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Martina28

Partner verlässt mich wegen seiner MS

8 posts in this topic

Hallo meine lieben ... ich bin sehr neu hier im Forum aber auch sehr verzweifelt und weiß nicht an wen ich mich wenden kann außer an euch hier ... 

nun zu meinem Problem .. 

Mein Partner und ich sind seit 1 1/2 Jahren zusammen und hatten wie jedes andere paar auch seine Höhen und tiefen. Im großen und ganzen jedoch haben wir zusammen jede Hürde gemeistert und sind sehr glücklich zusammen. Im April sind wir zusammen gezogen und sind damit noch glücklicher geworden. Seit wir zusammen sind (und davor) litt mein Freund sporadisch an seh Beschwerden (Schleier/Film auf dem Auge), Nackenschmerzen, kribbeln in den Beinen beim bücken etc. Als dann im Juni seine Hand taub wurde zwang ich ihn zum Arzt zu gehen. Zusammen erfuhren wir dann auch die schlechte Nachricht das er MS hat .. natürlich hab ich ihn unterstützt und ihm auch nicht das Gefühl gegeben anders oder krank zu sein. Ich war einfach für ihn da so wie er mich darum gebeten hat. Im März muss er sich auf der Arbeit einer gesundheitlichen Untersuchung unterziehen und hat seit dem totale Angst seine Arbeit wegen der MS zu verlieren. Er liebt seine Arbeit sehr. Das Problem an der Sache ist nur das er für all seine „Probleme“ also die seh Schwäche oder die Taube Hand, mir die Schuld gibt. Ich würde ihn wohl zu sehr stressen was sich unmittelbar auf seine Psyche auswirkt und das dann hervor ruft .. ich würde dem ja zustimmen wenn es so wäre. Jedoch streiten wir nicht und ihn „stressen“ tue ich überhaupt nicht.Ich übernehme alles und versuche ihm so viel wie möglich abzunehmen und zu erleichtern. Er möchte sich jetzt von mir trennen und sagt das wir vielleicht wieder zusammen kommen, vielleicht aber auch nicht. Und jedes Mal sagt er dies unter Tränen.. ich weiß wirklich nicht was ich tun soll. Jedes Mal wenn ich nur daran denke nicht bei ihm zu sein breche ich in Tränen aus. Seine MS ist für mich kein Problem und auch keine Last. 

Es wäre nett wenn ihr mir einen Rat geben könntet oder vielleicht hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht .. 

Danke ..

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Hallo Martina,

es geht nicht um Schuld. So eine Hammer-Diagnose kann einen zwar ganz schön aus der Bahn werfen, aber menschlich gesehen finde ich das Verhalten Deines Freundes recht fragwürdig.

Es ist wunderbar, daß Du Dich so einbringst, mit ihm  zusammen alles bewältigen willst. Was man jemandem abnimmt, wie man sein Leben erleichtert, kann sich für die beiden Seiten unterschiedlich darstellen. Was der eine gut meint, kann dem anderen die Selbständigkeit an einer Stelle nehmen, die er problemlos selber hinkriegt. Das kann durchaus stessig sein. Aber Du bist auf keinen Fall schuld an seinen Beschwerden. Er muß selbst einen Weg finden, wie er Ruhe in sein Leben reinbringt, sich mit der Diagnose auseinandersetzt, sie bewältigen will.

Prüft Eure Beziehung als Paar - wie tragfähig ist Eure Gemeinschaft? Seid ehrlich zueinander. Findet heraus was Ihr voneinder erwartet und hofft. Manchmal hilft es, gärende Gedanken in Worte zu fassen und sie auszusprechen, damit Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Viel Glück dabei!

Ganz liebe Grüße KarU

 

 

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Hallo Martina,

ich habe es genau andersherum erleben müssen! Nicht mein Mann ist betroffen sondern ich.  Ich musste ausziehen mit unserem Kind, da ich weder ohne Probleme in die Wohnung, noch in die Badewanne und so weiter kam. Das ganze ist jetzt 17 Jahre her, wir sind zwar immer noch verheiratet und unser Sohn lebt bei mir.

Dein Partner hat das Problem, das er eine Hammerharte Diagnose bekam die man selber nicht versteht! Jetzt kann man Bäume ausreisen und nur evtl. 5 min Später ist man so fertig, das man eigentlich gar nichts kann. Jetzt muss er erst einmal selber klarkommen mit den Problemen, die man selbst nicht einmal versteht und  dann dies evtl. noch seinem Partner erklären. Das ist schon Massiv. Irgendwo würde er gerne Arbeiten - aber es geht nicht. Da sollte man aufpassen, das er nicht in ein Loch fällt, weil er sich total nutzlos fühlt. Ich denke das dein Partner erst einmal selber mit der Diagnose klarkommen sollte und dann kannst du versuchen, auch wenn er sich überflüssig fühlt ihm zeigen so ist es nicht. Dies sind meine Erfahrungen und Vorstellungen was Momentan bei euch zu mieser Stimmung führt. Da ich euch beide aber nicht kenne, kann ich schlecht sagen, was das sinnvollste für euch wäre.

Auch bin ich nur die Leiterin des Stammtisches "MopS" in Neustadt(Pfalz) für Neuerkrankte. Gerne würde ich dir weiterhelfen wenn ich könnte. Das wichtigste aus meiner Sicht, sind Gespräche -aber keine gegenseitige Vorwürfe.  Sinnvoll meist mit dem Worten  : Für mich ist das so oder so den Satz beginnen.

Nochmals alles gute für euch

Moni

 

 

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Hallo Martina28,

wie geht es dir? Was ist zwischen euch passiert?

Ich bin auch angehörige, vor kurzen hat mein Mann diese Diagnose bekommen. Er wollte sich auch von mir trennen, er sagte „ich falle dir zur Last“, was natürlich nicht stimmt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir antworten würdest.

LG und alles Gute

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vor 40 Minuten, Emmema hat geschrieben:

Hallo Martina28,

wie geht es dir? Was ist zwischen euch passiert?

Ich bin auch angehörige, vor kurzen hat mein Mann diese Diagnose bekommen. Er wollte sich auch von mir trennen, er sagte „ich falle dir zur Last“, was natürlich nicht stimmt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir antworten würdest.

LG und alles Gute

 

Hallo Emmema, 

dass dein Mann diese Diagnose bekommen hat tut mir sehr leid. Sowas ist echt nicht einfach. 

Inzwischen ist bei uns sehr viel Zeit vergangen und wir haben eine Trennung mit vielen Höhen überstanden. Ich musste mich in dieser Zeit sehr auf ihn einlassen und mich in jeder Situation in seine Lage versetzen. Es ist bis heute noch so das ich zwei mal nachdenke bevor ich was sage oder mache (einfach aus dem Grund dass ich ihn nicht bemitleiden möchte) das ist nämlich das schlimmste was man tun kann. 

Wie kommt er darauf das er dir zur Last fällt ? Gab es streitereien oder Diskussionen in denen er das Gefühl bekommen hat ? 

Wie gehst du persönlich selber mit dieser Diagnose um ? 

Liebe Grüße und ebenfalls alles gute 

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Hallo Martina,

es freut mich sehr das du dich gemeldet hast, danke!

Ihr seid auseinandergegangen, das tut mir sehr leid für euch. Aber wenn er das so will/wollte, was willst du da machen.

Als er sich mit MS befasst hat, hat er gesehen was alles passieren kann, aus diesem Grund sagte er, er möchte mir nicht zu last fallen.

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung wie ich mit dem ganzen umgehen soll.

LG

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Hallo Emmama,

vielleicht hat Dein Mann sich bis jetzt immer als den stärkeren Teil Eurer Beziehung empfunden und ist jetzt völlig aus dem Gleichgewicht. Für Euch ist wichtig zu hinterfragen, wie Ihr überhaupt mit Herausforderungen umgeht. Wie habt Ihr vorher Probleme gelöst? Es geht d0ch nicht um Last, sondern um Lösungen. Um die Liebe und Euer gemeinsames Leben.

Viel Glück!

Ganz liebe Grüße KarU

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Hallo KarU,

natürlich fliegt auch die Kuh bei uns, wenn mal Streit ist. Aber bis jetzt haben wir alles jedes Mal super gemeistert. Ist halt ein schock momentan für uns. Und das alles muss sich noch legen. Das aller wichtigste ist, das wir uns lieben. Wie auch in guten so auch in bösen Zeiten.

Ich danke dir vielmals!

 

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