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JaKo

Überlastet und demotiviert

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 Hallo,

ich bin 46 und habe seit 22 Jahren MS. Bin voll berentet und habe ein Kleinkind von 3 Jahren. Mein Mann hat ebenfalls MS und ich pflege seine Mutter, die 84 ist und im Haus mit uns lebt.

Mein Eindruck ist, dass ich niemand mehr gerecht werde. Fürs Kind habe ich zu wenig Zeit und setze sie der Pflege wegen oft hintenan.

Mein Mann ist zwar nicht pflegebedürftig, aber stark eingeschränkt durch Hemipherese und starke Fatigue. Er tut daheim quasi nichts und lässt sich bedienen.

Oma ist mit Parkinson und Demenz an der Grenze zur Bettlägerigkeit. Sie fordert volle und ständige Aufmerksamkeit und ist auch körperlich schwer händelbar wegen starken Übergewichtes. Nachts muss sie bis zu 6x auf den Toilettenstuhl. Tagsüber ruft sie auch ständig und braucht dies und jenes.

Mein Haushalt ist schon total schlampig, die Wohnung seit 2 Jahren nicht grundgereinigt. Vorrang haben immer Kind, Pflege und Mann. Der Garten verkommt zusehends.

Ich verkomme auch, war seit Jahren nicht mehr beim Friseur (schneide selbst) oder einfach mal mit Freunden zusammen. Meine Tysabritermine werden oft verschoben und andere Krankheiten wie Veneninsuffizienz bleiben unbehandelt. Nur Ergotherapie und Rehasport mache ich regelmäßig, weil es für die Arbeitskraft unerlässlich ist.

Ich hätte gern eine Haushaltshilfe, aber habe wohl keinen Anspruch darauf. Mit der Minirente kann ich mir auch keine so leisten.

Doch meine größte Sorge: Was, wenn ich einmal ausfalle?

Wie fange ich das an, dass etwas Ruhe und Struktur in den Alltag kommt... Und mein Kind mehr Zuwendung erfahren kann?

Müde Grüße von Jane

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