Forumregeln
rosalie1905

Benommenheit/Schwindelgefühl

5 posts in this topic

Der letzte Schub (nach 10 Jahren Beschwerdefreiheit unter Copaxone 40) war gezeichnet von einem Gefühl "neben sich zu stehen-Benommeheit-Schwindelgefühl. Diesen Zustand habe ich nun seit 9 Wochen. Begleitetend war lediglich noch ein Symptom "Kribblegefühl im Bein", was jedoch nicht kontinuierlich vorhanden war. Nach einer Stoßtherapie mit Korison (3x1g) hat sich lediglich das Gefühl im Bein zurückgebildet-diese Benommenheit ist weiterhin täglicher Begleiter und schränkt mich enorm ein.

Nach der Kortisontherapie habe ich es auch noch verstärkter wahrgenommen. Hinzu kommt seit Kortison noch ein Tinnitus. Nach drei Wochen in  diesem Zustand-zurück zum Job und Alltag-hat sich das Schindelgefühl erneut verstärkt und auch das "Kribbeln im Bein" kam zurück. Daraufhin war mir klar, dass der Herd scheinbar wieder Aktivität zeigt. Ich habe mich dann einer nochmaligen Infusionstherapie im KH unterzogen und 5x2 g Kortison bekommen-in der Hoffnung, dass danach diese Benommenheit endlich verschwindet. Diese Dosis Kortison war für den Köper hefitg wegzustecken und natürlich ging dieses Schwindelgefühl unter der Kortisontherapie nicht weg, da dies ja auch NW des Kortison sind. Nun ist diese Therapie 5 Tage her und diese Benommenheit ist weiterhin vorhanden. Das "Kribbeln" im Bein ist komplett weg, aber das Hauptproblem leider nicht.

Kann mir hierzu jemand Erfahrungen mitteilen? Dieser Zustand-nachdem man diese Mega Dosis Kortison auf sich genommen hat-ist so frustrierend, denn ein Alltag und Arbeiten ist so nicht möglich.

Share this post


Link to post
Share on other sites

hallo rosalie,

ich mache mal den anfang.

vielleicht hast du dich mittlerweile etwas belesen, und festgestellt, das viele von uns genau diese probleme haben. schwindel und benommenheitsgefühl haben wirklich viele von uns. es kommt und geht, mit und ohne kortison. genauso ist es mit mißempfindungen.

ich bin auch davon betroffen, es ist einfach meine schwachstelle. was hat denn dein neuro dazu gesagt? ich habe mir deswegen noch nie kortison geben lassen. diese hammerdosis von 5x 2000mg empfinde ich schon fast als körperverletzung von den ärzten.  du arme, die nw waren bestimmt nicht ohne! ich wäre danach wochenlang krank gewesen.

kortison wird noch bis 6 wochen nachwirken. das heißt, deine beschwerden werden sicher noch besser. das wünsche ich dir jedenfalls. benommenheitsschwindel scheint jetzt auch deine schwachstelle zu sein und wenn du pech hast, wird es dich immer mal wieder treffen.

gute besserung!:durchhalten:

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo aorta,

lieben Dank für die Antwort.

Es ist so, dass ich über dieses Symptom doch sehr wening gefunden habe. Mein neuro gibt hier wenig drauf, denn ich glaube, wer nicht weiß, was man mit dieser Benommenheit täglich fühlt-wie hefitg das auch einschränken kann, versteht das nicht. Er meinte nur, dass man hier ggf.-sollte es nach Monaten nicht besser werden-auch mal mit Antidepressiva einen Versuch starten könnte. Nun, was soll man dazu sagen? Ich bin so froh, dass ich nach diesen vielen Wochen und dieser 2-maligen Kortisontherapie noch keine depressiven Züge habe und das wird auch so bleiben. Ich werde mir von der Krankheit nicht mein Leben bestimmen lassen. Natürlich muss man es annehmen-jedoch auch das Beste draus machen und zuversichtlich bleiben. Ich bin körperlich fit und habe zum Glück keinerlei weitere Ausfälle. Die Neurologen möchten immer gleich auf "Eskalationsstufe" gehen, in meinem Fall Umstellung der Basistherapie auf richtige Hämmer (Gilenya). Nachdem ich unter Copaxone 10 Jahre beschwerdefrei war, alle Kontrollen unauffällig waren, werde ich zunächst auch dabei bleiben. Oftmals sieht man nicht, dass für die "neuen" Medikamente noch die Langzeiterfahrungen fehlen. Das eigene "Bauchgefühl" sollte hier leiten und nicht die Meinung der Ärzte-zumindest wenn man noch zu den Betroffenen gehört, die einen "milden Verlauf" haben.

Das Kortison habe ich mir geben lassen, da nach 4 Wochen nach Therapie (3x1g) die Symptome wieder verstärkt waren und auch wieder eine Sensibilitätsstörung im Bein (die über Wochen weg war) hinzu gekommen ist. Nachdem auch diese Benommenheit wieder stärker ausgeprägt war, war meine Befürchtung, dass der letzte Herd wieder Aktivität zeigt und die erste Dosis nicht ausgereicht hat, denn es waren 1:1 die gleichen Symptome. Leider ist eben hier das Kortison die einzige Möglichkeit, die Entzünung abzudeckeln-das war die Empfehlung der Uni Klinik. Ich war nach diesen vielen Wochen mit diesem Benommenheitsgefühl und erneuter Verschlechterung meines Zustandes dann auch bereit, diese Prozedur auf mich zu nehmen, in der Hoffnung, dass es endlich weggeht.

Diese Dosis war Wahnisnn, die NW auch! Ich würde das meinem Körper nie wieder zumuten, da ich an die Grenze gekommen bin. Man liest oft, dass unter der Gabe des Kortison bereits die Symptome verschwinden-das war natürlich meine Hoffnung. Ergebnis: Während der Gabe dieser Hammerdosis habe ich mich noch danebener gefühlt und eine Besserung dieser Benommenheit kam bisher nicht. Im Gegenteil-teilweise ist es noch ausgeprägter als vorher und ich hatte noch keinen Tag, an dem ich mich "normal" gefühlt habe. Die Sensibilitäntsstörung ging damit weg-aber leider ist das nicht mein Hauptproblem was mir den Alltag einschränkt.

Wie kommst Du mit dieser Benommenheit im Alltag klar? Hast du Tage, an denen Du Dich "normal" fühlst?

Ich bleibe zuversichtlich, dass es sich noch bessern wird, denn dieser Weg (13 g Kortison innerhalb von 6 Wochen) darf nicht umsonst gewesen sein.

Danke für die guten Wünsche-ich wünsche Dir auch alles Gute-Durchhalten bleibt unsere Überlebenstrategie :-) um mit der Krankheit mit den 1000 Gesichtern umzugehen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

hallo noch mal,

wenn du in den verschiedenen ms foren benommenheit oder benommenheitsschwindel in die suchfunktion eingibst, bekommst viele, viele threads und informationen.

das es dir schlecht ging, nach dem ganzen kortison, glaube ich dir gerne! ich bin dann auch immer krank. nach kortison ist es eigentlich normal, das sich symptome verschlechtern, bis es dann langsam besser wird.

bei einer ms therapie würde ich mir auch nicht reinreden lassen. du mußt das entscheiden, du mußt auch die nw ertragen. ich habe damals 3-4 schübe im jahr gehabt und das über jahre hinweg, das wurde als hochaktive eingestutzt und ich begann als 1. therapie mit einer eskalation.

wie sieht dein aktuelles mrt aus? hast du mehr läsionen? nur wegen einem schub, würde ich auch nicht eskalieren, zumal du zuvor zufrieden warst.

wenn ich diesen benommenheitsschwindel habe, mache ich einfach langsam und sage termine ab. ich bleibe dann am liebsten zu hause, weil alles was ich mache unendlich viel kraft kostet. allerdings kann ich mir das einrichten, wie ich es brauche, da ich emr erhalte und nur noch einen minijob habe.

ich spritze mir regelmäßig vitamin b12, weil es mir oft bei diesem schwindel hilft.

wie sind deine eisen, v.b12 werte? beides kann schwindel verursachen.

wenn es dir weiterhin schlecht geht, bleibe zu hause, es dankt dir eh keiner, wenn du zur arbeit kommst.

wurde beim letzten krankenhausaufenthalt mal an eine ahb gedacht? wenn nicht, würde dir eine reha sicher gut tun. oder eine ms klink, wie die sauerlandklinik, der ablauf ist da ähnlich, wie bei einer reha.

lg aorta

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich werde mich mal auf die Suche machen nach den Foren. Bisher hatte ich noch keinen Anlaß hier weiter zu suchen.

Meine letzte Kortisontherapie liegt nun auch schon 10 Jahre zurück und damals hat sich zum Glück das Schwächegefühl nach ein paar W0chen wieder zurück gebildet.

Mein aktuelles MRT zeigte 1 neuen Herd, sonst keine Läsionen. Vor 4 Jahren waren mal zwei, jedoch ohne dass sich was bemerkbar gemacht hat.

Das mit dem Vit. B12 ist ein guter Tip, vielen Dank.

Du hast dann diesen Benommenheitsschwindel sozusagen nie komplett über längere Zeit weg bekommen? Gut, dass Du es Dir im Job so einrichten kannst, das ist toll.

Eisen ist normal bei mir, Vit B12 müsste ich mir abnehmen lassen.

Ich hoffe, dass es bald aufwärts geht, denn meine Arbeit und der normale Alltag, mein Sportprogramm fehlen mir sehr.

AHB wurde bei dem Aufenthalt zur Kortisontherapie nicht angesprochen. Mein Neurologe hat allerdings eine Reha befürwortet. Mal sehen, ob mir danach ist.

Vielen Dank für die vielen guten Hinweise und liebe Grüße

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now