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Fated83

Erkrankung meiner Tochter

12 posts in this topic

Hallo,es fällt mir trotz allem noch schwer mich damit abzufinden und vor allem auch die Vorwürfe die ich mir mache. Habe mich letztes Jahr von meinem Mann getrennt . Dies habe ich meiner Tochter damals noch 13  offenbart.  Eine Woche später könnte sie fast nicht mehr laufen . Habe mit ihr dann das Krankenhaus aufgesucht und dort erhielten wir die Diagnose. Ich weiß auch nicht ,aber ich komme immer noch nicht damit klar.  Sie hatte dieses Jahr 2 Schübe es zerreist mich einfachTag für Tag. Diese Ungewissheit und warum mein Baby. Es Schmerzt immer wieder wenn ich spritze und sie Jedes mal weint und sagt ich will das alles nicht mehr . Wir haben schon viel umgestellt von der ernährung her ein schulwechsel ,was ihr auch alles sehr gut tut.  Aber das schlimme ist man kann ja nicht jeden Stress weg halten und habe dadurch mega Angst damit ein neuer Schub kommt . Kann nicht 24 Std bei ihr sein, da ich arbeite und früh und Spätschicht habe.  Es macht mich alles einfach nur fertig / kaputt und ich weiß nicht ob ich jemals damit umgehen kann. 

 

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Hi,

also, ich versuchs mal mit einer Antwort und mit ein paar Hinweisen, die Dir vielleicht etwas helfen. Ich traue mir das zu, da ich selbst ms habe und Vater zweier Kinder bin und deine Gefühle gut nachvollziehen kann. Zunächst solltest Du mal versuchen, dich von irgendwelchen Schuldgefühlen zu befreien. An MS ist niemand Schuld, die bekommt man, oder man bekommt sie nicht, das ist Schicksal. Stress kann ein Trigger sein, aber wenn es nicht die Scheidung gewesen wäre, dann irgend eine nächstbeste Gelegenheit oder eben das zerrütete Verhältnis der Eltern. Sowas stresst Kinder wahrscheinlich noch mehr.

Tatsächlich ist es so, dass die Angehörigen mit der Diagnose oft weniger gut klarkommen als die Betroffenen selbst. Was deine Tochter jetzt braucht, ist aber Gelassenheit und Zuversicht im Umgang mit ihr und ihrer Erkrankung. Ich weiß, das klingt einfacher als es ist, aber Du musst es wenigstens versuchen. Denk daran, dass MS zwar scheiße aber nicht das Ende ist und dass man auch mit der Krankheit ein erfülltes Leben haben kann. Auch müssen MSler nicht permanent umsorgt und betüttelt werden. Deine Tochter muss lernen, mit der Krankheit und deren Auswirkungen umzugehen. Dabei braucht sie in erster Linie Verständnis, Vertrauen und Zuversicht.

Ich denke, Weihnachten ist eine gute Gelegenheit für Mutter und Tochter damit anzufangen, einen gemeinsamen Umgang mit der MS zu finden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch trotz allem ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute

Markus

 

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Hallo,

warum gibst du dir die Schuld?????

Es gab sicher ein zusammentreffen der Ereignisse, jedoch hätte das eine auch ohne das andere kommen können.

Wenn man sich vorstellt, dein Mann und Du ihr währt zusammengeblieben, wäre der Stress für deine Tochter, wie 

Markus schon geschrieben hat vermutlich größer geworden also kannst du es vergessen.

Obwohl ich schon über 17 Jahre von der MS betroffen bin, habe ich nie gefragt, warum ich weil sogleich müsste ich

auch fragen warum ich nicht! Oder!

Die MS schreit manchmal hier und man muss das beste daraus machen.

Es erscheint mir aber sehr sinnvoll, wenn deine Tochter zum Psyschologen ginge ebenso wie du! Diese könnten euch 

am besten den Umgang mit der MS besser helfen zu verarbeiten.

Jetzt seht einmal positiv in die Zukunft, evtl. hat sie längere Zeit keine Schübe mehr.

Von Herzen noch gesegnete Weihnachten und alles gute

Moni

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Hallo Fated83,

Erst einmal herzlich Willkommen in unserer Runde, fühl dich wohl hier! 

Ich habe selber seit 17J. MS und drei Kinder.  Unsere älteste Tochter ist heute 20J und hatte Sauerstoffmangel unter der Geburt. Dadurch hat sie Hirnschädigungen und eineraus resultierende Körperbehinderung(spastische Halbseitenlähmung re.).

Ich habe damals viel geweint und mich natürlich auch immer gefragt WARUM!?

Doch all das hilft nicht,weder dir noch deinen Kind!! Eine Freundin von mir, pädagogische Ausbildung, sagte mir damals,man braucht bis zu fünf Jahre das anzunehmen und ... Sie hatte Recht 

Scheu dich nicht Hilfe anzunehmen! Gespräche mit einem Psychologen hilft sicherlich deiner Tochter nicht nur ihre Krankheit anzunehmen, sondern auch die Trennung ihre Eltern!!

LG Sandra 

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Hallo Fated 83,

kann schon sein. Deine Offenbarung zu Deiner Tochter könnte vielleicht bei Deiner Tochter das Fass überlaufen gelassen haben, mit der Erkrankung MS. Aber das ist Schicksal. Niemand weiß genau und sicher, wieso jemand MS krank wird. 

Jetzt ist es halt so. Die Welt geht aber trotzdem nicht unter.

Markus beschreibt Dir wunderbar und mit sehr viel Erfahrung wie die neue Lebenslage anders, mit der richtigen Lösung aus Deiner Verzweiflung, auch möglich ist.

Niemand kann was dafür und auch noch Deine Verzweiflung Deiner Tochter erkennen lassen ist weitere Belastung für Dich  u n d   für die nun kranke Tochter. Eine Wandlung für Dich zu Gelassenheit und Zuversicht hilft der Tochter erstrecht.

Saja hat es mal sogar noch schlimmer getroffen. Sie verzweifelte als Beispiel nicht, behielt trotzdem eine Hoffnung mit Zuversicht, und gibt heute, nach 20 Jahren, Dir auch Lösungswege aus der Krise.

Lese bitte nochmal die perfekte Lösung von Markus!

Alle Gute.


Freundliche Grüße von
Joschka

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um 24.12.2017 um 17:23, Markus hat geschrieben:

Hi,

also, ich versuchs mal mit einer Antwort und mit ein paar Hinweisen, die Dir vielleicht etwas helfen. Ich traue mir das zu, da ich selbst ms habe und Vater zweier Kinder bin und deine Gefühle gut nachvollziehen kann. Zunächst solltest Du mal versuchen, dich von irgendwelchen Schuldgefühlen zu befreien. An MS ist niemand Schuld, die bekommt man, oder man bekommt sie nicht, das ist Schicksal. Stress kann ein Trigger sein, aber wenn es nicht die Scheidung gewesen wäre, dann irgend eine nächstbeste Gelegenheit oder eben das zerrütete Verhältnis der Eltern. Sowas stresst Kinder wahrscheinlich noch mehr.

Tatsächlich ist es so, dass die Angehörigen mit der Diagnose oft weniger gut klarkommen als die Betroffenen selbst. Was deine Tochter jetzt braucht, ist aber Gelassenheit und Zuversicht im Umgang mit ihr und ihrer Erkrankung. Ich weiß, das klingt einfacher als es ist, aber Du musst es wenigstens versuchen. Denk daran, dass MS zwar scheiße aber nicht das Ende ist und dass man auch mit der Krankheit ein erfülltes Leben haben kann. Auch müssen MSler nicht permanent umsorgt und betüttelt werden. Deine Tochter muss lernen, mit der Krankheit und deren Auswirkungen umzugehen. Dabei braucht sie in erster Linie Verständnis, Vertrauen und Zuversicht.

Ich denke, Weihnachten ist eine gute Gelegenheit für Mutter und Tochter damit anzufangen, einen gemeinsamen Umgang mit der MS zu finden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch trotz allem ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute

Danke für deine Worte,  ich weiß damit ich selbst mir Hilfe holen muss. Das werde ich im neuen Jahr direkt angehen . MeineTochter hat ab nächstes Jahr eine MS Schwester an ihrer Seite und dann werden wir weiter sehen. Mein Papa  hat vor 6 Jahren auch die Diagnose MS erhalten. Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Weihnachten und ein guten Start ins neue Jahr. 

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um 24.12.2017 um 23:05, nwmoni hat geschrieben:

Hallo,

warum gibst du dir die Schuld?????

Es gab sicher ein zusammentreffen der Ereignisse, jedoch hätte das eine auch ohne das andere kommen können.

Wenn man sich vorstellt, dein Mann und Du ihr währt zusammengeblieben, wäre der Stress für deine Tochter, wie 

Markus schon geschrieben hat vermutlich größer geworden also kannst du es vergessen.

Obwohl ich schon über 17 Jahre von der MS betroffen bin, habe ich nie gefragt, warum ich weil sogleich müsste ich

auch fragen warum ich nicht! Oder!

Die MS schreit manchmal hier und man muss das beste daraus machen.

Es erscheint mir aber sehr sinnvoll, wenn deine Tochter zum Psyschologen ginge ebenso wie du! Diese könnten euch 

am besten den Umgang mit der MS besser helfen zu verarbeiten.

Jetzt seht einmal positiv in die Zukunft, evtl. hat sie längere Zeit keine Schübe mehr.

Von Herzen noch gesegnete Weihnachten und alles gute

Moni

Danke für deine Worte,  ich weiß damit ich selbst mir Hilfe holen muss. Das werde ich im neuen Jahr direkt angehen . MeineTochter hat ab nächstes Jahr eine MS Schwester an ihrer Seite und dann werden wir weiter sehen. Mein Papa  hat vor 6 Jahren auch die Diagnose MS erhalten. Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Weihnachten und ein guten Start ins neue Jahr. 

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vor 23 Stunden, Saja hat geschrieben:

Hallo Fated83,

Erst einmal herzlich Willkommen in unserer Runde, fühl dich wohl hier! 

Ich habe selber seit 17J. MS und drei Kinder.  Unsere älteste Tochter ist heute 20J und hatte Sauerstoffmangel unter der Geburt. Dadurch hat sie Hirnschädigungen und eineraus resultierende Körperbehinderung(spastische Halbseitenlähmung re.).

Ich habe damals viel geweint und mich natürlich auch immer gefragt WARUM!?

Doch all das hilft nicht,weder dir noch deinen Kind!! Eine Freundin von mir, pädagogische Ausbildung, sagte mir damals,man braucht bis zu fünf Jahre das anzunehmen und ... Sie hatte Recht 

Scheu dich nicht Hilfe anzunehmen! Gespräche mit einem Psychologen hilft sicherlich deiner Tochter nicht nur ihre Krankheit anzunehmen, sondern auch die Trennung ihre Eltern!!

LG Sandra 

Danke für deine Worte,  ich weiß damit ich selbst mir Hilfe holen muss. Das werde ich im neuen Jahr direkt angehen . MeineTochter hat ab nächstes Jahr eine MS Schwester an ihrer Seite und dann werden wir weiter sehen. Mein Papa  hat vor 6 Jahren auch die Diagnose MS erhalten. Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Weihnachten und ein guten Start ins neue Jahr. 

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Hallo,

da ich fast 15 war, als ich meine Diagnose bekam, meine ich, mich ganz gut in die Situation reinversetzen zu können und ich möchte dir gern sagen, Schuldgefühle sind das allerschlimmste. Mir tat es immer unheimlich weh, wenn meine Mutter um mich geweint hat und auch das hat mich letztendlich emotional gestresst.

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, war mein erster Gedanke, warum spritzt du deine 13 Jahre alte Tochter. Sie ist 13 Jahre und klar solltest du ihr beistehen, aber sie muss das lernen alleine zu machen. Sie muss auch mit ihrer MS alleine klar kommen. Du kannst ihr das nicht abnehmen. Wichtig ist, dass sie lernt damit zu leben und ihr Leben selbstständig zu gestalten. Hilfe und Beistand sind eine Sache, aber Mitleid und Hilfe zur Selbstbemitleidung eine andere.

 

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Hallo Fated83,

sicher hast du schon Erfahrung was MS betrifft, aber trotzdem hat jeder seine eigene MS.

Es kann sein, das z.B. 3 Personen aus einer Familie MS haben, aber jeder hat einen anderen verlauf

weil jeder seine eigene MS hat. Gerade der Unterschied von Mann und Frau ist einzig.

Und bedenke eines: Mitleid bekommt man geschenkt, Verständnis muss man hart erkämpfen.

Und noch eines: Man wächst an seinen Aufgaben und manchmal sogar darüber hinaus.

Ich wünsche euch für das neue Jahr viel Kraft und von herzen alles alles gute.

Liebe Grüße

Moni

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Ich muss Famous recht geben! Auch ich fragte mir bei deinem Beitrag direkt, Warum spritzt du sie!?!

Ich denke und wünsche euch,dass die MS Schwester euch hilft!!

LG Sandra 

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Hallo Fated83,

das mit der Hilfe für dich finde ich sehr gut, aber auch deine Tochter wird nicht nur die

Schwester brauchen, sondern auch einen Psychologen und die Termine dauern meist

ein halbes Jahr mindestens. Bitte gib dir keine Schuld, den das bist du nicht!

Auch ich bin bei meinem Mann ausgezogen und war alleinerziehend. Auch mein Sohn 

ist doch recht krank aber wir haben es für unsere Kindern nicht rausgesucht, das sie

Krank werden.

Viele liebe Grüße

Moni

 

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