Liebe PSP und Community Mitglieder,

unser Forum ist nun seit langem ein Teil unserer Aktiv mit MS Seite. Durch eure zahlreichen Beiträge und Kommentare blicken wir auf eine spannende und austauschreiche Zeit zurück. Da die Beiträge im Laufe der letzten Jahre immer weiter abgenommen haben, mussten wir nun eine schwere Entscheidung treffen und werden das Forum zum 15.12.22 schließen.

Die Beiträge werden bis auf Weiteres sichtbar sein, können ab dem genannten Datum jedoch nicht mehr kommentiert werden. Auch die Funktion neue Beiträge zu posten werden wir zu diesem Termin abschalten.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern ganz herzlich für den langjährigen Forumsaustausch und hoffen euch zukünftig mit neuen Ideen bereichern zu können.

Euer Aktiv mit MS Team

Forumregeln
Chris80

Wirklich Sehnerventzündung/ MS?

4 posts in this topic

Hallo zusammen, bin auf Hilfe von Betroffenen angewiesen. 

Die Ärzte machen mich verrückt, ich bin echt am verzweifeln. Der eine sagt MS, der andere sagt „Sie haben nichts“.

Aber der Reihe nach:

Plötzlich am 12. Oktober traten Schmerzen hinter den Augen bei mir auf. Bewegungsschmerzen und leichte Übelkeit. Keine Sehverschlechterung. Ich hatte den Verdacht auf das Salofalk geschoben (gegen Divertikelentzündung). Das ist schon mal passiert, dass ich von dem Medi Schmerzen hinter dem Auge bekommen habe. Medikamente abgesetzt, aber Schmerzen sind geblieben. 

Augenarzt Termin am 14.10., Augenarzt findet nichts, alles sei gut.

Am 16. Oktober abends Probleme, die Sehschärfe zu halten. Soll bedeuten: ich sehe plötzlich alles etwas dunkler, aber vor allem unscharf. Ich kann aber, wenn ich mich anstrenge, scharf sehen!!

Wieder Augenarzt am nächsten Tag. Keine Entzündung oder sonstiges. Auch Sehnervkopf sei okay.

Symptome bleiben unverändert nicht besser, nicht schlechter.  Symptome machen Arbeit, Autofahren, Lesen sehr schwer.

Schmerzen werden besser, Sehverschlechterung bleibt.

Am 3.11. gehe ich psychisch angeschlagen in die Notaufnahme. Arzt geht von beidseitiger Sehnerventzündung eventuell MS aus. CT unauffällig, MRT unauffällig, VEP unauffällig.  Aufgrund dieser drei Ergebnisse war keine Nervenwasseruntersuchung meinerseits gewünscht. Symptome bleiben bei Entlassung zwar bestehen, aber mir geht's trotzdem besser. 

Ich sehe seither immer noch unscharf auf beiden Augen, kann aber weiterhin bei Anstrengung und Konzentration scharf sehen.

Am 25.11. sind Schmerzen wieder stärker. Augen neigen jetzt überwiegend zum verschwommenen Sehen. ABER immer noch ist es mir möglich, meine Augen scharf zu stellen und ich habe auch sonst keine Ausfälle wie schwarze Flecken, usw.

Ich gehe von akkommodationsstörungen und Augenmuskelschmerzen aus.

Heute wieder Termin beim Neurologen, der mich überrascht. Nein, keine Akkommodationsstörungen. Heutiges VEP war grenzwertig aber nicht schlecht! MRT vom Krankenhaus sei nicht aussagekräftig, da kein Kontrastmittel. Nervenwasseruntersuchung  empfohlen, da Verdacht auf Sehnerventzündung wahrscheinlich und Verdacht auf MS besteht.

Jetzt wieder Angst... vor MS

Das kann doch nicht sein, hatte jemand von euch mal eine vergleichbare Augenproblematik, bei der scharfes Sehen noch möglich ist? Ich dachte bei MS Sehnerventzündung ist die Sehschärfe für ein paar Tage ganz weg. 

Das kann doch keine MS bedingte Sehnerventzündung sein? 

Bin dankbar für eure Erfahrungen und Einschätzungen.

Danke Chris

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Hallo Chris,

als ich 2002 die erste Sehnerventzündung hatte konnte ich normal sehen, aber ich hatte eine Art Dimmer im Auge, der die Helligkeit verdunkelte. Der Augenarzt hat es selbst auch nicht festgestellt, da er nichts am Sehnerv sehen konnte. Da er die Praxis mit seiner Mutter betrieb hat er sie um Rat gefragt.  Sie hatte mehr Erfahrung und hat mich in die Augenklinik überwiesen, wo ich die Diagnose Sehnerventzündung bekam. Von dort wurde ich zur Neurologie geschickt und bekam da die Diagnose MS.

Bei weiteren Sehnerventzündungen habe ich dann verschwommen gesehen, aber nicht mehr verdunkelt.

Es ist offenbar schwierig festzustellen. 

Alles Gute für Dich.

ulrikej

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Hallo ulrikej,

Danke für Deine Antwort! Wie lange dauerten denn Deine Sehnerventzündung in der Vergangenheit?

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Hallo Chris,

die akute Entzündug nur ein paar Tage, ich hatte ca. 5 bis 6 SNE, hab Cortison-Infusionen bekommen. Aber ich hab bis heute Einschränkungen, die Sehnerven sind teilweise zerstört, so dass das was ich sehe nicht weitergeleitet wird ans Gehirn. Salopp gesagt ein Wackelkontakt in den Sehnerven.  Das hat mir natürlich niemand geglaubt, auch nicht  Neurologin oder Augenarzt. Man sieht es mir ja auch nicht an. 

Durch einen Umzug bedingt habe ich die Augenärztin gewechselt und hatte Glück, sie hat viel Erfahrung, hat ein OCT gemacht - optische Cohärenztomographie- hat mich 80 Eur gekostet- natürlich keine Kassenleistung- und jetzt hab ich die Beeinträchtigung schwarz auf weiß. Ich hab mich im Laufe der Jahre (ist schon 10 Jahre und länger her)  an die Beeinträchtigung gewöhnt. 

Viele Grüße 

ulrikej

 

 

 

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