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bluewater3232

MS ohne aktive Entzündungen?

6 posts in this topic

Guten Morgen allerseits, 

 

bei mir wurde die Diagnose MS gestellt. Es wurden eine Reihe von Untersuchungen gemacht, und nichts anderes kam für meine Symptome in Frage. Ich hatte letztes Jahr Oktober Missempfindungen am linken Arm, das innerhalb von 10 Tagen den Hals und den Kopf hinaufwanderte. Im KH wurde dann ein MRT vom Kopf gemacht, es fanden sich Läsionen, allerdings OHNE Kontrastmittelanreicherungen. Und es lag keine Schrankenstörung vor. Zu diesem Zeitpunkt bestanden die Symptome auch noch. Nach dem Cortison verschwand alles wieder. Doch gleich im Anschluss hatte ich Probleme mit dem linken Fuss. Undefinierbare Schwäche, schwammiges Gefühl, Lhermittezeichen sehr ausgeprägt, und auch vom Kopf her fühlte ich mich so anders, so unkonzentriert etc.  Das ganze ging etwa 10 Tage. Im Nachhinein wurde es mir als 2. Schub im Anhang erklärt.

1 Woche drauf etwa wurde noch ein MRT gemacht von HWS und BWS. es fanden sich ein paar Läsionen, wieder ohne KM Anreicherung, oder vorliegenden Schrankenstörung. 

Kann mir hier jemand einer logisch erklären, wie das zu erklären ist ? Bei MS ist doch erstens immer eine Schrankenstörung vorhanden, und zweitens wenn Symptome bestehen, dann würde sich doch Kontrastmittel anreichern, oder nicht ? 

 

Ich danke für eine Erklärung, 

 

Liebe Grüsse

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Hallo,

also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das bei MS nicht immer eine Schrankenstörrung vorliegt und auch nicht immer bei Symptomen sich Kontrastmittel anreichert. 

Ich habe Läsionen im zweistelligen Bereich,  eine Schrankenstörrung wurde nie beim Mrt festgestellt und Kontrastmittel hatte ich lediglich zweimal aufgenommen und das waren Schübe/Läsionen wo innerhalb von 12h nach Symptombeginn ein Mrt gemacht wurde. Bei vielen Mrt's werden auch weitere neue Läsionen gefunden, die kein KM mehr aufnehmen,  KM reichert sich nur in aktiven Entzündungen an und nicht in alten Läsionen, die sind aber im Mrt auch sichtbar und Symptome haben heißt auch nicht immer das eine aktive Entzündung vorliegt. Ich habe viele Symptome "behalten" , denn die Nervenzellen sind nunmal endgültig zerstört,  daher auch die Symptome,  das heißt ja aber nicht das dies nun durch eine neue aktive Entzündung hervorgerufen wird, auch sogenannten Pseudoschübe oder aufgesetzte Schübe verursachen Symptome,  sind aber keine neuen Entzündung die KM aufnehmen. 

 

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Hallo, 

ich meine gelesen zu haben, dass man aktive Entzündungen bis zu 3 Wochen danach im MRT sehen kann ? Als das MRT gemacht wurde, bestanden die Symptome ja auch noch... aber im MRT war nichts davon zu sehen. Bzw nur alte Läsionen. Genauso würde es sich auch mit der Schrankenstörung verhalten dachte ich . 

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Am besten stellst du diese Fragen deinem Neurologen oder auch Radiologen, die können dir das bestimmt besser erklären. Aber aus eigener Erfahrung, nicht jeder Schub ist z.B. im Mrt sichtbar, auch nicht bei wirklich massiven Ausfallerscheinungen/Symptomen, und wie lange eine Entzündung wirklich aktiv ist und KM aufnimmt, kann glaube ich niemand wirklich sagen. Mein Neuro z.B. verzichtet mittlerweile komplett auf Mrt mit KM, da es keine wirkliche Rolle spielt in der Beurteilung.

Sind die Einschränkungen da und massiv, gibt es Kortison, ansonsten sitze ich es aus. Ich hatte schon einen wirklich heftigen Schub, konnte nicht mehr stehen, das Bein ist einfach weggebrochen, im Mrt war noch nicht mal eine Läsion zu sehen gewesen, geschweige eine, die KM aufnimmt.  Im Gegenzug hatte ich einen Schub, das Mrt am gleichen Tag zeigte eine Läsion und sie nahm auch KM auf, eine Woche später (hatte kein Kortison bekommen) hatte ich komplett andere Symptome. Mein Neuro vermutete, ein neuer Schub und das Mrt zeigte die neue Läsion, die wie die Läsion eine Woche zuvor kein KM aufnahm. 

Und nur weil Symptome NOCH bestehen, heißt es nicht, dass die Läsion noch "aktiv" ist. Da müsste mein Mrt theoretisch leuchten wie ein Weihnachtsbaum, die Symptome sind halt geblieben aufgrund der Schädigungen.

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okay, ich denke ich habe das nun etwas mehr verstanden. aber anders gefragt, was lässt sich denn dann überhaupt am MRT feststellen? ich meine, selbst die Progression lässt sich dadurch auch nicht einschätzen bzw vorhersagen. Also kann man nur die Anzahl der Läsionen sehen, die letztendlich überhaupt nichts aussagen? 

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Tatsächlich ist die Anzahl eigentlich das einzige was wirklich interessiert, denn das dient zur Überprüfung ob eine MS Therapie/ Medikament wirkt. Ich habe z.B. als erstes Plegridy gespritzt. Natürlich haben ich und der Neuro gemerkt, das neue Schübe vorliegen, aber nicht immer wird jeder Schub bemerkt. Bei manchen hat man einfach keine großen Symptome, und das MRT zeigte z.B. auch bei mir, das neben den Schüben die mir bewusst waren noch etliche weitere stattgefunden haben.

Ebenso bei meiner Diagnose, neben dem Schub der mich zum Neuro brachte und im MRT leuchtete, waren dort noch viele alte Läsionen zu sehen, was natürlich die Vermutung nahe legen lässt, das die MS schon deutlich länger da war. Bei der Diagnose hatte ich neben dem akuten Schub noch eine weitere alte Läsion im Gehirn und zwei im Rückenmark von denen ich nichts bemerkt hatte. Nach Medikamentenumstellung musste ich auch nach 6 Monaten ins MRT, um zu schauen ob das neue Medikament wirklich gut wirkt oder ob noch weitere Schübe unbemerkt stattgefunden haben. 

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