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Lesley_20

Angst vor Neurologen-Termin

4 posts in this topic

Hallo zusammen :) 

 

Also ich weiß, das ist ein etwas seltsames Anliegen aber ich habe heute nach langer Zeit mal wieder einen Gesprächs-Termin bei meinem Neurologen und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir total unsicher bin... 

 

Das Problem ist, dass ich heute ein paar Dinge ansprechen muss, die ich mir lange Zeit nicht einmal selbst eingestanden habe, z.B., dass ich über einen sehr langen Zeitraum mein Medikament nicht so genommen habe, wie ich sollte und dass ich nach 2 Jahren Therapie mit dem Medikament deswegen immer noch strake Probleme mit der Einnahme habe. 

 

Eigentlich hat mein Neurologe, finde ich, kein Recht mich zu verurteilen, weil es ist mein Körper und so weiter. Aber ich hab irgendwie Angst, dass er vielleicht sauer werden könnte und so was sagt wie  "Sie setzten Ihre Gesundheit aufs Spiel; das ist doch noch ein mildes Medikament, man muss halt mal in den sauren Apfel beißen" und so weiter. 

 

Mein Neurologe ist an sich sehr nett, ich kenne ihn nur nicht so gut, weil ich war seit der Diagnose erst zwei oder drei Mal da, weil ich nur sehr selten Schübe habe.  Und ich komme mir dumm vor, weil ich meine Einnahme mehr oder weniger vernachlässige und deswegen meine Gesundheit aufs Spiel setze. Ich tue das aber nicht aus Dummheit, sondern, weil ich auch einige Probleme mit dem Medikament habe wie z.B. auch starke Müdigkeit. Und ich studiere Jura. Ich kann es mir manchmal einfach nicht leisten ein Medikament zu nehmen, dass meine Leistungsfähigkeit mindert. Deswegen habe ich oft in stressigen Phasen die Einnahme vernachlässigt oder auch mal komplett weggelassen. 

 

Denkt ihr meine Sorge ist berechtigt? Hat er ein Recht dazu, mich zu verurteilen? 

 

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Es geht zum Beispiel auch darum: Ich verringere selbst meine Dosis... Ich bekomme 240mg Kapseln des Tecfidera Dimethylfumarat. Ich öffne die Kapseln und teile den Inhalt, damit die Nebenwirkungen nicht so schlimm sind, die Hälfte dieser Kügelchen, die ich nicht nehme, schmeiße ich einfach weg. Dieses Medikament kostet so weit ich weiß über 2.000 € pro Monat. Und ich schmeiße es weg. Aber nicht weil ich das Geld zum Fenster raus schmeißen will ich bin nicht blöd und es tut mir leid was ich tue, aber ich tue es nur, weil ich mir nicht anders zu helfen weiß...

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Hallo Lesley,

Du scheinst Dich sehr unwohl mit dem Medikament zu fühlen und das ist nicht gut.  Deshalb würde ich auf jeden Fall dieses Thema bei dem Neurologen ansprechen. Natürlich hat er kein Recht Dich zu verurteilen, denn Du lebst mit der MS und den Auswirkungen.  Viele Neurologen sind absolut überfüllt und haben wenig Zeit für den einzelnen Patienten.  Trotzdem würde ich ihn auf andere Medikamente ansprechen. Vielleicht ist in Deinem Fall ein Wechsel besser.  

Überleg Dir noch mal vorher was  genau Dich stört und sag es einfach frei raus. 

Nur Mut.

LG Ulrike

 

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Hallo Lesley, 
ich stimme Ulrike da zu. Auch wenn du dich vor dem Termin fürchtest, solltest du die Probleme mit dem Medikament ansprechen und auch - genauso wie hier - deinem Neurologen deine Situation so gut es geht zu schildern, vielleicht hat er ja auch dann Verständnis für dich und kann auch nachvollziehen wieso du so gehandelt hast. Nur wenn du dein Problem ansprichst, kannst du eine Veränderung bewirken. Auch wenn es vielleicht im Moment schwierig erscheint, bin ich mir sicher, dass du dich danach besser fühlst und wahrscheinlich auch zu einer anderen Lösung kommst! 

Alles Gute für deinen Termin und viel Mut! 

 

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