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Nicolenino

Mein Leben steht auf der Stelle

5 posts in this topic

 


 

Oft hab ich von Betroffenen gelesen

"die ms ist das beste ,was mir je passieren konnte,mein Leben ist so viel besser geworden,ich weiss endlich zu schätzen was ich hab und mach das beste aus meinem Leben. "

Das mag sicher nicht auf jeden Zutreffen!
Wieso schaff ich das nicht,in meinem Leben bleibt von Jahr zu Jahr alles gleich.Ich leb von Jahr zu Jahr so vor mich hin und alles bleibt gleich,als wäre ich in nem Hamsterrad.Ich nehm mir durchaus Dinge vor,nur sind diese schneller verworfen,als ich überhaupt damit angefangen hab.ich dachte wirklich,die MS ist ne chance für mich,irgendwas zu ändern ,mich zu verändern.Doch alles bleibt dasselbe,ich bleib dieselbe.
Für mich gibt es momentan und allgemein nur eine Möglichkeit und die vermag ich garnicht auszusprechen...

Ich wäre so gern einfach glücklich,hätte ein unbeschwertes Leben und müsste mich nicht mit dem ganzen Mist in meinem Leben rumschlagen.

Nach der Schule dachte ich echt alles wird gut,doch seit Ausbildungsbeginn 9/16 geht es alles wieder bergab....

 

Diagnose seit 11/15

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Hallo Nicolenino,

hm... vllt. ist genau das das Problem. Du erwartest, dass die MS etwas ändert. Ich vermute, das wird sie noch früh genug. Aber die Leute, die oben genanntes Zitat benutzen, meinen oft nicht, dass die MS etwas verändert hat, sondern dass sie etwas verändert haben. Die MS war nur der Stein des Anstoßes, die Veränderung selbst kam durch die Menschen.

 

Es ist schwierig, wenn man eine Situation nicht kennt, so wie ich/wir deine Situation nicht kennen. Du scheinst recht jung zu sein (Ausbildungsbeginn dieses Jahr), da dürfte sich doch einiges verändert haben. Man möchte meinen, dass du gezwungenermaßen aus einem stupiden Schülerdasein gerissen wurdest. Ich meine Ausbildung bedeutet ja oft auch Auszug von daheim, neue Leute, plötzlich hat man eigens Geld und damit eigene Verpflichtungen... aber vermutlich ist das auch nicht, was du meinst, wenn du sagst du fühlst dich wie im Hamsterrad.

 

Du sagst, du wärst gern einfach glücklich. Was macht dich denn unglücklich. Welcher Mist geht in deinem Leben vor sich, dass du dich unglücklich fühlst?

 

Vielleicht sitzt du aber auch in dem bekannten Loch. Das kann die MS auch auslösen. Gut wäre, wenn du dir dafür professionelle Hilfe suchst, denn oft hilft das sehr.

 

Schreib doch mal!

 

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und jeden Tag einen Lichtblick und wenns nur ein Buttercroissant am morgen ist ;)

 

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Erstmal vielen dank für die Antwort

 

Lebe noch bei meinen Eltern und ja bin direkt aus der Schule in die Ausbildung.

Irgendwie läuft jedes jahr gleich ab,Im Herbst/Winter gehts mir nicht so gut und das zieht sich dann immer son bisschen hin und ist dann wieder weg,gefühlt verändert sich nichts ich werd nicht glücklicher(Zeitweise schon),zieh mich selbst runter,bin nicht selbstbewusster geworden.Ausserdem zieh ich mich momentan irgendwie zurück und hab kein bock irgendwas im Haushalt mitzuhelfen,würde manchmal echt nur in meinem Zimmer bleiben und für mich allein irgendwas tun.Das führt natürlich zu Stress und Streit.Ständig mach ich irgendwas falsch,gutes hat keine Wertigkeit oder wird nur still hingenommen und der kleinste Fehler,dann gehts aber ab.

Mit Hamsterrad meine Ich ,ich versuch jedes jahr irgendwas zu ändern mehr sport ,endlich abnehmen und so viel anderes doch gebe auf und jedes jahr der selbe scheiss.

Mir wurde schon ziemlich oft geraten prof. Hilfe anzunehmen,doch wann soll ich das tun wenn ich vormittags arbeite und dann noch hobbys hab?Ausserdem kann ich nicht mal ehrlich zu meinen Eltern sein,was meine Gefühle angeht und wenn mich mein Ausbilder fragt wie es mir geht,dann sag ich nie die Wahrheit,obwohl ich gern mit jemand über  alles reden will,weil eben nicht alles gut ist.Ich war mal beim Psychologen,doch nie freiwillig meine Eltern wollten das und ich habe die Meinung vertreten,dass ich das nicht will und nicht brauche.Jz denke ich anders darüber....

Meine Eltern meinten mal ich hätte die MS ziemlich oft als Ausrede genutzt in meiner Realschulzeit und dass tut irgendwie weh und macht mich sauer,weil es eben nicht so wahr und sie die Umstände nicht wissen,doch wenn ich ihnen zu der Zeit davon erzählt hatte,wurde es runtergeredet und das ich Angst hatte und Abends geweint hab,hat man auch nicht gemerkt.Erst als es ganz dicke kam,war die Interesse da.Hatte zur Prüfungszeit stress mit ner Freundin,und dadurch mit dem Direktor und musste auch zur Polizei.Ich hab echt gedacht ich schaff meinen Erweiterten Realschulabschluss nicht,weil mir das alles zu viel war.Aber davon wollten meine Eltern nichts wissen.Und dadurch hab  ich halt mal öfter gefehlt und nur deshalb!

Lg Nicolenino

 

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Guten Abend,

das hört sich ziemlich heftig nach einer depressivem Phase bei dir an - bitte sei so lieb und überlege mal, ob Du eine Verhaltenstherapie bei einem Psychologen machen möchtest. Das ist eine echt gute Sache und hilft ungemein. Das hat auch nichts mit Klappse oder so zu tun. Und lass dich nicht entmutigen, ruhig des Psycho auch zu wechseln nach der Schnupperstunde. Bei mir war es auch erst der Dritte, der passte. Also bitte, sprich mit dem Arzt Deines Vertrauens, Hausarzt oder Neuro, und frag, wen er dir empfehlen kann. Evtl. hast du da zwar eine Wartezeit, aber da musst du durch.

Als akute Hilfe bitte am Freitagabend, 18.11.2016 - Sascha Grammel auf RTL einschalten, vielleicht hilft das ein bisschen. Alles Gute .

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Hallo Nicolenino,

 

für mich hört sich das auch schwer nach mindestens einer depressiven Phase an. Warum? Wegen den vielen Abers. Ich würd ja gern aber. Mehr Sport, aber. Zurückziehen ist ebenso ein Hinweis. Und noch einige andere Dinge. Lass dir professionell helfen, jetzt bist du dazu bereit, also tu es. Wann? Na immer dann, wenn du sonst in deinem Zimmer deinen negativen Gedanken nachhängen würdest.

 

Zum Thema jedes Jahr läuft gleich ab.... du schreibst es eigentlich ganz schön... du ziehst dich SELBST runter, bist nicht SELBSTbewusster geworden... alles hat mit dir selbst zu tun. Du bist der Schlüssel zu deinem Problem. Lern dich selbst zu mögen, gönn dir schöne Dinge, es muss nichts großes sein und erinnere dich daran, dass auch ein lächelndes Gesicht morgens nicht selbstverständlich ist. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die das Leben schön machen.

 

Möglicherweise könnte dir auch helfen, selbstständiger zu werden. Hast du schonmal dran gedacht auszuziehen? Vielleicht wäre ja ne WG was für dich, die wäre nicht so teuer und man hat immer Leute um sich. Ich glaube, wenn es in der Familie auf Grund der Wohnsituation zu Stress kommt (was mir bei dir so scheint), dann sollte man versuchen sich voneinander zu lösen. Bevor es richtige Spuren hinterlässt und unlösbare Konflikte aufwallen.

 

Zu dem Hamsterrad... du sagst, du versuchst etwas zu ändern und gibst dann auf. Also scheint es dir ja nicht wichtig genug zu sein. Vielleicht liegt der Fehler darin sich krampfhaft etwas zu suchen, was man ändern will/muss. Und dann enttäuscht zu sein, weil man es nicht schafft, vemutlich weil das zu ändernde "Problem" garkein so schlimmes Problem ist?!

 

Und zum Thema MS als Ausrede benutzen... hm, ich kann ja nur für mich sprechen... aber mir fällt an mir selbst auf, dass ich schon das ein oder andere Mal meine MS vorschiebe um etwas nicht tun oder probieren zu müssen oder etwas zu entschuldigen, was keiner Entschuldigung bedarf. Möglicherweise gab es ja hier so einen Mischmasch aus MS auf der einen Seite und dem dahinter verstecken und anderen Dingen auf der anderen Seite. Vermutlich meinten deine Eltern es auch weniger böse, als du es aufgefasst hast. Ganz sicher solltest du dich nicht mit etwas belasten, was deine Eltern "mal" gesagt haben. Entweder du sprichst mit ihnen darüber oder du "vergisst" es, denn sonst wird es irgendwann zu etwas riesig großem und war im Zweifel nichtmal so annähernd so gemeint, wie du es aufgefasst hast.

 

Es ist sehr schwierig dir wirkliche Tipps zu geben, denn um ehrlich zu sein, so Phasen hatte ich auch, als ich noch jung war (oh Gott klingt das alt :D). Ich hatte zwar nie Stress mit meinen Eltern, aber vieles andere empfand ich ähnlich. Allerdings hab ich mich damit nicht wirklich beschäftigt und es einfach hingenommen und irgendwann hörte es einfach auf... zwangsläufig. Beruf, eigener Haushalt, die Erkenntnis, dass der Weltenschmerz nicht auf meinen Schultern lastet, sondern nur so viel, wie ich mir selbst aufbürde... irgendwie war es dann einfach weg. Vielleicht hatte ich auch bloß keine Zeit mehr , mich mit trüben Gedanken zu füttern, weil plötzlich musste ich halbtags studieren, den anderen halben Tag arbeiten und danach dann noch Versorgung und Haushaltsführung unterbringen. Ich weiß es nicht, aber ich erinnere mich sehr gut an die Gedankenwelt von damals, auch wenn ich sie mittlerweile schwerlich verstehe.

 

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