Liebe PSP und Community Mitglieder,

unser Forum ist nun seit langem ein Teil unserer Aktiv mit MS Seite. Durch eure zahlreichen Beiträge und Kommentare blicken wir auf eine spannende und austauschreiche Zeit zurück. Da die Beiträge im Laufe der letzten Jahre immer weiter abgenommen haben, mussten wir nun eine schwere Entscheidung treffen und werden das Forum zum 15.12.22 schließen.

Die Beiträge werden bis auf Weiteres sichtbar sein, können ab dem genannten Datum jedoch nicht mehr kommentiert werden. Auch die Funktion neue Beiträge zu posten werden wir zu diesem Termin abschalten.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern ganz herzlich für den langjährigen Forumsaustausch und hoffen euch zukünftig mit neuen Ideen bereichern zu können.

Euer Aktiv mit MS Team

Forumregeln
Änne F

BU & Alternativen

16 posts in this topic

Hallo zusammen,

ich bin 24 und habe Ende letzten Jahres meine Diagnose bekommen.  Ich arbeite schon, habe aber noch keine BU.  Mir wurde gesagt, darauf hätte ich jetzt keinen Anspruch mehr. Stimmt das? Und falles ja,  welche Alternativen gibt es? Was würdet ihr mir empfehlen?

Mir geht es gut - noch. Aber früher oder später werde ich wohl nicht mehr zu 100 % arbeiten können...

Vielen Dank für eure Tipps!

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Hallo Änna,

 

klassischer Fall von Pech gehabt... bei dem Antrag einiger Versicherungen muss man Gesundheitsfragen beantworten, weil die Versicherung das Risiko abschätzen muss und das klassische brennende Haus natürlich nicht mehr versichern kann und will. Es gibt Produkte, die man dennoch abschließen kann. Allerdings ist das in einem Forum schwer zu klären (ich sag das aus beruflichem Wissen). Sinnvoller ist, wenn du dir einen Versicherungsmakler suchst, der arbeiten nicht für die Versicherung.

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Hallo Änne,

für eine Berufsunfähiskeitsversicherung ist es jetzt zu spät. Ich habe meine BU vor über 15 Jahren abgeschlossen, die auch ohne Probleme die Rentenzahlung anerkannt hat, als es soweit war.

Aktuell (Zinsniveau) ist es wahrscheinlich schwierig eine private Rentenversicherung zu finden, die auch für den Kunden lukrativ ist.

LG

carwo

 

 

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Wenn Du Dir mal die Zahlen zur Erwerbsunfähigkeit bei MS Erkrankung ankuckst, wird schnell klar, dass keine Versicherung mehr eine mögliche Berufsunfähigkeit bei dieser Krankheit absichert. Kaum ein MS`ler schafft es, noch arbeitsfähig die Regelaltersrente zu erreichen. Die paar Wenigen denen das gelingt, sind zumeist "Spätberufene". Also Betroffene, die das Glück hatten, erst mit 50 oder noch später zu erkranken. Aber selbst in diesem Alterssegment gibt es noch genügend vorzeitige Ausfälle.

Von der Kontaktierung eines Versicherungsmaklers kann ich übrigens nur dringend abraten. Diese haben (in aller Regel) nur ihre Provision im Auge und sind für eine seriöse und realistische Beratung absolut ungeeignet.

So leid es mir tut: für einige Dinge im Leben ist es einfach manchmal zu spät und es lässt sich auch nicht mehr nachholen.

 

 

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C3PO tschuldigung, aber das was du verbreitest sind schlicht Lügen. Das ist wie jeder Arzt will nur seine Medis loswerden, alle MSler sind Hypochnder etc. pp. Klar gibt es Makler, die ihr Provision sehen, aber es gibt auch Autohändler, die nur verkaufen wollen, Kleidungshändler, die dir einreden, dass das Presswurstkleid gut aussieht etc. Aber im Grunde gilt auch hier, hingehen und dem eigenen Bauchgefühl trauen, es gibt genauso viele schwarze Schafe, wie überall.

 

DAS musste ich jetzt mal als Versicherungsmaklerin sagen!

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Hey,

die einzige Versicherung die noch möglich ist und etwas das Risiko abdeckt ist die Pflege-Bahr. Die Leistungen sind ok und der Beitrag nicht so teuer. Ich habe die für mich gemacht aber muss mich da nochmal schlau machen wie sich die Beiträge zukünftig entwickeln. 

Allerdings ist die nur klasse wenn man früh zum Pflegefall wird. Im hohen Alter rechnen sich die ganzen Pflegeversicherungen ja kaum.

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Vielen Dank für eure schnellen Antworten! Ich habe schon einen "unabhängigen" Versicherungsberater gefragt; der war nur leider auch etwas ratlos. Deshalb wollte ich mich hier mal erkundigen. 

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vor 6 Stunden, Famous hat geschrieben:

C3PO tschuldigung, aber das was du verbreitest sind schlicht Lügen.

 

Naaa, da hat aber jemand einen ganz schlechten Tag. Aber von mir aus: ja, ja, Du hast natürlich Recht.

@ Änne F: Wenn Du eine gute, seriöse und unabhängige Beratung suchst, wende Dich an die Verbraucherzentrale oder die Arbeitnehmerkammer. Diese beraten neutral und frei von Eigeninteressen. Nur leider werden die Dir auch nichts anderes sagen, als dass jede mögliche  Absicherung gegen Berufsunfähigkeit leider zu spät kommt.

Sollte Dir irgendjemand irgendwann etwas anderes weismachen wollen, dann, tja, dann lügt derjenige tatsächlich.

 

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C3PO du bist einfach unverschämt. Das ist mir schon öfter in diesem Forum aufgefallen. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Ich bin raus aus diesem Thema hier... Verbraucherzentrale *lach*...das wird immer lächerlicher.

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Ich glaube wir brauchen hier nicht weiter groß diskutieren. Jede Versicherung die jemanden mit der Diagnose MS in eine BU ohne MS Ausschluß aufnimmt ist nicht seriös und hat es nur auf die Beiträge und Provisionen abgesehen. Am Ende wird sie zu 100% nicht zahlen.

Das einzigste was u.U. noch geht ist eine Gruppenversicherung über den Arbeitgeber.

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vor einer Stunde, Catweazle hat geschrieben:

Ich glaube wir brauchen hier nicht weiter groß diskutieren. Jede Versicherung die jemanden mit der Diagnose MS in eine BU ohne MS Ausschluß aufnimmt ist nicht seriös und hat es nur auf die Beiträge und Provisionen abgesehen. Am Ende wird sie zu 100% nicht zahlen.

Das einzigste was u.U. noch geht ist eine Gruppenversicherung über den Arbeitgeber.

 

Danke Catweazele! :smile:

***************************

Liebe Änne F.

Die Frage ist, wie Dein Renten-Vorsorgeversicherungsverhältnis ist, dementsprechend gibt es passende Berater:

  • gesetzlich versichert?  --> Rentenberater (kostenlos, da Ehrenamt! oder von Gemeinde gestellt / Schweigepflicht)
  • gesetzlich versichert & Arbeitgeber-Zusatzversicherung ---> Rentenberater (s. o.) + Betriebsrat (hat Schweigepflicht!) + Versicherer (hier ist die Beratung auch kostenlos, allerdings sind die Beratungen tendenziell und nicht immer, an die Schweigepflicht gegenüber dem Arbeitgeber gebunden, je nach Rahmenvertragsbedingungen!!!)
  • staatlich abgesichert (verbeamtet) --> Rentenberater (s. o.)
  • privat versichert --> Versicherungsberater(Schweigepflicht, das DU der erste Vertragspartner bist!) , bzw. unabhängiger Versicherungsmakler (diese sind i. d. Regel. für die Kunden kostenfrei, da über die Versicherungen bei Vertrags-Abschuss die Leistungen ausreichend honoriert werden. So ist eine Arbeit pro Klient individuell möglich, diese halten sich im Eigeninteresse an die Schweigepflicht Vereinbarung mit Ihren Kunden, da durch Positivbewertungen und Mundzumundpropaganda deren Unternehmen lebt!))

Zur Info:

Die früher als "Erwerbsunfähigkeit"/ "Berufsunfähigkeit" (im Volksmund) bezeichnete gesetzliche Rente, heißt heute:

Erwerbsminderungsrente (EM-Rente)

Diese wird als teilweise-EM-Rente und/ oder als volle-EM-Rente gewährt und bezahlt, wenn die Antragstellerin/ der Antragsteller nicht mehr voll Erwerbsfähig ist. Die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit wird von Ärzten und Gutachtern festgestellt (Reha-kann in Verbindung mit vorheriger Feststellung Gutachterstatus haben, MUSS aber nicht!!!)

Ich empfehle Dir, Informationsmaterial von Deinem Rentenversicherer & falls vorhanden dem Zusatzversicherer zu beziehen. Diese gibt es in der Regel, auf den Onlineportalen auch als PDF-Broschüren herunter zu laden.

 

Meine individuelle Erfahrung:

Die beste Erfahrung hatte ich mit der direkten Rentenberatung (DRV-Bund)...da war allerdings schon "die Katz in den Brunnen gefallen" = ich konnte nicht mehr arbeiten.

In Italien habe ich die beste Kommunikation und Erfahrung mit dem gewerkschaftlichen- Patronat (INAIL)

Mit privaten Versicherern habe ich ausschließlich eine Abklärung der Vertragsbestandteile, im Falle....X...Y gehabt. "übersetzt" hat mir alles ein befreundeter unabhängiger Versicherungsmakler.

Meine schlechtesten Erfahrungen habe ich mit dem VdK --> das lag am regionalen Vertreter, der wohl noch im kriegsversehrten/ rechten Gründungsflügel verankert war. Da passte ich nicht ins Bild.

Wobei ich sonst viel positives über diesen beratenden Sozialverband höre. (Hier wird ein Mitgliedsbeitrag erhoben)

Meine zweitschlechteste Erfahrung habe ich mit dem Verbraucherschutz: Nach ewigen Versuchen zu einem persönlichen Gesprächspartner zu kommen, habe ich aufgegeben und mich an die 2 Tage dauerbelegte Hotline gewandt. Nach glücklichen 2 Tagen hatte ich endlich Freizeichen, bekam auch jemand an die Leitung :-))) ....mit dem Erfolg, dass ich erfahren musste, dass die betreffende Mitarbeiterin gerade im Krankenstand sei (???wie haben die nur eine für EM-Renten???). Das nicht ganz 2-minütige Telefonat, kostete mich auf meiner flattrate, dann mal eben schlappe 30,00€ pauschal!!!

Als beharrlicher Mensch habe ich nach voraussichtlichem Ende des Krankenstandes der Mitarbeiterin, nochmals angerufen. Nach 1/2 Tag besetzt, endlich meldete  sich das Freizeichen. Ich erfuhr, dass die betreffende Person nun in einer Fortbildung weile = wieder 30,00€ pauschal auf der Telefonrechnung!!!

Mein letzter Versuch die Mitarbeiterin zu erreichen, war dann irgendwann erfolgreich. Das Gespräch dauerte ganze 27 Minuten = 60,00€ pauschal auf der Telefonrechnung. Die Essenz daraus war: sie wisse auch nicht, was in meinem Fall zu machen sei....das hätt sie auch in 2 Minuten sagen können :angry:

Zu bemerken sei:

In dieser Zeit war ich ohne Einkünfte, da mit beidseitiger  Optikusneuritis nicht erwerbsfähig! Und es war den deutschen Versicherern (Krankenvericherung) nicht klar, in welchem rechtlichen Status ich mich befand, weil Jahre im Ausland gearbeitet und noch nicht lange genug (?) in Deutschland (eingezahlt).

Diese 120,00€ waren der Hammer!!! Ich habe darüber später schriftlich (das ging dann wieder!) eine Beschwerde über das Kontaktformular des Verbraucherschutzes eingereicht. Mit der Antwort: Sehr geehrte Frau...Wir bedauern, dass sie sie kostenintensive Option, der Telefoberatung gewählt haben. Wir sind an die Anbieterpreise gebunden, die eine Zeitpauschale vorsieht....bla, bla, bla.... / Zurück gab es nix, nado, niente :ohmy:

Inzwischen bin ich klüger ;-)

 

In diesem Sinne, bleib stabil :kopfhoch:

LG Lotte

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Catweazle du nennst doch selbst eine Möglichkeit. Da gibt es noch mehr. Allerdings muss man dazu ne vernünftige Beratung haben.

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Danke, liebe Lotte, für Deine ausführliche Nachricht! Das hilft mir weiter :-)

Und auch an alle nochmal Danke!  Jetzt hab ich schon mal ein paar Ansatzpunkte...

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vor 7 Stunden, Famous hat geschrieben:

C3PO du bist einfach unverschämt.

 

Du unterstellst mir, dass ich Lügen verbreite und dann bin ich unverschämt? Na Du bist ja ein lustiger Vogel! Aber wieder mal: ja, ja, Du hast natürlich Recht.

Und Gott sei Dank ist Dein Ton ja immer angemessen und freundlich...

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Mit MS ist laut unterschiedlichen Ratgebern keine BU. Das ist Fakt. Der Ausschluss ist bisher die einzigste Möglichkeit um eine BU zu erhalten. Doch man kann davon ausgehen, dass Versicherer auch hier in den nächsten Jahren ihre Sicht ändern werden. Denn laut https://www.dbu-brb.de/fibromyalgie/ gibt es zum Beispiel Änderungen für die Aufnahme in die Bu bei Fibromyalgie. 

 

Wirkliche Alternativen gibt es meiner Meinung nach leider nicht. 

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Nur mal so am Rande: im Spiegel war letztens ein Artikel zu dem Thema.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/berufsunfaehigkeit-auf-versicherungen-koennen-kunden-sich-nicht-verlassen-a-1140717.html

 

Was man daraus definitiv schließen kann: sehr sehr genau hingucken.

nebenbei, ich habe einen Bekannten, der kann wegen eines Unfalls nicht mehr in seinem alten hochqualifizierten berugf arbeiten. Hat seit Anno Tuck ne BU.

Der letzte Einwand, den sie brachten war: aber sie können doch noch als Pizzalieferant arbeiten oder so. (das gab dann den letzten geharnischten Widerspruch und nun ist das Thema durch).

 

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