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Häufiger & starker Harndrang

11 posts in this topic

Guest

Hallo allerseits,

ich habe am Montag meinen Neurologen angerufen, da ich sehr häufig zur Toilette muss. Der Harndrang ist dann häufig sehr stark, teilweise plötzlich, auch nachts. Ungewollter Urinverlust kam noch nicht vor.

Mein Neurologe hat mir eine Überweisung zum Urologen gegeben und mir geraten zwei Tage ein Miktionsprotokoll zu führen.

Habe mich selbst erschrocken, dass ich zeitweise ein- bis zweimal stündlich muss. Urinmenge 80-200 ml. Bei Mengen darüber, habe ich das Gefühl meine Blase platzt.

Heute konnte ich schon zum Urologen. Restharn 30 ml, also wohl nicht der Rede wert.

Er sagte dann ich würde bei meiner Problematik zu viel trinken (2,5 -3,5 Liter). Ich soll höchstens 2 Liter über den Tag verteilt trinken und abends logischerweise nicht mehr viel davon. Und ich soll mein Blasenvolumen trainieren indem ich die Toilettengänge rauszögere. Und Beckenbodentraining machen.

Da soll ich in den nächsten drei Monaten gucken ob es mir damit besser geht. Die Alternative wäre eine Blasendruckmessung in einer Klinik. 

 

Weiß nicht so recht was ich davon halten soll ...

Dachte man soll den Harndrang nicht zu weit unterdrücken? Und es ist ja auch nicht so, dass ich sofort los gehe.

Nachts trinke ich fast gar nichts, muss aber teilweise in den frühen Morgenstunden mehrmals raus.

Aber auf der Arbeit und unterwegs ist das schon ziemlich anstrengend... Selbst einen Film gucken zu Hause geht nicht ohne Gedanken an die Toilette. 

Ist so eine Untersuchung bei MS denn überhaupt notwendig?

Wie sind eure Erfahrungen?

Danke für eure Antworten und LG!

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Hi,
kenne das auch und meine Ärzte haben es als MS-Symptom eingeordnet und ihm den Namen imperativer Harndrang gegeben. Seit dem nehme ich ein Spasmolytikum und komme ganz gut zurecht. Beckenbodentraining ist sicher auch kein Fehler, nur bin ich da leider nicht kontinuierlich genug am Ball. Das mit dem künstlich Einhalten/Blasentraining halte ich nicht für so eine gute Idee.

Gruß

Markus 

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Ich finde die Tips deines Urologen super. Beckenbodentraining könnte echt helfen. Aber weshalb trinkst du soviel? Diabetes wurde sicher ausgeschlossen?  Ich würde mal noch beim Hausarzt vorsprechen und tu mich schwer damit alles gleich auf die MS zu schieben.  Auch Menschen ohne MS leiden gerne unter einer Blasenschwäche.

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Guest

Hallo und danke erstmal für eure Antworten.

Ich habe schon immer viel getrunken, eine Erkrankung steckt da nicht hinter.

Werde das Beckenbodentraining auf jeden Fall ausprobieren, das schadet ja sowieso nie. 

Meine Einfuhr werde ich auf 2, 5 Liter beschränken und mir die Portionen versuchen anders aufzuteilen. Toilettengänge verzögere ich aber nur leicht, kann im Alltag sowieso nicht immer direkt zur Toilette. 

Und dann schaue ich mal wie es im Alltag funktioniert und ob es damit besser wird. In drei Monaten kann immer noch neu entschieden werden. Finde ja gut nicht gleich Medikamente zu bekommen und ja vielleicht es liegt es überhaupt nicht an der MS.

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Hallo, 

Ich habe das gleiche Problem, auch wenn es bei mir nicht von der MS kommt.

Ich nehme dagegen Vesikur, aber bin nicht sicher, ob es mir wirklich hilft. 
 
@Markus: Was ist ein Spasmolytikum genau und wie heißt es was du nimmst? 
 
Plum 
 
 

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@Plum

Im Gegensatz zu Muskelrelaxantien setzen Spasmolytika den Tonus der glatten Muskulatur herab, zu der auch die Blase gehört. Es gibt da wohl sehr unterschiedliche Wirkstoffe für unterschiedliche Anwendungen. Genaueres weiß dein Arzt oder Apotheker (hoffentlich).

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@Markus: Danke für die Antwort. 

Mich interessiert immer noch der Name des Medikaments. Denn dann könnte ich den Arzt konkret danach fragen. Ich nehme als Anti-Spastika schon Sativex und Baclofen. 

 

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Anfangs Spasmex, momentan Spasmolyt. Haben aber beide den selben Wirkstoff.

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Danke, Markus. Dann werde ich meinen Arzt  danach  fragen.

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Hallo,

der imperative Harndrang wie oben beschrieben, hat mich vor ein paar Jahren auch oft und plötzlich gepackt. Mein Neurologe hat mir dazu ein leichtes Anti-Depressiva (Anafranil) verschrieben - morgens 1 Tablette und das reicht den ganzen Tag. Keine Nebenwirkungen und  auch der Urologe hält das für eine gute Lösung.

 

Gruss,

Betty

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Guest

Hallo ihr Lieben!

@Betty01: In welchen Zusammenhang steht denn eine Blasenstörung mit Depressionen?

Bei mir ist es natürlich mit weniger trinken besser geworden. Es ändert aber nichts daran, dass ich nachts mindestens 2 x raus muss und es unterwegs auch weiterhin sehr anstrengend ist. Werde das spätestens im April auch mit dem Urologen besprechen. Aber vielleicht wird es ja auch besser.

 

Kann man entsprechende Medikamente ggf. auch zur Nacht und unterwegs bei Bedarf nehmen?

Lg

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