Liebe PSP und Community Mitglieder,

unser Forum ist nun seit langem ein Teil unserer Aktiv mit MS Seite. Durch eure zahlreichen Beiträge und Kommentare blicken wir auf eine spannende und austauschreiche Zeit zurück. Da die Beiträge im Laufe der letzten Jahre immer weiter abgenommen haben, mussten wir nun eine schwere Entscheidung treffen und werden das Forum zum 15.12.22 schließen.

Die Beiträge werden bis auf Weiteres sichtbar sein, können ab dem genannten Datum jedoch nicht mehr kommentiert werden. Auch die Funktion neue Beiträge zu posten werden wir zu diesem Termin abschalten.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern ganz herzlich für den langjährigen Forumsaustausch und hoffen euch zukünftig mit neuen Ideen bereichern zu können.

Euer Aktiv mit MS Team

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MissMarple

Mal wieder Ablehung vom VA

12 posts in this topic

Hallo zusammen,

habe heute - mal wieder - eine Ablehnung wegen Erhöhung des GdB erhalten. Habe seit 2008 einen GdB von 40. Stelle jährlich einen Verschlecherungs/Verschlimmerungsantrag. Das letzte Mal im November 2016. Dieser ist wieder abgelehnt worden. Es sind aber - so schreibt es das Versorgungsamt - drei Beeinträchtigungen hinzugekommen: Fatigue-Syndrom, Anpassungsstörungen und "Somatisierungsstörungen". Das Wort habe ich dann mal gegoogelt und mich so richtig geärgert. Denn Somatisierungsstörungen sind doch nichts anderes als "die tut nur so als ob....". Also Hypochonder. Ja spinn ich denn oder was?! Jetzt werde ich natürlich einen Widerspruch einlegen mit der Aufforderung, dass mir sämtliche ärztliche Unterlagen in Kopie zugesandt werden und dann würde mich echt mal intereressieren, welcher Arzt mich als Hypochonder abstempelt. Mir  fehlen echt die Worte.  Ich habe für alle körperlichen Beschwerden jedesmal einen entsprechenden Befund. Ob vom Orthopäden oder vom Neurologen. Ich bilde mir doch nicht ein, dass ich tierische Schmerzen u.a. in der LWS habe.  Die sind da, und das ist per Röntgenaufnahme belegbar und erkennbar. 

Was mich ärgert ist nicht nur dass mal wieder mein Antrag auf Höherbewertung des GdB abgelehnt wurde, sondern mich ärgert am meisten das Wort "Somatisierungsstörung". VErdammte Scheiße, da schleppt man sich von Tag zu Tag und die Fatigue macht einen fertig - dann muss man sich mit so einem Mist noch rumärgern. ICh renne doch nicht jede Woche zum Arzt, weil mir angeblich heute das weh tut und morgen jenes.... Bin stinksauer.

Hat das jemand von euch evtl. auch schon mal als "Diagnose" erhalten? WIe soll ich denn damit jetzt umgehen? War noch nie ein "Arztrenner". Seit der Diagnose gehe ich einmal pro Quartal zum Neuro - so wurde es von Anfang an vereinbart. Mehr nicht. Orthopädische Probleme kamen in den letzten Jahren hinzu. Deshalb renne ich auch nicht wöchtentlich zum Orthopäden. Nur wenn die Schmerzen zu stark werden. Vielleicht 1 x jährlich.

Ich braucht jetzt ein bisschen Aufmunterung Leute.......  sonst ist der Tag gelaufen.

Danke fürs Lesen

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Hallo Miss Marple,

 

puhhhhhh lass ruhig dampf ab, wir können damit umgehen bzw dafür sind wir doch auch hier.

Ja das VA oder RV oder Gutachter die sind schon Toll (kotz). Hört sich jetzt wahrscheinlich doof an aber ich vermute du gehst zu wenig zum Arzt......

Diese ganzen Ämter denken nicht so wie wir. Wir meinen es gut und Quälen uns lieber anstatt zum Arzt zu gehen und gehen erst wenn es gar nicht mehr geht.

Die aber die denken (meine Vermutung) es kann nicht so schlimm sein, sonst wären wir öfters krank und beim Arzt.........

Ich war bei einer Gutachterin und hab anschließend auch gedacht ich platze, anstatt sich mit mir zu beschäftigen fragte Sie mich Sachen über meinen Bruder?!?!?! Was soll das...... Im nachhinein ärger ich mich über mich selbst, ich hätte mehr jammern müssen........

Ich drücke dir die Daumen für den Widerspruch.

 

LG

Sprengo

 

  

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Danke für deine Worte Sprengo. So hab ich das allerdings noch nicht gesehen...... zu wenig zu Arzt gehen. Kann sein, dass es so ist. Allerdings wenn ich - ab heute mein persönliches Unwort -  "Somatisierungsstörung" habe, müsste ich doch ständig beim Arzt hocken und jammern....

Naja egal, jetzt erst mal Widerspruch, AKteneinsicht und dann folgt eine ausführliche Begründung des Widerspruchs. So hab ich es gelesen, dass man es machen soll. Erst mal Widerspruch mit Akteneinsicht und dem Hinweis, dass die ausführliche Begründung des Widerspruchs folgt. DAnn hat man die Frist gewahrt und ausführlich Zeit, Begründungen zu schreiben. DIe Begründung werde ich soooo dermaßen ausführlich darlegen, dass die keinen Bock mehr haben, das zu lesen. Denn das kann Seiten füllen. DIe wollen es so.

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Hey Miss Marples,  bist du Mitglied im Vdk ? Die kennen sich sehr gut aus und übernehmen für dich den ganzen "Krieg" mit dem Amt, das kann  schon sehr entlastend sein....

Mein VA hat mir nur mitgeteilt sehr sinngemäß das es ihnen grade egal ist welche gesundheitlichen Probleme, Störungen oder Beeinträchtigungen ich habe....solange ich noch alle Gliedmaßen besitze wird es nie mehr wie GdB 40 geben , und der Nachsatz ist jetzt fast wortwörtlich wiedergeben. 

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Echt Sarah1280 ?  Das ist ja wohl der Hammer. Die werden immer unverschämter und gleichgültiger.

Ich war mal im VDK und habe vor Jahren die Hilfe in Anspruch genommen, wegen eines Widerspruchs. Leider waren die dort nicht sehr "engagiert" und nicht besonders entgegenkommend - mit anderen Worten: die haben sich eher gelangweilt meinem Widerspruch angenommen. Hat mir natürlich gar nicht geholfen, weil wieder eine Ablehnung kam - was auch sonst. Das hat den VDK nicht weiter interessiert und die haben es dabei belassen. Tipps oder so, bekam ich keine von denen. Deshalb bin ich dann letztes Jahr ausgetreten aus dem Verein.

Manchmal habe ich den Eindruck, als ob den Sachbearbeitern beim VA ein Teil des Gehalts abgezogen wird, wenn sie den GdB 50 bewilligen.

Man hört das leider immer wieder von vielen verschiedenen Leuten. Gerade hier in NRW ist es besonders schlimm. Ich weiß auch nicht, was man vorweisen muss, um den GdB 50 zu bekommen.

Jedenfalls ist der Widerspruch fertig und den schicke ich nachher los.

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Hallo Miss Marple!

Mir ging es ähnlich, allerdings ging es nicht um den SBA. Ich hatte eine neue Bewegungsstörung und habe mich in der MS-Ambulanz der Uni vorgestellt.

Eine junge Assistenzsärztin prüfte einige Reflexe und dann stand die Diagnose: dissoziative Bewegungsstörung - heißt: psychische Bewegungsstörung.

Kurze Zeit später wurde es immer schlimmer und der Schub in der HWS führte zum inkompletten Querschnitt mit Plasmapherese. Die Erklärung für meine Probleme waren deutlich in der Bildgebung zu sehen.

Das Schlimme war nur, dass in jedem Arztbrief immer die Vordiagnosen übernommen wurden und in jedem! neuen Brief wurde meine angebliche dissoziative Störung als Diagnose angegeben. Sowohl mein Neurologe (auch Psychiater und Therapeut) als auch die Chefärztin de Rehaklinik (ebenfalls Neuro und Psychiater/Therapeut) schrieben in ihren Briefen, dass es keinen Anhalt für eine dissoziative Störung gibt und dennoch tauchte es immer wieder auf (alle Vordiagnose wurden immer wieder kopiert und eingefügt).

Als ich irgendwann wieder mit einem schweren Schub in der Uni lag ging der Stationsarzt mit mir den Entlassungbrief durch und stand dabei am mobilen PC und schrieb. Ich habe ihn darauf angesprochen, dass er zwei schriftliche Dokumente über den Fehlbefund hat und das er den seit Jahren auftauchenden Satz: kein Anhalt für Fatigue endlich streichen solle. Nur weil man nicht über das Thema Fatigue gesprochen hat, heißt es doch nicht, dass es nicht vorhanden ist - zumal ich zu dem Zeitpunkt schon Modafinil, Amantadin und Cipramil gegen die Fatigue versuchsweise genommen hatte.

Seitdem ist alles aus den Diagnosen verschwunden was mich jahrelang gestört hat.:biggrin:

Hätte das VA diese Befunde erhalten hätten sie hintne und vorne nicht mit meinem Beschwerdebild übereingestimmt. Hast du evtl. auch irgendwelche solchen Sätze in Arztbriefen und du ahnst nix davon? Ich lass mir immer alle Befunde und Arztbriefe in Kopie aushändigen. Habe für meine vollständigen Befunde irgendwann mal auch alle radiologischen Befunde der MRT-Praxis ausdrucken lassen und siehe da: auf dem ersten MRT vom Kopf steht schon: eine chronisch entzündliche ZNS-Erkrankung kann nicht ausgeschlossen werden! Die Diagnostik ist erst wesentlich später gestartet...

Lass dich nicht unterkriegen. Wichtig ist, direkt eine Widerspruch zu schreiben, die Begründungen können nachgereicht werden.

Anne

 

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Hallo MissMarple,

ich habe nicht alle Beiträge gelesen, die du schon bekommen, aber möchte dir dennoch sagen "Somatoforme Störung" bedeutet nicht, dass du dir die Symptome einbildest oder ein Hypochonder bist sondern dass du Symptome hast, die man keiner Erkrankung zuordnen kann. Oft ist das bei Schmerzen so und oft ist das bei orthopädischen Geschichten und einigermaßen schlechten Ärzten der Fall. Ich hatte 5 Jahre Rückenschmerzen, war bei diversen Orthopäden, die mir alle nur Spritzen reinrammen und das Symptom behandeln wollten, bis ich bei einem sehr sehr guten Physio gelandet bin, der festgestellt hat, dass meine Sehnen nach einem Unfall im Bein zu kurz sind und dadurch schon kleine "Stöße", wenn man sich mal vertritt, dazu führen, dass im unteren Rücken was verrutscht. Ungelogen 1 Behandlung Physio und danach jeden Tag 10 Minuten Übungen haben die Rückenschmerzen beseitigt. Es gab also ne Ursache, nur die Ärzte haben sie schlicht nicht gefunden. Also häng dich nicht an der Diagnose auf.

 

Allerdings kann ich es nicht lassen, mich unbeliebt zu machen und so möchte ich noch kurz sagen. Du stellst jedes Jahr einen Antrag auf Verschlechterung, regelmäßig unabhängig der Änderungen und ganz besonders auch wenn du, wie du selbst sagst, kaum beim Arzt bist (sicher hast du dich an die bestehenden Einschränkungen gewöhnt und man kann nichts dran machen). Anscheinend verschlechtert sich dein Zustand ja aber nicht deutlich, sonst würdest du ja auch zum Arzt gehen, damit man vielleicht was dagegen tun kann. Also warum dann regelmäßig jedes Jahr nen Verschlechterungsantrag. Sorry da hab ich kein Verständnis für.

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Ja Famous, ist richtig, dass ist regelmäßig einen Verschlechterungsantrag stelle. Keine Sorge, machst dich nicht unbeliebt. Verstehe ich auch, was du anführst. Ich gehe anscheinend wirklich zu wenig zu Arzt. Das stimmt wohl. Allerdings denke ich immer, was soll ich denn immer wieder das gleiche erzählen dort...!! Da kommt ja nichts neues vom Arzt.. immer nur - da kann man nichts dran machen. Gemeint ist vor allem die Fatigue und die Koordinationsstörungen. Diese werden eh kaum beachtet und ich komme mir dann irgendwie blöd vor. Also mache ich meine 3-Monats-Besuche beim Neuo und gut ist.

Dass ist mich zuhause überall festhalten muss und an manchen Tagen gar nichts mitbekomme, weiß der Neuo nur aus meinen Erzählungen. Er ist ja logischerweise nie dabei, wenn ich hier zuhause durch die Gegend torkel. Dass ich mich in seinem Sprechzimmer auch immer an den Stühlen festhalte und die Tür fixiere, wenn ich gehe, damit ich direkt geradeaus aus dem Raum komme.... tja, ih weiß nicht ob er das überhaupt registriert.

Sicherlich ist mein Neuro ständig am Mitschreiben wenn ich da bin... würde mich auch mal interessieren, was dort so geschrieben steht, deshalb habe ich beim Widerspruch Akteneinsicht angefordert Anne136. Mal schauen.

Rehas und dgl. wurden mir noch NIE vom Neurologen empfohlen. Meine vorherige Neurologin (wir sind umgezogen, deshalb habe ich jetzt einen neuen Neurologen) hatte mir mal eine pschosomatische Reha empfohlen. Die habe ich dann gemacht. Das wars bisher.

Dass sich von der ersten Antragstellung (unebefristet GdB 40) im Jahre 2008 bis jetzt mein Gesundheitszustand verschlechtert hat was die Fatigue und Koordinationsstörungen betrifft spielt biem VA keine Rolle anscheinend.

Naja, ich will mich ja auch nicht beklagen, denn es gibt so viele von uns, denen es sehr viel schlechter geht, aber bei mir sieht man halts nichts. Und ich denke, das ist das Problem. Was man nicht sieht, existiert auch nicht. Ist wohl so.

 

Aber wie gesagt Famous, kein Thema, ich finde nicht, dass du dich bei mir unbeliebt gemacht hast. Hast ja Recht mit dem was du sagst.

 

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Hallo nochmal MissMarple,

ich verstehe dich, so ist es nicht. Ich habe ähnliche Probleme und wenn ich auf Nachfrage meiner Neuro sage, dass ich das Glück habe, mich hinlegen zu können, wenn ich müde werde und merke, dass ich nicht mehr klar komme, weil ich recht selbstständig meine Zeit einteilen kann. Scheint das für sie auch zu bedeuten, es gibt kein Problem. Dass dieses Verhalten bei einer 29 Jährigen nicht "normal" ist, ist dabei egal. Was passiert, sollte ich irgendwann mal nen anderen Job haben bzw. nen anderen Arbeitgeber, spielt dabei auch keine Rolle. Allerdings denke ich mir, wenn der Arzt es schon ganz offen nicht "sieht", wird er wohl auch nichts anderes in seine Beurteilung schreiben und was genau soll dann das VA als Verschlechterung einschätzen.

Außerdem bekomme ich dann pünktlich einen Schub und merke, oh da geht ja doch noch was abwärts, klar dass ICH da in meinem vorherigen Zustand "nur so wenig" bekomme. Muss ja auch noch Raum bleiben, wenns schlechter wird.

Aber nichts desto trotz wünsche ich dir alles Gute!

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Hallo Miss Marple!

Nur weil dein Neuro dir nicht zur Reha geraten hat, heißt das nicht, dass du keine beantragen kannst. Hole dir bei der KK einen Rehaantrag, fülle ihn aus, gebe deinem Neuro den Rest (sprich vorher mit ihm über deinem Rehawunsch, damit er dich unterstützt) und schicke deinen Teil ab. Wenn du die Diagnose seit 2008 hast und noch nie eine Neuro-Reha gemacht hast, wird der Antrag sicherlich nicht abgelehnt.

Meine letzte Reha fand ich eben aus diesem Grunde gut. In der Praxis sitze ich schon im Arztzimmer wenn der Doc kommt - da sieht er meine Probleme nicht wirklich. In der Reha wurde endlich mal schriftlich der aktuellen Zustand dokumentiert. Ich bin mit den Therapeuten wegen meiner Gleichgewichts/Koordinationsstörungen über Wiesen/Felder und Kopfsteinpflaster gelaufen um zu schauen wie ich reagiere. Beim Trampolintrainig, Gleichgewichtsstraining, Wiesenlaufen waren die Defizite  so deutlich, die Therapeuten und Schwestern sehen dich 4-5 Wochen lang und bekommen wesentlich mehr von dir mit als der Arzt in der Praxis.

Stelle einen Antrag, lege Widerspruch bei Ablehnung ein. Mein Doc sagt, eine Reha bei MS kriegt man immer durch, auch vor Ablauf der vier Jahre.

Dir alles Gute

Anne

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Hallo Anne,

 

ich hab in deinem Beitrag gelesen das du auch schon Amantadin und Modafinil genommen hast.

ich nehme zur Zeit Modafinil und bin noch nicht so recht überzeugt :-( gegen die Müdigkeit hilft es auch meine Aufmerksamkeit ist besser

aber meien Beine sind schwehr und die Knie tun mir weh. Abends schlaf ich schlecht ein. Mein Gemüt........... Meine Augen....... wie ein schleier.

Mich würde interesieren wie deine Erfahrungen waren? gerne auch per Nachricht wenn du hier nicht darüber Schreiben möchtest.

 

Liebe Grüße

Sprengo

 

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