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conny2009

ich komm nicht über 55% Arbeitskraft

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Hallo zusammen,

 

die Überschrift klingt doof, aber ich erkläre kurz was ich meine. Also, ich bin 38 Jahre alt, habe seit 10 Jahren MS. Mir geht es eigentlich sehr gut.

Ich bin verheiratet und wir haben zwei Kinder (8 und 13 Jahre alt). Ich arbeite zu 55% in einer Krippe (das ist auch mein erlernter Beruf), dort arbeite ich wirklich sehr gern. Nun ist es so, dass ja überall Erzieherinnen fehlen, so auch bei uns und ich hätte die Möglichkeit mehr zu arbeiten, auch die Kinder wären inzwischen so groß, dass sie mich nicht mehr die ganze Zeit brauchen, bzw. dass sie selbst länger aus dem Haus sind. Meine Mutter ist seit Pfingsten in Rente und meine Schwiegereltern seit letztem Jahr und sie sind bereit einzuspringen. Auch die Betreuungsmöglichkeit vor Ort (verlässliche Grundschule und Ferienbetrenung) sind vorhanden. Und nicht zuletzt kann mein Mann im Notfall Home-Office machen oder ich darf die Kinder mitnehmen.

Also alles perfekt. 

Eigentlich!

Denn, und nun kommt mein Problem: Ich bin in letzter Zeit öfter mal eingesprungen und sobald ich mehr als 55% (das sind 22 Stunden, verteilt auf 4 Vormittage und 3 Stunden Verfügungszeit, die ich frei einteilen kann) bin ich dermaßen müde, dass ich im Haushalt gar nichts mehr machen kann. Auch die Kinder (Diktat üben, zum Reiten fahren,..) kommen nicht mehr zu ihrem Recht, auch das Wochenende reicht mir nicht wirklich zum Erholen. Und ich bin nicht nur müde, auch meine Hand wird taub und mein Bein spielt nicht mehr richtig mit.

Aber erstens kommt es mir selbst komisch vor, dass bei 22 Stunden alles wie immer ist, aber bei z.B. 30 stunden mein Körper streikt.

Und zweitens macht es mich extrem wütend, dass ich finde alles dafür spricht, dass ich mehr arbeiten könnte, aber ich bekomms nicht hin.

Ich bekomme von meinem Umfeld Antworten wie: ...sei froh, dass das Geld reicht.

                                                                                                           ... du kannst dir doch ein Hobby suchen, das ist nicht so anstrengend.

                                                                                                          ... dann machst du halt was Ehrenamtlich:angry:

Kennt ihr das und wie geht ihr damit um? Oder ist mein Wunsch wieder mehr zu Arbeiten echt so bescheuert?

 

Gruß, Conny

 

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