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Sven87

Wenn aus einem Flirt ein Wechselbad der Gefühle wird

12 posts in this topic

Guten Abend Forummitglieder.

Auch ich benötige Hilfe und hoffe das Ihr mir mit euren Erfahrungswerten weiterhelfen könnt.

Ich habe im Juli eine Frau mit MS im Anfangsstadium kennengelernt.

Zu Beginn hatte Sie auch recht offensiv darüber geredet und dass Sie daher eher was lockeres sucht, da sie aktuell lieber Single sein will und die knapp 300 km Entfernung zwischen uns da von Vorteil wären. Sollte Ihr auch dabei versprechen, das wir uns auf keinen Fall "verlieben" werden...

Wie es der Zufall will wurde der Kontakt und auch unsere Telefonate länger sowie intensiver.
Da merkte ich schon, wie bei Ihr aus Neugier schon Interesse wurde.
Wir haben uns gesehen und ein romantisches sowie intensives Wochenende bei mir verbracht.
Schon währenddessen sagte Sie mir einige Male, wie gern mich hat.
2 Wochen später durfte ich Sie besuchen und ihren Sohn kennenlernen.
Auch diese Zeit war unglaublich intensiv, so das Sie mir immer häufiger von Ihren Gefühlen erzählte und Sie zwischen Freundschaft+ und was ernsten schwankte.

Wir begannen zum Beispiel miteinander am Telefon einzuschlafen und es die Nacht über laufen zu lassen.

Leider bekam Sie in den letzten 3 Wochen immer wieder kleine Schübe, so das Ihre Laune seitdem schwankte zwischen "ich hätte dich gerne bei mir, ich vermiss dich" sowie "such dir lieber eine andere".

Habe ihr die letzten 2 Wochenenden angeboten, sie trotz der Schübe zu sehen und für sie da zu sein,

was sie leider verneinte, da sie selbst für sich stark sein und es ohne Hilfe bewältigen muss. Daher verbrachten wir die Zeit leider nicht persönlich gemeinsam,

sondern skypten abends miteinander über Stunden wo sie mir dann auch wieder sagte, das sie mich gern hat und man merkt, dass sie hin und her gerissen ist und mal betonte das ich doch mit einer anderen Frau besser dran wäre, aber auch immer wieder erwähnte was sie für mich empfindet und noch erleben möchte, zum Beispiel eine gemeinsame Reise nach Norwegen.

Jetzt ist meine Frage an euch:
Wie kann ich am besten für sie da sein, so das sie sich nicht immer einigelt, sondern auch mal die Schulter zum anlehnen zulässt?

Bin etwas überfordert, da Ihre Haltung mir gegenüber seit Tagen so schwankt und ich nicht weiß, wie ich mich am besten Verhalten soll im Sinne von für Sie da sein oder doch etwas Abstand nehmen und hoffen das Sie sich von sich aus auf mich zubewegt?

 

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Halli @Sven87

wenn es für Dich OK ist, dann sag Ihr doch, dass Du mit diesen Ungewissheiten der MS (das kannst Du ja googlen) leben kannst und bei Ihr sein möchtest.

Viele Grüße

Mia

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Guten Abend Mia,

vielen Dank für deine(darf ich duzen?) Antwort.
Sie weiß das ich zu Ihr stehe und es trotzdem versuchen möchte sowie für Sie da sein möchte.

Nur meist antwortet Sie, das Sie es alleine schaffen muss und versucht stark zu sein.

Heute ist ein Tag, wo wir miteinander telefoniert haben und Sie mir immer wieder sagte wie sehr ich Ihr fehle, wie gern Sie mich hat, auch Anspielungen in die Richtung Beziehung machte, während an anderen Tagen zuletzt, Sie gefühlt "allergisch" reagierte, wo ich Ihr ähnliches gesagt habe.
Diese Schwankungen machen es für mich schwierig Ihr "Schutzschild" zu durchdringen, das Sie letztlich auch bei Ihren Schüben die Hilfe von mir zulässt und mich nicht wieder von sich wegzustoßen.

 

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Hallo Scen,

klar darfst Du mich duzen!

Ein Patentrezept gibt es da wohl nicht.

Bei mir hat durch die MS ganz schön das Selbstbewußtsein gelitten. Nicht mehr so viel Wert sein, eine Last sein...

Aber auch die eigene Angst, sich/dem Körper nicht mehr trauen können.

Das sind viele neg. Gefühle "Trauer, Wut, Verletzt sein, Scham..." . 

Im Gegensatz zu dem, wonach man sich sehnt oder was zum "frisch verknallt"sein gehört. 

 

Letztendlich hilft wohl nur viel reden, geteilte Zeit....

Liebe Grüße und viel "Erfolg"

Mia

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Hallo Sven,

wie man bei einer MSlerin reagieren sollte, weiß glaube ich niemand. Auch nicht wie man bei einer Frau reagieren sollte. Ich kann dir nur sagen, wie ich es cool finden würde, hätte (zu Zeiten als ich noch Single war) ein man früher reagiert...

Hinfahren, vorher ein Hotel oder Persionszimmer in der Nähe buchen und dann einfach hingehen.

So kannst du gehen, wenn sie dich doch nicht da haben will, bedrängst sie also nicht, aber sie merkt, dass du bereit bist, viel zu tun für sie und nicht nur laberst. Mein Mann bringt mir auch oft Süßigkeiten mit, wenn er merkt mir gehts nicht gut, weil er weiß, dass ich keine Blumen will. Oder Wiener Würstchen, weil ich im Schub und mit Cortimeist darauf total stehe. Aber das wirst du wohl bei ihr erst so rausfinden müssen.

Viel Erfolg!

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Hallo Sven87

 Wie Famous schreibt und wenn es für dich auch möglich ist, halte dich in der Nähe deiner Freundin auf, aber halte dich im Hintergrund. Sage ihr, du bist da, wenn sie dich braucht, sei es auch nur, um mal jemanden zum Reden zu haben, und das nicht nur am Telefon. Aber sie sollte von sich aus  auf dich zukommen. Mehr wie ein Angebot kann es nicht sein, denn sie darf sich nicht bedrängt fühlen.

 Es kann sein, deine Freundin steckt, bedingt durch die Erkrankung und Schübe, in einem Gefühlschaos und erlebt eine emotionale Verwirrung . Das kann ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle hervorrufen. Deshalb auch das Schwanken zwischen:  "ich hätte dich gerne bei mir, ich vermiss dich" sowie "such dir lieber eine andere".

Wenn ich deinen ersten Beitrag lese kommt bei mir folgender Gedanke auf:

Kann es sein, daß bei deiner Freundin das Gefühl aufkommt, wenn sie sich weitergehend auf dich einläßt,  sie sich dann von dir zu sehr abhängig macht? Und genau gegen dieses Gefühle wehrt sie sich.

Denn du schriebst anfangs: 

Zu Beginn hatte Sie auch recht offensiv darüber geredet und dass Sie daher eher was lockeres sucht, da sie aktuell lieber Single sein will und die knapp 300 km Entfernung zwischen uns da von Vorteil wären. Sollte Ihr auch dabei versprechen, das wir uns auf keinen Fall "verlieben" werden...

Ihr habt schöne Momente erlebt, Aber vielleicht fühlt sie sich auch durch diese schönen Momente überfordert, emotional überfordert. Denn auch die schönen Momente können überfordern. Gerade weil sie ja keine festere Bindung plante.

Das beste Rezept ist immer noch,  reden, reden, reden (habt ihr ja schon gemacht).

Und gib ihr unbedingt zu verstehen, daß jeder weiterhin seine eigene Freiräume behält.

Und suche dir den Mittelweg (ich weiß, ist nicht leicht), nicht zu aufdringlich aber auch kein totaler Rückzug.

 

liebe Grüße W E R ?

 

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Herzlichen Dank und eine kleine Entschuldigung,

weil ich jetzt erst antworte.

Sie war von Samstag bis heute mit Ihrem Sohn bei mir. :)
Hatten gemeinsam Fussball gespielt, waren gestern wandern und hatten ausreichend Zeit zum reden.

Sie hat Probleme damit, auch mal "schwach" zu sein bzw. zu wirken, weil Sie unter anderem für sich selbst stark sein will.
Nach der Wanderung zitterte Ihr rechter Fuß extrem und das die ganze Rückfahrt von knapp 1 Stunde.
War für mich etwas irritierend, aber denke wir haben das gut gemeistert. :)

Möchte mich weiter kennenlernen, da Sie immer stärkere Gefühle für mich hat, auch wenn Sie es noch nicht ganz Beziehung nennen möchte. Wie Ihr richtig erkannt hat, ist Sie überfordert, das wir uns genau jetzt kennengelernt haben und es so funkt, was Sie nie gedacht hätte und deswegen hin und her gerissen ist, ob Sie es zulassen soll oder mich auf Abstand zu halten, weil Sie nicht möchte, dass ich sehe wie es Ihr auch mal schlecht geht.

Habe Ihr eine Postkarte geschenkt, die vorne den Aufdruck hat: "Was sagst du?" und zum abtrennen 3x nein, 3x ja und 1x nein ja und auf der Rückseite von mir per Handschrift "willst du mit mir gehen?". Fand Sie sehr amüsant, da ich Ihr dabei sagte, je nach Stimmung kann Sie es mir dann anhand der abtrennten Antwort einfach zeigen. *g*

Beim Abschied vor Ihrer Heimfahrt musste Sie die ein oder andere Träne verdrücken, weswegen dieser etwas kurz ausfiel.

Bin sehr dankbar für eure Antworten, Unterstützungen und Rat.  :)

LG Sven

 

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Guten Morgen,

Gestern Abend bekam ich noch eine sprachnachricht, wo sie mir erklärte, wie schön es mit mir ist, wie sie sich sicher und geborgen mit mir fühlt.

 

Ich werde ihr jetzt erstmal nicht antworten und im Laufe des Tages gemäß euren Ratschlägen, das ich es schade finde, sie sich gerne jederzeit bei mir melden darf.

 

Bezüglich dem Verlauf mit meiner Mama. Meine Eltern stehen trotz ihrer Erkrankung zu mir bzw zu einem uns und würden sie auch unterstützen.  Außerdem freuen sie sich, wenn wir beide gerne auch mit ihrem Kind sie besuchen.

Edited by Sven87
hinzufügen des letzten Abschnittes

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Hallo Sven,

ich bewundere deine Geduld, denn MS hin oder her - dieses Hick-Hack würde ich nicht ertragen. Und vielleicht liegt ihr Verhalten nicht nur an der Erkrankung, sondern sie ist einfach wankelmütig.

Lieben Gruß,

Tina

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Danke Tina.

Wäre der Kontakt nicht so intensiv bzw. auch die bisherigen persönlichen Treffen, hätte ich schon aufgegeben.
Wir kennen uns seit Juli, seit August sehen wir uns aufgrund der Arbeit unregelmäßig und erst Ende September begann es leider bei Ihr mit dem hin und her, als einer der Schübe etwas stärker ausfiel. Seitdem ist es leider so zum Teil extrem, wo Sie mich auf der einen Art teilweise nicht sehen will, aber gefühlt im selben Moment mit mir telefoniert, wir uns über die Kamera sehen und Sie mir sagt, das ich Ihr fehle.

Jetzt auch dieses Wochenende. Wie sehr Sie die gemeinsame Zeit genossen hat. Glücklich gewesen ist, das ich mich auch mit Ihrem Sohn so gut verstehe und umgehe. Gestern abend erzählte Sie es mir auch nochmal sehr liebevoll.

Sie arbeitet selbst für einen Pflegedienst, wo zu Hause Menschen mit schwerer Erkrankung wie zB Krebs betreut werden. Sie erzählte mir, das Sie schon mal eine sehr pflegebedürftige MS-Patientin hatte und ich glaube das heute Nacht etwas bei der Arbeit passiert war, was Ihr wieder klar werden lies, was möglichweise mit Ihr passieren könnte, weswegen Sie dann wieder mich von sich stößt.

Nur ich bin vielleicht zu naiv oder gutgläubig, aber ich kann keine Frau gehen lassen, wo die Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen, man miteinander viel Freude hat und mich damit abfinden soll, das Sie "nur" wegen der Angst vor einer eigenen Pflegebedürftigkeit mich von sich stößt, während Sie gleichzeitig davon schwärmt, wie schön es mit mir ist...

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Hallo Sven,

lösche doch bitte die zitierten Nachrichten.

Ich würde ausflippen, wenn ich irgendwo Nachrichten von mir entdecken würde...

LG

Mia

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vor einer Stunde, Mia813 hat geschrieben:

Hallo Sven,

lösche doch bitte die zitierten Nachrichten.

Ich würde ausflippen, wenn ich irgendwo Nachrichten von mir entdecken würde...

LG

Mia

 

Ganz ehrlich, das sehe ich auch so, sowas persönliches gehört doch nicht ins Netz und vor allem dann nicht, wenn die Person nichts davon weiss!!! Sorry, aber das ist völlig daneben☹️

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