Tiadra

Neu im Kreis

3 posts in this topic

Hallo Zusammen,

Ich bin neu im Kreis und noch ein wenig hin und her gerissen zwischen "damit geht's trotzdem weiter" und "wie soll ich denn damit klar kommen". Dazu kommt das "Was erzähle ich anderen"

Ich habe immer gedacht ich weiß genug darüber, da mein Schwiegerpapa und eine gute Freundin ms haben und musste nach meiner eigenen Diagnose feststellen, dass ich nur sehr wenig weiß.

Ich weiß nicht wem ich es erzählen soll und wem nicht. Ich möchte kein Mitleid und keine "guten Ratschläge" hören. Aber die, die mitbekommen haben, dass ich fast 5 Wochen lang doppelbilder gesehen habe, fragen natürlich nach. Und nicht jeder akzeptiert,  dass jetzt alles gut ist.

Meine Hauptsorge ist, dass mein Schwiegerpapa es nicht erfahren soll. Er ist 80, hat sein über 20 Jahren ms, kann kaum laufen,  hat Depression .... Er hat außer seinem Enkel,  dem fehrseher und seinen Erinnerungen nicht viel,  was ihn inspiriert und ich glaube er würde das nicht verkraften.

Was erzähle ich meinem 4 jährigen Sohn? Er weiß, dass ich krank bin und Medikamente bekomme. Aber ich bete jedesmal, dass er nichts sagt was Oma uns Opa dazu bringt fragen zu stellen. Wie schaffe ich den Grad zwischen "nichts sagen" und lügen?

Ich glaube, dass ich selber schon ganz gut klar komme,  bin mir aber nicht sicher, wie ich geliebte Menschen vor der Angst un den Sorgen schütze  kann. Zu tun als wäre nichts ist bestimmt auch nicht richtig.

WiE seit ihr nach der Diagnose mit der Flut an Gefühlen, Sorgen , Ängsten umgegangen? 

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Also ich war nach der Diagnose zuerst mal geschockt und musste viel weinen. Mit meinem Umfeld bin ich gleich sehr offen umgegangen und habe kein Hehl aus der Krankheit gemacht. Ich bin damit eigentlich gut gefahren zumal jeder sehen konnte, das irgend etwas nicht stimmt mit mir ( hatte von Anfang an Probleme mit dem laufen) Mit der Diagnose erklärte sich das und es gab keine Vermutungen und Gerüchte. Ich habe auch einige "Freunde" verloren, aber auf diese kann ich nun getrost verzichten, dafür sind die echten Freunde geblieben und für diese habe ich dann auch mehr Zeit. Lügen würde ich nicht, denn irgendwann kommt es doch raus und dann gibt es Erklärungsnot

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Hallo Tiadra,

tja, wie sag ich es und wem. Ich habe sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Meine Mutter musste sich ihren Kummer über meine Diagnose von der Seele reden und erzählte es ihren besten Freunden, meinen Tanten... Das hat uns einen Riesenkrach beschert. Freunde-da habe ich es erzählt- eine "Freundin" hat sich verabschiedet, aber sonst wurde sehr pos. reagiert. Auf der Arbeit wissen es auch ein paar Leute.

Heute würde ich evtl. noch sparsamer sein. Keine Ahnung so richtig. Meine Kinder wissen es und das ist auch gut so....

LG

Mia

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