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enzian69

Führerschein und MS

21 posts in this topic

Hallo,

Ich habe vor kurzem eine "Entdeckung" gemacht im Internet. Ich habe mich bei der Führerscheinstelle gemeldet und laut meiner Behinderung mit MS ist es dringend Erforderlich das Ich ein ärztliches Gutachten von einem Verkehrsmediziner(Neuro/Psycho) machen muss. Sonst kann es passieren das Ich meinen Führerschein verliere. Weil: Versicherungstechnisch kann es bei einem Unfall mit Pkw (auch wenn nicht verschuldet) dazu kommen das sich die Versicherung querstellen könnte. das heißt Quasi nichts bezahlen werden. Die Kosten für das Gutachten muss man aber selbst tragen.  Ich habe ein GdB von 100% mit B,G u.aG. Fahre schon seit 38 Jahren Unfallfrei. Ich möchte nicht Prahlen, aber Ich bin eigentlich ein guter Fahrer mit übersicht. Ich einen Rollstuhl, nur das Einladen macht mühe. Bin drann an einen Rollstuhllift für Pkw. Hat jemand schon ne Ähnliche Erfahrung gemacht und könnte mir evtl Ratschläge geben? Wäre euch sehr verbunden.

 

Lg enzian

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Hallo Enzian,

was hast Du für eine Entdeckung im Internet gemacht. Man kann darüber nur etwas schreiben, wenn man Deine Entdeckung kennt.  Du hast zwar eine hohen GdB und einige Merkkennzeichen, das kann aber nicht alleine der Grund sein.

 

LG Longracer

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Hallo Longracer

Ich vergas zu erwähnen, das ich mich nach einer Rollstuhlladehilfe für mein Pkw schlau machen wollte. Anbieter gibt es ja einige. Dabei kam Ich auf eine Seite

die eine Aufklärung gab wie Ich mich verhalten sollte bei einer Behinderung und Autofahren. Es könnte ja sein das Ich nicht in der Lage währe um ein Pkw zu fahren zu dürfen, deßhalb dieses Verkehrsgutachten. Dieses läuft gerade und Ich warte nur noch auf einen Termin. Die von der Führerscheinstelle waren erst etwas Erstaunt das Ich mich selbst gemeldet hatte. Sie kämen nur mit den Fällen in Kontakt wo es schon zu spät war und Leute nach Unfällen von Versicherungen zu Gutachten gezwungen wurden, oder den Führerschein verloren oder...., eben wegen einer Behinderung die nicht im Führerschein kenntlich ist ( Da gibt es einige Ausschlüsse wie zb: Nur mit Brille , nur Automatik, oder nur mit Lenkradbedienung ectr....)Wie auch immer, jetzt läufts, schaun ma mal.

Trotzdem vielen Dank für Deine Nachfrage

Lg enzian

 

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Hallo zusammen,

Ich war im letzten Jahr nach einem heftigen Schub in der Reha. Dort wurde mir in der Neuropsychologie mitgeteilt, dass man bei neurologischen Erkrankungen einen fahreignungstest braucht. Sonst kann bei Unfällen passieren, dass du den Führerschein los wirst. Die gesetzliche Grundlage suche ich nachher mal raus.

Sie hat uns auch mitgeteilt, dass bei Nichteignung die rehaeinrichtung , Ärzte... dir den FS nicht wegnehmen können/dürfen. 

Von Test bei DEKRA und Co hat sie abgeraten, weil diese dir den FS entziehen dürfen.

Ich habe In der Reha den Test gemacht und im ersten anlauf nicht bestanden. Kognitive Einschränkungen. Reha wurde verlängert und ich habe gezielt Training bekommen. Den nächsten Fahreignungstest hstte ich bestanden. Habe es  schriftlich. Allerdings muss das nach jeden Schub oder Verschlechterung wiederholen. 

Inzwischen darf ich(lt. Einschätzung des Neuro) auf Grund körperlicher Einschränkungen nur Auto mit Automatik fahren. Nur blöd, dass ich mir vor 2 Jahren ein neues Auto mit Schaltgetriebe gekauft habe.

LG Ilona 

 

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Alles klar Enzian.

Wenn man sich bei solchen Sachen nicht sicher ist, erkundigt man sich am besten bei der DMSG. Die kennen sich rund im die MS aus und wissen dann auch was man am besten für Massnahmen ergreift.

LG Longracer

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Vielen Dank für die Info Longracer,

Man weis zwar vieles, doch vieles geht an einem vorbei.

Für nützliche Tipps bin sehr dankbar.

Mfg enzian

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Hallo,

also eigentlich ist es völlig logisch und jeder hat es mit seinem Führerschein gelernt, vor Fahrtantritt ist eine Fahrtauglichkeit zu prüfen. Wenn man auf Grund einer dauerhaften Einschränkung unsicher ist, gibt es Prüfstellen, wo man sich objektiv testen lassen kann. Das nimmt einem jedoch nicht die Pflicht ab, selbst vor jeder Fahrt darüber nachzudenken, ob man in vollem Umfang tauglich ist. Gerade bei MS kann das ja auch täglich wechseln.

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Hallo Famous,

danke für Deine klärende Worte. Ich bin ein sicherer Fahrer, was auch von allen die mich kennen auch bestätigen. Sicher fahre Ich nicht an Tagen wo es mir nicht gut geht ( ist eigentlich logisch ). Ich hatte nur die ganze Zeit, Keine Zeit, weil Ich so viele Baustellen mit mir und diverse Ämter hatte,  und wurde auch von meinen Ärzten weder darauf angesprochen oder aufgeklärt. Im nachhinein erscheint ja alles Logisch, nur wenn Du Probleme hast, ist nichts mehr logisch.

Ich habe schon vor 4Jahren auf Automatik umgestellt, weil mein linkes Bein betroffen ist( Lähmung), ansonsten habe Ich keine bis wenige Neurologische Probleme. Linkes Auge Doppelbilder, ist aber mit Prismenglas korrigiert. Taubheitsgefühle in Händen und Beinen ( ist aber nur Tastgefühl und hat nichts mit der Kraft zu tun.)

  Lg enzian

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Hallo enzian,

das war kein persönlicher Angriff nur eine Feststellung. Es gibt ja auch Leute die mit Gipsbein Auto fahren... weil sie sich schlicht darüber nicht im klaren sind, dass das eine Einschränkung bedeutet und weil sie ja "immer gute Autofahrer" sind.  Wenn du dich gut einschätzen kannst und das vor jeder Fahrt tust und es keine Einschränkungen gibt, welche nicht bereits durch z.B. Automatik ausgeglichen wurde, wird dir bei dem Gutachten auch "nichts passieren". Eventuell wird dann in deinem Führerschein vermerkt, dass du nur noch mit Automatik fahren darfst, aber das ist ja eigentlich auch kein Ding.

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Hallo enzian,

in dem Zusammenhang Schwerbehinderung und Fahrerlaubnis (Führerschein) hatte ich anfangs auch ein Misstrauen. Als ich von der Schwerbehinderung wußte, überlegte ich auch es beim Versorgungsamt zu beantragen, weil ich Steuervergünstigungspauschale, Kfz-Steuerermäßigung und Behinderungsparkschein haben will.

Nach dem Antrag fiel mir aber ein, was nun passieren könnte, wenn das Versorgungsamt von meiner Fahrerlaubnis und dem zugelassenem Auto erfährt? Da ich selber entscheiden wollte, wann ich nicht mehr fahren kann, wurde der Antrag zurückgezogen.

Später erst erkannte ich, dass es nicht üblich ist, dass das Versorgungsamt sich im Antragsfall über meine Fahrerlaubnis und zugelassenem Auto erkundigt, und beantragte die Anerkennung der Schwerbehinderung nochmal.

Aber es würde mir nie einfallen, mich freiwillig bei der Führerscheinstelle vorzustellen, mit der Bitte, die Fahrfähigkeit zu überprüfen. Weil Du das getan hast, ist die Führerscheinstelle verpflichtet Dich regelmäßig, und auf Deine Kosten, auf Fahrtüchtigkeit zu überprüfen.

Du hast damit Deine Selbstverantwortlichkeit aufgegeben. Ändern kannst das nicht mehr. Das Amt weiss jetzt über Dich bescheid und muss handeln!

Deine Einschätzung ein guter Autofahrer zu sein, hilft da nichts. 

Ich will  Dich damit nicht erschrecken, aber es Dir bewußt machen.

 

Freundliche Grüße von
Joschka

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Hallo Joschka,

vielen Dank für deine Antwort. Mir war es durchaus Bewusst, das Ich dann Regelmäßig ne Überprüfung machen muss. Nur leider ist bei einem z.b. Unfall mit Pkw oft auch die Versicherung Interressiert ob Du überhaupt in der Lage wärst ein Pkw fahren zu dürfen, und dann kann es sehr, sehr Teuer werden. Egal ob Schuld oder nicht. Da nehme Ich dann lieber das "kleinere" Übel in kauf. Aber trotzdem Danke für Deine Ausführung.

 

Mlg enzian

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Hallo enzian,

das kann nicht sein, dass Menschen, welche glauben, dass deren Versicherung im Schadensfall nicht zahlt, weil sie vielleicht nicht mehr ausreichend fahrtüchtig waren. 

Das geht so nicht. Der Gesetzgeber verlangt noch nicht, ab einem gewissen Alter oder Gebrechlichkeit, die Fahrtauglichkeit zu überprüfen. Auch 100-jährige dürfen noch ohne Gesundheitsprüfung ihr Auto fahren, sofern sie das wollen. Deren Haftpflichtversicherung muss das Risiko hinnehmen und im Schadensfall zahlen. 

Ob eine Versicherung einem 100-jährigen einen Haftpflichtneuantrag anbietet, ist eine andere Frage.
Es gibt aber Gesetze, welche Betrunkene oder Drogensüchtige das Autofahren verbietet. Tun sie das trotzdem, muss deren Haftpflichtversicherung den Schadensfall zwar bezahlen, darf aber Betrunkene oder Drogensüchtige auf Rückzahlung verklagen.

Freundliche Grüße von
Joschka

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Hallo…

 

Ich fahre seit über 50 Jahren, (und davon 30 Jahre lang mit der Behinderung) immer mein eigenes Auto und absolut unfallfrei . Meine Haftpflicht weiß davon und hat es z. Kenntnis  genommen.

Die Versicherung interessiert  m.M.  nur für verursachte Unfälle. Weder ob du ein guter, schlechter oder behinderter Fahrer bist.

 

Auch habe ich von Beginn meier Behinderung an die Steuerbegünstigung in Anspruch genommen, da  Öffentlichen  Verbindungen bei uns nicht gegeben waren, ich also unbedingt auf Auto angewiesen war.

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Sorry Joschka,

 

aber Leute wie du sind schuld daran, dass es eben solche Prüfungen gibt und die Versicherung im Zweifelsfall auch dazu neigt eine Fahrtauglichkeit anzuzweifeln.

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Hallo Leute,

es gibt keinen Grund, jetzt über ein für oder gegen ein Gutachten zu Diskutieren. Ich halte Euch auf dem Laufenden darüber. Ich habe am kommenden Freitag einen Termin bei einem Neurologen (Er darf ein Verkehrsgutachten Durchführen). Führerscheinstelle gab mir eine Liste mit ca.40 Neurologen, die Ich mir selbst aussuchen konnte. Jedenfalls gebe Ich Euch Bescheid was rausgekommen ist. Bis Bald.

 

Lg enzian

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Hallo W E R ? und alle anderen, Ich kann Euch nur Mitteilen....Freude..Freude..Freude. Mein Gutachter war sehr freundlich und sehr an meine Geschichte Interesiert. Ich habe alles mit Brawour bestanden. Im Bericht steht nur, klar nur Automatik und Ich muß keine weitere Verkehrsgutachten machen lassen.

Alle 1-2 Jahre benötige Ich nur einen Befundbericht von meinem Behandelnden Arzt, den Ich der Führerscheinstelle vorlegen muss. Sonst nicht. Prima, war zwar echt Teuer( 416.- Euro ) aber hat sich gelohnt. Er sagte noch zu mir, das jeder der irgendeine Behinderung hat sich besser begutachten lassen sollte, weil gestern (ich weis jetzt nicht mehr wo) einer junger Mann einen  epileptischen Anfall beim Autofahren hatte , und eine Frau dabei getötet wurde. Der Junge Mann hat jetzt ein Problem, weil er hätte ohne Gutachten kein Auto fahren dürfen. Denn die Selbstverantwortung nimmt Dir keiner ab, ob es jetzt ein Gesetz gibt oder nicht. Also ein Tipp an jeden: Wer irgendeine größere Beeinträchtigung hat, welcher Art auch immer, sollte lieber in den sauren Apfel beissen und sich begutachten lassen. Dann haste was auf der Hand, das dir niemand absprechen kann.

Genug der Worte, Ich wünsche Euch allen alles Gute und Danke für Eure Beteiligung

 

Mlg enzian

 

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hallo enzian69

ich gratuliere dir ganz ganz herzlich und freu mich riesig mit dir.

Wünsche die allzeit gute, unfallfreie Fahrt und dass du viel Freude hast und viele KM machst.

Ich war und bin auch ein begeisterter Autofahrer.

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Hall0 W E R ?

Danke für die Glückwünsche, und Dir ebenso alles Gute und eine unfallfreie Zeit

Lg enzian

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Hallo enzian,

gut so, wenn es Dir Sicherheit gibt und das Füherscheinamt Dir nach der Prüfung die Fahrfähigkeit bestätigt hat. Die vorherige Angst ist für Dich vorbei und Du traust Dich wieder mit Deinem Auto auf die Straße.

Ich habe aber auch ohne Prüfung keine Angst. Es geht dem Amt einen Dreck an, ob ich  mich gut genug für die Strasse fühle. Es gibt schon genug Gesetze, wer autofahren darf. Der Rest ist Eigenverantwortlichkeit. 

Und von diesem Rest nehme ich mir mein Recht!

Freundliche Grüße von
Joschka

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