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SilkeL

ambulante Lumbalpunktion

16 posts in this topic

Hallo Zusammen,

Dienstags war ich bei meinem behandelnden Neurologen in meiner Region.

Ich hatte ein Lumbalpunktion an einer Klinik mit unschönen Begleiterkrankung.
Migräne, Übelkeit und Erbrechen.

Es geht darum, dass mein Neurologe mir eine zweite Lumbalpunktion ambulant
durchführen will.

Was für Erfahrung habt Ihr mit Lumbalpunktion gesammelt. Ambulant oder
besser Stationär?

Gruß
Silke

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Hallo Silke,

leider wird den meisten nicht mitgeteilt, das sie den ganzen Tag am besten auf dem Bauch liegend verbringen sollen bis sich das Defizit von Flüssigkeit wieder ausgleichen kann.

Bei mir wurde leider auch die Lumbalp. versucht von einem Neuling ohne das er Flüssigkeit bekam. Erst war es extrem wichtig, aber dann hiess es, es gibt genügend Merkmale wodurch die MS sich auch so bestätigt. Ich ließ mir bis heute keine weitere Punktion machen.

Ich habe übrigens seit 1999 im Nov. selbst MS und leite in NW-Weinstraße einen Stammtisch  seit über 15Jahren.

Liebe Grüße

nwmoni

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Hallo,

also meine LP wurde ambulant bei meinem Neuro durchgeführt, ohne Probleme oder sonstige Beschwerden....Musste nach der LP 2h in der Praxis liegen bleiben, aber auf dem Rücken, Bauchlandung habe ich noch nie gehört und mir wurde direkt noch eine Flasche Wasser hingestellt und ich sollte Viel trinken . Nach 2h durfte ich gehe und mir wurde gesagt das ich mich möglichst schonen soll, viel liegen und trinken. Alles befolgt und keine Probleme gehabt. 

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Hallo Silke,

warum soll bei dir eine 2. Punktion durchgeführt werden? Besteht ein Verdacht auf eine andere Erkrankung?

Mir ging es nach der Lumbalpunktion fast genauso schlecht wie dir - höllische Kopfschmerzen und Übelkeit. Allerdings haute das mit dem Liegenbleiben bei mir auch nicht wirklich hin, da ich durch das viele Trinken ständig unterwegs zur Toilette war.

Wenn sich zuhause jemand um mich kümmern kann, wäre mir eine ambulante Untersuchung lieber.

LG Tina

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Hallo Tina,

Im Augenblick befasse ich mich mit dem Thema Lumbalpunktion.

Es gibt zwei verschiedene Nadeln die für eine Lumbalpunktion in Frage kommen.

  • traumatische und atraumatischen Nadel

https://www.dgn.org/leitlinien/2424-ll-84-2012-diagnostische-liquorpunktion

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

  • Vor Durchführung der Lumbalpunktion sind die Indikationen und Kontraindikationen zu prüfen.
  • Die Entnahme des Liquors setzt das Einverständnis des einwilligungsfähigen Patienten voraus.
  • Die Punktion muss von Ärzten durchgeführt werden, die über entsprechende Erfahrung verfügen, oder unter der Aufsicht eines Erfahrenen erfolgen.
  • Die Öffnung der Punktionsnadel sollte so eingestellt werden, dass sie parallel zur Verlaufsrichtung der Durafasern liegt.
  • Für die Auswahl der Punktionsnadel können keine verbindlichen Empfehlungen gegeben werden, da widersprüchliche Untersuchungsergebnisse zu den Vorteilen der verschiedenen Nadeln vorliegen bzw. keine Studien unter definierten Bedingungen durchgeführt worden sind.
  • Es bestehen Hinweise, dass die Punktion mit einer atraumatischen Nadel mit einer geringeren Inzidenz postpunktioneller Beschwerden verknüpft ist.
  • Die Häufigkeit des postpunktionellen Syndroms korreliert invers mit dem Alter und Body-Mass-Index (BMI); es kommt bei Frauen und Patienten mit Kopfschmerzanam­nese häufiger vor. In Abhängigkeit von diesen Einflussgrößen empfiehlt sich daher die atraumatische Nadel bei Patienten mit kombinierten ­Risikofaktoren (weiblich, jüngeres Alter, geringer BMI und positive Kopfschmerzanamnese).

Die erste Lumbalpunktion war für mich eine Katastrophe. Aus diesem Grund brauche ich Bedenkzeit, ob ich einer weiteren Zustimme.

Mein Neurologe meinte, dass die Klinik nicht alle Werte im Labor untersuchten. Er will herausfinden, ob mein Körper gegen eine andere Krankheit Antikörper gebildet hat. Beispielsweise Masernviren.

Dr. Rose ZI Mannheim meinte, dass die T2 Herde im Gehirn und Rückenmark, eine Multiple Sklerose nicht ausschließen. Das aktuelle MRT Kopf zeigt, dass keine weiteren T2 Herde dazugekommen sind. Die oligonalen Banden im Nervenwasser, waren falsch negativ. Der IGG (L) Wert ist erhöht.

Im Augenblick nehme ich Copaxone 40 mg.

Die Ärzte sind sich unsicher, ob es sich um die schubförmige oder primär progrediente Verlaufsform handelt.

Gruß

Silke

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Hallo Silke,

ehrlich gesagt blicke ich es bei dir nicht so wirklich. Du schreibst, Dr. Rose schließt eine MS nicht aus, also scheint man sich nicht sicher zu sein, ob es überhaupt MS ist.

Dann wiederum schreibst du, dass die Ärzte sich unsicher sind, um welche Verlaufsform es sich handelt.  Also ist man sich doch sicher, dass du MS hast?

Und wieso will dein Neurologe dich auf Anti-Körper untersuchen? Was soll das bringen?

Und auch die Untersuchung für die Verlaufsform finde ich merkwürdig.

Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass du als Versuchskaninchen herhalten sollst, zumal dein Arzt dich aufgefordert hat, dich in einer Uni-Klinik über laufende Studien zu informieren.

 

 

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Hallo Silke,

Ich sehe das genau wie Morgenmuffel.

Hier mein Erfahrungen mit der LP: die war stationär, zum Glück. Beim 3. Anlauf hat es dann auch funktioniert. Die ersten beiden waren sehr schmerzhaft. Da ich nicht wusste, ob es weh tut oder nicht, habe ich auch nichts gesagt. Nach dem 2. Versuch hat die Ärztin mir erklärt, dass ich gleich sagen soll , wenn es weh tut.  Normalerweise schmerzt es nicht, sagte sie. 

So war es denn auch. Hinterher sollte ich flach liegen und schön trinken. Ich hatte etwas Kopfweh, aber nur leicht. Ich hatte ha Ruhe.  

Ich würde die Notwendigkeit noch mal abklären lassen, ggf. Über Zweitmeinung a6ch wegen der Verlaufsform.

LG Ilona 

 

 

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Hi,

einfach weil Du nach Erfahrungen fragst und ich immer fionde, da darf man auch schreiben, wie es bei einem war.. ohne Panikmache, ich halt es nur für sinnig, zu wissen, es kann so und auch so..

 

Eigentlich alle, die ich kenne, sagen, bei ihnen wars easy. Eben Kopfweh mal, aber nicht doll, viel trinken, matt.

Finde ich absolut beneidenswert, denn ich hatte leider das Pech, dass ein Nerv getroffen wurde,w as wirklich recht unschön war. (ich sag immer: hau dir ne gusseisenre Bratpfanne auf den Kopf, aber mit richtig wumms.. dann hast du vielleicht eine Vorstellung.. es war,a ls ob ein glühender Schmerz ins Bein runterschießt, zurück in den Kopf und dort gleißend explodiert. )

 

Ich war eh stationär, aber ich hätte definitiv nicht, auch nicht nach z.B. 2h heimfahren können. selbers chon gar nicht und mit Öffis hatten die vermutlich die Rettung gerufen, so wie ich neben mir stand.

Ca 1h war ich gar nicht ansprechbar.. nein, und ich bin keine Memme.. Ich weiss es einfach,w eil meine Zimmernachbarin eine blinde alte Dame war und mir später erzählte, sie habe wiederholt die Schwester hergeklingelt, weil ich "so fürchterlich geschnauft" hätte.. und "auf nichts regiert".

 

Es war echt wie ein totalles kaltes Reset beim Computer.. bis das System wieder hochfährt, dauert es.

Wie gesagt, ich hab noch nicht einen getroffen,der diesen Jackpot auch erwischte.. aber mein Neuro hat mir später mal was dazu erklärt.

 

(PS: ich weiss, dass ich später, noch im KH, paarmal fragte,w as das war.. da hat keiner was dazu gesagt. Wär ja vielleicht nett gewesen, hätte mir einer auch nur irgendwas  dazu erklärt.. denn natürlich war ich echt irritiert,w as das gewesen ist).

Kopfschmerzen waren übelst, Rücken fühlte sich an der Stelle lange instabil an.

Ich geb zu: ich würde mcih nicht um eien Wiederholung reißen.

 

Nun ja, also ich würde eben sagen: wenn mans ambulant macht.. dann vorher organiesieren,d ass man abgeholt wird. Und wenns eben nur ein begleitender Freund in der U-Bahn ist.

Und wie gesagt: ich kenne echt einige Leute mit MS und die kucken mich alle zweifelnd an,.. denn die hatten eben vielleicht Pieks und Kopfshmerzen, aber niemand die Bratpfannenvariante.

Wofür ich jeden beneide ;-)

 

Ich seh das so: mir haben auch x Leute gesagt, meine Paradontosebehandlung wird eeeecht unangehm werden.

Und ich fand dann, bis auf die vielen Piekser zur Betäubung war das nen Kindergartenausflug.

Der Zahnarzt hat sich weggelacht, als er sagte: so, Frau H, nun sind wir für heute fertig".. und ich total ungläubig fragte "wie,e cht jetzt? Aber das hat ja gar nicht wehgetan?"

So muss man dergleichen wohl immer sehen.. wissen,e s kann so und es kann so.. und wenn dann positiv so, dann jippieh.

 

Ich find einfach urn wichtig, dass man beides weiss.. und sich nicht total bescheuert vorkommt, wenn es eben doch anders läuft als bei den meisten anderen.

Hört sich jetzt wohl irgendwie schizophren an, ja?

Naja.

 

;-))

Besten Gruß!

 

 

 

 

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hallo!

ich war ursprünglich wegen einer psychosomatischen reha in neustadt an der saale!...

dort meinte meine oberärztin nach 3 wochen anwesenheit:".... herr korti sohn ich vermute es ist was schlimmeres!?"

( ich konnte mir wegen einer ataxie kaum noch die schuhe binden und dachte es wäre eine spätdyskenesie!?)

also schickte sie mich in die kaum 250 meter entfernte neurologie....

dort angekommen setzte sich die junge und durchaus attraktive stationsärztin zu mir aufs bett und wollte mich

sofort von der LP überzeugen! ( ich verweigerte die LP und die stationsärztin sagte unter tränen wenn ich das nicht machen ließe könne ich sterben!!)

die oberärztin von der psychosomatik holte mich zurück und unter der von mir gebetenen bedenkzeit gewährte sie

mir eine woche und dann machte ein arzt bei mir die LP.... ( es ist einem jeden patienten die wahl des arztes der die LP macht frei überlassen!

; hab ich auch dazugelernt!)

ging dann reibungslos!

NIE WIEDER NIMMT MIR JEMAND NERVENWASSER!

NUN JA ;ich wollte damit nur sagen ambulant wäre für mich sehr gruselig....

 

alles gute silke!

LG

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@KORTI SOHN ambulant =gruselig, also das würde ich nicht so sehen, wie schon erwähnt , bei mir wurde sie ambulant gemacht und ich kann absolut nix negatives sagen, im  Gegenteil , würde es immer wieder so mache .

Ich denke entscheidend ist nicht ambulant oder stationär sondern WER die LP durchführt, bzw.wieviel Erfahrung der Arzt hat......

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@sarah1280

mittlererweile habe ich meinen neurologen gewechselt.....

das nur zur ergänzung! ( er konnte mir nichtmal blut abnehmen, das tat der andere arzt aus der gemeinschaftspraxis!)

sei es wie es sei! ( daher gruselig !)

LG

tschüss

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Es kommt nicht nur darauf an wer die LP macht, es kommt auch auf die anatomischen Verhältnisse an (Verkrümmungen/Vernarbungen in der Wirbelsäule) und wie man diese verträgt. Ich hatte in meinem bisherigen drei Lumbalpunktionen. Eine als Kind wegen einer Hirnhautentzündung. An diese kann ich mich nur noch wenig erinnern, außer dass ich diese als sehr schmerzhaft empfand.

Die LP zur Diagnose war fürchterlich. Bei der Punktion zappelten meine Beine und ich trat die arme Schwester die vor mir stand und mich festhielt und ich konnte die Zuckungen der Beine nicht steuern, dann bin ich komplett kollabiert und hatte einen kurzen Aussetzer.Es hat fürchterlich weh getan. Danach hatte ich wahnsinnige Kopfschmerzen trotz Bettruhe, Infusionen und viel trinken.

Später war ich bei einem schweren Schub, wo sich der Entzündungsherd anfangs nicht darstellen ließ und man ausschließen musste, dass es noch eine andere Erkrankung ist, eine weitere LP. Diese tat wesentlich weniger weh, die Beine zuckten weniger, aber ich bin wieder aus den Latschen gekippt. Ich war beide Male froh in der Klinik zu sein, aber der Grund für den Klinikaufenthalt war nicht die LP. Mit dem totalen Kreislaufkollaps und Postpunktionssydrom wären die ambulant in der Praxis mehr als unglücklich mit mir gewesen.

Alles Gute

Anne

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Hallo Zusammen,

Wenn ich einer weiteren Lumbalpunktion zustimme, achte ich darauf,
dass der Neurologe bzw. Neurologin, die die Lumbalpunktion durchführt,
Erfahrung hat.

Nach der Lumbalpunktion behauptete die Ärztin, ich hätte eine Infektion,
die Migräne, Übelkeit und Erbrechen war niemals von der Nervenwasserentnahme.
 

Vielen Dank für den regen Erfahrungsaustausch.

Gruß

Silke

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Huhu hier die Moni aus NW,

man hat einmal in der Klinik versucht die LP durch zu führen. Jedoch war das die erste Abnahme, die der Herr durchführte. Vorher war diese sehr wichtig aus der Sicht der Oberärztin. Es wurde versucht an die Flüssigkeit zu kommen jedoch ohne Erfolg,  Nach dem mein rechtes Bein anfing rhythmisch zu Stampfen, fragte ich, wie lange es noch dauern würde. Somit wurde der Versuch dann auch beendet. Nun waren aber auch so genug Symptome vorhanden und es war eigentlich nicht notwendig. Nachdem die Merkmale angezeigt werden können oder auch evtl. nicht. Somit sehe ich auch kein Grund, dies nochmal durchführen zu lassen. Im Februar 1999 hatte ich den heftigsten Schub und im Oktober 1999 war der Versuch der LP. Dies war nur meine Geschichte zu dem Thema.

Alles Liebe

Moni

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Hallo Ihr Lieben!

 

Da mir das Thema nach wie vor sehr an die Nieren geht, hier meine Geschichte dazu:

 

Vorweg: Ich würde eine LP nie, nie wieder ambulant machen!

 

Mein Neurologe sagte mir, er hätte viel Erfahrung mit LPs... Resultat: Die Nadel blieb zwischen den Wirbeln stecken, es war ganz schlimm, tat extrem weh und ich war voll in Panik. (Ich hatte vorher schon Angst, ja, aber hatte mich echt im Griff, bis das passiert ist. Jetzt habe ich heute noch Albträume davon.)

Er hat mich dann sofort in die Klinik überwiesen, da wurde es dann vernünftig gemacht, hat problemlos funktioniert. Ich war nur so voller Angst und Stress, dass selbst die Beruhigungspille null gewirkt hat. Ich hatte danach sofort das Gefühl, mir hätte eine Axt den Schädel gespalten, ich konnte nicht mehr gehen, wurde nur schnell ins Bett verfrachtet, und das war auch gut so. Habe sehr, sehr lange gebraucht, um mich davon zu erholen.

 

Freiwillig lasse ich nie wieder jemanden eine Nadel in meine Wirbelsäule stecken, nie wieder!

Meine Empfehlung daher: Unbedingt im Krankenhaus machen lassen, es kann immer etwas schief gehen und dann ist man wenigstens gleich am richtigen Ort.

 

Liebe Grüße 

Silver

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Hallo ihr lieben,

was man evtl. nochmals erwähnen sollte ist, wir sind Menschen und keine Roboter. Genauso sieht es

auch mit den Ärzten aus:  Es sind nur Menschen und keine Maschinen. Zum einen kann der Körperbau

mehr als verschieden sein - ebenso bei den Ärzten! Ein Arzt kann am Anfang stehen, und hat dies erst 1-oder2mal

gemacht - oder hat einen schlechten Tag! Achtet, egal um welche Behandlung es sich dreht auf das Gegenüber!

Habt ihr Vertrauen und lasst es machen oder versucht mit den letzten Mitteln das bevorstehende zu verhindern.

Wir Patienten sind nicht mehr ruhig gestellt, sondern wir mischen mit, soweit es möglich ist.

Dies ist nur allgemein, damit jeder nicht nur machen lässt sondern sich meldet oder wenn notwendig jemand zur 

Unterstützung mitnimmt.

Bleibt stark, soweit es nötig und möglich ist.

Alles gute

Moni

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