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Minki

Copaxone 40mg Re-Import

24 posts in this topic

Hallo zusammen,

bei meinem letzten Rezept hat mir meine Apotheke wie jedes Mal eine 3er-Packung Copaxone bestellt.
Was mir beim Auspacken sofort auffiel, war die "ungewöhnliche" Verpackung. Ihr kennt ja die Spritzen, hinten in dieser transparenten Folie. Bei mir war der hintere Teil auf einmal aus einer Art dickerem, weißen Papier. Gut, hab mir erstmal nix dabei gedacht. Soll ja vorkommen,  dass sowas anders verpackt wird.

Dann, vor ca. einem Monat, ging's mir auf einmal auf einen Samstag (natürlich) richtig mies. Ich musste mich in Dauerschleife übergeben. Ja gut, auch da dachte ich natürlich erstmal an nichts. Soll a auch vorkommen - Stichwort Magendarm und so.
Als es dann aber den ganzen Tag über nicht besser wurde und mir mein Vater dann auch sagte, das ihm schon aufgefallen ist das ich mit den "neuen" Spritzen nur noch zitternde Hände hab (wieso merkt man sowas eigentlich selber nie?), wurde ich stutzig. Nebenwirkungen hatte ich vom Coapxone noch nie. Klar, hier und da mal einen kleinen blauen Fleck. Aber ansonsten... Gut, jetzt wo die Büchse der Pandorra schon mal offen war fiel mir auch auf, dass die Spritzen deutlich schlechter im Handling waren. In den Injektor passten sie irgendwie nicht richtig rein (was ich aber auf meine eigene Schusseligkeit immer zurückführte) und auch das spritzen an sich dauerte meist unüblich länger immer.

 

Also, ab ans Telefon und die netten Leute vom Service angerufen. Und siehe da:
Meine Charge war ein Re-Import aus Kroatien und auf dem deutschen Markt gar nicht zulässig!!!!!

 

Ist euch sowas auch schonmal passiert oder bin ich nur an eine ganz abgezockte Apotheke geraten?

 

Es herzt euch herzlich,
Minki ♥

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Hallo Minki,

 

ja, Re-Importe hatte ich auch schon, allerdings  auf Anweisung des Arztes  - es gibt ja angeblich keinen Unterschied zwischen re-importierten und "Originalen".

Mir kamen die Spritzen und deren Verpackung vor wie von einem Laien zusammen gestümmelt - das Papier der Spritzenhülle sah aus, als hätte es irgendwann mal  im Wasser gelegen und der Kolben wackelte.  Manchmal zog ich die Spritze schief aus meinem Fleisch. Nachdem mich dann auch noch eine ständige Übelkeit begleitete, sprach ich meinen Arzt drauf an, welcher mir kommentarlos wieder das Original verschrieb. Als ich zu ihm meinte, dass Re-Importe wohl doch nicht genaus das Gleiche sind  wie  "Originale" , tat er so, als hätte er mich nicht gehört.  Aber das Cop-Team hat´s ja jetzt indirekt bestätigt.

Vielleicht ist bei der Ausstellung des Rezeptes ja was schiefgelaufen und die Apotheke kann gar nichts dafür; über die würde ich mich auf jeden Fall am allerwenigsten aufregen.

Alles Gute,

Tina

 

 

 

 

 

 

 

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Hallo Tina,

zum Glück hatte ich ja schon das neue Rezept geholt und wieder die "richtigen" Spritzen.
Nunja, das Kreuzchen bei aut-idem war gesetzt. Also vom Arzt aus war da alles richtig denke ich.

Ich war letzte Woche beim Neuro, hab ihm die Situation geschildert. Er war auch irgendwie leicht geschockt.
Was mich halt extrem stört ist die Tatsache, dass meine  nervige Mitbewohnerin durch das Copaxone bis jetzt echt gnädig war und ich das ungern auf's Spiel setzen will wegen irgendwelcher Re-Importe oder sonstigem Zeug.

 

Nadine ♥

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Hallo in die Runde,

wichtig ist hierzu zu wissen, dass Re-importe nicht grundsätzlich illegal sind, da es sich dabei um dasselbe Produkt handelt, allerdings mit einem dazwischen geschalteten Händler. Durch die beim Re-import übliche Etikettierung wird die Spritze dicker und passt dadurch nicht so gut wie vorher in den Injektor. Bei Bedenken hierzu sollten sich Patienten am besten an ihren Arzt wenden.

Ich ergänze diesen wichtigen Beitrag von Minki außerdem mal mit einer kleinen Erinnerung und Link zu unseren März-Rechtstipp zum Thema „aut idem“-Kreuz auf dem Rezept, der offenbar nicht an Aktualität verliert.

Wenn ihr vermeiden wollt, dass ihr in der Apotheke ein Generikum erhaltet, solltet ihr zum einen beim nächsten Arztbesuch und Erhalt eines Rezeptes auf das „aut idem“-Feld auf dem Rezept achten und euren Arzt bei Fehlen des Kreuzes sofort darauf ansprechen und zum anderen auch in der Apotheke bei Aushändigung des Medikamentes genau hinsehen, ob es euer gewohntes Medikament oder ein Generikum ist.

Aus diesem aktuellen Anlass werden wir die Sommerpause nutzen und für den nächsten Newsletter im September einen informativen Artikel zum Thema „Re-importe“ vorbereiten.

Lieben Gruß

Jasper

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Hallo Jasper,

lieben Danke für deine Ergänzung.
Und ja, mein Injektor ist dadurch kaputt gegangen - ziemlich blöde.

Jetzt hab ich wieder das "richtige" Medikament was ich auch problemlos und ohne Nebenwirkungen vertrage.
Noch zum Thema "aut idem"-Kreuzchen: Das war ja gesetzt. Das finde ich persönlich das schlimme...

Liebe Grüße,
Nadine ♥

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Genau Nadine,

deshalb der Hinweis, auch trotz Aut idem Kreuzchen auf dem Rezept in der Apotheke besser noch mal das Medikament zu prüfen. Wir wissen ja, Vorsicht ist gut, Kontrolle ist besser. :)
Bestell dir am besten bei unserem Service-Team einen neuen Injektor, falls du's nicht schon getan hast.
Hab einen schönen Tag.

Jasper
 

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Mein Neurologe sagt, dass er das Aut-Idem-Kreuz nur bei wichtigem Grund setzen darf und dass die Krankenkassen das auch nachprüfen.

Was ist denn ein wichtiger Grund für die Verordnung des Originals?

Viele Grüße, Polarlicht

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Hallo Jasper, jetzt muss ich noch mal feagen: sobald Teva drauf steht, ist es das Original-Produkt, oder?

Vielen Dank

Mia

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wenn das kreuz bei "aut idem" war, dann hatte der Apotheker recht, wenn er dir ein wirkstoffgleiches oder re-import gegeben hat.

 

"Bei der Ausstellung eines Kassenrezeptes hat der Arzt die Möglichkeit, vor dem verordneten Präparat ein Kreuz in das so genannte „Aut idem“-Kästchen zu setzen (siehe Pfeil in der nebenstehenden Abbildung). „Aut idem“ ist der lateinische Ausdruck für „oder ein Gleiches“. Wenn der Arzt dieses Kästchen ankreuzt, bringt er damit zum Ausdruck, dass die Apotheke nur exakt dieses Präparat herausgeben darf, also etwa „100 Tabletten Delix à 10 mg mit dem Wirkstoff Ramipril von der Firma Sanofi-Aventis“. Ist das Kreuz nicht gesetzt, bedeutet das, dass auch ein wirkstoffgleiches Präparat einer anderen Firma, "

ansonsten muss er vermerken "nur original" o.ä. ist etwas verwirrend das ganze

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@Jasper -Aktiv mit Ms-

Das ist zwar in der Theorie alles sehr nett mit dem aut idem Kreuz, in der Realität allerdings selten umzusetzen. ...mein Neuro hatte auch regelmäßig das Kreuz gesetzt, bis die Kassenärtzliche Vereinigung ihn abmahnte das er zu viele Kreuze setzt....in meinem Fall habe ich über Jahre ein bestimmtes Medikament immer problemlos bekommen, dann allerdings sind die Rahmenverträge wohl geändert worden und ich bekam in der Apotheke ein Generika Produkt, gleicher Wirkstoff, allerdings noch ein Beistoff auf den ich hoch allergisch bin,  anfangs hat mein Neuro daraufhin auch immer aut idem angekreuzt. ..bis er angemahnt wurde, in meinem Fall hat dann die Apotheke eine ganze Zeit lang pharmazeutische Bedenken angemeldet und mir so weiter das Medikament ausgehändigt was ich immer genommen hatte, aber das ist natürlich keine dauerhafte Lösung....

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Hallo zusammen,

für mich war "äußerlich" kein Unterschied zu erkennen. Es war die normale Copaxone-Verpackung. Auch die Spritzen hatten den TEVA-Schriftzug. Wie bereits gesagt, nur die eigentliche EInzelverpackung war anders - statt hinten der durchsichtigen Folie hatte ich dann so seltsam dickes, weißes Papier hinten dran.
Aber es stand ja überall TEVA und Copaxone drauf. Also kein Grund misstrauisch zu werden.

Und ich versteh's jetzt nicht ganz: Wenn das Kreuzchen gesetzt ist, dann heißt das doch, ich krieg das was drauf steht oder nicht? Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt immer das "Originale" bekommen. Und auch meine jetztige Apothekerin meinte, wenn das Kreuzchen gesetzt ist darf sie mir offiziell gar keinen Re-Import geben. Auch von der Hotline wurde mir damals bestätigt, dass ich bei der Apotheke gerne sagen kann "kein Re-Import" weil das nämlich mein gutes Recht wäre..

 

Oh man, als ob mein Hirn nicht schon genug verknotet ist...

Nadine ♥

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ich hatte zu meinen copaxone zeiten auch 2x reimporte aus bulgarien bekommen. bin mit denen absolut nicht zurecht gekommen. das dünne glas hat es im injektor zerdeppert und ich hatte ewig damit zu tun, alles wieder rauszubekommen.

dann hab ich nur noch originale bekommen. wie re-importe zu bewerten sind, ist mir nicht ganz kklar, es sind ja eigentlich die originale!

aber die werden umverpackt und umetikettiert und damit passen sie nicht mehr genau. keine ahnung. hatte keine lust, mich damit weiter zubeschäftigen, zumal ich nichts dran ändern könnte.

auf ein "aut-idem" medikament aus dem antidepressiven bereich, habe ich mit extremer nesselsucht reagiert.  auch da bekam ich dann nur noch die originale. war etwas seltsam, weil ich nicht sofort, sondern erst nach zwei wochen so reagiert hab.

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Hallo Jasper, 

ich fotografier mal die Hetstellerangabe (leider scheitet immer das Hochladen) meiner Packung ab. Ich bin jetzt sehr verunsichert- zwar hatte ich noch nie Eskapaden mit meinem Pen, aber doch schon unterschiedlich aussehende Verpackungen.

Da ich privat versichert bin, gibt es kein aut idem Kreuz, aber ich werde eigentlich sonst immer in der Apotheke gefragt, ob es ein Generikum sein darf.

Wie / was würde bei einem Reimport/ Generikum wo stehen? 

VG

Mia

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Hallo Mia und der Rest,

es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen Generikum und Reimport. Bei einem Generikum ist zwar der Wirkstoff der selbe, aber die Zusammensetzung des Medikamentes weicht ab. Das bedeutet, dass dort andere Zusatzstoffe drin sind und es sich also um ein ähnliches aber nicht das gleiche Medikament. Ein Reimport ist das selbe Medikament. Das heißt es besteht die selbe Zusammensetzung und inhaltlich kein Unterschied. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass das Medikament teilweise anders verpackt ist. Ich halte es auch für ein Gerücht, dass das Glas der Spritzen dünner ist. Was jedoch durchaus vorstellbar ist, dass die Verpackung und die Beklebung anders ist und dadurch die deutschen Injektoren nicht gut damit zurecht kommen. Wenn man nun mit Injektor spritzt, kann es sein, dass das Spritzen anders verläuft als sonst und das kann zu vorher unbekannten Reaktionen führen. Ich selbst spritze mit Hand, habe aber erst nach etlichen Monaten die für meinen Körper richtige Technik gefunden, um Flushes zu vermeiden etc.

 

Wenn du, Mia, nun als Privatpatient in der Apotheke gefragt wirst, ob du ein Gernerikum brauchst oder das original, dann geschied das, weil bei vielen Tarifen der privaten Krankenversicherung in den Bedingungen Generika vor Original gestellt wird. Dadurch könnte es sein, dass du das Medikament im Original nicht oder nur teilweise erstattet bekommst. Da der Apotheker deinen Tarif aber nicht kennt, braucht er deine Endscheidung dafür. Also lass dich nicht stressen!

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Hallo Famous,

lieben Dank für Deine Erklärung! Da ich vom Tarif her keine Einschränkungen habe, würde ich immer das Passende für den Injektor wählen.

Am Besten würde es mir helfen, eine Original-Kennzeichnung, die eines Re-Imports und die eines Generikums zu sehen.

Ich denke, ich habe ein Re-Import-Produkt.

 

Hängt ein Flush mit der Art des Spritzens zusammen?

VG Mia

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Hallo Mia,

dann hast du doch den richtigen Tarif für deine Krankheit. Dann würde ich das immer in der Apotheke auch so sagen und dann bekommst du auch das Originale nicht reimportierte medi, denn das ist das teuerste Medikament und damit bekommt die Apotheke da auch am meisten für (vermute ich).

 

Also ich denke, es gibt dazu keine genauen Informationen (bzgl. Flush), weil es einfach keiner so richtig erforscht. Aber ich hatte anfangs bei dem zweiten oder dritten Spritzen einen Flush teilweise auch mit Kreislaufzusammenbruch. Darüber habe ich mit meiner Neuro gesprochen und auch mit der Schwester beim Neuro, die mich eingewiesen hat. Diese hat mir Tipps gegeben, wie z.B. langsamer spritzen, also nicht reindrücken sondern sanft reinlaufen lassen und mehr als 10 Sekunden nach dem Spritzen warten, bis man die Spritze zieht. Seitdem hatte ich keinen einzigen Flush mehr. Lt. Erklärung des Aktiv mit MS Teams und Recherche im Internet hängen Flushes mit dem Spritzen ansich zusammen, deswegen können das auch z.B. Diabetiker haben. Das alles zusammen lässt mich einen Zusammenhang zwischen Spritzentechnik und Flush vermuten.

 

Liebe Grüße

das Franzi

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Hallo,

ich bin ein Gegner vom spritzen mit dem Injector, dagegen ein Verfechter für das Spritzen per Hand.

Mein Doc lehnt den Injektor rund weg ab, weil durch den Druck und die Schnelligkeit mehr Gewebe verletz wird. Daher kommen auch viele NW. Ich bin auch ein Gegner vom spritzen mit den Injector, dagegen ein Verfechter für das Spritzen per Hand.

Setzt man die Nadel manuell an, spürt man sofort, ob es wehtun würde und kann eine bessere Einstichstelle wählen, an der sich z.B. kein Nerv befindet. Wichtig ist, dass sich kein Tropfen an der Spritze befindet.

Das manuelle Spritzen auszuprobieren, lohnt sich auf jeden Fall. Da kannst du die Geschwindigkeit regulieren und je langsamer, desto verträglicher.

Übrigens,  ich spritze seit über 20 Jahren per Hand und hatte noch nie einen Flush.

 

 

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ich habe es dann auch mit dem injektor seinlassen und dann von hand gespritzt. flushs hatte ich nur bei tec. jetzt mit plegridy spritze ich auch manuell. das injektorteil ist nur plastikmüll...

 

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Hallo, 

lieben Dank für Eure Antworten. Meine Mutter als Krankenschwester findet den Injektor auch nicht so toll, aber ich habe da einfach keine Überwindungsschwierigkeiten. Spritzt ihr dann nur in Beine und Bauch? Die Arme lasse ich weg, da habe ich schon 2 mal nen Nerv getroffen, das tat soooooo weh....

Vielleicht trau ich mich das irgendwann mal vor meiner Ma....

Ich warte auch immer 10 sek. nach dem Fertig-sein des Injektors, bevor ich die Nadel raus ziehe....

VG Mia

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Hallo,

 

ich spritze nicht in den Bauch, nachdem ich dort mehrfach Äderchen getroffen habe und das Gefühl hatte, dass das Flushes auch begünstigt. Dafür habe ich noch die Gesäßfläche, dank vernünftiger Einweisung. Arme spritze ich mit Hand nicht.

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Oberschenkel und Oberarme spritz ich nicht mehr, find ich schmerzhaft imd deshalb schon mit cop und jetzt plegridy immer nur bauch! entsprechend lädiert siehr der aus, dazu kommt - zu den roten flecken - noch ein festes toxisches exanthem, das sich auch dort breitmacht. alles vom medikament.

 

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Hallo zusammen,
wie versprochen, wurde für den aktuellen Newsletter nach der Sommerpause das Thema "Original, Generikum, re-import & Co" für einen Artikel noch einmal aufgearbeitet. Diesen findet ihr jetzt hier:
https://www.aktiv-mit-ms.de/leben/artikel/original-generikum-parallelimport-und-co-wo-ist-eigentlich-der-unterschied/

Lieben Gruß
Eurer Jasper

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