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gerne möchte ich mich hier vorstellen und freue mich hier auf einen Erfahrungsaustausch mit Euch. Ich heiße Chris und lebe jetzt seit mittlerweile 27 Jahren mit der MS. Ich habe, so denke ich, so ziemlich fast alle Höhen und Tiefen mit dieser Erkrankung erlebt. Ich möchte allen MSlern Mut machen und an meinen zum Teil wunderbaren Erfahrungen teilhaben. Vielleicht haben auch andere ähnliche Erfahrungen gemacht.

 

Jetzt zu mir:

1993 kamen während der Bundeswehr die ersten Symptome. Die ersten Sensibilisierungsstörungen bis hin zur Gleichgewichtsproblemen und das zusammengepackt in einem schubförmigen Verlauf, diagnostizierte man bei mir die MS. Ich war damals 21 Jahre jung und konnte mit dieser Erkrankung überhaupt nichts anfangen (Genau zu der Zeit entstand mein Avatar :-). Alle Menschen um mich rum bedauerten mich so sehr, da sie alle im Kopf hatten: MS gleich Rollstuhl. Sie alle hatten durch die Medien ein schlimmes Bild. Also kaufte ich mir damals ein Buch von zwei Ärzten zum Thema MS, die gleich klarstellten, das über 70 Prozent keinen Rollstuhl sehen werden. Das beruhigte mich früher sehr und ich denke, heute sind wir bei weit über 70 Prozent.

 

Beruflich (Elektriker) sowie privat, hat mir damals diese Erkrankung ganz viele Striche durch meine Rechnungen gezogen. Die Lebensplanungen wurden oft über den Haufen geworfen, was mich zu der Zeit in ein sehr tiefes Loch warf.

 

Angefangen von Immunsuppressiva als Dauerbehandlung bis hin zu Copaxone (ab Jahr 1999), was ich nach 10 Jahren absetzen musste, da mein Körper dagegen rebelliert hatte und dazu die unzähligen Kortisonstoßtherapien, hatte ich einiges durchgemacht. Das Copaxone hatte mir sehr geholfen. Meine Schubhäufigkeit ging von ca. 4 auf 1 Schub pro Jahr runter.

 

2009 war die Zeit des Höhepunkts meiner gesundheitlichen Karriere. Mein Körper wehrte sich gegen das Spritzen. Ich bekam Atemnot und mir ging es mehrere Stunden nach den subkutanen Injektionen gar nicht gut. Mit meinem Neurologen entschied ich, vorerst keine Medikamente zu nehmen, um später eine neue Basistherapie mit Beta-Interferon anzufangen. Meine MS entwickelte sich langsam zu der Zeit vom schubförmigen Verlauf zu einem chronisch progredienten Verlauf. Die Schübe bildeten sich nicht mehr vollständig zurück. Als Dauergast hatte ich eine Gangunsicherheit und Sensibilisierungsstörungen.

 

Ich konnte in ganz schlechten Zeiten keine 100m mehr normal gehen, so dass der Gehwagen am Horizont schon zu sehen war. Mit 39 Jahren gab ich beruflich auf und beantragte die Erwerbsminderungsrente. Ich hatte bis dato schon zwei Umschulungen hinter mir und es war immer ein Drahtseilakt, meine gesundheitliche Leistung an meine Berufe anzupassen. Überhaupt einen Job zu bekommen war schon nicht einfach, aber ich schaffte es.

 

Als Elektrotechniker und Elektroniker war ich durchweg ein Handwerker, der mit Werkzeug mehr anfangen konnte, als in einem Büro zu sitzen. Da beruflich nichts mehr lief, traf ich eine für mich wichtige Entscheidung: Ich will keinen Gehwagen nutzen, geschweige dann später einen Rollstuhl. Ich schaute über den Tellerrand der Schulmedizin und las über Forschungen, Studien und alles was mögliche Ursachen für die MS sein könnten. Ich wollte zu der Zeit keine Medikamente nehmen, da ich im Leben einfach zu viel nehmen musste und ich die nicht mehr sehen konnte, geschweige dann, das es mir damit gut ging. Ich hatte mich gewehrt, auch drängte mich mein Neurologe, wieder eine Basistherapie zu beginnen.

 

2011 krempelte ich mein Leben komplett um und neben vielen Dingen (z.B. Amalgamfüllungen entfernen lassen, Vitamin D und anderes), die ich im Leben änderte, war eine Entscheidung ganz besonders: Ich änderte meine Ernährung. Und das um 180 Grad. Nach einer vierwöchigen Fasten- und Entgiftungszeit (Gemüsesaftfasten), ernährte ich mich von Rohkost. Ein Jahr später stieg ich um auf die vegane Ernährung. Vegan war damals noch nicht so bekannt, geschweige dann in den Medien.

 

Meine Gesundheit besserte sich von Jahr zu Jahr und meine Behinderungen gingen vollständig zurück. Das einzige was mir noch geblieben ist, ist die Fatique. Circa drei Jahre dauerte es. Die Entzündungsherde gingen vollständig zurück, was ich anhand meiner Kernspintomographien belegen kann. Wie der Radiologe mir sagte, sieht er nur noch die Vernarbungen, die Belegen, das die MS ihre Spuren hinterlassen hat.

 

Ich ernähre mich heute Rohkost/Vegan und für mich persönlich war es damals vor neun Jahren die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe meine Gesundheit selbst in die Hand genommen. Ärzte hatte ich vor meinen Entscheidungen miteinbezogen, was nicht bei allen immer eine Zustimmung fand.

 

Mich würde interessieren, ob vielleicht jemand von Euch eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Einfach etwas im Leben verändert hat, was sich positiv auf die Erkrankung ausgewirkt hat. 

 

Liebe Grüße

Chris

 

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Moin Ihr Lieben,

ich möchte mit meinen Beiträgen nur inspirieren, die eigene Lebensweise nach oder mit so einer schlimmen Diagnose wie MS zu überdenken. Es ist nicht einfach und ich spreche hier auf jeden Fall aus eigener Erfahrung.

 

Mit 39 Jahren machte ich mir über einige Bereiche meines Lebens Gedanken. Meine MS hatte mir zu diesem Zeitpunkt mehrere Probleme bereitet, was mir große Sorgen gemacht hatte. Denn meine Gleichgewichtsstörungen gingen nicht mehr vollständig zurück und es stellte sich langsam eine dauerhafte Gangunsicherheit ein. Von den Missempfindungen ganz zu schweigen.

 

Ich fragte mich zufällig zu der Zeit, wie es in der Tierwelt aussieht. Kennen die Tiere in der freien Wildbahn eigentlich so was wie Multiple Sklerose, Krebs, Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen? Wenn die Tiere nicht unter der Obhut des Menschen leben, also frei in der Natur sind, ist es sehr unwahrscheinlich, an eines dieser Krankheiten zu erkranken. Also, was machen die Tiere anders als wir Menschen? Wenn man bedenkt, das wir auch Lebewesen auf dieser Erde sind.

 

Nach meinen Gedanken über die Tierwelt, bekam ich Wochen später das Buch „Heile Dich Selbst“ von Markus Rothkranz in die Hände. Auch er hatte diese Gedanken, nur brachte er es im Gegensatz zu mir auf den Punkt: Die Tiere ernähren sich so, wie die Natur es für sie vorgesehen hat. Super, das brachte mich dazu, mich mit dem Thema „Ernährung“ genau auseinander zu setzen.

 

Ich wollte genau wissen: Was ist die richtige Nahrung für den Menschen? Wir sind die einzigen Lebewesen auf dieser Erde, die ihre Nahrung dermaßen verarbeiten, das am Ende keine Nährstoffe für den Körper mehr zur Verfügung stehen. Lange Transportwege zum Supermarkt, Kochen, Backen, Frittieren, Zusatzstoffe, Pestizide und vieles mehr sorgen dafür, das der Körper aus dieser Nahrung keinen optimalen Nutzen mehr ziehen kann. Zu sehr fehlen uns die Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und vieles mehr, die dafür sorgen können, dass der Körper seine Selbstheilungskräfte in Gang setzen könnte.

 

Wie sagte Hippokrates es so schön: „LASS DIE NAHRUNG DEINE MEDIZIN SEIN UND MEDIZIN DEINE NAHRUNG!“ Wie recht er hat, denn als ich meine Ernährung komplett umgestellt hatte, besserte sich mein Zustand. Es wurde immer besser.

 

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich möchte hier nicht zur sagen, das eine Ernährungsumstellung das Allheilmittel gegen Multiple Sklerose ist. Aber ich bestätige aufgrund meiner eigenen Erfahrung, das eine bewusste Ernährung mit guten und gesunden Nahrungsmitteln zumindest einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat.

Bei mir hat Rohkost und jetzt mit der veganen Ernährung zusammen, mir meine Lebensqualität wieder zurückgegeben. Ich nehme heute keine Medikamente mehr und ich hoffe, das das auch so bleibt. Aber nach meinen bisherigen Erfahrungen bin ich sehr optimistisch. Sollte es sich ändern, werde ich wieder eine Basistherapie beginnen.

Jeder Mensch ist anders, aber ich denke, das man mit einer optimalen Ernährung viel bewirken kann.

Alles Gute und liebe Grüße

Chris

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Hallo Chris, 

Ich habe die MS seit 2008, die Schübe halten sich in Grenzen scheint nicht so aktiv zu sein und  bis jetzt ist auch alles wieder weggegangen. Mir hilft joggen bei der Rückbildung von den Schüben. Ich habe bis jetzt keinerlei Einschränkungen und ich hoffe das das lange so bleibt.

Bei dir hat sich die MS ganz schön aus getobt. Ich finde es beeindruckend wie du den Katt gezogen  hast, Medikament abgesetzt, Amalgam raus, Entgiftung und dann die Ernährungsumstellung.

Ich bin mitlerweile auch der Meinung das man die MS auch auf diese Art und Weise in den Griff bekommen kann vielleicht sogar heilen kann. Bei dir funktioniert es ja.

Ich habe mein Medikament copaxone im Oktober abgesetzt, meine Neurologin ist dann gleich in Panik ausgebrochen , musste zum kontroll MRT, mitlerweile scheint sie es akzeptiert zu haben, ist vieleicht auch durch corona.

Was mich bei ihr aber stört ist, wenn man es anspricht ob Impfungen, MRT KM oder Amalgam und andere Gifte die Ursache für MS sein können oder das man mit einer entsprechenden Ernährung und Bewegung das in den Griff bekommen kann, es kommt immer ein Nein. 

Ich werde jetzt auch meinen Weg gehen den ich für richtig halte und sie auf alle fälle mit einbeziehen. Die Option auf ein Medikament hab ich dann immer noch.

Wie heißt es so schön, hör auf dein Bauchgefühl. 

Alles Gute und liebe Grüße 

Andrea 

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@Acki

 

Hallo Andrea,

ich danke Dir für Deinen Beitrag. Ich finde es toll, das eine sportliche Aktivität Dir bei der Rückbildung Deiner Schübe hilft. Bei mir war es genau umgekehrt. Passivität war die Überschrift meiner Handlungen, denn ich zog mich zurück und wartete bis der Schub vorbei war. Eher war ich mit Freunden/Familie zusammen. Man tut in der Zeit einfach, was einem persönlich gut tut.

 

Sport/Bewegung ist heute für mich sehr wichtig und gehört im allgemeinen zu einer gesunden Lebensweise einfach dazu. Früher habe ich überhaupt nicht gesund gelebt. Ich wusste es einfach nicht und meine Eltern hatten es mir früher auch nicht beigebracht. Da ich das Gefühl hatte „Irgendwann geht es sowieso nicht mehr weiter“, hatte ich das Leben in vollen Zügen genossen.

 

In meinem Leben hatte ich genau zweimal einen Katt gemacht. Der erste Katt war der komplette Wechsel meiner Freunde und meiner Beziehung, halt das Umfeld, das nur aus Feiern bestand. Ich musste mein Leben damals schon komplett ändern, denn ich merkte, dass ich so nicht mehr weiter Leben konnte. Denn das Leben besteht nicht nur aus Feiern, denn für meine Gesundheit war es auf keinen Fall zuträglich.

 

Ich war wieder für eine gewisse Zeit im Krankenhaus (Kortisonstoßtherapie) und man stellte mir das Copaxone vor, was noch in den Studien getestet wurde. Ich war einer mit der Ersten, die das Copaxone nehmen konnten. Es hatte meine Schubhäufigkeit von ca. 4 Schüben pro Jahr auf 1 Schub runtergesetzt. Mit dem Spriitzen kam ich gut klar und ich war froh, das mir das gut half.

Ich lernte damals 2000/2001 eine Frau kennen, die das totale Gegenteil von mir war, absolut lasterfrei. Sie lebt total gesund und sie brachte auf den richtigen Weg. Heute ist sie meine Ehefrau und ich bin Ihr sehr dankbar, dass sie den Weg für die Gesundheit mit mir zusammen gegangen ist.

 

Im Jahre 2007 setzte ich mich mit dem Thema „Impfen“ auseinander. Ich erfuhr, das mehrere Soldaten aus meiner damaligen Einheit neurologische Probleme bekamen, mit dabei auch MS. 1992 wurde ich bei der Bundeswehr mehrfach geimpft. Wochen später bekam ich die ersten Symptome. Einen Zusammenhang konnte man nicht erkennen (oder man wollte es nicht). Ein ehemaliger Soldat klagte und gewann nach mehreren Instanzen. Er stellte eine Internetseite online, um zu informieren. Die musste er wieder vom Netz nehmen. Im Jahre 2006 haben meine Frau und ich uns wieder gegen mehrere Sachen Impfen lassen. Daraufhin entwickelte meine kerngesunde Frau eine Schmerzstörung. 2007 erkannte ich erst die Zusammenhänge. Auch über das Thema „Impfen“ könnte ich ein Buch schreiben. Ein Impfschaden durchzubekommen, so das es anerkannt wird, ist ein sehr langer Prozess.

 

Da das Thema „Impfen“ kontrovers diskutiert wird, enthalte ich mich der Meinung. Man kann sich ja denken, wie ich dazu stehe. Ich sage jeden, der sich impfen lassen möchte, vorher genau zu überlegen, ob es wirklich wichtig ist. Ich meine wirklich wirklich wichtig. Dazu muss jeder für sich selber genau die Infos besorgen (Und dazu auch die Inhaltsstoffe).

 

Mit den vielen Ärzten, mit den ich über die möglichen Ursachen gesprochen habe, bekommt man zu 99 Prozent keine zufriedenstellende Aussage. Es ist meistens eine Symptombehandlung, bei der die möglichen Ursachen meistens nicht besprochen werden. Genauso beim Thema MS. Eine Ursache für diese Krankheit hat man bis heute noch nicht herausgefunden. Ich sah eine Schwermetallvergiftung als eine mögliche Ursache, für die Entstehung meiner MS. Der Impfmarathon bei der Bundeswehr könnte der Auslöser gewesen sein. Leider können in den Impfungen Adjuvantien drinnen sein, sogenannte Wirkverstärker wie Quecksilber, Aluminium oder ähnliches. Es könnten systemische Spätfolgen auftreten, die sich schwer beweisen lassen.

 

Ich habe bis heute viel Forschungsarbeit geleistet und dabei viele Erkenntnisse gewonnen. Man muss dem Körper die Möglichkeit geben, sich selber heilen zu können. Bei dem was ich alles in meinem Leben geändert habe, kann ich jetzt leider nicht sagen, welche Aktion von mir zu einer drastischen Verbesserung meines Krankheitsverlaufs geführt hat. Aber ich liste mal hier gerne auf, was ich gemacht habe:

 

1. Die Einstellung

Ich sag es mal einfach gerade heraus: Saufen/Rauchen/Feiern und die Gesundheit war mir egal, weil, sie war ja ohnehin im Eimer. Das war meine Einstellung, bevor ich mein Umfeld komplett geändert hatte. Erst als ich meine jetzige Frau kennenlernte, wurde ich von ihr komplett „eingenordet“. Eine gesunde Lebensweise wurde zum Hauptthema und ich bekam überhaupt erst ein Gefühl, was Gesundheit bedeutet. Da ich merkte, wie wichtig das Thema auch für mein Krankheitsverlauf ist. Ich änderte für mich und natürlich auch für die Liebe, mein Leben: Ich hörte sofort mit dem Rauchen auf, trinke seit dem kein Alkohol und Feiern wird dabei automatisch weniger, da andere Interessen ins Leben kommen. Dieser Katt war im Jahre 2000/2001. Ich entwickelte immer mehr den Drang, alles zu hinterfragen, was heute für uns als „Normal“ gilt. Denn vor mehr als Hundert Jahren, hatten wir noch keinen so gut gefüllten Krankheitskatalog.

Bei mir kam der Wille zur drastischen Veränderung dadurch, dass ich das Gefühl hatte, das ich ohnehin nichts zu verlieren hatte. Also warum das Ganze nicht durchziehen? Den starken Wunsch ein annähernd normales Leben zu führen, gab mir die nötige Kraft. Eine starke Motivation, die mich das nicht vor mir herschieben ließ.

Ich weiß das das Umfeld auf einen, ein sehr starken Einfluß ausüben kann. Es ist nicht einfach. Der Wille entscheidet. Ich hatte das Glück, das meine Frau diesen Weg mit mir zusammen gegangen ist, somit war alles sehr einfach. Ihre Unterstützung, hat mir eine unheimliche Kraft gegeben.

2. Körperliche Entgiftung

Das war der Schritt, um überhaupt bei Null anfangen zu können. Ich lernte alles über das Fasten und entschied mich für das Saftfasten. Vier Wochen lang, jeden Tag selbst hergestellten frischen Gemüsesaft. Dazu weitere wichtige Maßnahmen. Das alles hatte ich mit meinem Neurologen abgesprochen. Ich fühlte mich hinterher wie neugeboren. Eine wunderbare Erfahrung. Denn ich hatte überhaupt kein Verlangen mehr nach Zucker oder sonstige Laster. Die Entgiftungsphase war enorm, aber sehr wichtig.

3. Ernährungsumstellung

Meine Frau und ich begannen unsere Ernährungsumstellung genau mit drei Regeln: erstens kein Fleisch mehr, egal in welcher Form. Zweitens keine Milchprodukte mehr, auch egal in welcher Form und drittens kein Zucker mehr, auch hier, egal in ……! Alles in allem nahmen wir keine tierische Nahrung mehr zu uns und auch Zucker gibt es nicht mehr bei uns. Die ersten Punkte sind kein Problem, aber Zucker ist nicht so einfach, da es überall mit zugesetzt wird. Wir haben mittlerweile über 200 verschiedene Zuckerarten.

4. Hohe Dosis Vitamin D

Als eine Studie veröffentlicht wurde, wo man mit sehr hohen Dosen Vitamin D die Schubrate senken konnte, wurde ich hellhörig. Ich beschäftigte mich auch ausschließlich mit dem Thema. Ich nehme heute noch Vitamin D in einer etwas höheren Dosis zu mir, da ich/wir es als sehr wichtig ansehen. Als MS-Patient kann man sich heute seinen Vitamin D Spiegel überprüfen lassen. Das wird von der Krankenkasse erstattet. Da ich selber damit einfach begonnen hatte, war mein Neurologe nach dem Test sehr überrascht und ich beichtete es ihm.

5. Keine Fluoride

Meine Frau und ich vermeiden Fluoride. Keine Zahnpasta mit Fluoride oder sonstiges. Unsere Zähne sind heute perfekt. Unsere alljährlichen Untersuchungen beim Zahnarzt bescheinigen es uns. Nicht mal Zahnstein ärgert uns und wenn, dann nur ganz wenig. Jetzt könnte man auch sagen: Ihr nimmt doch sowieso kein Zucker mehr. Das ist richtig, aber ich denke, das da noch mehr Veränderungen es bewirkt haben.

6. Kein Impfen mehr

Ein Thema worüber man sich streiten kann. Meine Frau und ich vermeiden das Impfen, so gut wir es können. Meine Frau leidet heute noch an dieser Schmerzstörung. Ein neurologisches Problem, welches sie auch in die Erwerbsminderungsrente gebracht hat. Daher sehen wir das Thema sehr skeptisch. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

7. Sport/Bewegung

Das ist ganz wichtig! Lange Zeit war ich eher passiv, von Sport ganz zu schweigen. Als ich mein Leben komplett umkrempelte, begann ich mit Nordic Walking kurze Strecken zu gehen.  Die Stöcker halfen mir meine Gleichgewichtsstörungen auszugleichen.  Die Strecken wurden mit der Zeit immer länger. Im Jahre 2012 machte ich ein Kursus, um das Ganze professioneller auszuführen. Auch wenn das von vielen belächelt wird: Richtig ausgeführt, ist es ein toller Sport, den man an seine gesundheitliche Leistungsfähigkeit anpassen kann. Ich mache das heute immer noch, denn es macht mir sehr viel Spaß und ich gehe jeden Tag durch die Natur. Selbst meine hartnäckigen Rückenschmerzen bin ich nach ein paar Jahren losgeworden. Wie gesagt, heute habe ich keine Gehbehinderung mehr und mache diesen Sport nach wie vor. Kann ich nur empfehlen.

Fazit

Als Fazit kann man schreiben: Wenn man so lebt, wie die Natur es für einen vorgesehen hat, tut man für seine Gesundheit viel Gutes. So bekommt und hat der Körper die nötige Kraft für seine eigenen Selbstheilungskräfte. Genau mit diesem Leitsatz und der Wille für die Veränderung, begann für mich das größte Abenteuer meines Lebens.

Zum Abschluss

Bei allem, was wir tun, trinken und essen, achten wir sehr genau, ob es für die Gesundheit dienlich ist oder nicht. Es hat mir sehr geholfen und auch meiner Frau geht es, bis auf diese Schmerzstörung, sehr gut.

Liebe Andrea, bitte verzeihe mir, dass ich wieder soviel von mir erzählt habe, aber das ist meine Begeisterung zu meiner positiven Veränderung in Bezug auf meine MS. Jeder Mensch ist anders und auch die Ms verläuft bei jedem anders, aber ich bin mir sicher, dass man mit einer gesunden Lebensweise viel bewirken kann. Es ist auf jeden Fall sehr gut, ein Bewusstsein für eine gesunde Lebensführung zu haben und ich denke, das man seinen Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

Es ist für Dich erst mal ok, das Copaxone abzusetzen, solange Du keine oder nur sehr wenig Probleme mit der MS. Aber Du solltest es im Auge behalten und so früh wie möglich wieder damit beginnen, sollten Dir die Schübe zusetzen. Das ist schon sehr wichtig. Vielleicht konnte ich Dich mit meinen Veränderungen ein bisschen inspirieren, aber informiere Dich bei allem vorher.  Es ist sehr gut, dass Du hier Dein eigenen Weg gehst.  Bei allem wünsche ich Dir viel Erfolg.

Boa, ich habe mal wieder einen ganzen Roman geschrieben, aber man hat hier so viel zu erzählen. Ich wünsche Dir alles Gute, nein, nur das Beste und das die MS auch für Dich im Leben keine Probleme mehr macht.

 

Liebe Grüße

Chris

 

 

 

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