Liebe PSP und Community Mitglieder,

unser Forum ist nun seit langem ein Teil unserer Aktiv mit MS Seite. Durch eure zahlreichen Beiträge und Kommentare blicken wir auf eine spannende und austauschreiche Zeit zurück. Da die Beiträge im Laufe der letzten Jahre immer weiter abgenommen haben, mussten wir nun eine schwere Entscheidung treffen und werden das Forum zum 15.12.22 schließen.

Die Beiträge werden bis auf Weiteres sichtbar sein, können ab dem genannten Datum jedoch nicht mehr kommentiert werden. Auch die Funktion neue Beiträge zu posten werden wir zu diesem Termin abschalten.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern ganz herzlich für den langjährigen Forumsaustausch und hoffen euch zukünftig mit neuen Ideen bereichern zu können.

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Rudi Franz

Rentenantrag

5 posts in this topic

Guten Morgen! (Entschuldigt bitte, wenn ich etwas größer schreibe, ich kann das sonst trotz Brille nicht erkennen bzw. tun mir nach der 2. Zeile die Augen weh.)

 

Ich habe ein ähnliches Problem, wie wohl einige hier. Mit 40 in Rente zu gehen daran hatte ich vor 10 Jahren  nicht gedacht.
Das Gutachten vom Amtsarzt bescheinigt mir unter 3h arbeitsfähig und meine Ärztin sagt eine Besserung ist nicht in Sicht und ich sollte doch einen Rentenantrag einreichen.

Ich war kürzlich bei der Rentenversicherung, weil es dort Unstimmigkeiten, wegen der Beitragszahlungen gab und dort schilderte ich kurz meine Problematik. Daraufhin gab mir die freundliche Dame einen kompletten Rentenantrag.

 

Oh, so viele Seiten. Ich dachte Kopf hoch, du hast eine jur. Ausbildung, so schwer wird es nicht werden.

Wurde es dann aber doch, weil ich teilweise gar nicht die Fragen verstehe.
Sind Sie einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt oder wurde Ihnen als Arbeitsuchender die
Gleichstellung zugesichert?

Ich bin 50% schwer behindert, verstehe die Frage aber dennoch nicht.

Sind Sie aus gesundheitlichen Gründen gehindert, zur ärztlichen Untersuchung zu kommen?

Da gibt's nur ja oder nein - manchmal nicht. Wenn ich eine gute Phase habe, kann ich durch die ganze Stadt zu einer Untersuchung fahren, was ich allerdings auch etwas diskriminierend empfinde.

Der Auftraggeber, das Amt, dieser Gutachten weiß, dass ich mir nicht den kleinen Finger verrenkt habe und schickt mich für ein Gutachten einmal quer durch die ganze Stadt.


Es gibt dort auch Fragen, die nicht eindeutig sind. "Schildern Sie Ihren Berufsverlauf." .


Fängt der an, wenn ich richtig anfange zu arbeiten oder zählt da auch schon die Lehre und Qualifikationen?

Nun aber zu meiner Frage. Gibt es Stellen, wo man sich helfen lassen kann um den Rentenantrag aus füllen zu lassen und noch wichtiger für mich ist, wie läuft das dort ab?
Ich habe nicht jedes Datum meines Lebens im Kopf.
Dennoch ist mein Leben gut sortiert in 10 Leitz Ordnern. Muss ich die dann dort alle zum Ausfüllen mitbringen?
Im Lasten tragen, bin ich nicht mehr so gut. :-/

Wenn jemand Erfahrung damit hat, wie sich solche Hilfe beim Ausfüllen gestaltet, da wäre ich sehr dankbar, wenn dieser hier seine Erfahrungen für mich schreiben würde.

 

Liebe Grüße

Rudi Franz

 

 

 

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Hallo Rudi,

du mischt da irgendwie mehrere Dinge. Du schreibst, du hättest ein Gutachten vom Amtsarzt, dass die eine Arbeitsfähigkeit unter 3 h bescheinigt. Scheinbar wurde das ja nicht in Zusammenhang mit der Rente in Auftrag gegeben, sondern von deinem AG?! Sowas ist immer ganz praktisch, aber letztendlich kann es dennoch sein, dass die RV ein eigenes Gutachten möchte.

Zum Thema Rente bentragen kann ich nur empfehlen, eine Reha zu machen und von dort den Antrag zu stellen. Warum? Weil diese Rehas sind dazu da, um die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen und mit deren "Segen" geht die Rente deutlich leichter durch. Du bist grundsätzlich ja auch erstmal dazu verpflichtet, alles zu tun, um deine Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Wenn nicht alle Therapieangebote in Anspruch genommen wurden, kann man ja nicht beurteilen, ob man noch etwas retten kann. In der Reha gibt es auch einen sozialen Dienst, der dir beim Antrag hilft. Das wäre also mein preferierter Tipp.

Wenn das aus Gründen nicht in Frage kommt, gibt es z.B. den VDK. Die helfen gegen Geld natürlich gern. Oder ein entsprechend spezialisierter Anwalt kann auch definitiv helfen.

Zu deinen gesonderten Fragen:

Ein GdB heißt nicht unbedingt, dass du gleichgestellt wurdest. Dazu braucht es, meines Wissens nach, einen Antrag beim AG.

Und die Frage bezüglich der gesundheitlichen Einschränkung, die verhindert, dass du zum Arztbesuch kommst. Naja kannst du im Normalfall (außerhalb eine Schubes) den Arztbesuch bewältigen oder bist du auf dauerhafte Hilfe angewiesen?

Mir ist aber nicht klar, was du diskriminierend findest, bzw. was du mit diesem Satz sagen möchtest.

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Moin Rudi,

wie Famous schon geschildert hat, ich würde eine Reha anstreben denn dort wird wirklich unter einigermaßen realistischen Bedingungen geschaut.... wie weit Du beeinträchtigt bist UND Du bekommst tatkräftige Hilfe vom sozialen Dienst.

Es gibt außer dem VDK auch noch andere Sozialverbände, die Dir beim ausfüllen des Papierstapels behilflich sein können. Du musst mal schauen (Google erleichtert die Suche), was es bei Dir in der Umgebung an helfenden Vereinen gibt.

Meinen Rentenantrag hat ein "Vertrauensmann der Rentenversicherung", der ein Büro bei meiner Krankenkasse hat und ehrenamtlich arbeitet, für mich ausgefüllt, für mich kopiert UND abgeschickt. Ich musste übrigens an Unterlagen nur den letzten Rentenbescheid, meinen Personalausweis und eine Abstammungsurkunde mit bringen.

Was ich merkwürdig finde, Du warst bei der Rentenversicherung und hast dort von der "freundlichen Dame" nach Schilderung Deiner Problematik, einen Rentenantrag bekommen.... Warum hat sie Dir denn nicht gesagt, das auch die DRV beim ausfüllen des Antrages behilflich ist ?!

- Deine Frage zur Gleichstellung - ich selber habe einen GdB von 30. Das reicht nicht für einen Schwerbehindertenausweis. Nun kann ich mich, nach Antrag "gleich stellen" lassen. Das bedeutet nichts anderes, als das ich den "Schwerbehinderten.... ab einem GdB von 50".... gleich gestellt bin. Besonderer Kündigungsschutz etc. (was aber nicht heißt das ich unkündbar wäre :biggrin:)

 

Viel Erfolg bei allem was Du anstrebst.

Ute

 

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Hallo Rudi,

Ich muss jetzt leider auch einen Rentenantrag stellen, bin 52 Jahre.  Auch mir fällt dieser Schritt nicht leicht. 

Im letzten Jahr war ich zur Reha. Dort hat mir angeboten die Reha für 6 Wochen zu verlängern, um die Belastbarkeit zu prüfen; eine MBR. Ich lehnte ab, dachte ich kann wieder voll arbeiten. 2 Wiedereingliederungen scheiterten. Meine Ärzte und auch der MDK empfahlen mir Antrag EMR.

Ich habe mir tel. Über eine Hotline einen Termin bei der DRV geholt. Mir wurden einige Unterlagen zugesandt.eine Checkliste, ein Formular für die KK. Der eigentliche dicke Antrag wird mit mir gemeinsam dort ausgefüllt. Ich muss alle Unterlagen mitnehmen. Ausbildungsverträge, Qualifizierungen, den kompletten beruflichen Werdegang. Frage doch bei der DRV nach, ob die dir dort auch helfen.

Gleichstellung kannst du bei der Agentur für Arbeit beantragen, wenn du einen GdB von 30 oder 40 hast. Dann kannst du schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden. Du hast doch aber schon einen GdB von 50,oder?

Die Frage, ob du zur ärztlichen Untersuchung kommen kannst, steht immer bei Amtsärzten. Wenn du mehr dazu schreiben willst, kannst eine Anlage zu machen. Wenn du nicht zum Arzt kannst, kommt der arzt auch zu dir nach hause.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte. Sonst frage ruhig weiter.

VG Ilona 

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