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runner

Böse Erkenntniss

5 posts in this topic

Willst du mein Freund sein? Scheiße bin ich tief gesunken!

Stelle mich aber erst mal vor, bin hier der Runner . Lese  schon lange eure  Beiträge habe mich selten dazu geäußert. Finde aber die Tipps und wie ihr miteinander umgeht echt super. Da gibt es hier in Netz auch ganz andere Foren. Spreche da aus erfahrung.

So jetzt zu mir: bin 51 jahre alt ( kann ich gar nicht glauben ) und habe meinen Untermieter (MS) jetzt seit 17 jahren. Wahrscheinlich schon vie länger. Mitlerweile ist es chronisch. Lasse mich aber davon nicht unterkriegen. Sitz im rolli und bin seit 2 jahren in Rente. Bin Kinderlos und habe die beste Frau der Welt. (nach 23 jahren ehe immer noch glücklich).

Jetzt zu meinem Problem, seitdem ich in Rente bin ist mein Freundeskreis doch sehr übersichtlich geworden. Hätte  nie gedacht das MIR das auch passiert. Man liest es zwar immer wieder aber da war ich wohl zu naiv. Ich dachte ich frage mal bei  euch nach ob ihr das auch kennt.

Würde mich echt freuen wenn Ihrmir schreibt und meine Freunde sein wollt "smile"

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Hallo Runner,

 

das ist die Sache mit dem "Spreu-und-Weizen". Manche Leute können einfach nichts mehr mit einem anfangen, wenn man krank ist. Dazu kommt, daß oftmals die gemeinsamen Unternehmungen wegfallen und man automatisch weniger Kontakte hat.

Was mir hilft ist zum Beispiel mein alter Sportverein. Die Mädels walken nicht nur gemeinsam, sondern treffen sich auch jeden Monat einmal zum schwatzen. Auch, wenn ich beim Sport selber nicht mehr mitmache, so kann ich da jeder Zeit hin kommen.

Hier haben sich schon so einige Leute kennengelernt, Treffen vereinbart, gechattet, geheiratet. (Nicht zwingend für alle in allen Punkten :wink: )

 

Bin auch 51, hab zwei Enkel und den besten Mann der Welt :smile: Die MS "feiert" bei mir ihr Zehnjähriges.

 

Ganz liebe Grüße KarU

 

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Hallo Runner,

bin fast 51 und habe die MS Diagnose seit letztem Jahr - diesbezüglich also noch ein Frischling und mit bisher wenigen Einschränkungen. Somit hat sich durch die MS im Freundes und Bekanntenkreis wenig verändert.

Kenne aber das Gefühl, wenn sich diesbezüglich Veränderungen einstellen - bei mir war es nach dem Tod meines Mannes vor 5 Jahren - einige gemeinsame Freunde haben sich entfernt. Das lag z.T. aber bestimmt auch an mir, da ich mich auch verändert habe  - einige konnte ich eine Weile nicht treffen, da der Kontakt für mich zu schwierig war, andere haben sich zurückgezogen, da ich sie daran erinnert habe, dass mein Mann nicht mehr da ist. Heute freue ich mich über, diejenigen, die geblieben sind und über die Menschen, die ich in der veränderten Situation neu kennengelernt habe.

Sonnige Grüße aus der leider heute grauen Wetterau

Birgit

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Hey Runner,

das mit der "Spreu und dem Weizen" ist nun einmal, wie es ist. 

Auch das sich nicht NUR die anderen, sondern auch ich mit dieser Diagnose verändert habe und mich evtl. immer noch verändere... ist eine Tatsache. Auch bin ich ein Mensch (vielleicht zu anspruchsvoll ??), die zwar viele "Bekannte", weniger "gute Bekannte" und weniger als eine Handvoll "Freunde" hat. 

Doch zurück zum Thema - ich habe sehr viele "Gleichgesinnte", die sich regelmäßig treffen (wobei Anwesenheit KEINE Pflicht ist), die gemeinsame Dinge unter nehmen als da wären......Besuch eines Wildparks, Organisation einer Premiere Filmvorführung mit Sabine Marina *kleine graue Wolke*, gemeinsame Essen und, und, und - in einer Selbsthilfegruppe gefunden. 

Vielleicht eine Möglichkeit für Dich ?!

Woher kommst Du denn ?!

 

Ach, ich stelle mich auch einmal vor :rolleyes:

Ute, 53 Jahre alt, verheiratet seit 1987 mit dem aller-aller-aller bestem Mann von Welt, meine MS wird am 07.05. zwanzig Jahre alt.

 

LG. Ute

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Hi Runner,

noch ein "Freund", der sich diesbezüglich zu Wort meldet :rolleyes: Ich bin Melanie, 49 Jahre alt und - wie alle anderen hier - mit dem aller aller aller allerbesten Mann der Welt verheiratet.

Es wurde hier schon erwähnt, aber ich kann auch von mir sagen, dass ICH mich auch verändert habe. Dadurch, dass ich einige Dinge nicht mehr mitmachen kann (große Veranstaltungen besuchen, ausgedehnete Shoppingtouren i. versch. Geschäften = typisch weiblich halt :biggrin:. Es kommt für mich auf die Qualität einer Freundschaft an, nicht auf die Quantität. Ich habe zwei sehr sehr gute Freundinnen (ja, es waren mal mehr), die ich auch Nachts anrufen könnte, wenn es mir schlecht ginge. SIe sind immer für mich da - immer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Wir treffen uns regelmäßig und haben viel Spaß.

Ich habe auch gemerkt, dass sich nachdem ich die Diagnose 2008 erhalten habe, sich etwas verändert hat in meinem "Freundeskreis". Es gibt Menschen, die reden nur, aber wenn es dann darauf ankommt, hört und sieht man nichts mehr von denen. DIe gibt es leider. Damit musste ich mich abfinden und letztendlich ist es so, dass ich ihnen eh nicht wichtig war. Etwas anderes hat mich diese Erfahrung nicht gelehrt.  SIcher tut es weh, wenn sich einige Menschen von einem zurückziehen. Aber es kommen im Laufe der Jahre anderere, wunderbare Menschen dazu........

 

 

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