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Summersun

Muss man bei Ärtzen angeben, dass man MS hat?

5 posts in this topic

Hallo liebe Forummitglieder,

muss man bei Ärzten angeben, dass man an MS erkrankt ist?

Als ich letztes Jahr beim Zahnarzt war, sollte ich Änderungen zu meinen hinterlegten Daten in das Formular eintragen. Ich gab an, dass ich MS habe und bei der Medikamentenfrage, dass ich Copaxone spritze. Soweit so gut. ;-) Nun habe ich mir diesen Herbst eine Krone machen lassen und als die Rechnung dazu kam, wurde der 3,5 fache Satz berechnet, weil ich angeblich eine "eingeschränkte Zungenmotorik habe, sowie eine eingeschränkte Mundöffnung"! Ich hatte ein paar Jahre zuvor beim selben Zahnarzt ein Inlay bekommen, wo mit meinem Mund und meiner Zunge noch alles ok war. ;-)

Ich habe die Vermutung, dass durch die Angabe meiner MS nun einfach mehr an Kosten berechnet wird. Eine eingeschränkte Mundöffnung und Zungenmotorik kann bei MS ja zutreffen. Ich habe die zuständige Person für Rechnungen dann angesprochen, was mit meinem Mund und meiner Zunge nicht stimmen soll? Daraufhin wurde sie rot und meinte nur, dass ich das überhaupt nicht merken würde, wenn meine Zunge seltsame Dinge macht! :angry:

5 Wochen später war ich beim Frauenarzt. Da war ich auch schon bestimmt 3 Jahre nicht  mehr. Die Ärtzin fragte mich dann, ob es irgendwelche Neuigkeiten gibt oder Veränderungen, ich sagte nein. Dann fragte sie, ob ich Krankheiten dazu bekommen habe und ich verneinte erst, dann aber sagte ich, dass ich die MS Diagnose 2014 bekommen habe. Sie freute sich ganz offentsichtlich und sagte "na also, da habe wir doch was!"
 

Ich glaube nun, dass die Ärzte bei MS Patienten mehr verlangen können, somit einen höheren Satz berechnen können. Beim Frauenart ist mir das egal, aber bei einer Zahnkrone, die dann € 850,00 kostet, ist mir das nicht egal!

Nun eben meine Frage, muss ich das überhaupt angeben beim Arzt?

LG Summersun

 

 

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Hallo,

 

es kommt drauf an, ob du die richtige Behandlung haben möchtest. Wir sind alle keine Ärzte, man kann nie wissen, was für Wechselwirkungen bei Medikamentengaben eintreten können, sei es nun bezüglich der MS oder eben einer vorhandenen Medikation. Auch wissen wir nicht, welche Probleme die MS mit bestimmten Behandlungen machen kann etc.

 

Dementsprechend rate ich dir, gib es immer an.

 

Was die Rechnung des Zahnarztes angeht, würde ich ganz schlicht und ergreifend mit meinem Zahnarzt darüber reden. Wenn er der Meinung ist, mehr haben zu wollen, wegen einer angeblichen Problematik, die ich garnicht einsehe, dann würde ich die Rechnung anfechten. Und um zukünftig Stress zu vermeiden, würde ich den Zahnarzt wechseln.

Sicherlich kann es Einschränkungen, besonders in so speziellen Dingen geben, die wir garnicht wirklich wahrnehmen. Allerdings muss der Arzt das dann vorher mit dir besprechen und auch respektieren, wenn du eine zweite Meinung einholst. Ich persönlich habe nie einen Nachteil dadurch gehabt, dass ich meine MS bei den Ärzten angegeben habe. Nur wurde dann das ein oder andere Mal eben auch auf Eventualitäten hingewiesen, die ohne MS nicht hätten eintreten können.

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hast du keinen kosten/ heilplan vor der krone ekommen? da kann man ja ersehen, mit welchen faktor er abrechnet!

allerdings wenn du privat versichert bist, wird doch meistens beim zahnarzt mit 3,5 abgerechnet. mein alter zahnarzt wollte auch eine behandlung mit 3,5 abrechnen, ich habe ihn nach einsicht des heil und kosten plans gesagt, das mir das zu teuer wird! er hat dann netterweise mit dem normalen satz von 2,3 abgerechnet. das waren auch 400€ weniger.

rede mit ihm! am besten natürlich vor der behandlung!

 

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Ja Famous, da hast Du natürlich recht. Bestimmt ist es besser, wenn der behandelte Arzt Bescheid weiß. Ich hatte nach der Diagnose auch bei allen Ärzten die MS angegeben. Ich wurde nur jetzt etwas stutzig, weil mich das mit der "eingeschränkten Zungenmotorik und eingeschränkter Mundöffnung" echt geärgert hatte. Eine Freundin von mir ist Zahnärztin, allerdings hat sie ihre Praxis 250 km entfernt. Ich hatte bei ihr angefragt wegen der Zungenmotorik, weil ich mir auch etwas Sorgen gemacht hatte, ob vielleicht irgendwas nicht stimmt mit mir. Sie sagte, mein Zunge und mein Mund sind ganz normal, der andere Zahnarzt hat nur einen Grund gesucht um den Satz zu erhöhen.

Pilori, ich hatte natürlich einen Heil- und Kostenplan vorab erhalten. Ich hatte ihn nur leider nicht durchgelesen, weil ich die Krone recht kurzfristig wollte. ;-) Da bin ich natürlich auch selber schuld.
Mir geht es auch nicht unbedingt um das Geld, sondern die Tatsache, dass man mir eine eingeschränkte Zungenmotorik / Mundöffnung andichtet, obwohl ich das nicht habe.

 

Beim nächsten Zahnarztbesuch bin ich natürlich schlauer. ;-) Wenn allerdings wieder was größeres ansteht, gehe ich zu meiner Freundin. Ich war nur zu faul die Strecke zu fahren. 500 km hin- und zurück sind halt anstrengend für mich.

Ich danke Euch!

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Deine Freundin hat vollkommen Recht. Das passiert gesunden Menschen aber auch, auch wenn sie gesetzlich versichert sind. Ich persönlich würde sie darauf ansprechen und ihr auch klarmachen, dass das nicht ok ist. Du hast ja auch jederzeit die Möglichkeit sie bei der Ärztekammer zu melden. Streng genommen hat sie Betrug begangen, als nur wegen deiner Diagnose ohne wirkliche Einschränkung deine Rechnung erhöht hat.

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