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pinkustrawberry

MS und jobsuche

18 posts in this topic

Hallo :-) Ich bin im moment auf jobsuche ,habe auch bald ein vorstellungs gespräch erstmal für einen Aushilfsjob .

Und bin mir etwas unsicher ob ich halt von anfang an sage das ich chronisch krank bin wenn ich irgendwo anfange .

Ich habe aber Angst das meine diagnose direkt ein Ausschlusskriterium ist ..

Wie macht ihr das bei Bewerbungen ? Spielt ihr mit offenen Karten oder behaltet ihr es für euch ( Solange es man vielleicht noch nicht ansieht , keine Einschränkung hat usw.)

Ich weiß auch garnicht wie ich das am besten sagen würde das ich halt ms habe :-/

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Du musst deine Krankheit nicht "beichten" wenn sie dich in deinem Arbeitsumfeld nicht einschränkt. Heute, nachdem ich so einiges bei meinem Arbeitgeber erlebt habe (war zum Zeitpunkt der Diagnose aber schon 19 Jahre dort) würde ich so lange wie möglich mit der Offenbarung warten.

Falls du einen SBA hast, kannst du ohne dessen Bekanntgabe in der Personalabteilung, keinen Anspruch auf die dir dadurch zustehenden Urlaubstage, beanspruchen.

Dir alles Gute

Anne

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Hallo,

ich stehe nun bald auch wieder vor dem gleichen "Problem". Vorstellungsgespräch Mitte diesen Monats als Schulsekretärin.

Habe durch die MS Einschränkungen im Kognitiven Bereich und Bildschirmarbeit macht mir wegen meinen Sehproblemen mittlerweile arge Probleme. Bin also "top geeignet" für diesen Job ;) :D

Schwerbehindertenprozente habe ich bisher "nur" auf meine teilversteifte Wirbelsäule. Von meiner MS weiß ich ja erst seit wenigen Monaten. Durch die Teilversteifte Wirbelsäule habe ich auch noch Probleme bei dauerhaft sitzenden Tätigkeiten und allgemein Konzentrationsprobleme durch chronische Schmerzen und meine diversen Medikamente.

Hmm... eigentlich vertrete ich die recht altmodische Einstellung, dass ich dem Arbeitgeber gegenüber ehrlich bin, damit er sich hinterher nicht beschweren kann. Aber wenn ich das wäre, könnte ich mir das Vorstellungsgespräch höchstwarscheinlich gleich schenken :wacko:

Meiner Erfahrung nach gibt es leider nur noch sehr wenige Chefs, die sich der sozialen Verantwortung stellen und auch uns "Eingeschränkten" eine Chance geben und in Kauf nehmen, dass wir vielleicht etwas langsamer oder weniger belastbarer sind als die Anderen. Wobei das ja längst nicht bei Jedem der Fall ist. Aber die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist nunmal sehr groß...

Ich hatte mich, in diesem Fall (Öffentlicher Dienst) als Schwerbehinderte beworben (Öffentlicher Dienst muss Schwerbehinderte Beweber grundsätzlich laut §.... zum Vorstellungsgespräch einladen ;)), werde aber, wenn dies angesprochen wird, nur meine Wirbelsäulengeschichte preis geben. Und zwar nach dem Motto: ich habe die Prozente weil ich etwas Metall im Rücken habe. Das stört aber nicht weiter. Ich benötige nur einen vernünftigen Bürostuhl und muss zwischendurch mal aufstehen können usw. Habe mir mit der Zeit eine feste Geschichte dazu rund um meinen Lebenslauf gewoben (immerhin wurde dieser durch die WS-Geschichte stark beeinflusst) die dann zum Ausdruck bringen soll, dass ich was wegstecken kann und trotzdem immer am Ball bleibe und extrem anpassungsfähig bin und unbedingt arbeiten will und kann und gaaanz Wichtig: alles garkein Problem ist! Hab zwar die Prozente aber ansonsten kein Problem! Im Gegenteil: Dadurch besteht die Möglichkeit für den Arbeitgeber, einen Eingliederungszuschuss vom Amt für mich einzusacken! :D

Ob sie mir das abkaufen bleibt denen dann überlassen.

Und das, obwohl ich es doch besser weiß und es mir innerlich gegen den Strich geht, zu lügen. Oder sagen wir lieber: etwas zu beschönigen  B) 

Das ist halt immer ein schmaler Grad, auf dem ich balanciere und es ist auch leider schon oft in die Hose gegangen. Ein falscher Satz und das wars....

Und wenn sie mich dann einstellen und ich falle wegen eines Schubes aus, kann ich es entweder auf meinen Rücken oder eine Erkältung o.ä. schieben oder irgendwann dann ganz überrascht tun: Oh! Ich hab MS! :o

Ja... ich hasse es selbst und, wie gesagt, es geht absolut gegen meine persönliche Einstellung...

Aber meist ist mein "Rücken" und der dadurch begründete, etwas unnormale, Lebenslauf schon mein "Aus". Wenn ich denen Dann noch mit MS käme....

Also ich werde die MS bei diesem Gespräch def. noch nicht erwähnen (auch wenn es mir bestimmt auf der Zunge liegt und ich mich dabei nicht wohl fühlen werde) und hoffen, dass ich den Job bekomme und eine Zeit ohne Ausfall durchhalte.

Letztendlich werde ich das aber bei jedem Vorstellungsgespräch wieder neu entscheiden (müssen).

Hätte ich jedoch noch keine offiziellen Schwerbehindertenprozente, würde ich wohl nichtmal meinen Rücken erwähnen, geschweige denn die MS.

Bei Stellenanzeigen, in denen nicht speziell auf die Bevorzugung schwerbehinderter Bewerber hingewiesen wird, oder allgemein bei "kleinen" Unternehmen, erwähne ich meine Prozente in der Bewerbung noch nicht. Erst im Vorstellungsgespräch lass ich sie dann möglichst schonend ins Gespräch einfließen. Quasi zwangsweise, weil ich sonst meinen konfusen Lebenslauf nicht erklären kann...

Hach... Ich befürchte das hilft dir jetzt nicht wirklich weiter? Ist halt schwierig, weil Jeder selbst für sich rausfinden muss, wieviel er preisgeben will, ob er die Karten auf den Tisch legen möchte oder lieber nicht, ob er das Verschweigen auch sich selbst gegenüber vertreten will und kann usw.

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Tardis,

meinst du denn, dass du glücklich würdest mit der Stelle als Schulsekretärin?

Wenn du Probleme mit Bildschirmarbeit und kognitive Einschränkungen hast, ist es nicht unwahrscheinlich, dass du Stress bekommst.

Es geht doch nicht nur darum, irgendwie einen Job zu bekommen, sondern er muss auch passen. Der Chef stellt dich nicht aus sozialer Verantwortung ein, sondern weil er erwartet, dass du die anliegende Arbeit in deiner Arbeitszeit schaffst, sonst kriegst du Probleme, mit ihm und auch mit Kollegen, die evtl. einen Teil deiner Arbeit mitmachen müssen, vor allem wenn sie den Grund nicht kennen, warum du vielleicht nicht immer so leistungsfähig bist. Dass sich das dann positiv auf dich auswirkt, bezweifle ich.

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Hallo zusammen,

mir hat meine Ärztin geraten nichts zu sagen,aber ich bin ein ehrlicher Mensch und habe es meinem derzeitigen Arbeitgeber sofort bekannt gegeben,da sich durch die MS für mich und mein Arbeitsfeld Einschränkungen ergeben haben.

Leider kam es zur Stresssituation aufgrund meiner Bekanntgabe(kein Verständnis für Arbeitsplatzänderung) und seither bin ich nicht mehr arbeiten gewesen,da ich eine Gangstörung habe und nicht mehr Sechs bis sieben Stunden auf den Beinen bleiben kann.

Im Dezember gehe ich auf Reha und danach sehen wir weiter.

Aufgrund meiner Gangstörung würde ich auch bei jedem anderen Job von vorneherein die Wahrheit sagen!

Lg Beate

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Hallo Tournesol,

nunja, beruflich habe ich, im Laufe meines Lebens, mittlerweile viele vollkommen unterschiedliche Jobs ausprobiert und in jedem Job habe ich mit irgendwelchen Einschränkungen zu kämpfen, die ich dann immer versuche möglichst irgendwie zu kompensieren (bin z.B. die Königin der Post-It Zettel ;) ).

Ja, Schulsekretärin kann schon ein schöner Job sein...

Aber, ob mir eine Arbeit an sich Freude machen würde, frage ich mich eigentlich schon garnicht mehr. Wichtiger sind mir eigentlich ein gutes Arbeitsklima und ein netter Kollegenkreis. Das macht die Kompensation der eigenen Einschränkungen wesentlich leichter. Nur leider weiß man nie vorher, wie die Kollegen und das Arbeitsklima sein werden. Deshalb, und da ich selbst wirklich keine Ahnung mehr habe, welcher Job "der richtige" für mich und meine Einschränkungen ist, bewerb ich mich auf alles Mögliche und hoffe einfach, dass ich den richtigen Arbeitsplatz irgendwann finde oder zumindest wieder eine Zeit lang mein eigenes Geld verdiene.

 

Momentan bin ich in dieser Hinsicht ziemlich beunruhigt, da das Leben mit Hartz IV, ohne selbst irgendwelche Rücklagen zu haben, mich mindestens genauso stresst wie ein Job, in dem ich vielleicht nicht 100% glücklich binoder der nicht 100% zu meinem Leistungspotenzial passt. Wer weiß, vielleicht ist es auch genau der richtige Job, vielleicht aber auch nicht. Bloß wenn ich es nicht versuche, werde ich es niemals rausfinden. Und wenn es dann in die Hose geht, geht es halt in die Hose.

Aber erstmal muss ich ja überhaupt die Chance bekommen, dies auszutesten. Und wenn ich dann gleich beim Vorstellungsgespräch sage, dass ich eine operierte Wirbelsäule UND chronische Schmerzen UND auch noch MS mit diversen Einschränkungen habe... Nee... Dann dreht sich schnell das ganze Vorstellungsgespräch um Krankheit :wacko: Und das ist ein No-Go. Ich stell mir dann vor, ich säße auf der anderen Seite vom Tisch... Hmm, wie wäre meine Entscheidung dann...?  <_< Vor allem stehe ich ja noch ganz am Anfang in Sachen MS. Ich versuche das Ganze ja selbst noch zu verstehen und bestehende Einschränkungen zuzuordnen. Denen dann überzeugend die ganze MS-Sache zu erklären ohne dass es negativ rüber kommt, traue ich mir echt noch nicht zu. Mit meiner Rückengeschichte hab ich ja schon Übung B)

Wenn ich irgendwann mal Prozente auf die MS habe, kann ich mir überlegen, ob ich dann eher die MS erwähne und den Rücken weg lasse... "Jeder kennt ja Jemanden mit MS" und "die kommen alle super damit klar" usw. ;) 

Aber vorerst (bei diesem Vorstellungsgespräch) werde ich wohl stillschweigen darüber halten und zusehen, dass ich irgendwie erstmal wieder ans Arbeiten komme. Bevor ich ganz den Anschluss verliere oder komplett bankrott laufe.

Und vielleicht fällt mir ja auch irgendwann der richtige Job, der 100%ig zu meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten passt ein. Ich geb die Hoffnung ja trotzdem nicht auf :)

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Dann wünsche ich dir viel Erfolg für deine Bewerbung! Die 1. Hürde hast du ja schon genommen, wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest.

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Danke :)

Bin schon gespannt, wie es diesmal läuft. Aber ist ja noch 1 Woche hin...

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Wollte doch noch berichten, wie es lief....

Also die Frage ob ich die MS nun angebe oder nicht, hat sich garnicht gestellt. Die wollten nichts genaues zu meiner Schwerbehinderung wissen, ausßer, ob ich irgendwelche Hilfmittel benötige. Habe, wie gehabt, einen "vernünftigen" Bürostuhl angegeben.

Und meine Schwerbehinderungsbescheinigung(en) wollten sie haben. Dort steht jedoch nur meine Teilversteifte Wirbelsule und chronische Kopfschmerzen aufgeführt.

Vor Antritt der Stelle hätte ich jedoch einen Gesundheitscheck über mich ergehen lasen müssen... Und da dieser meist ein Drogen-Screening beinhaltet,  hätte ich die MS dann wohl angegeben, da ich nicht weiß, in wieweit meine Medikamente (vor allem Copaxone?) im Blut nachweisbar sind oder die Blutwerte beeinflussen.

Leider habe  ich dann aber nur "Platz 2" belegt :sad:, die Stelle also nicht bekommen habe, somit hat sich die Fragestellung von selbst erledigt. :wink:

 

Nächste Woche kommt schon das nächste Vorstellungsgespräch.... Hoffe die haken auch nicht genauer nach.

 

Pinkustrawberry: wie lief es denn bei dir? Hattest du dein Vorstellungsgespräch schon?

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um 1.12.2016 um 14:21, Tardis hat geschrieben:

Wollte doch noch berichten, wie es lief....

Also die Frage ob ich die MS nun angebe oder nicht, hat sich garnicht gestellt. Die wollten nichts genaues zu meiner Schwerbehinderung wissen, ausßer, ob ich irgendwelche

Vor Antritt der Stelle hätte ich jedoch einen Gesundheitscheck über mich ergehen lasen müssen... Und da dieser meist ein Drogen-Screening beinhaltet,  hätte ich die MS dann wohl angegeben, da ich nicht weiß, in wieweit meine Medikamente (vor allem Copaxone?) im Blut nachweisbar sind oder die Blutwerte beeinflussen.

 

hallo,

woher weißt du das mit dem drogen screening?

das habe ich noch nie gehört, das sowas gemacht wird! ich frage mich gerade, ob man dazu nicht eine zustimmung von klienten braucht.....

ich habe viele jahre in öffentlichen dienst gearbeitet, und bei mir wurde nie ein screening gemacht.

finde sowas ohne gefragt zu werden, echt dreist!

naja, habe die tage auch ein vorstellungsgespräch. ich habe einen gdb von 90. ich hoffe, ich werde nicht danach gefragt, da es nur ein minijob ist.

 

 

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Hallo Aorta,

ich habe einige Jahre in der Anmeldung des Werksärztlichen Dienstes eines großen Chemiekonzerns gearbeitet. Dort wurde bei Neueinstellungen grundsätzlich neben Seh- und Hörtest auch ein Drogentest gemacht. Klar musste der Klient bzw. Bewerber sein schriftliches Einverständnis geben und es wurde nicht "heimlich" gemacht. Man konnte das Drogen-screening ja auch ablehnen... aber dann stand man gleich in Verdacht und wurde dementsprechend abgelehnt :wink:

Ob im öffentlichen Dienst nun auch direkt Drogen-screenings gemacht werden oder Blut und Urin anderweitig untersucht wird oder man halt nur befragt wird, weiß ich natürlich nicht.  Falls ja, würde ich lieber alle meine Medis angeben und dementsprechend würde dann wohl auch die MS zur Sprache kommen.

Ok.... der Sehtest (falls es eine Untersuchung für die Eignung für einen Bildschirmarbeitsplatz sein würde) würde für mich auch noch eine Hürde darstellen, da meine Sehstärke quasi täglich wechselt und im allgemeinen mir das Lesen ja Probleme bereitet...

Das nächste Vorst.gespräch ist wieder im ö.D. Bin schon so gespannt, wie es diesmal abläuft.

Ach was. Positiv denken! Wird schon! :smile:

 

Ich denke mal für einen Minijob werden die nicht allzu viel aus dir herausquetschen wollen. Evtl. warum dir ein Minijob "genügt" und warum du keine Vollzeitanstellung anstrebst oder ob der Minijob für dich nur eine Notlösung ist und du, sobald du einen "besseren" Job findest, wieder kündigst und die neu suchen müssen....

Weißt du schon, wie solche Fragen beantworten würdest? Würdest du hiebei die MS als Begründung angeben? Oder irgendeinen anderen Grund suchen?

In solchen Fällen bin ich immer so hin und her gerissen weil ich eigentlich ehrlich sein will aber halt Angst habe, dass ich mit meinen Diagnosen sofort alle verschrecke...

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um Thursday, December 01, 2016 um 14:21, Tardis hat geschrieben:

Wollte doch noch berichten, wie es lief....

Also die Frage ob ich die MS nun angebe oder nicht, hat sich garnicht gestellt. Die wollten nichts genaues zu meiner Schwerbehinderung wissen, ausßer, ob ich irgendwelche Hilfmittel benötige. Habe, wie gehabt, einen "vernünftigen" Bürostuhl angegeben.

Und meine Schwerbehinderungsbescheinigung(en) wollten sie haben. Dort steht jedoch nur meine Teilversteifte Wirbelsule und chronische Kopfschmerzen aufgeführt.

Vor Antritt der Stelle hätte ich jedoch einen Gesundheitscheck über mich ergehen lasen müssen... Und da dieser meist ein Drogen-Screening beinhaltet,  hätte ich die MS dann wohl angegeben, da ich nicht weiß, in wieweit meine Medikamente (vor allem Copaxone?) im Blut nachweisbar sind oder die Blutwerte beeinflussen.

Leider habe  ich dann aber nur "Platz 2" belegt :sad:, die Stelle also nicht bekommen habe, somit hat sich die Fragestellung von selbst erledigt. :wink:

 

Nächste Woche kommt schon das nächste Vorstellungsgespräch.... Hoffe die haken auch nicht genauer nach.

 

Pinkustrawberry: wie lief es denn bei dir? Hattest du dein Vorstellungsgespräch schon?

 

Hallo Tardis,

 

also, wenn bei dir noch einmal so ein Bluttest gemacht wird, würde ich die MS und das Cop nicht angeben. Wenn deine Werte lt. Neuro so immer im Normbereich liegen, dann glaub ich nicht, dass die speziell nach solchen Medis gucken. Und Cop steht nun auch nicht auf der BTM Liste. D.h. bei nem "Drogenscreening" wird es nicht auffallen.

 

Und wenn du noch einmal deinen Zettel wegen der Schwerbehinderung abgibst: du kannst alles worauf du die Schwerbehinderung hast ( d.h. sämtliche Diagnosen, die dort aufgeführt sind ) auch schwärzen. Hab ich bei mir auch gemacht und es hat keiner gefragt. Und solang die MS deine Arbeit nicht einschränkt, musst du sie eh nicht angeben.

Welchen GdB hast du ? Wenn du einen Ausweis hast, kannst auch einfach davon eine Kopie machen. Da steht eh keine Diagnose/Beeinträchtigung drauf.

Ich drück dir die Daumen, dass es diesmal klappt ;-)

Schönen Abend noch, LG Zebra 

 

 

 

 

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 Hallo Zebra,

ich habe einen GdB von 40 mit Gleichstellung (alles wegen teilversteifter WS; Verschlimmerungsantrag wegen MS habe ich noch nicht gestellt).

Demnach muss ich immer den Bescheid für die 40% und den Gleichstellungs-Bescheid einreichen. Die Diagnosen schwärze ich auch immer.  Wenn die es genau wissen wollen, können die mich ja fragen :wink:

 

Copaxone habe ich ja nun letzte Woche abgesetzt und starte demnächst (sobald mein momentaner Kreislauf und der Schwindel besser werden) mit Aubagio. Mein Neuro hat azu letzte Woche zum ersten Mal mein Blut kontrolliert. Die Werte sollen "soweit in Ordnung" sein und ich könne mit Aubagio starten sobald es mir allgemein besser geht... Hoffe dann einfach mal, dass ich keine auffälligen Blutwerte habe und gebe nur meine Standard-Medis (wegen "Rücken") an, falls ich dann tatsächlich mal zu nem Gesundheitscheck muss.

Blöderweise habe ich ja Einschränkungen wegen den Begleiterscheinungen der MS. Vor allem Sehtechnisch, also Bildschirmarbeit, strengt meine Augen und mich extrem an. Vor meinen Konzentrationsproblemen garnicht zu reden... Im Moment ärgert mich auch wieder akut mein lieber Schwindel...  Daher wäre ein Bildschirmarbeitsplatz für mich eigentlich eh nichts, aber solange ich keine Alternative weiß, bewerbe ich mich, als gelehrnte Kauffrau für Bürokommunikation, auf Bürojobs.

Morgen kann ich erst das Ergebnis des Vorst.gesprächs von letzter Woche abfragen und dann am Nachmittag zum nächsten Vorstellungsgespräch :biggrin: im ö.D. Wenigstens diesmal in einer anderen Stadt :biggrin:

Morgen ist es wieder ein Job als Schulsekretärin. Und nur 50% Arbeitszeit...direkt in der Nachbarstadt. Vielleicht würde das ja sogar gehen... OK. In den Pausen ist high live im Sekretariat, aber zwischen den Pausen kann man sich dann meist wieder "sortieren" (zumindest war es damals so, als ich Schulsekretärin an einem Gymnasium war).... Versuchen muss ich es.

Mir fällt momentan auch echt kein Alternativ-Job ein... Entwerder mann muss körperlich Arbeiten (blöd wegen meinem Rücken) oder geisig (blöd wegen MS)... Das ist echt frustrierend... Darum halte ich erstmal am altbewährten fest und hoffe dass deren Anforderungen und meine "Produktionsstärke" zueinander passen :wink:

Ich hatte für die Jobsuche schon "Unterstützung" von einem Eingliederungshelfer, der vom Jobcenter beauftragt wurde. Der hat meine Einschränkungen aber ignoriert (oder nur belächelt nach dem Motto: stellen Sie sich mal nicht so an :angry:) und sich auch nur auf Bürojobs für mich versteift. Nachdem ich dann meine Diagnose: MS hatte, hat er nur noch 1x die woche mit mir die Jobbörse des A-Amtes durchgeguckt (als ob ich das nicht selber könnte...) und ich durfte mir was zum Bewerben raussuchen... oder auch nicht. War ihm ziemlich egal.

Bin heilfroh, dass ich den jetzt los bin und: -Ja. Werde mich beim nächsten Termin mit meinem Fallmanager über ihn beschweren-

Aber jetzt denke ich erstmal an morgen und hoffe das Beste.

Tschacka!!! :laugh:

 

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So. Nu hab ich den Salat.... :blink::biggrin:

Ich hab den Job, bei dem ich das Ergebnis noch telefonisch abfragen musste!

Am Donnerstag geht es schon los!

39 Std. die Woche, Ergänzungskraft an der Ausländerbehörde, erstmal befristet auf 3 Mon, mit der Aussicht auf nochmal 3 Mon. Besser als nichts.

Meine Gefühle sind jedoch gespanlten. Einerseits freue ich mich endlich mal wieder beruflich tätig zu werden und die Chance zu haben, für mich selbst zu testen, was überhaupt noch geht. Und dadurch, dass ich jetzt so schnell anfangen soll, ist glücklicherweise der Gesundheitscheck weggefallen :wink: OK.. Bei einer Befristung auf 3 Mon. ist das wohl wurscht.

Andererseits kämpfe ich nach wie vor mit meinem Schwindel, meine Augen mögen immer noch keine Bildschirmarbeit und ich bin allgemein nicht wirklich fit. Morgens seh ich aus wie ein Zombie alla Walking death :wacko::biggrin:

Mein Hausarzt befürchtet ein bisschen, dass grade jetzt wieder eine Entzündung im Hirn aktiv wird und hat mir vorsichtshalber ein wenig Kortison gespritzt... hat leider nicht viel bewirkt, außer dass ich 2 Std. später totmüde geworden bin. Heute spritzt er evtl. nochmal was... mal sehen. Wir wollten heute auch eigentlich mit ner B12 Kur beginnen... Eisentabletten darf ich auch wieder schlucken. Das erfreut meinen Magen-Darmtrackt immer besonders. Aber vielleicht bekomm ich dann bald wieder "etwas Farbe im Gesicht".

Ach ja. Meinem Neuro hab ich beim letzten Termin (und auch der MS-Schwester der Praxis per Telefon) von der erneuten zunahme des Schwindels berichtet. Aber es wird immer nur zur Kenntnis genommen und vermerkt. Hat mir also nicht wirklich weiter geholfen. Da bin ich froh, dass wenigstens mein Hausarzt versucht mich mit seinen Möglichkeiten fit für den Job zu kriegen. Immerhin warte ich schon 2 Jahre auf so eine Chance... und bin jung und brauch das Geld... :biggrin:

Und da ich noch nicht mit Aubagio angefangen habe und nun, für diese 3 Mon. auch nicht das Risiko eingehen will, wegen eventueller Nebenwirkungen auszufallen, hole ich mich gleich vom Neuro ein neues Rezept für Cop 40. Auch wenn meine Haut das Zeug kaum noch aufnimmt, ist es besser Cop zu spritzen als jetzt 3 Mon. garnichts zu nehmen. Freue mich nicht besonders aufs Spritzen aber was solls. Muss ich halt wieder durch. Ich rede meiner Haut mal gut zu. Vielleicht hört sie ja jetzt auf mich und nimmt das Zeug wieder auf. Ohne Schmerzen, ohne Beulen und ohne kleine Springbrunnen an der Einstichstelle... :wacko:

Oh mann. Dann also ab Donnerstag früh aufstehen (ich stell mir mal vorsichtshalber 3 Wecker :wink:) und malochen.... Doch, irgendwie freu ich mich ja wirklich... aber es macht mich halt auch nervös weil ich noch nicht weiß, was ich dort überhaupt für Aufgaben bekomme (viel Bildschirmarbeit oder doch eher Papierakten stemmen?) und wie gut ich sie bewältigen kann... gleichzeitig versuch ich möglichst die Nervosität abzubauen, damit ich dort nicht gleich in Stress gerate und dann garnicht mehr denken kann... Wie das so ist, vor Antritt eines neuen Jobs... Aaargh! Warum kann nicht einfach schon Donnerstag sein!? :biggrin: Wenn man den blöden ersten Tag hinter sich hat und weiß, woran man ist, wirds gleich leichter. Zum Glück fangen wir gleich zu mehreren am Donnerstag neu an. Bin ich nicht die einzige "Neue".

Drückt mir die Daumen, dass ich und meine Freunde "MS", "Wirbelsäule-Dauerschmerz" und "doofe Augen" friedlich zusammenlebend diese zumindest 3 Mon. gut überstehen und mich für weitere 3 Mon. qualifizieren :wink:

Tschacka....????

TSCHACKA!!! :ph34r:

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So. Ich wollte eigentlich schon länger Bericht erstatten, war aber nach der Abreit immer viel zu platt zum schreiben.

Aber jetzt:

Also... die Kollegen und die Chefin sind total nett, die Arbeit ist leicht (geistig gesehen) und ich kann sie mir fast komplett selbst einteilen, mit mir haben 5 Kolleginnen und ein Kollege am gleichen Tag neu angefangen (ist man nicht die einzige "Neue") und alles lief 1 Monat richtig gut.

Dann schlug die MS zu. :wacko:

Schub. Massiver Schwindel, keine Konzentration mehr möglich, unscharfes Sehen, das Gefühl beim Gehen und Zugfahren Seekrank zu werden...    1 Woche habe ich damit noch gearbeitet. Dann ging es wirklich nicht mehr  und ich musste die Reißleine ziehen und zum Arzt gehen.

Es folgten 3 Tage Cortison und nun bin ich schon seit 3 Wochen krank geschrieben und es wird nicht wirklich besser. Was ne Sch....

Meiner Chefin habe ich direkt erklärt dass ich MS habe, es noch nicht so lange weiß und gehofft habe, dass die "Sache" mit dem letzten Schub und der letzten Schubtherapie erstmal erledigt wäre usw. Sie hat sehr verständnisvoll reagiert (puh!). Ich solle in Ruhe gesund werden und dann wieder kommen.

Und jetzt sitze ich hier und warte und hoffe, dass die Symptome besser werden.... Und das nicht doch noch plötzlich eine Kündigung ins Haus flattert... Aber OK. Dann hätte ich es zumindest versucht und es hat halt nicht sollen sein.

Plan ist nun: ruhe bewahren, entspannen und erholen und dann evtl. Chefin fragen ob ich die Stundenzahl für die verbleibende Zeit auf 30 Std. runtersetzen kann? Vielleicht würde mir das schon helfen? Das gäbe zwar weniger Geld aber immernoch mehr als Hartz IV und außerdem fühl ich mich dort so wohl und genieße es ja (eigentlich), wieder produktiv tätig zu sein. Zumindest, wenn Kopf und Körper wieder mitspielen, wie am Anfang... :allesgut:

Aber ganz ehrlich? Ich würde die MS grade am liebsten an die Wand klatschen! :angry: Diese blöde Kuh....

Oder wie bei "Gremlins": sie einfach in die Mikrowelle sperren und dann volle Kanne aufdrehen...platsch! :biggrin:

 

Also wenn Jemand grade einen gedrückten Daumen für mich über hat, dass ich den Job behalte und ganz bald wieder fit genug zum arbeiten bin, gerne her damit. Könnte ich grade gut gebrauchen :happy:

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Hallo Tardis,

Deine Strategie klingt gut. Wirf sie gedanklich an die Wand, setzte sie ins Boot - vielleicht wird auch sie seekrank - wäre nur fair... (sehe gerade eine grünebleiche kotzende MS vor meinem geistigen Auge).

Ansonsten drücke ich Dir alle Daumen und Fußzehen, dass es Dir möglichst schnell besser geht. Vielleicht kannst Du Dich irgendwie ablenken, dass Du nicht nur Warten und Nachspüren mußt ob´s besser ist.

So und jetzt kommt noch ein gaaanz großes Paket positive Energie, Sonnenschein und all das was Dir hilft damit Du dich gut fühlst....

Liebe Grüße

Birgit

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Hallo Tardis!

Während einer Krankmeldung darf man nicht gekündigt werden, erst danach - von daher versuch zu entspannen.

Dir alles Gute

Anne

P.S. Bist du beim HNO gewesen um den Schwindel begutachten zu lassen? Man kann auch Läuse und Flöhe haben (war bei mir auf jeden FAll so).

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Hallo Tardis, 

hab deine "Geschichte" gerade mit Interesse gelesen und finde es ganz toll, dass du dich trotz deiner gesundheitlichen Probleme versuchst nicht unterkriegen zu lassen !!!! 

Ich drück dir ganz ganz fest die Daumen, dass der Schub schnell vorbei ist, du den Job behältst und dich die MS dann lange in Ruhe lässt !!!!!!!! 

Alles Gute !!! 

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