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Wib

Probleme mit linkem Bein

12 posts in this topic

Hallo an alle,

Vieleicht kennt daß jemand oder hat dies auch?! 

Mitte letzten Jahres hatte ich auf einmal Probleme mit meinem linken Bein, Fuß, Hüfte?!

Nach 15-20min gehen nur noch Humpeln und rumeiern möglich.  War ab dem Tag immer so! Im KH wurde dann MS diagnostiziert 6 Tage Kortison! Wurde dann etwas besser vom Gleichgewicht ! Aber das Bein funktioniert einfach nicht mehr wie vorher!

Das mit dem Kortison ist jetzt 5 Monate her!

Man kann die Uhr danach stellen, nach 20min gehen rollt der Fuß nicht mehr richtig  ab , das Knie schnackt weg, keinen Halt auf dem linken Bein! Als wenn ich keine Muskelatur mehr im linken Bein hätte einfach schwach.

Nach Ruhephase geht es dann wieder für 15-20min mit laufen dann wieder das gleiche und je länger ich gehe desto schlimmer wird es! Und durch dieses jämmerliche gelatsche tut dann irgendwann die Aussenseite vom Fuß  weh als wenn ich ein Steinchen im Schuh hätte! Das Gleichgewicht ist dann auch natürlich sehr schlecht! 

Von hinten sehe ich beim laufen dann aus als wenn ich nen Bandscheibenvorfall gehabt hätte😑sagt man

Und vom Gleichgewicht als wenn ich ein Gläschen zu viel getrunken hätte!

Ist sehr unangenehm und mir auch peinlich wenn ich so in der Stadt z.b zum einkaufen bin!

Hab gedacht das würde irgendwann weggehen! Jetzt ist das schon ein halbes Jahr so! Selbst einkaufen wird zur Tortur! Laufen, Tüten schleppen und dann nur noch mit ach und Krach die Treppen zur Wohnung hoch!

Muss ich mich damit abfinden daß das jetzt für immer so bleibt?! Oder besteht da Hoffnung. ...

Von heute auf morgen alles anders!?

Kein tanzen, kein joggen , keine Spaziergängen mehr? Nur noch 15min gehen und das war es?

Würde mich über jegliche Antwort freuen!

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Hallo WIB,

ja ich fürchte, damit mußt Du Dich abfinden! Bei mir fing es genau so an(2010). Von den Ärzten wurde es auf eine vorhandene Spinalkanalstenose zurückgeführt. Wurde dann auch operiert(2013), aber es wurde nichts besser! Daraufhin in die Neurologie und da wurde mir MS diagnostiziert(2014).

Heute wäre ich froh, wenn ich noch 20 Min. freihändig gehen könnte! Durch Gleichgewichtsstörung kann ich nur noch am Rollator laufen und das höchstens so ca. 30 Meter. Für längere Strecken brauche ich mittlerweile den Rollstuhl.

Ich habe früher auch getanzt und bin Fahrrad gefahren, das geht heute alles nicht mehr. Ich werde jetzt auf Handbike umsteigen.

Es ist nichts mehr wie vorher, aber Du mußt Dir dann was aussuchen,was noch geht. Und da gibt es mittlerweile so einiges. Ich spiele jetzt Rollstuhltischtennis und klettere bei einer Handycap-Klettergruppe. Also halt die Ohren steiff!

 

 

 

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Hallo WIB,
will Dir jetzt keine falschen Hoffnungen machen, aber manchmal dauert es auch länger, bis sich Symptome zurückbilden, wenn sie es denn tun. Was Du beschreibst, kenne ich aus der Anfangszeit meiner MS um 2005/2006. Zunächst ging das wieder weg, aber das Laufen verschlechterte sich von da an schleichend und seit 2013 benutze ich auch einen Rollstuhl. Bin damit aber, ebenso wie Hillebrand, wieder sehr mobil und sportlich unterwegs. Ich würde deine momentanen Symptome mal in das Spektrum 'Spastiken' einordnen und da kann man u.U. mit Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis (KGN) was machen.

Gruß
Markus

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Hallo,

hast du das schon mal mit deinem Neuro besprochen... vor 3-4 Jahren hat sich mein rechtes Bein verschlechtert, das Gleichgewicht war auch nicht immer ganz gut.. ich hab dann mit Reha-Sport angefangen, wo gerade auch viel fürs Gleichgewicht gemacht wird, KG gegen die Spastik kann auch hilfreich sein.. und das gute Fampyra hat mir den größten Effekt gebracht... hilft einigen, nicht allen, aber ein Versuch wärs wert - hat meine Gehfähigkeit ungemein verbessert.. und ich habe keine Nebenwirkungen davon.

Stark bleiben,

Betty

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Hallo Wib, 

bwi mir war es auch erst win BSV bevor die MS ein Jahr später dann diagnostiziert wurde.

Das war im letzten Jahr im Sommer. Diese Probleme kommen immer von Läsion(en) im HWS-Bereich. Bei mir ist es mind. so, wie bei Dir. An einem schlechten Tag merke ich dieses kraftlosere Bein aber auch mal nach ein paar Metern. Ich geh zur Physio, mache sanften Sport, spritze Cop, achte auf mein Vit D und kurzkettige Fettsäuren. Um mehr Gehstrecke zu nutzen, habe ich eine Funktionsunterschenkelorthese, die aktiviert mich sehr.

Habe Volon-A probiert, da leide ich aber nur wie Hund vom Kortison.

Bei Fampyra sagten die Ärzte, ginge es mir nicht schlecht genug....

Dann habe ich mir ein eBike zugelegt. Denn das Radfahren ist kein Problem, aber dann das Absteigen. ....

Und ich gehe zur Psychologin, um mit dem Verlust des Könnens, der Sorge vor..., klar zu kommen. Das brauche ich sehr.

Ich würde mich freuen, zu hören, warum Ihr im Rollstuhl seid, wird doch immer gesagt, "dass die MS gut im Griff zu halten sei", wie ihr klar kamt mit dem physischen Verlust, ab wann Ihr Euer Leben umgekrempelt gabt.

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Hallo ihr lieben,

das mit dem laufen kenne ich auch, Fampyra gehört  auch schon zu meinen Medis und Gleichgewicht -Was ist das?
Tja wib, die Möglichkeit, das du noch länger oder überhaupt Probleme beim laufen hast bleibt!

E-bike kann ich mir leider finanziell nicht holen also bleibt noch der Rolli! Viele sehen leider den Rollstuhl als no go,

aber für mich ist es ein Hilfsmittel, das mir viel ermöglicht. Auch musste ich feststellen, das wenn man aus dem Rollstuhl

signalisiert -man will am Leben teilnehmen -dann kann man das auch. Viele können sich mit dem Rolli nicht abfinden -aber

das bringt uns recht wenig.

Wenn man sich vorstellt, wir selber verstehen nicht, was mit uns passiert, wie soll das dann ein Außenstehender nachempfinden?

Auch aus dem Rollstuhl kann man Signalisieren, das man beachtet werden möchte.

Darum bin ich sehr dafür, das man Hilfsmittel annimmt und wenn notwendig auch benutzt.

Viele tun sich auch schwer ein paar Unterarmgehstützen zu nehmen, aber man hat im Genick weniger Verspannungen als im 

Vergleich beim Einsatz von nur einem Gehstock.

Für alle nur das beste

Moni

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vor 17 Stunden, Mia813 hat geschrieben:

Ich würde mich freuen, zu hören, warum Ihr im Rollstuhl seid, wird doch immer gesagt, "dass die MS gut im Griff zu halten sei", wie ihr klar kamt mit dem physischen Verlust, ab wann Ihr Euer Leben umgekrempelt gabt.

 

Hallo Mia813,
der "physische Verlust" ist bei mir bereits lange vor dem Moment eingetreten, in dem ich mich für den Rollstuhl entschieden habe. Für mich, der immer Sport getrieben hat und für den (Berg)Wanderungen mit das Schönste im Leben waren, war schon das Laufen mit Krücken der Supergau. Das war so eine Art Doppelbehinderung, nicht mehr richtig laufen zu können und dann auch die Hände nicht mehr sinnvoll gebrauchen zu können. Außerdem sieht es voll behindert aus, weshalb ich 2012 begann, mich intensiv mit dem Thema Rollstuhl zu beschäftigen und zum allgemeinen Entsetzen meines Umfeldes ("Geht's Dir schlechte?", "Du kannst doch noch laufen!") dafür zu entscheiden, mich außerhalb der Wohnung nur noch auf Rädern zu bewegen. Auch wenn der Anfang schwer war (Rollstuhlfahren muss man nicht nur wollen, sondern lernen), bin ich seitdem wieder wesentlich aktiver, komme (fast) überall ohne Hilfe hin und bin auch sportlich unterwegs. Dank Handbike und Zuggerät gibt es wieder gemeinsame Ausflüge mit meiner Frau und vieles mehr. Auch gerne in der freien Natur, halt nur nicht im Gebirge. Noch nicht :smile:

Soweit für alle hier, in deren Vorstellung der Rollstuhl ein Vorbote des baldigen Endes ist. Für mich ist er es jedenfalls nie gewesen.

Grüße

Markus

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Hallo Wib!

Das was du beschreibst kenne ich nur zu gut, man könnte meinen, dass was du geschrieben hast kommt von mir.

Besonders, das Gefühl einen kleinen Stein im Schuh zu haben, kenne ich - und habe es noch nie von jemandem anderem gehört.

Wie bei Mia; E-Bike geht wunderbar bis ich absteige und ich liebe es damit rumzukommen. Das Laufen sieht eigenartig aus und das Sturzrisiko ist durch das Schwanken und den Rechtsdrall stark erhöht. Für Fampyra ist meine Laufstrecke aber zu weit.

Mit dem Gleichgewichtstraining komme ich nie vorwärts. Sowohl in der Reha, als auch bei der Physio, am Ende einer Einheit geht es immer leicht besser und in der nächsten Stunde geht alles wieder von vorne los - so als ob das Gehirn das Thema direkt wieder vergessen hat und ich habe den Schwerpunkt in den Rehas immer auf das Thema Physio/Gleichgewicht gelegt.

Bei mir liegt es an Läsionen auf Höhe HWK 2 und 3, Schübe bei denen es mir damals sehr schlecht ging, Unmengen von Cortison und dann Plasmapheres bekaum. Dafür dass es damals richtig schlecht war, geht es mir echt gut. Die blöden Blicke von Passanten nehme ich wahr, aber ich weiß, dass ich weder Gesoffen habe oder auf Droge bin. Manchmal denke ich, dass ich ne Krücke oder einen Stock mitnehmen sollte - dann sehen die Menschen wenigstens, dass was nicht stimmt.

Waldwege, Kopfsteinpflaster, Schotter - eine Katastrophe.

LG Anne

 

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Viele lieben Dank für eure Beiträge😚

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Hallo Anne,

du schreibst, das mit Stock oder so die Leute wenigstens sehen würden, das was ist, aber ich sehe das

aus einer anderen Sicht! Dadurch das du unsicher läufst ist die "Gefahr" recht hoch, das du durch ungewollte 

Bewegungen für dich selbst oder andere eher eine "Gefahr" bist. Mit einem Rollator oder mit 2 Stöcken wäre

es für dich und die anderen sicherer. Ich denke es gibt die Hilfsmittel und warum soll man sie nicht nehmen?

Als ich mit meinem Sohn (ca. 4-5 Jahre) damals den Rollstuhl genommen habe, kamen auch die Kommentare du

willst ja in den Rollstuhl und ich habe mit ja geantwortet. So konnte ich mit meinem Sohn wenigstens was erleben, 

was sonst nicht möglich gewesen wäre und war sicherer im Rolli.

Was mir wichtig war,ist immer wieder aus dem Rolli raus zukommen.

Ich würde dass wieder so machen, da es für mich auf jedem Fall besser war.

Viele Grüße

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Hallo Leute,

nach langer Zeit mal wieder hier.. weil ich mir für mein "blödes" rechtes Bein mit Fußheberschwäche jetzt tatsächlich eine elektrische Fußheberunterstützung von der Krankenkasse in sensationellen 3 Wochen genehmigt und geliefert bekommen habe (über den Sanitätsexperten) - Markennamen darf ich hier wahrscheinlich nicht nennen...

Aber was soll ich sagen: Ich kann fliegen...:laugh: - nachdem ich zum Ende des Jahres ständig mit dem rechten Fuß hängengeblieben und gestürzt bin, hab ich mich mal schlau gemacht, war beim Sanitätsfachhandel zur Beratung und Testung, Neurologe hat ein Rezept dafür ausgestellt, der Sanitätsexperte einen Antrag mit Videodokumentation an die Kasse geschickt, der MDK hats positiv befunden und zack: seit 2 Wochen trage ich das Ding um mein schlankes rechtes Bein (unterhalb des Knies).. super Sache, krieg jedesmal einen elektrischen Impuls (man gewöhnt sich an die Schläge, und kann die Stromstärke auch regulieren) beim Ansatz, das Bein zu heben und dann heben sich die Zehen samt Vorderfuss wie von Zauberhand...

Ich bin wieder viel sicherer unterwegs, z.T. auch ohne Gehstock...

Also, falls ihr mehr Infos wollt, schickt mir einfach eine PN.

 

Passt auf Euch auf, bleibt gesund,

Betty

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Hallo Betty01, 

ich habe mich zwar nicht am Thread beteiligt, aber es schön zu lesen, dass  es mit der Krankenkasse so gut lief und das Gerät dir hilft.  Es freut mich für dich und macht einen Mut. 

Beste Grüße

Plum 

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