivität und dem "ich bin doch so arm dran" Opfergetue. Kotzwürgbrech! Du merkst, alte Emotionen kommen sofort hoch, wenn ich daran denke.

Mit der Zeit und Hilfe der Psychotherapie habe ich gelernt, die Probleme da zu lassen, wo sie sind. Nämlich bei meiner Mutter. SIe ist genauso erwachsen wie ich. Und wenn sie die Einsamkeit und die Hilflosigkeit wählt, dann tut sie das. Ändern kann ich es eh nicht. Nur daraus lernen, es besser zu machen.

Also, du musst wissen, was du tust, doch bedenke, das Leben ist viel zu kurz, um sich mit Menschen mit negativer Ausstrahlung zu umgeben. Auch wenn es die Familie ist.

Liebe Grüße,

Dagmar

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Hallo blauer Meikel (meikelazul),

ich stimme wohl mit dir überein, dass man die Probleme anderer nicht auch zu seinen machen sollte. Da jeder sein eigenes Leben gestaltet, kann man auch niemandem zu seinem Glück zwingen. Aber Hilfe anbieten und Mitgefühl haben darf man schon.

Dein letzter Satz ("...bedenke, das Leben ist viel zu kurz, um sich mit Menschen mit negativer Ausstrahlung zu umgeben.") führt in letzter Konsequenz zu einer Gesellschaft lauter Egoisten.

DIE mit negativer Ausstrahlung (hilflos mit ihren Problemen) haben dann nämlich keine Freunde mehr.

Menschen mit Problemen bedürfen der Hilfe, auch wenn sie uns belasten. Also ist Ausgrenzung kein Weg die eigenen Probleme zu lösen, sondern nur sie für sich (als Helfer - so man es versucht) zu vermeiden; Hilfe also generell nicht zu geben. Das sollte man auch nie als generelle Lösungsstrategie empfehlen. Bestenfalls als Weg im Einzelfall aufzeigen, falls der Helfer an dem Wunsch zu helfen zu zerbrechen droht. Die Probleme des Helfers, die zu einer solchen Situation führen löst das aber wie oben gesagt nicht.

LG snyder-bo

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Hallo snyderbo,

Diesmal differenzierter. Ich denke, ein gesunder Egoismus ist überlebenswichtig. Wenn das Leiden anderer einen so fertig macht, dass man selbst sich vergisst, dann sollte man schnell etwas ändern. Vor allem, wenn man selbst noch zu Hause wohnt und somit ja noch "Kind" ist und die Rollen allzu leicht vertauscht werden. Zudem gibt es meiner Meinung nach in den seltensten Fällen "reine" Opfer. Opfer können durch ihr Selbstmitleid sehr gut auch zu unfreiwilligen "Tätern" werden, indem sie die Spaßbremsen einer Familie werden. Helfen ist nur dann schön, wenn sich die zu Helfenden auch um eine Verbesserung der Grundstimmung bemühen und an sich arbeiten.

Gruß, Dagmar

P.S. Jeder kann etwas dazu beitragen, seine negative Ausstrahlung zu verändern.

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ich gebe meikelazul völlig recht,hilfe zur selbsthilfe JA !!!

aber wer sich im tal des jammerns wohl fühlt,dem kann man als kind nicht helfen,daran scheitert dieser junge mensch,und jeder hat doch nur EIN leben.....

wir haben doch alle unsere heul und deprizeit mitgemacht,wir wissen doch wovon wir reden,

wir wissen aber auch das nur WIR auch das beste aus dieser krankheit machen können,zwar mit hilfe der ärzte und medizin,aber WIR müssen was tun.....

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Hallo Svenja,

für Dich ist das wichtigste, est einmal wieder richtig Posetiv zu denken. Mann kann sich an vielen kleinen Dingen erfreuen und wenn es nur schöne Blumen sind. Du hilfst Dir damit selbst am meisten. Wenn Deine Mutter noch mit vielen Bekannten telefoniert, versuche doch einmal ein Treffen bei euch mit ein oder zwei Bekannten bei euch zu organisieren, damit Deine Mutter anderen Menschen gegenüber wieder offener wird. Backt dafür miteinander einen Kuchen, dies lenkt Deine Mutter auch etwas ab und kann dann nicht soviel über MS grübeln. auch wenn man nicht mehr so gut laufen kann, braucht man sich doch nicht zu verstecken, dafür ist das Leben viel zu schön. Deswegen immer Kopf hoch und Postiv denken, selbst wenn das posetive noch so klein ist.

Gruß Longracer

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Hallo an alle,

Meine Eltern (wege emotionale missbrauch,emontionaler vernachlässigung aggresion,Gewalt.......) Gott sei dank Scheidung

hölle ging weiter und ich habe es überlebt und alle anderen SchicksalKRANKEN auch.

Das hat mich und andere Krank gemacht zack psychischkrank.

Deswegen bin ich öfters in Psychaitrien gewesen und Psychosomatischenklinik. Nach den Aufenthalt im Mai/07 und während der Klinik ist alles so schlimm geworden von Symtomen her.

Naja das war einfach die hölle bis dann mal wieder in Psychaitrie 2mal nach einander war weil mein Körper mir nicht mehr gehorchte laufen gleichgewicht Blase zittern hatte alle erdenklichen Störrungen, hatte aus diesen Grund depri Angstzustände und suizid gefährdet weil ich in meinen Leben keinenSinn mehr sah

wurde nicht ernst genommen beim dez aufenthalt forderte ich alle Untersuchungen hab sie bekommen zack war ich in der Neuro.

Erfuhr erst bei meiner diag. 12/07 in der Neuro von ihr persönlch das sie auch ms hat.

Stand so unter Taver (leck mich am Arsch Tablette) sonst hätte ich sie raus gejagt wollte sie nich sehn. Tja Ich weiss nicht wann meine MS begann, weiss nur das es seit Psychosomatichen-k immer immer immer schlechter ging.

Bin zwar Psychischkrank lasse mir helfen, weil ich in einer Baustelle hinein geboren worden bin

will Leben und aus dem trümmer haufen ausbrechen will und deswegen mache ich bei meiner Psychologin weiter und suche eine passende

Psychosomatik-Klinik auch wenn ich nach der

"""""""""""""-Reha einen Schub hatte denn es hängt aufjedenfall zusammen wollte nach der diag. vom psychischen kramm nix mehr wissen jetzt weiß ich das es alles zusammen gehört. Vom Verstand her hatte ich üer ein halbes Jahr lang nen Schub hatte dumm gelaufen, nur weil ich vor über ein Jahr das erste mal in der "K" war.

Sorry hab es einfach mal dazu geschrieben

wollte kein eigenes Thema aufmachen hoffe ihr habt Verständnis

Gruß von Cola

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Hallo Cola,

ich finde schon, dass es dazu gehört. Bei mir war es so, (ihr erinnert euch, meine Mutter hat auch MS), dass ich in den ersten Jahren nach meinem Auszug von zu Hause (damals war ich 19J.) jedesmal einen Schub bekam, wenn ich zu Hause gewesen war. Die Situation zu Hause war einfach zu emotional belastet (Schuldgefühle wegen der Mutter oder von ihr provoziert aber auch Aggressionen etc.).

Glücklicherweise werden alle älter und gelassener und mittlerweile fahre ich echt gerne zu meiner Familie. Aber das war ein ganz schön langer (Betonung liegt auf lang - ich glaube es waren 14 Jahre - hoffentlich wird das bei dir kürzer, liebe Cola) Kampf. Mit Familie ging es nicht und ohne auch nicht. Pest oder Colera?

Von daher kann ich jeden verstehen, der sich schwer damit tut, sich von einem kranken Elternteil abzunabeln. Aber abnabeln muss man sich - sonst geht man selbst leider unter.

So long,

Dagmar

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