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MadameLu

Hashimoto trotz normalem TSH-Wert?

9 posts in this topic

Hallo,

ich habe mich bereits im Forum für die neuen Mitglieder kurz vorgestellt und möchte hier nun eine Frage stellen, die mich seit ein paar Tagen brennen lässt. Ich versuche wirklich mich so kurz wie möglich zu fassen.

Es fing alles letztes Jahr im April oder Mai mit einem Brennen in der Scheide an, worauf eine immense Trockenheit folgte. Dies ließ allerdings nach einer Woche nach, alles war wie immer, ich dachte mir nichts dabei.

Im Juli bemerkte ich eine zunehmende Erschöpfung, ein Launischsein, Hitze/Kälte im Wechsel, ein Gefühl ständig was im Hals zu haben, stumpfe Haare, trockene Haut; das Brennen und die Trockenheit begannen von vorn. Der Zustand hält (mehr oder minder) bis heute an. (Dazu muss man sagen, dass ich nie Probleme im Intimbereich hatte, nur einmal in meiner Schwangerschaft, ansonsten keine Pilze, Infektionen, nichts.) Ich dachte zu dem Zeitpunkt allerdings an eine Infektion, behandelte auf blauen Dunst. Ging zum Gynäkologen, der jedoch nichts fand. Irgendwann (und das ging alles sehr schleichend) fiel mir auf, dass ich kaum noch etwas fühlte, bis auf das furchtbare Brennen. Dass ich auch meine Blase immer weniger merkte, fiel mir erst im Nachhinein auf. Auch die optischen Veränderungen meiner Scheide fielen mir erst vor zwei Monaten auf. (Atrophie/Rückgang der Schleimhäute) Meine Periode war den ganzen Sommer nicht wie sonst. Kaum rotes Blut, eher die Farbe einer Schmierblutung, aber unglaublich wässrig. Im September ließ ich, nach einer Million Besuchen bei meiner Frauenärztin, einen Hormonstatus machen, der wohl unauffällig war. (TSH-Wert 1,01, freie Werte nicht bestimmt.) Im Oktober ging ich dann ins Krankenhaus, weil auch abgesehen davon etwas mit mir nicht stimmte (Taubheitsgefühl, Kribbeln, Sehstörungen, Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn {habe ich in der Vorstellungsrunde vergessen zu erwähnen}). Ich habe das Brennen dann nach meiner Diagnose auf die MS geschoben. Nun ist es jedoch so, dass alle Symptome nachließen bis auf das.

Also wieder zum Frauenarzt. Der sagte mir dann im Dezember, dass mein Östrogenspiegel leicht vermindert war. Also empfahl sie mir die Pille (die ich jetzt nehme) und eine Creme (OeKolp), die ich zusätzlich auf den Vaginalbereich auftrage. Die Atrophie ging zurück, auch das Brennen und die Blase merke ich wieder, allerdings nur, wenn ich die Creme benutze. Sobald ich sie absetze, geht das ganze Spiel wieder von vorn los. (Das ist sozusagen mein Beweis, dass diese Sache nichts mit dem Schub zu tun hat.) Die Pille ihrerseits bringt den Vorteil, dass ich emotional etwas stabiler bin. Nun denke ich mir jedoch, der Östrogenmangel muss doch irgendwo herkommen?! Ich möchte eigentlich nicht die Pille nehmen; ich habe mich irgendwann ganz bewusst dagegen entschieden. Ich weiß noch, dass ich in der Schwangerschaft (2014) 25 mg L-Thyroxin (zur Vorsicht) bekommen habe, da dieser Schwangerschaft ein verhaltener Abort voranging.

Nun endlich zu meiner Frage: Ist es möglich, dass man Schilddrüsenprobleme, wie etwa Hashimoto, um mal bei den Autoimmunerkrankungen zu bleiben, auch trotz eines normalen TSH-Werts haben kann? Ich weiß, dass die freien Werte, die mir leider nicht vorliegen, entscheidend sind, aber müsste der TSH nicht wenigstens ein wenig aussagekräftiger sein? 

Ich muss sagen, ich kann mit der MS bis dato leben, sogar so gut, dass ich sie acht Jahre nicht bemerkt habe...aber das Brennen, die ständige Trockenheit, meine Blase (ohne Hilfe) nicht zu spüren, das macht mich wahnsinnig. Zumal es mir abgesehen davon ja auch nicht optimal geht.

Ich bedanke mich für's Lesen und hoffe auf Antworten!

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Als Krankenschwester weiß ich was eine Hashimotothyreoiditis ist, kenne aber nicht den Zusammenhang mit deinen Problemen.

Es ist nicht so selten, dass man mehr als eine Autoimmunerkrankung hat. Du könntest dich zum Endokrinologen überweisen lassen, der kann dir in dieser Sache sicher helfen und ist der Fachmann auf diesem Gebiet.

LG Anne

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Hallo Anne,

danke für die Antwort. Dort habe ich es heute probiert; leider gäbe es erst im November einen Termin. Ich wohne in S-H; unsere Ärzte hier sind immer dermaßen gut besucht, dass es unmöglich ist, kurzfristig etwas zu ergattern. Ich habe nächste Woche einen Termin beim Internisten, allerdings nur zum Vorsprechen. Ich will mich aber nicht abwimmeln lassen und ihm gerne sagen können, dass sowas auch trotz eines TSH-Werts im Bereich der Norm möglich ist, daher rührt die Frage. :)

 

LG

Julia

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Wieso stellst Du diese Frage(n) in einem MS Forum?

Es gibt etliche Hashimoto Foren, dort solltest Du es versuchen.

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Nun ja, schließlich habe ich MS und dachte, dass sich hier eventuell jemand mit beiden Problemen auskennt oder gar selbst betroffen ist und war.

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Hast du schonmal an weniger "ausgefallene" Sachen gedacht? Ich habe jahrelang rumgedoktort, bis ich herausgefunden habe, dass ich eine neurodermitische Neigung habe, die durch die BT verstärkt wurde + Komtaktallergien z.B. gegen bestimmte Zusatzstoffe in Binden, Slipeinlagen und Tampons habe. Geil wenn 90 % der Produkte auf dem Markt damit verseucht sind.

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Wieso denkst du denn gerade an Hashimoto? Es kann ja allgemein ein Problem mit der Schilddrüse sein, aber es muss nicht unbedingt sofort Hashimoto sein, oder?

Also deine Symptome klingen für mich schon nach einem Problem mit der Schilddrüse.

Da müsste ich jetzt aber noch fragen wie du dich ernährst und wie dein BMI aussieht, wenn ich so neugierig sein darf?

Wenn's jetzt nochmal abgedroschen klingt, aber oftmals hilft eine gesunde Ernährung, ein halbwegs normaler BMI-Wert, sportliches Ausdauertraining und regelmäßiges Sonnenbaden enorm (gerade was die Hormonsituation betrifft). Dazu wenig Stress und viel Schlaf und natürlich nicht rauchen, enorm wichtig, gerade für die Schilddrüse.

Wieso bekommst du Östrogen? Wie sieht es mit dem Progesteronspiegel aus? Wie alt bist du?

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Hallo MadamLu,

Deine Frage ist ja schon eine Weile her. Vielleicht hast Du ja inzwischen einen Arzttermin bekommen.

Ich habe MS und Hashimoto. Wobei ein Neurologe auch der Meinung war, die Entzündungen im Gehirn kommen von der Hashimoto. Beide Beschwerden der Krankheiten sind sich sehr ähnlich bei mir. Hashimoto wird über die Antikörper und den Ultraschall der Schilddrüse bestimmt. Nicht über den TSH. Gibt sehr wenige Ärzte die sich damit auskennen. Viele werden garnicht Wissen, dass sie eine Hashimoto haben. Die Ärzte gucken häufig nur nach dem TSH. Die Hashimoto muss anders eingestellt werden als eine Unterfunktion. Die freien Werte sind auch sehr wichtig, der TSH ist nur bedingt aussagefähig.

Viele Grüße

A.

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Hallo

Ich habe auch Hashimoto, was ewig unbehandelt blieb, weil nicht alle Ärzte über den gleichen Kenntnisstand verfügen und auch schon mal Diagnosen anderer Fachkollegen als Fehldiagnosen einstufen. Will die ganze Geschichte, die auch das "unbekannte" Phänomen Prolaktinom einbezieht, hier nicht wiederholen, aber die Diagnose MS war ein Klacks, da das Symptom SNE glücklicherweise nicht zum Rätselraten veranlasst. Die Geschichte damals hatte mir ein Ärztetrauma verpasst und ich war 12 Jahre lang nicht beim Arzt. Hach, unbeschwerte Zeiten.  Und ja, ich stamme aus dem letzten Jahrhundert 😉

Schilddrüsenprobleme waren zwischendurch immer mal wieder behandelt worden. Ein Endokrinologe erklärte mir, dass Hausärzte nicht wissen, dass Antikörper nur ein in akuten Entzündungsphasen auftreten. Ich finde daher den TSH-Wert schon erst mal aussagekräftig. Einen TSH von 1 habe ich nur wenn trotz L-Thyrox gerade alles rund läuft, ansonsten liegt er bei mir deutlich höher. 

 

Hormonschwankungen finde ich total normal, zumal wenn es ein leichter Mangel ist, wie du selbst beschreibst. Es bringt nichts, sich auf ein Krankheitsbild zu versteifen, weil man selten alle relevanten Vorgänge kennt. 

 

Das  letzte Mal, als ich dachte, die Schilddrüse spinnt bestimmt wieder, war es der Eisenwert. Es ist kein echter Eisenmangel, aber ab bestimmten Werten habe ich bestimmte Symptome, wo andere noch gar nichts merken. 

 

Klären konnte ich das mit meiner Hausärztin, die zunächst meinte, an meiner abnormen Müdigkeit könne man wohl nichts machen ("Ich bin so nicht lebensfähig") "wegen ihrer Erkrankung", worauf ich entgegnete, das allermeiste sei bei mir nicht auf die MS zurückzuführen gewesen und ich würde doch lieber suchen. Sie hat dann eine Vorsorgeuntersuchung vorgeschlagen, die schließlich auf die richtige Spur führte. 

 

Grüße,

weltoffen

 

 

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