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Mimango

Interferon oder Copaxone?

21 posts in this topic

Hallo zusammen

Ich bekam erst vor wenigen Tagen die Diagnose CIS und soll aus diesem Grund in der nächsten Zeit mit der Therapie beginnen.

Deswegen wollte ich euch mal fragen was ihr mir so empfehlen würdet, ob ich mit Copaxon oder mit Interferon beginnen soll.

Ich habe zwar nächste Woche noch einen Termin bei einem Arzt der mir alle Spritzen einmal vorstellt, trotzdem interessiert es mich, was andere so für Erfahrungen mit diesen Medikamenten gemacht haben.

Denn ich würde im Allgemeinen im Moment nach dem Lesen der einzelnen Informationsblättern von Rebif, Betaferon, Plegridy, Avonex und Copaxone zu Rebif tendieren, habe aber beim durchstöbern dieses Forums auch vermehrt gelesen, dass wenn man sich dieses Medikament sprizt, seine Leberwerte gerne einmal ein bisschen verrückt spielen. Deswegen wollte ich mich einfach einmal bei euch erkundigen, welches ihr mir selbst am besten empfehlen könnt bzw. mit welchem Medikament ihr begonnen habt.

 

Natürlich weiss ich aber auch, dass jeder Körper unterschiedlich auf die einzelnen Medikamente reagiert und das ich das endschlüssig für mich entscheiden muss. Trotzdem wäre ich euch wirklich dankbar für eine Antwort, da ich momentan ein wenig übergordert mit allem bin.

 

Vielen Dank und liebe Grüsse

Mirjam

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Hallo, Mit was Du beginnst, würde ich mit den

m Arzt absprechen, denn er wei? am besten was Du benötigst. Bei mir ist es schon ein paar Jahre her, aber ich hab mit dem Arzt ausführlich gesprochen und es kam für mich nur Copaxone in Frage. Wegen Herz- und Nierenerkrankungen, kann ich nichts anderes bekommen. Oder ich müsste jede Woche zur Nierenkontrolle bzw. Herzwertbestimmung. Es sind unterschiedliche Sachen zu beachten und da ist der Neurologe der richtige Ansprechpartner.  Entscheiden tust Du es am Ende , was und wie Du es nimmst.

Ich wünsche Die eine gute Entscheidung.

Liebe GRüße Sonnenschein2

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Hallo Mirjam,

spritze Copaxone 40mg vorher 20mg. Ich vertrage Cop sehr gut und habe seit Wirkungseintritt keinen Schub mehr. 6 Monate dauert es bis Cop richtig wirkt.

Nur 3mal in der Woche spritzen müssen ist eine echte Erleichterung. Verhärtungen, Rötungen etc. habe ich zwar auch, aber die gehen auch wieder zurück.

Beste Grüße

Plum

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Interessant zu wissen wäre, was dich beim Rebif eher anspricht als beim Copaxone ? Früher war es ja hauptsächlich das Argument, dass man Cop täglich spritzen musste. Aber nun reichen ja dreimal die Woche. Das ist glaub ich bei Rebif auch so,oder? 

Ich kenne bisher zwar nur Copaxone, aber für mich waren die Interferone aufgrund der häufig nach dem Spritzen auftretenden  grippeähnlichen Symptomatik keine Alternative. Hab oft gelesen dass Viele sich den ganzen nächsten Tag krank fühlen. Natürlich gibt es auch einige die keine Probleme haben.  Außerdem führen Interferone häufig zu Depressionen für die man bei MS eh anfällig ist. 

Mit eigenen Erfahrungen kann ich wie gesagt nicht dienen, das waren nur meine Ausschlusskriterien. Ich spritze Cop seit 2,5 Jahren.  Erst das 20er und jetzt das 40er. 

Es ist super wenn der Neuro dir nochmal alles ausführlich erklärt, aber es ist auf jeden Fall gut, wenn man selbst auch schon informiert ist und in etwa weiß was in Frage kommen würde. 

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Hallo Mirjam,

ich spritze schon seit gut 15 Jahren Rebif und bin bislang sehr gut damit gefahren, habe allerdings keine Vergleichsmöglichkeiten, da ich damit angefangen und nie gewechselt habe. Natürlich habe ich auch die typischen Grippesymptome gehabt, aber das war nach ein paar Monaten weg und ob meine Depressionen damit zusammenhängen weiß ich nicht. Ich glaube es allerdings nicht, da ich die erst Jahre später und mit akutem Anlass bekommen habe.

Ansonsten habe ich keine Nebenwirkungen. Aber wie ja oben schon von anderen erwähnt: Jeder reagiert anders und selbst nach reiflichen Überlegungen und Beratungen vom Neuro kann es sein, dass du die Basistherapie irgendwann wechselst, weil sie vielleicht für dich doch nicht die richtige war.

Alles Gute für dich!

LG Ursi

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Vielen Dank für eure Antworten. Sie haben mich sicherlich einen Schritt weiter gebracht.

Aber wie in meinem ersten Text erwähnt, habe ich nächste Woche noch einmal einen Termin beim Arzt, welcher mir dann auch alle Arten der Spritzen die für mich in Frage kommen noch einmal vorstellt und dann werde ich dann meine Entscheidung fällen.

Aber wie gesagt, eure Texte, eure Erfahrungen haben mir weitergeholfen meine Gedanken wieder ein bisschen sammeln zu können.

Vielen Dank!
Mirjam

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vor 18 Stunden, Moma75 hat geschrieben:

Interessant zu wissen wäre, was dich beim Rebif eher anspricht als beim Copaxone ? Früher war es ja hauptsächlich das Argument, dass man Cop täglich spritzen musste. Aber nun reichen ja dreimal die Woche. Das ist glaub ich bei Rebif auch so,oder? 

Hallo Moma75

Was mich an Rebif eher anspricht als an Copaxone ist eigentlich, dass der Baustoff von Rebif dem körpereigenen Stoff, der unser Körper bei einer Grippe produziert sehr ähnlich ist und nicht noch irgendwie stark künstlich bzw. chemisch verändert wurde.

Liebe Grüsse

Mirjam

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Das ist auch ein interessanter Gedanke, der kam mir noch nie  :) 

Dann hoffe ich für dich, dass dich das Gespräch mit deinem Arzt in deiner Entscheidung weiter bringt. 

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Ich spritze seit 8 Jahren Copaxone, habe davor aber auch 7,5 Jahre Rebif22 gespritzt. Ich war mit Rebif sehr zufrieden. Ich habe es sehr gut vertragen, hatte nie grippeähnliche Symptome und hatte 7 Jahre lang keinen Schub. Einzig die Leberwerte waren leicht erhöht, aber nie bedrohlich. Nach 7 Jahren bekam ich kurz hintereinander 2 Schübe, wurde auf Antikörper getestet, was leider positiv ausgefallen ist und ich deshalb Rebif absetzen musste (keine Wirkung mehr).  So habe ich mit Cop angefangen und bin bis heute dabei geblieben. Darunter hatte ich in den 8 Jahren 1 Schub. Lediglich das tägliche Spritzen nervt, aber so lange es wirkt, nimmt man das in Kauf.

Es ist schwer dir einen Rat zu geben. Cop hat wohl weniger Nebenwirkungen (Knubbel und Verhärtungen an der Spritzstelle, Juckreiz), Rebif KANN ohne Nebenwirkungen funktionieren, ganz oft treten zu Beginn der Therapie heftige grippeähnliche Symptome auf, die einen trotz Ibuprofen lahm legen.

Welches Symptom hattest du denn als CIS? Ich glaube, ich persönlich würde erst mal keine BT beginnen wenn du außer dem CIS keinerlei nachweisbaren Herde hast. Noch steht die Diagnose ja gar nicht fest, oder? Vielleicht entwickelst Du ja gar keine MS.

So oder so - egal wie du dich entscheidest ich wünsche dir dass du den richtigen Weg finden wirst. :-)

 

LG 

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Hallo Silberschweif

Zuerst einmal vielen Dank für deine Antwort.

um ‎03‎.‎12‎.‎2016 um 18:51, Silbrerschweif hat geschrieben:

Welches Symptom hattest du denn als CIS? Ich glaube, ich persönlich würde erst mal keine BT beginnen wenn du außer dem CIS keinerlei nachweisbaren Herde hast. Noch steht die Diagnose ja gar nicht fest, oder? Vielleicht entwickelst Du ja gar keine MS.

Meine rechte Gesichtshälfte fühlte sich taub an und ich konnte sie zu einer gewissen Phase gar nicht mehr bewegen. Dazu kam ein starkes Schwindelgefühl und Gleichgewichtsstörungen, die auch dadurch bedingt waren, dass ich auf meinem rechten Ohr fast gar nichts mehr gehört habe. Ein paar Tage später, fühlte sich dann auch meine komplette linke Körperhälfte (bis auf das Gesicht) taub an, ich konnte sie aber unbeschränkt bewegen.

Da ich meinen Schub während einer Schulreise in Malta bekam, konnte ich nicht sofort zum Arzt. Ich habe aber mit meinen Lehrern immer wieder über die Symptome und deren Verschlechterung gesprochen, weshalb wir dann an unserem zweit letzten Tag doch einen Arzt aufsuchten, der mir Cortison verschrieb (aber eine eher geringe Dosis).

Sobald ich wieder zu Hause war, ging ich mit meinen Eltern noch einmal zum Arzt, welcher mich dann auch ins Krankenhaus schickte für ein MRT.

Auf Grund des Cortisons, welches ich in Malta bekam, wirkte das Kontrastmittel jedoch nicht. Aus diesem Grund können die Ärzte im Moment auch nicht sagen, ob alle Läsionen die ich habe auch wirklich von diesem einen Schub stammen, oder ob ich zuvor schon welche hatte. Aus diesem Grund auch die Diagnose CIS.

Meine Ärzte empfehlen mir die BT, besonders auch, weil ich noch recht jung bin und so vielleicht auch der Diagnose MS vorbeugen kann bzw. sie immerhin zeitlich ein wenig herauszögern kann.

Ich habe diese ganze Thematik mir natürlich auch lange und intensiv durch den Kopf gehen lassen und mich über die verschiedensten Wege informiert. Genauso musste ich das alles mit meinen Eltern absprechen, da ich ohne dessen Einverständnis sowieso nicht mit der BT beginnen dürfte, da ich noch Minderjährig bin. Und ich bin für mich zu der Entscheidung gekommen, dass ich die BT machen möchte, da ich besser fühle wenn ich etwas mache, als wenn ich einfach nur abwarte.

Liebe Grüsse

Mirjam

 

 

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Hallo Miriam,

egal wofür Du Dich entscheidest, Du allein solltest auch dahinter stehen. Ich finde es gut, dass Du eine BT anfangen möchtest. Auch wenn viele anderer Meinung sind. Genau wie Du geschrieben hast, ist es eine Möglichkeit etwas zu tun. Abwarten kann man immer, aber besser vorbeugen als sich im Nachhinein zu ärgern... Viel Glück und liebe Grüße, Cindy 

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Hallo Cindy

Schön das du mich verstehst und nachvollziehen kannst, wieso ich nicht einfach abwarten möchte, was als nächstes passiert.

Vielen Dank und Liebe Grüsse.

Mirjam

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Hallo Miriam,

wurde denn bei dir schon eine Lumbalpunktion gemacht zur Festigung der Diagnose? Ich kann sehr gut verstehen, dass du eine BT machen möchtest. Ich persönlich würde dir zu Copaxone raten. Ich glaube, das beeinträchtigt dich am wenigsten von den Nebenwirkungen her. Was sagt denn dein Neurologe? Der muss doch auch eine Meinung haben? Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!!

glg

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Hallo Silbrerschweif

Ja bei mir wurde eine Lumbalpunktion gemacht. Das Ergebnis zeigte, dass sich in meinem Nervenwasser mehrere Antikörer befinden, welche nicht im Blut zu finden sind.

Und zu der Frage was mein Neurologe dazu sagt, dieser rät mir ebenso mit einer BT zu beginnen. Er riet mir jedoch nicht zu einem der Medikamente, sondern stellte mir die verschiedenen Wirkstoffe einfach vor und sagte, dass ich mich, wenn ich mich für die BT entscheide, für jenen Wirkstoff entscheiden soll, bei dem ich mich am wohlsten fühle.

Vielen Dank für deinen Rat.

Liebe Grüsse

Mirjam

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Hallo Zusammen,

Mein Neurologe hat mir die Basistherapie mit Copaxone 40mg empfohlen, da Interferon bei manchen MS Betroffenen Depressionen auslösen kann.

Laut MS Schwester.  Sie kannte eine Frau die Interferon spritzte, der Gesundheitszustand hat sich verschlechtert. Sie ging zu einem anderen Neurologen, dieser wechselte von Interferon auf Copaxone 40mg. Die Depressionen waren weg.

Gruß 

Silke 

 

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um 3.12.2016 um 18:51, Silbrerschweif hat geschrieben:

Welches Symptom hattest du denn als CIS? Ich glaube, ich persönlich würde erst mal keine BT beginnen wenn du außer dem CIS keinerlei nachweisbaren Herde hast. Noch steht die Diagnose ja gar nicht fest, oder? Vielleicht entwickelst Du ja gar keine MS.

 

Ich stand kürzlich vor derselben Entscheidung und habe mir für Copaxone entschieden. Zu deiner Aussage "noch steht die Diagnose noch nicht fest" möchte ich kurz eine aktuelle Studie zitieren:

"Dieses „klinisch isolierte Syndrom“ (KIS) ist zu 85 Prozent Vorbote einer Multiplen Sklerose.  [...] Die Analyse ergab, dass die Teilnehmer mit dem frühem Therapiebeginn bis heute zu 33 Prozent seltener an einer definitiven Multiplen Sklerose erkrankt sind als die Teilnehmer mit verzögertem Therapiebeginn . Ausserdem verstrich bei der frühen Gruppe deutlich mehr Zeit bis zum ersten Rückfall der Krankheit, nämlich 1.888 Tage im Vergleich zu 931 Tagen bei der späteren Gruppe. Das ist ein Unterschied von rund zweieinhalb Jahren." (Quelle: Ärzteblatt).

Mir hat das als Motivation für eine BT gereicht...

 

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Nach Aussage der MS Ambulanz der Universitätsklinik Frankfurt (Stand April 2016) haben für KIS  sowohl Interferone als auch Copaxone eine Zulassung. Für alles andere benötigt es die Diagnose MS. Das ist der Stand von letztem Jahr - vielleicht gibt es inzwischen noch andere Medikamente mit der Zulassung für KIS.

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um 17.2.2017 um 17:12, Alex51 hat geschrieben:

Nach Aussage der MS Ambulanz der Universitätsklinik Frankfurt (Stand April 2016) haben für KIS  sowohl Interferone als auch Copaxone eine Zulassung. Für alles andere benötigt es die Diagnose MS. Das ist der Stand von letztem Jahr - vielleicht gibt es inzwischen noch andere Medikamente mit der Zulassung für KIS.

 

Hallo Alex,

das ist schon richtig - aber Copaxone hat für das KIS nur eine Zulassung in der 20er Dosierung. Die 40er sind für KIS nach Aussage meines Neurologen nicht zugelassen. Wieso auch immer...

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Hallo Calceator,

da habe ich andere Info´s und mein Neurologe hat mir mit der KIS Diagnose ein Rezept für das 40er Cop ausgestellt - gemäß der Empfehlung der MS Ambulanz.

Ein innerer Widerwillen bestand wegen des Spritzens und bestimmter Nebenwirkungen - bevor ich mit Cop anfangen habe, bekam ich den 2. Schub (1. HWS, 2. BWS) und damit hatte ich die  geänderte Diagnose schubförmige MS und es gab eine breitere Palette an Medikamenten zur Auswahl und ich habe mich nach reiflicher Überlegung, Rücksprache mit MS Ambulanz und Neurologen für Tecfidera entschieden und komme bisher prima damit zurecht.

Eine Nachfrage hier beim Team kann die Unklarheiten und verschiedenen Ärzte Info´s mit Sicherheit abschließend klären.

Sonnige Grüße und schönen Restsonntag

Birgit

 

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vor 19 Stunden, Alex51 hat geschrieben:

Hallo Calceator,

da habe ich andere Info´s und mein Neurologe hat mir mit der KIS Diagnose ein Rezept für das 40er Cop ausgestellt - gemäß der Empfehlung der MS Ambulanz.

Ein innerer Widerwillen bestand wegen des Spritzens und bestimmter Nebenwirkungen - bevor ich mit Cop anfangen habe, bekam ich den 2. Schub (1. HWS, 2. BWS) und damit hatte ich die  geänderte Diagnose schubförmige MS und es gab eine breitere Palette an Medikamenten zur Auswahl und ich habe mich nach reiflicher Überlegung, Rücksprache mit MS Ambulanz und Neurologen für Tecfidera entschieden und komme bisher prima damit zurecht.

Eine Nachfrage hier beim Team kann die Unklarheiten und verschiedenen Ärzte Info´s mit Sicherheit abschließend klären.

Sonnige Grüße und schönen Restsonntag

Birgit

 

 

Hallo Birgit,

nach Rückfrage mit dem Support hier war die Auskunft meines Neurologen korrekt: Copaxone 40 ist (noch) NICHT für das KIS zugelassen. Was nicht heißt, dass dein Neurologe es dir nicht verschreiben konnte. Es war dann halt nur die Verschreibung eines in der Dosierung für deine Krankheit nicht zugelassenen Medikaments. Kann man als Arzt wohl machen...

Viele Grüße - Thomas

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