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Stefanie Blank

Psychosomatik

3 posts in this topic

Hallo alle zusammen...

Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer psychsomatischen Reha/Psychosomatik?

Bei mir wird jetzt vom KH aus ein Antrag auf AHB gestellt. Weiß jemand, was mich dann dort erwartet & wo es für mich hingehen könnte, hat man die Möglichkeit den Ort mitzubestimmen? Komme aus Sachsen-Anhalt. LG

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Du kannst eine Wunschklink angeben. Bei vielen Reha's gibt es auf der Homepage schon ein vorgefertigtes Formular, das du dem Antrag beilegen kannst.

Was dich erwartet. Einzelgespräche, Gruppengespräche, Gymnastik, Sport, viele gleichgesinnte kennenlernen,...

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Hallo Stefanie!

 

Hast Du Deine Psychosomatik-Erfahrung schon machen können?

 

Falls nicht, hier ein paar Erfahrungen:

Je nach der Station, auf der Du landest, werden andere Schwerpunkte gesetzt. Ein paar Gemeinsamkeiten gibt es wohl überall:

Du bekommst einen Bezugstherapeuten zugeteilt, der mit Dir die Einzelgespräche, kurz Einzel, macht. Die Einzel sind für viele Patienten die wichtigste Therapie (je nach Klinik entweder verhaltens- oder tiefenpsychologisch), diese dauern 50 min, je nach Klinik und Kasse ein- bis zweimal die Woche. Dein Therapeut bespricht mit Dir, welche Gruppen sinnvoll sein könnten. Im Normalfall hat man verschiedene Gruppentherapien, die meist 100 min lang sind und ein- bis zweimal die Woche stattfinden. Kern ist meistens eine Gruppe, in der die Teilnehmer (zumeist max. 8 Leute) eigene Themen einbringen können, die dann in der Gruppe besprochen werden. Dann gibt es je nach Größe der Klinik noch indikationsspezifische Gruppen, z.B. Gruppe Angst, Gruppe Emotionsregulation, Gruppe Schmerz, ... . Hinzu kommen noch Kunst- oder Musikgruppen, Physiotherapie, Sportgruppen, Achtsamkeitstraining,... Du bekommst zumeist Wochenpläne, die sich dann immer mehr füllen, sobald Du Dich eingelebt hast , am Ende hast Du bis zu 7 Therapien am Tag. Morgens treffen sich meist alle kurz zur Visite im Aufenthaltsraum, wo dann alle Therapeuten und Ärzte für Fragen zur Verfügung stehen und Probleme besprochen werden. Einen Bezugsarzt bekommst Du auch. Auf Station gibt es dann meistens noch 1-2 Co-Therapeuten, zumeist speziell ausgebildete Krankenschwestern, an die man sich immer wenden kann. Dein Therapeut ist meistens so zwischen 8.00/8.30 und 17.00 im Haus, danach übernimmt die medizinische Zentrale die Betreuung bei Problemen, dort sind immer ein Arzt und ein Therapeut anwesend, der Therapeut hat dann irgendwann auch Feierabend (ggn. 22.00), ein Arzt ist immer da (die sind auch psychologisch ausgebildet). Nach 17.00 und am Wochenende ist Freizeit. Je nach Klinik muss man zwischen 22.00 und 23.00 wieder da sein, dann wird abgeschlossen. Was Besuche zu Hause mit Übernachtung angeht, sind die Kliniken sehr unterschiedlich. So etwas nennt sich zumeist „Beladtungserprobung“, viele Kliniken erlauben nur eine außerhäusige Übernachtung während des gesamten Aufenthalts ( hat viel mit der Versicherung zu tun ). In den Zeiten außerhalb der Therapie bist Du also entweder unterwegs und unternimmst etwas oder Du sitzt mit den Mitpatienten bei einem Kaffee zusammen und tauscht Dich aus.

Soweit meine Erfahrungen. Von innen kenne ich zwei psychosomatische Kliniken, aus Erzählungen von Mitpatienten noch ein paar mehr, darum habe ich versucht, die „gemeinsamen Nenner“ darzustellen. Solltest Du noch Fragen haben, bin ich gerne bereit, Dir noch mehr zu erzählen.

 

Alles Liebe!

Silver

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